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(Ungewöhnliche) Druckprogramme, die es auf dem PC nicht gibt

  • Gabs Pagefox für MS-DOS? Glaube nicht, oder?

    Das ist meines Erachtens gar nicht so von Belang. Erstens ist DOS nicht "aktuell" und zweitens ist Pagefox ein reinrassiges Allround-DTP-Programm (im Rahmen der C64-Möglichkeiten), genau wie GeoPublish, Aldus Pagemaker oder QuarkXPress.

  • Und was soll jetzt deiner Meinung nach das Pendant für aktuelle Rechner sein? Alle Programme, die man u.a. zum Erstellen von Zeitungen verwenden kann? Gut, dann ist die Eingangsfrage quatsch, denn heute kann man mit jedem DTP Programm (und auch jedem Malprogramm oder jeder Textverarbeitung) ALLES ausdrucken, was ein C64 je ausdrucken konnte, egal ob es Spielfiguren, Papierflugzeuge oder Banner sind. Ein wirkliches Pendant zu Newsroom ist mir nicht bekannt.

    Newsroom war für mich immer ein ganz normales DTP-Programm wie Pagefox oder QuarkXpress, also eine Art "Standardsoftware". Ich lasse mich da aber gerne umstimmen. :)

  • Mir fällt noch ein Programm ein, dass außer mir wahrscheinlich niemand kennt. Ich habe in den 80ern für meinen Schwager, der ein Radio/Fernsehgeschäft betrieb, eine C64-Drucksoftware programmiert, die in sehr großen Blockbuchstaben (ca. 8 cm Versalhöhe) Beschriftungen für Fernseher-Kartons gedruckt hat (mit zusätzlichen Angaben in normal-großer Schrift). Man gibt ganz normal über Tastatur den zu druckenden Text ein und er wird dann aus einem speziellen Proportional-Font, dessen einzelne Zeichen aus invertierten Spaces zusammengesetzt sind, in großer Darstellung auf dem angeschlossenen Drucker (über Mannesmann/Tally-Interface?) ausgegeben. Das Programm hat es leider bisher nicht von meinen alten Disketten herunter geschafft und ist vielleicht auch gar nicht mehr lesbar.

  • Würde ein Programm wie "Mit Jeans und Hellebarde" auch dazuzählen? Bei diesem Abenteuerspiel kann man den kompletten Wortschatz auf den Drucker ausgeben, aber nicht auf den Bildschirm.

    Dazu fällt mir ein, dass man auch die Infocom-Adventures über den Drucker ausgeben lassen konnte. Auf diese Weise ließ sich ein Protokoll des Spielverlaufs erstellen. (Ich weiß gar nicht, ob man dabei sogar den Bildschirm ausschalten konnte...)

  • Ich lasse mich da aber gerne umstimmen.

    Das habe ich ja versucht – meine Argumente haben dich aber anscheinend nicht erreicht. Ich versuche es aber nochmal: Übliche DTP-Programme sind Allrounder, mit denen man Visitenkarten, Briefbögen, Zeitungen, Magazine, Bücher, Plakate, LKW-Beschriftungen etc. (und heute auch Non-Print-Produkte) gestalten kann. Newsroom will hingegen eine Zeitungsredaktion mit angeschlossener Druckerei simulieren – spricht also eher den kleinen Redakteur, den "Zeitungsmacher", an und weniger den kleinen Designer, der ohne Software-Vorgaben beliebige Druckobjekte gestalten möchte.


    Aber mir ist es egal, wenn du meinst, dass Newsroom das Gleiche, wie Indesign ist, dann lasse ich dir deine Vorstellung. Natürlich ist es ein (sehr stark spezialisierter, eingeschränkter) Vorgänger, wie Koala-Paint (Malprogramm) ein Vorgänger von Photoshop (Bildbearbeitung) ist. Aber es ist nun mal nicht "das Gleiche" bzw. Pendant.

  • @tischuer


    nein, für die Amiga. Hatte damals den PrintMaster und den PelicanPress.
    Habe ich sehr viel mit gemacht.
    Info´s gibbet nicht viel, das einzigste vernünftige was ich gefunden habe ist auf Amiga Future:


    http://www.amigafuture.de/asd.…265b4c14b5f1f24ce99d312bc


    Gruß
    Bernd

    :winke: Zum lernen ist man nie zu Alt und...
    ich mag Tiere, vor allem wennse inne Pfanne liegen, denn ich esse Tiere weil mir die Tofus soooo leid tun.
    :winke:

    Edited once, last by ALIENkiller: edit: ich hab es noch irgendwo als Adf auf einer Sicherungsplatte. ().

