Amiga1200 kein Lebenszeichen mehr

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 5.395 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. Juni 2017 um 20:43) ist von katarakt.

  • Hallo Gemeinde,

    ich habe mich nach einiger Zeit entschlossen meinen treuen Amiga1200 wieder zum Leben zu erwecken. Ich besitze ihn seit 1992 und er ist nie ganz aus meinem Leben verschwunden. <3
    Ich habe nun endlich eine Indivision AGA mk2 gekauft und wollte ihm eine vernünftige Grafikausgabe gönnen. Heute ist der Flickerfixer angekommen und ich habe den AMIGA zerlegt und alles eingebaut. Nach dem Zusammenbau dann die Ernüchterung: Kein Lebenszeichen mehr. :cry:

    Ich habe alles wieder ausgebaut, CF-Karte raus Turbokarte raus, Flickerfixer raus. Der nackte AMIGA startet jedoch auch nicht. Die Power-LED geht nicht mal an, das FDD klackert nicht. Ich habe das Netzteil an einem A500 getestet, der damit anstandslos funktioniert.

    Leider habe ich es versäumt, den AMIGA zumindest 1x VOR der Umbauaktion zu starten. D.h. das letzte Mal war irgendwann vor 1-2 Jahren.

    Daten & Fakten:

    • AMIGA 1200 von 1992, Mainboard Rev 1B
    • Regulär betrieben mit einer Blizzard 1230 IV & CF-HDD

    Die Kondensatoren habe ich noch nicht ausgetauscht. Rein äußerlich sehen sie intakt aus, muss aber ja nix heißen...
    Kann es an den Kondensatoren liegen, wenn er so komplett überhaupt kein Lebenszeichen mehr von sich gibt ? (Kenne ich eher von kaputten Elkos in Netzteilen)

    Gibt es noch eine Chance? Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.

    Weiß jemand Rat? Kann ich noch etwas versuchen/testen, bevor ich die Kondensatoren tausche und das womöglich gar nichts bringt!?

    Grüße,
    Stefl0n

  • Fehlerursache nr 1... den Powerstecker nicht kräftig genug in die Buchse "geprügelt". :D

    Kondensatoren unbedingt tauschen!

    Lieber einen Commodore in der Hand als ein Atari auf dem Dach

  • Als erstes erstes würde ich hier auch mal messen ob überhaupt Spannung ankommt.

    Kann auch was ganz simples sein wie Kontaktschwierigkeiten.
    Da kommt dann wieder mein geschätztes Wundermittel Ballistol ins Spiel :)

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Also an den Kontakten der Buchse im AMIGA kann ich Spannung messen 5V, 12V. Scheint OK zu sein.
    Habt ihr denn die Erfahrung gemacht, dass bei kaputten Kondensatoren auch mal die Power-LED aus bleibt?
    Der Großteil der Kondensatoren befindet sich ja im Bereich der Stromversorgung, dann wäre das ja irgendwo nachvollziehbar (?).

    Ansonsten geht die Kerko-Bestellung noch heute raus.

  • Theoretisch läuft der 1200er auch komplett ohne die Elkos. Du hast dann zwar kein Audio, wenn die Elkos im Audio Bereich fehlen, aber der Rechner läuft.
    Ganz tot kann nicht nur an den Elkos liegen, wenn diese nicht ausgelaufen sind und was beschädigt haben.

    Was für Spannungen kannst du am Floppy-Power Anschluss messen?

  • Beim Amiga500 hatte ich schon öfter mal, dass die Leiterbahnen an der Strombuchse gerissen waren. Am Pin hat man Spannung gemessen. Aber der Kontakt zur Leiterbahn hat gefehlt. Der Vorschlag von Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist sehr empfehlenswert.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Hmmm... ich habe nun das Mainboard hinten abgeschraubt um die Lötstellen unten zu prüfen. Augenscheinlich ist alles OK (?). Also hab ich das blanke Mainboard nochmal angesteckt und...

