Aufgerüstete REU (1MB) funktioniert nur teilweise

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    Tag Leute

    Hab hier noch eine REU, laut Gehäuse soll es eine 1764 sein.
    Auf der Platine steht aber C128 RAM Expansion, was ja eher für eine 1750 sprechen würde.

    Die REU wurde aufgerüstet (1MB) und mit einem Schalter kann zwischen 512 KB und 1MB gewählt werden.

    Im 512KB-Modus schein alles zu funktionieren, jedenfalls krieg ich keine Fehlermeldung von irgendeinem Programm.

    Im 1MB-Modus gibt es alles, von REU ist definitiv defekt (MP3) über immer andere Speichergrösse (Wheels) bis zu ist O.K. oder vielleicht doch nicht (div. REU-Testprogramme).


    Ist es möglich die REU zu vermessen?

    Wurden die REU's auf solche "abenteuerliche" Weisse aufgerüstet?
    IC übereinander verlötet, Kabel (hoffentlich wenigstens Lackiert) im Freiflug über die Platine und anderen Bauteile etc.

    Gruss C=Mac.

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    Ich hab tatsächlich schon mal eine Anleitung gesehen, wo das gesagt wurde mit dem Huckepack, sogar 4 st. im Huckepack.
    Was mir auffällt ist, daß da an den Huckepack IC's der Kondensator fehlt.
    Was für Fehlermeldungen bekommst du denn?
    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.
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    Wenn ich die Fehlermeldungen noch wüsste ;(

    - MP3 hat bei jedem Booten, den Bootvorgang mit der Meldung REU defekt (nur auf 1MB) abgebrochen
    - Wheels hatte immer mal wieder eine andere Speichergrösse und ab und zu sind Daten im Nirvana verschwunden.
    - Die REU-Testprogramme gaben bei einem Durchlauf mal einen Fehler aus (welchen, weiss ich nicht mehr), beim nächsten Durchlauf war wieder alles i.O.


    Gikauf schrieb:

    Ich hab tatsächlich schon mal eine Anleitung gesehen, wo das gesagt wurde mit dem Huckepack, sogar 4 st. im Huckepack.
    O.K. Ist sicherlich auch eine Möglichkeit *hust*


    Gruss C=Mac.
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    C=Mac schrieb:

    O.K. Ist sicherlich auch eine Möglichkeit *hust*
    Ja wie denn sonst? Es gibt keine pinkompatiblen RAM-Chips mit höherer Kapazität und die schon vorhandenen 512KB wollte man auch nicht einfach wegwerfen.

    Quellcode

    1. 10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    2. 20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    3. 30 printint(rnd(1)*328)-217

    sd2iec Homepage
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    C=Mac schrieb:

    Wenn ich die Fehlermeldungen noch wüsste ;(

    - MP3 hat bei jedem Booten, den Bootvorgang mit der Meldung REU defekt (nur auf 1MB) abgebrochen
    - Wheels hatte immer mal wieder eine andere Speichergrösse und ab und zu sind Daten im Nirvana verschwunden.
    - Die REU-Testprogramme gaben bei einem Durchlauf mal einen Fehler aus (welchen, weiss ich nicht mehr), beim nächsten Durchlauf war wieder alles i.O.
    Wenn Testprogramme Fehler ausgeben, hat die Hardware nen Hau. Was bei Anwenderprogrammen wie MP3 und/oder Wheels oder $sonstwas passiert, ist dann völlig egal, denn die gehen ja von funktionierender Hardware aus.
    Also sieh Dir die Ausgabe der Testprogramme an, dafür sind die Dinger da.
    Yes, I'm the guy responsible for the ACME cross assembler
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    Irgendwo im Keller hab ich noch ne Anleitung, wie man aus einer 1764 oder 1750 per Huckepack 2 MB draus macht. Ich hab im Keller noch ne 1750 und ne 1764 liegen und ca. 20mal 4116 chips o.ä., um eine 1764 umzubauen. Hab ich aus Zeitmangel damals vor 20 Jahren nicht gemacht, und so hab ich die Teile noch...