  • Newsroom will hingegen eine Zeitungsredaktion mit angeschlossener Druckerei simulieren – spricht also eher den kleinen Redakteur, den "Zeitungsmacher", an und weniger den kleinen Designer, der ohne Software-Vorgaben beliebige Druckobjekte gestalten möchte.

    Ok, hast mich überzeugt. :) Ich habe, wie gesagt, nie mit Newsroom gearbeitet und war immer davon ausgegangen, dass es einfach ein DTP-Programm ist/war.


    (Ich merke an der Diskussion zunehmend, dass meine Eingangsfrage nicht ganz eindeutig formuliert ist. Also es geht mir um besondere, möglichst außergewöhnliche Druckprogramme, die man so nicht auf dem PC findet und für die man den C64 gerne noch einmal anwirft oder sogar anwerfen muss. :))

  • nein, für die Amiga. Hatte damals den PrintMaster und den PelicanPress.

    Auf der Rückseite des Covers steht unter einem Feature "Amiga version only". Also scheint es das doch noch für verschiedene Systeme gegeben zu haben ...?


    Mir fällt in der Richtung auch noch Rainbow Print und Rainbow Print II von Scanntronik ein. Das war im Prinzip ein "Print Shop" in bunt. :)

  • Leider habe ich auch keine Sourcen mehr aus der Zeit, aber ich hatte ein kleines Tool gemacht, dass Kassettenhüllen (für Tonbandcassettten) druckt - nur noch ausschneiden, falten und fertich.... Sowas gabs doch bestimmt auch öfter, kann aber heute auch mit Std.-PC-Software noch gemacht werden.

  • Das können allerdings einige aktuelle Musik-/Notations-Programme auch, wenn ich recht informiert bin.


    Jepp. z.B. MuseScore. Für Open Source-Software sehr leistungsfähig.


    https://de.wikipedia.org/wiki/MuseScore

  • Bei den Kassettenhüllen fiel mir ein: Ich hatte mich an einem Progrämmchen versucht, das Diskettendirectories druckt, um die nicht immer manuell an den Drucker schicken zu müssen. Das entstand, als ich meinen MPS 801 neu bekommen hatte und ist nie fertig geworden bzw. später auf Einzelblatt angepaßt worden.
    Über die Papierbreite mehrere nebeneinander zu drucken hat ganz gut geklappt, allerdings mußte ich die Länge immer manuell zurückdrehen. Der 801 konnte, wenn mich die Erinnerung nicht trügt, das Papier auch gar nicht selbst "zurückspulen". Daher war das "erstes $ einlesen -> drucken" - "nächstes $ einlesen - vertikale Papierausrichtung OK? - drucken" - ... Mit meinen 14 Jahren war ich trotzdem stolz darauf! ;)


    Davon sind keine Spuren mehr zu finden, meine kleine Schwester hatte Original und "Sicherungskopie" als Leerdisketten recyclet. "Konzept" und Listing werden vermutlich mit meinen gesammelten u.a. 64er-Jahrgängen den Weg ins Altpapier genommen haben.


    Aber die Idee hatte sicherlich nicht nur ich, solche Progranne müßte es doch auch (professioneller) dutzendfach gegeben haben?

  • Das mag sein aber das ist ja kein Ausschlusskriterium, denn DOS ist kein "aktuelles" Betriebssystem.

    Es wird nicht nach einem aktuellen Betriebssystem auf dem PC gefragt. Es wird nach Druckprogrammen gefragt, die es auf dem PC nicht gibt. Nun, ein MS-DOS-PC ist auch ein PC, wenn auch älter, und wer mag, kann ja selbst auf dem neuesten Intel i7 oder AMD Ryzen ausschließlich Freedos installieren (oder die DOSBOX!) - und somit Newsroom nutzen.

  • Es wird nicht nach einem aktuellen Betriebssystem auf dem PC gefragt.

    Ich zitieren den Threadstarter aus dem allerersten Posting:

    Ich bin auf der Suche nach Programmen, mit denen man irgendetwas drucken kann und zu denen es kein passendes (bekanntes) Pendant für aktuelle Betriebssysteme gibt.

    und wer mag, kann ja selbst auf dem neuesten Intel i7 oder AMD Ryzen ausschließlich Freedos installieren (oder die DOSBOX!) ...

