FPGASID Featurediskussion

  • Wäre es eigentlich möglich, eine QuattroSID Anlage mit zweien davon aufzubauen? Also das jeder der jeweils zwei SID-Kerne auf eine andere Adresse lauscht und es keine Überschneidung gibt?

    Mal abgesehen von der Frage ob der C64 schnell genug für vier ist und der Formfaktor einen Aufbau zulässt wäre eine Nutzung evtl im MK2 oder Ultimate64 mal was anderes...

    Aber bevor man darüber nachdenkt muss halt geklärt sein, ob das überhaupt (evtl mit kleinen/machbaren Anpassungen im FPGA) möglich ist - das war halt das Erste, was mit einfiel als ich hörte "DualSID fähig" - sei mir nicht deswegen nicht böse, bin leider ganz unbedarft im Thema SID.
    Das Leben ist eine Aneinanderreihung vom Kompromissen...
  • Dankeschön.

    OffTopic:
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    Wenn man nicht regelmäßig liest, ist der Griff zu "Alle Foren als gelesen markieren" einfach zu schön. Ich hatte wieder 300 Ungelesene Threads. Die Titel überflieg ich dann und öffne in nem neuen Tab was interessiert - aber da überseh ich halt leicht was...


    Dann wäre noch die Einbaumöglichkeit interessant... das wird (so wie es aussieht) vom Formfaktor wohl nicht ohne weiteres gehen... zudem müssen die zusätzlichen Adressen wohl verkabelt werden, oder?

    Dennoch finde ich das Gedanken-Experiment interessant:
    6 Stimmen voll Stereo oder 12 Mono...

    Das erinnert mich an ein YT Video von einer synchronisierten-4fach-C64-Demo...
    Das Leben ist eine Aneinanderreihung vom Kompromissen...
  • Freak schrieb:

    JunAle schrieb:

    Wäre es eigentlich möglich, eine QuattroSID Anlage mit zweien davon aufzubauen? Also das jeder der jeweils zwei SID-Kerne auf eine andere Adresse lauscht und es keine Überschneidung gibt?
    Du willst dort mal nachschauen: Klick mich...
    Gruß,
    Thomas
    Genau, ich habe so was aehnliches ja schon aufgebaut. @Freak hat den entsprechenden link schon eingefuegt.

    Bei der Aktion habe ich den zweiten FPGASID auf eine Platine im Expansionport gesteckt. (Normalerweise steckt dort bei mir ein Original SID zwecks A/B Vergleich)

    JunAle schrieb:

    zudem müssen die zusätzlichen Adressen wohl verkabelt werden, oder?
    Die Adressierung ist der Knackpunkt. Auf meiner Zusatzplatine habe ich eine eigene Dekodierung fuer die verschiedenen SID-Adressen aufgebaut. Der FPGASID kann ja nur innerhalb seines eigenen Adressbereiches nochmal aufteilen. So eine Dekodierung hat dann aber auch das MK2 eingebaut um den zweiten SID zu betreiben. Da koennte man sich dann dran haengen. Da brauchts zumindest keine Aenderung im FPGA dafuer. Und die entsprechenden Adressleitungen holt man sich vom Board (CPU, ...)

    JunAle schrieb:

    Dann wäre noch die Einbaumöglichkeit interessant... das wird (so wie es aussieht) vom Formfaktor wohl nicht ohne weiteres gehen...
    Die Mechanik ist schon eher ein Problem: Beim MK2 liegen beide SIDs direkt nebeneinander, was mit den FPGASIDs nur dann geht, wenn man den linken durch entsprechende Zwischensockel anhebt, so dass er ueber dem rechten sitzt. Insgesamt duerfte das eine ziemliche Aufbauhoehe geben, was dann mit dem Gehaeuse in Konflikt geraet.
  • andi6510 schrieb:

    Die Adressierung ist der Knackpunkt. Auf meiner Zusatzplatine habe ich eine eigene Dekodierung fuer die verschiedenen SID-Adressen aufgebaut. Der FPGASID kann ja nur innerhalb seines eigenen Adressbereiches nochmal aufteilen. So eine Dekodierung hat dann aber auch das MK2 eingebaut um den zweiten SID zu betreiben. Da koennte man sich dann dran haengen. Da brauchts zumindest keine Aenderung im FPGA dafuer. Und die entsprechenden Adressleitungen holt man sich vom Board (CPU, ...)
    Das hört sich gut an.


    andi6510 schrieb:

    Die Mechanik ist schon eher ein Problem: Beim MK2 liegen beide SIDs direkt nebeneinander, was mit den FPGASIDs nur dann geht, wenn man den linken durch entsprechende Zwischensockel anhebt, so dass er ueber dem rechten sitzt. Insgesamt duerfte das eine ziemliche Aufbauhoehe geben, was dann mit dem Gehaeuse in Konflikt geraet.
    Und wird hierdurch gleich wieder etwas getrübt. Schade, manchmal liegt der Teufel eben im Detail. Dabei dürfte genügend Platz vorhanden sein, um die beiden SID-Sockel auf dem MK2 "luftiger" zu gestalten.
  • Beim mk2 werden die sid versionen 6581 oder 8580 auch automtisch erkannt. Ich kann mir vorstellen daß es bei 2 fpgasids zu problemen kommen kann. Vielleicht kann @Wiesel was dazu sagen? Wäre auf jeden fall ne klasse sache 2 fpgasids im mk2 betreiben zu können :)