    Ich denke, dass einer der Chips, die huckepack sind, defekt ist oder gar nur ne kalte Lötstelle. Mal mit Lupe oder ymikroskop beigehen bevor man Chips auslötet
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    4116-RAMs passen nicht. Das sind 16k x 1 RAMs und benötigen 3 Betriebsspannungen.

    Hier sind 256k x 1 Chips verbaut.

    Da die Chips Huckepack auf den anderen sitzen, bruacht man keine weiteren Abblockkondensatoren.
    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug sein, um zu wissen, was Ihr tut. ;)

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    Bevor Du irgendetwas an dem Modul prüfst, um einen Fehler zu finden, würde ich die Steckkontakte, die in den Expansionsport gesteckt werden, vom Lötzinn vollständig befreien. Im Originalzustand sind die vergoldet. und flach ohne Hügel oder Erhebungen.
    Grunssätzlich macht man sich mit sowas eher die Kontakt in der Steckleiste im Computer kaputt, weil die ausleiern und weiter macht solch ein verzinnte Kontakt eine ganze schlechte elektrische Verbindung, weil der sehr schnell oxidiert und dann eher isoliert als dass er leitet.

    Schau, dass Du das Lötzinn dort runter bekommst und das Gold wieder sichtbar wird.

    Am besten mit Entlötlitze alles runterholen, was geht und danach die restliche nur noch dünne Schicht mit eiem Glasfaserradierer quasi ganz vorsichtig abschleifen, so dass nur das Zinn weggenommen wird und das Gold stehen bleibt.
    Vergleichen kannst Du das mit einem anderen Modul, bei dem die Kontakte vergoldet sind.

    Es kann auch sein, dass die Steckleiste, in die Du das Modul jetzt eingesteckt hattest nicht mehr richtig (auf Dauer) funktioniert, weil die Kontakte ausgeleiert sind und/oder auf den Kontaktzungen Lötzinnreste sind, die eher isolieren und nicht leiten.

    Wenn das ordentlich gemacht ist, würde es mich auch nicht wundern, wenn das Modul wieder funktioniert.

    Noch ein Tipp: Um bei den Arbeiten nicht den Commodore-IC MOS8726 zu beschädigen, würde ich den ausbauen. Die DRAM-ICs lassen sich verhältnissmässig leicht beschaffen, wenn da was kauptt geht, der MOS8726 wird schwieriger. Bei der Arbeit möglichst die ESD-Problematik nicht vergessen.

    Viele Erfolg!
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    @DerSchatten: Nein, Du hast zwei Möglichkeiten, das Zinn wieder zu entfernen:
    a) So wie ich es in Beitrag 11 geschrieben habe (muss man natürlich mit Geduld und Vorsicht machen und nicht mit der Feile)
    b) Chemisch das Zinn ablösen mit einem Mittel dass den Rest stehen lässt und nicht angreift. Das wird allerdings bei dieser Platine schwierig, daher hatte ich es nicht erwähnt.
    Das Gold ist ja noch da. Warum sollte das also nicht gehen?

    Mit Zinn ist der Zustand jedenfalls prädestiniert dafür immer für elektrische Probleme verantwortlich zu sein. Freude hat man mit sowas nicht.
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    Unseen schrieb:

    Ja wie denn sonst? Es gibt keine pinkompatiblen RAM-Chips mit höherer Kapazität und die schon vorhandenen 512KB wollte man auch nicht einfach wegwerfen.
    O.K. Ist auch wieder wahr, wenn es keine andere Möglichkeit gibt.
    Sieht halt, jedenfalls für mich, "abenteuerlich" aus.