    ... oder VICE! ;) Ich denke, es geht schon darum, dass es kein Pendant geben soll, dass man ganz normal, ohne Verrenkungen (Dualboot, Virtualisierung, Emulation...), auf seinem aktuellen PC (mit Windows ab Version 7 – alles davor bekommt keinen Support mehr – macOS oder einem aktuellen Linux) laufen lassen könnte. Zumindest habe ich das Eingangsposting so verstanden.


    Später wurde die Anfrage dahingehend modifiziert, dass man für das betreffende C64-Programm (ohne aktuelles Pendant) sogar heutzutage noch den C64 starten würde, um einen Ausdruck damit zu erstellen.


    Da bin ich aber skeptisch, weil man doch mit einem aktuellen Rechner quasi alles in besserer Qualität drucken kann, als mit dem C64. Seien es Grußkarten, Einladungen, Banner, Schülerzeitungen, Briefe, Papierflieger-Faltvorlagen, Comics oder was auch immer.

  • Später wurde die Anfrage dahingehend modifiziert, dass man für das betreffende C64-Programm (ohne aktuelles Pendant) sogar heutzutage noch den C64 starten würde, um einen Ausdruck damit zu erstellen.

    Meine Frage scheint ja mehr für Verwirrung gesorgt zu haben. :) Deshalb vielleicht noch einmal kurz zur Erklärung:


    Mein Ausgangspunkt war die Frage, warum man für den C64 eine Drucker-Emulation entwickeln sollte beziehungsweise es sich lohnt, die alten Drucker am Leben zu erhalten. Die Antwort: Es gibt Druckprogramme, die so einzigartig, kurios und/oder interessant sind, dass sich diese Mühe lohnt. Aber welche sind das?


    Ein Beispiel ist "The Toy Shop": Auf dem PC ist mir kein ähnliches Programm bekannt, bei dem ich die Vorlagen noch an meine Bedürfnisse anpassen kann. Ein weiteres Beispiel ist die "Murder Party": Mir ist kein Programm/Spiel bekannt, das mir solche Rollenspiele maßgeschneidert druckt. (Falls jemand da was kennt: Bitte umgehend melden. :-) )


    In beiden Fällen gilt zudem, dass ich die Geschichten und die konkret in Toy Shop enthaltenen Bastelbögen nur auf dem C64 ausdrucken kann (oder hat mal einer die Bastelbögen aus "The Toy Shop" als Bilder ins Netz gestellt - das wäre natürlich cool :)).


    Ich formuliere daher meine Frage nochmal anders: Für welche Programme lohnt sich die Entwicklung einer Drucker-Emulation?


    Okay, dann ist ja der Thread zu Ende, denn mit Photoshop ich mach Dir alles...

    Auch die Murder Party? ;-)

  • Puuh, nach "Seite 1" zu suchen ist aber ein Graus.
    Ich kenns nicht. Ist beim Page-Setter der von FV-Soft gemeint?

    Pagesetter: Genau! Da gibt's auch GoDot-Unterstützung für (Saver und Lader).
    Und das DOS-Programm: Da hatte der Autor mächtig die Daumen drauf, das war damals für die Arbeit an Schulen im Handel. Ich hab selber noch eine Version (aber keine Laufwerke mehr...) Hier Fotos (besonders die Zeichensätze werden euch bekannt vorkommen!):



    Arndt

  • Mein Ausgangspunkt war die Frage, warum man für den C64 eine Drucker-Emulation entwickeln sollte beziehungsweise es sich lohnt, die alten Drucker am Leben zu erhalten. Die Antwort: Es gibt Druckprogramme, die so einzigartig, kurios und/oder interessant sind, dass sich diese Mühe lohnt. Aber welche sind das?

    Es wäre wahrscheinlich gut gewesen, deine Intention gleich am Anfang zu erfahren. So wirkte es manchmal willkürlich, warum du manche Treffer für gut befunden hast, andere hingegen nicht. Mit dieser Zusatz-Info erschließt sich erst richtig, wonach du gesucht hast.


    Nur benötigt man für die von dir genannten C64-Programme nicht unbedingt einen 9/24-Nadel-Drucker und ein Interface am echten C64, denn man kann die Ausgabe auch über VICE in eine Datei leiten und später ganz normal mit dem PC auf einem Laserdrucker oder Tintenstrahler ausdrucken. Oder irre ich hier?