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    it's working! :rolleyes:Auch die Power-LED leuchtet wieder. Alles, inkl. IndiAGA, 1230, CF. Vielleicht war doch irgendwo ein Wackler an den Lötpunkten der Strom-Buchse. Ich werde die nochmal nachbessern, wenn ich die Tage die Kondensatoren tausche. Da will ich jetzt nichts mehr riskieren. Für die CF-Karte brauche ich noch eine bessere Lösung ^^

  • Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Junge junge, bissl mehr mühe bitte! Es gibt für die cf karte auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., die liegt ja bei dir drin wie bestellt und nicht abgeholt :nuss:. Wenn ich mir das bild genauer anschaue und ranzoome hat die cfkarte kontakt zu der aca, höchst gefährlich, das ding hat kontakt und schießt dir so bald die ganze kiste womöglich ab. Würde ich sofort runternehmen und nen winkeladapter einsetzen :alt:

  • Ich hoffe, das der CF-Adapter keinen Kurzen auf der Indivision bzw. vis versa verursacht.

    Lieber einen Commodore in der Hand als ein Atari auf dem Dach

  • Ich denke jedenfalls daß der adapter nen kurzen verursacht hat und die kiste deswegen nicht lief so wie der da lieblos und unbedacht draufgeklatscht wurde.

  • Nein, natürlich bleibt der CF-Adapter so nicht! 8)

    Der war auch nicht angeschlossen (wie auch der Indiv. AGA), als der AMIGA nicht reagiert hatte... Im Übrigen hat er auf der Unterseite keine Kontakte und kann so nichts kurzschließen. So naiv bin ich dann auch nicht. 8o War nur vorübergehend, zum Testen.

  • Ein bisschen Rücksicht nehmen auf die älteren Herren hier, nicht das da einer umkippt bei solchen Schockbildern. :love:

  • Ja, ist etwas Elektroniker-Gore, zugegeben. ^^

    Heute ist tatsächlich schon das Kondensator-Paket von Reichelt geliefert worden. Da hab ich nun was zu tun am langen Wochenende.

    Ich hoffe, nach erfolgter Operation funktioniert dann auch noch alles :rolleyes:

  • Ja, ich habe die 6,3V Variante eingebaut. In den "fertigen" Warenkörben werden die verwendet.

    Z.B. der Warenkorb von hier: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Der Plan hier listet auch die 6,3er: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Der AMIGA scheint nach der Lötaktion soweit wieder "normal" zu funktionieren. Das einzige was mir aufgefallen ist, dass ich beim Composite Video Ausgang (gelb) Farbflackern habe. Das war vor dem Umlöten nicht... den Ausgang benötige ich aber auch nicht, da das Bild über Video/RGB/Scart wesentlich besser ist (hier auch keine Störungen) und via Indiv.AGA/DVI sowieso.

    Die Elkos in der Ecke scheinen ja etwas mit der analogen Videoausgabe zu tun zu haben (?). Ist die zu niedrige Spannungsfestigkeit hier die Ursache für das Farbflackern?

    Gibt es überhaupt Keramik-Kondensatoren für 16V ?? Was sollte man denn alternativ einbauen? wieder die SMD-Elko-Tonnen? Oder Tantalum?

    Notfalls tausche ich die 4 nochmal aus, langsam bekomme ich Übung ^^

  • Die 6.3V Kerkos sind an der Stelle ok, da eh nur für den HF modulator und <=5V.
    16V Typen sind besser, aber an der Stelle egal. Hat auch nix mit dem Flackern zu tun!

    Das Flackern kannst du wahrscheinlich stoppen, wenn du C459 (22uF) durch einen normalen Elko ersetzt. Das Problem haben viele boards, wenn an der Stelle ein Kerko sitzt, aber nicht alle.

    Einmal editiert, zuletzt von mattymuc (6. Juni 2017 um 10:47)

  • Durch das verhalten der kerkos ist der 6,3v aber an der einen stelle grenzwertig. Wer es so will soll es so machen, ich würde sie nicht nehmen. Natürlich gibt es die auch massenhaft als 16V variante, selbst verbaut, nur nicht bei reichelt.

    Das mit dem farbflackern habe ich auch bei meinem A600 !!! ...und das war vor dem tausch der kondensatoren schon so. Vielleicht hat es im HF modulator auch kondensatoren die gealtert sind, weiß ich nicht, hatte ihn noch nicht offen. Es heißt halt immer hf mosulator rauswerfen aber ich wüßte aus interesse auch gerne die ursache für das farbflackern über den HF modulator :)

  • Ah stimmt, er hat farbflackern über composite...hab ich falsch gelesen,sorry, ich habe aber farbflackern über den HF...über composite hatte ich das noch garnicht getestet.