    Den zweiten fpgasid kann man auch mit ner adapterplatine etwas versetzen. Ich denke sowas ist für die eagle-leute eine kleinigkeit. Dann sollte das mechanische auch kein Problem sein.
    Defekte Backstein-Netzteile bitte nicht wegwerfen, ich nehme sie gerne.
  • katarakt schrieb:

    Beim mk2 werden die sid versionen 6581 oder 8580 auch automtisch erkannt. Ich kann mir vorstellen daß es bei 2 fpgasids zu problemen kommen kann. Vielleicht kann @Wiesel was dazu sagen? Wäre auf jeden fall ne klasse sache 2 fpgasids im mk2 betreiben zu können
    Waere wirklich interessant, wie das gemacht wird. Allerdings ist es auch ziemlich egal, da der FPGASID mit 12V mit pulldown am Ausgang genauso gut laeuft wie mit 9V ohne pulldown... und die Kondensatoren ignoriert er.
  • katarakt schrieb:

    Beim mk2 werden die sid versionen 6581 oder 8580 auch automtisch erkannt. ... Vielleicht kann @Wiesel was dazu sagen?
    Ich könnte mir vorstellen, dass Du das später im Patentantrag nachlesen kannst... :)

    Da beim MK2 der aktive Kernal aber vom Mikrocontroller in ein RAM geladen wird, könnte man vorher (also nach einem Einschaltreset) auch ein kleines "Konfig-Programm" laden, welches dann den SID-Typ rausfindet (und auch VIC-II?) und danach ein eingeblendetes "Spannungskonfigurations-Register" im C64 beschreibt und danach aus dem C64-Bereich ausblendet. Dann nur noch den gewünschten Kernal laden, resetten, und dann haben wir ein Einschaltbild und die Spannungen sind wie sie sein sollen... Sollte in ein bis zwei Zehntelsekunden erledigt sein...

    Gruß,
    Thomas
  • katarakt schrieb:

    Beim mk2 werden die sid versionen 6581 oder 8580 auch automtisch erkannt. Ich kann mir vorstellen daß es bei 2 fpgasids zu problemen kommen kann. Vielleicht kann @Wiesel was dazu sagen? Wäre auf jeden fall ne klasse sache 2 fpgasids im mk2 betreiben zu können
    Man kann die automatische Erkennung auch abschalten und einen festen Wert für jeden Sockel einstellen. Das ist aber Expertensache, daher passwortgeschützt.

    Freak schrieb:

    Ich könnte mir vorstellen, dass Du das später im Patentantrag nachlesen kannst...
    Nein, das Bewerten von analogen Signalen ist nicht patentierbar. Das macht der Microcontroller übrigens alles bevor das C64-System gestartet wird.

    Jens
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  • Es wird für den C128 keine spezielle Version geben.

    Ein kurzer Test in einem C128 hat ergeben, dass auch dort der FPGASID läuft. Allerdings dürfte es mit der Adresse D500 dort ein Problem geben, da der C128 diesen Adressbereich für die MMU verwendet (auch im C64 mode).

    Mechanisch sieht es im klassischen C128 (also nicht im C128D) so aus, dass sich das Abschirmblech mit FPGASID nicht mehr drüber schrauben lässt. Das Problem lässt sich kaum anders lösen als dass man im Abschirmblech an geeigneter Stelle eine Öffnung schafft.

    Ein C128D wurde bislang noch nicht getestet.
  • knusis schrieb:

    Der C128D (nicht C128DCR) hat die gleiche Platine wie der C128 und auch das gleiche Abschirmblech. Die Probleme dort sind also sehr ähnlich.
    Ok, gut zu wissen!

    Habs gestern nochmal ausprobiert: Das Problem ist nicht ganz so dramatisch, wie es zunächst klingt. Wenn man die Kühlzunge hoch biegt liegt das Blech zwar auf dem JTAG Verbinder und den Steckern für chipselect und Audio auf, aber man kann es durchaus noch fest schrauben. Nur die mittlere hintere Schraube sollte man weglassen, damit nich zu viel Druck auf den FPGASID ausgeübt wird.
  • Ich habe mir mal überlegt...liegt die kühlzunge vom blech eigendlich auf dem FPGA chip auf? Der FPGA chip wird extrem heiß, ich habe da auf dauer kein so gutes gefühl ohne kühlkörper um ehrlich zu sein. Ansonsten halt ein kühlkörper draufkleben wenn das geht, habe mit selbstklebenden kühlkörpern allerdings noch keine erfahrung gesammelt. Wenn ich dran denke, teste ich das mal mit dem abschirmblech und der kühlzunge am C64 ob das passen würde.
    Defekte Backstein-Netzteile bitte nicht wegwerfen, ich nehme sie gerne.
  • Die Kühlzunge drückt schon auf das FPGA, allerdings kommt sie auch den Pins vom DIP-Adapter gefährlich nahe. Da ist die Kurzschlussgefahr viel zu gross, als dass man das mit der Kühlzunge kühlen sollte.

    Die Verlustleistung im FPGASID beträgt ca 0,5-0,6 W. Das FPGA gibt seine Wärme über die Balls an die Platine ab, die auf den inneren Lagen flächig angelegt wurde. So gesehen gibt es also schon eine gewisse Kühlfunktion.


    Die Temperaturen, die im Betrieb entstehen sind zwar deutlich über der Umgebungstemperatur, aber trotzdem harmlos: Bei ca 60°C ist die Schmerzgrenze erreicht. Über 60°C tut es weh, wenn man mit dem Finger darauf fast und dies habe ich bei all meinen Tests noch nicht erlebt. Das FPGA ist bis 85°C spezifiziert.