    Kalli schrieb:

    Ich denke, dass einer der Chips, die huckepack sind, defekt ist oder gar nur ne kalte Lötstelle. Mal mit Lupe oder ymikroskop beigehen bevor man Chips auslötet
    Ne kalte Lötstelle könnte ich eventuell noch finden :whistling:


    Asklia schrieb:

    Es gibt hübsche kleine REU Nachbauten mit 1 MB, auf die man "nur" den DMA Chip aus einer echten REU setzen muss.
    Und wo gibt's die?
    Das wäre das Beste und einfachste.
    Vor allem wäre sie schön kompakt.


    Schmitti schrieb:

    Bevor Du irgendetwas an dem Modul prüfst, um einen Fehler zu finden, würde ich die Steckkontakte, die in den Expansionsport gesteckt werden, vom Lötzinn vollständig befreien. Im Originalzustand sind die vergoldet. und flach ohne Hügel oder Erhebungen.
    Dies hab ich mir auch schon überlegt.
    Keine Ahnung warum man dies, auf diese Art, gemacht hat.

    Gruss C=Mac.
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    Schmitti schrieb:

    Bevor Du irgendetwas an dem Modul prüfst, um einen Fehler zu finden, würde ich die Steckkontakte, die in den Expansionsport gesteckt werden, vom Lötzinn vollständig befreien.
    Hab ich heute mal gemacht.
    Da ich keinen Glasfaserradierer habe musste halt die Entlötlitze reichen.

    Da waren teilweise schon die Alpen aufgetragen worden.
    Jetzt ist es wieder Holland ^^

    Nach der Arbeit in einen C128D gesteckt, REU wird nicht mehr erkannt ;(

    Zur Sicherheit noch bei einem C64 probiert -> alles i.O.
    Sämtliche REU-Testprogramme melden -> alles O.K.

    Wieder in den C64-Tower eingebaut, noch einmal alles getestet -> alles O.K.

    Kein Testprogramm meldet einen Fehler, MP3 erkennt beim Booten die REU jetzt korrekt mit 1024 KB und akzeptiert sie, auch Wheels erkennt jetzt immer eine 1MB REU und funktioniert. :thumbsup:

    Besten Dank für Eure Hilfe :thumbup:

    Gruss C=Mac.
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    Lässt sich mit einer 1MB REU eine 1581-Ramdisk unter GEOS einrichten?



    Edit:


    Hat einer für dem 1MB Umbau eine detailierte Beschreibung zum Aufbau der Zusatzplatine und zu der Vedrahtung der Huckepack-Chips parat?

    Irgendwie reizt mich dies als Nachbauprojekt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shodan ()

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    Unter GEOS vielleicht, ich bin nicht sicher ob GEOS file der REU für sich braucht

    Unter MP3 nein, MP3 benötigt schon knapp 300KB für sich (je nach Einstellungen)

    Unter Wheels ja, ist dann aber nix mehr frei

    Ich hab unter MP3 und Wheels nur eine 1571-RAM-Disk eingerichtet.

    Gruss C=Mac.
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    Prima, dann sieht es so aus, dass es ein Kontaktproblem war. Mit der Entlötlitze hast Du aber vermutlich nicht vollständig das Lötzinn entfernen können, so dass die vergoldeten Kontakte nicht vollständig sichtbar sind. Von daher wirst Du über kurz oder lang wieder Kontaktprobleme bekommen, da das Lötzinn auf den vergoldeten Kontakten wieder an der Oberfläche oxidiert.
    Wenn Du das Problem umgehen willst, besorg Dir noch einen Glasfaserradierstift.
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    Shodan schrieb:

    Lässt sich mit einer 1MB REU eine 1581-Ramdisk unter GEOS einrichten?
    Ja, dazu brauchst Du aber das "neuere" Konfigurieren V2.1, dass RAM-Erweiterungen mit mehr als 512 kB unterstützt. Das wird z.B. in den hier im Forum bzw. auf der F64Wolke vorhandenen Geos-Versionen auf der Zusatzdiskette mitgeliefert.

    Eine Umbau-Anleitung gibt es auch. Auf einer der GUC-Geothek-Disketten (sind auch auf der F64-Wolke vorhanden) ist eine Anleitung dazu zu finden.

    Gruß
    Werner
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