Kein Bild bei Assy 469

Es gibt 102 Antworten in diesem Thema, welches 14.859 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. Juni 2017 um 19:14) ist von JMP$FCE2.

  • Mit welche Lötzinn / Lötkolben arbeitest du?

    Lötstation und Zinn habe ich im Thread etwas weiter oben verlinkt.

    Danke für das angefügte Bild, das hilft mir die Lötstellen besser einzuschätzen.

    Was mir leider noch immer ständig passiert ist, dass zuviel Lötzinn am Kolben hängen bleibt, statt an der Lötstelle zu bleiben. Hast Du da einen Tipp für mich?

  • Regelmäßig das alte Zinn am feuchten Schwamm abstreifen.
    Das Flussmittel verdampft und das Zinn wird dann zähflüssig(er).

    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. :wink:
    Strom macht klein, schwarz und hässlich. :strom:

  • Löte die Stellen nochmals nach. Das Lötzinn ist gut, das verwende ich auch.
    Beim Löten öfters mal die Spitze abwischen mit dem nassen Schwamm.
    Immer frisches Zinn verwenden. nicht das, das schon 10min auf der Lötspitze klebt.

    Tipp:
    - Auf der Spitze nur etwas Zinn lassen
    - mit der Spitze und dem Lötzinn das Lötpadpad und IC Beinchen aufwärmen, nicht das ganze Zinn auf die Speitze
    - dann das Zinn auf das Pad / Beinchen halten, das muss dann schon zerfließen
    - wenn genug Zinn, dann Lötzinn wieder weg aber Spitze noch auf der Lötstelle
    - Warten bis alles schön verlaufen ist

    Dieser Vorgang dauert, wenn man etwas Übung hat ca. 2 - 4 Sekunden, bei großen Pads etwas länger.

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    Was du nun tun kannst:
    1. RAMs raus
    2. Löstellen einfach nachlöten, ohne Zinnzugabe
    Nicht direkt mit der Spitze drauf wie mit einem Nagel, sondern die Spitze etwas schräg halten.
    Wichtig ist eine Fläche für die Wärmeübertragung

    Mit welcher Temperatur lötest du?

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  • Ganz herzlichen Dank tulan, dass Du Dir soviel Zeit nimmst und mir so gute Tipps gibst, das schätze ich sehr.

    Mit welcher Temperatur lötest du?

    Ich pendle meistens so zwischen 300 und 350 Grad.

  • Ich mache auch meist etwas mehr Temperatur als nötig, meist ~350°.
    Dafür versuche ich recht rasch zu löten, damit keine Pads kaputt gehen bzw. IC Sockel wegschmelzen.
    Also ich würde vorschlagen löte die Stellen mal mit 330 - 350°C nach, aber nicht zu lange.
    Lötspitze nur ganz leicht verzinnen und mit der verzinnten Stelle auf die Löststelle, damit alles gut verrinnt und sich ein Kegel bildet.

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  • Praktisch, so ein "Home Office" Tag ;)

    So, ich hab's vermutlich verschlimmbessert, aber zumindest konnte ich bei einigen Kontakten merken, dass das Lötzinn weniger wurde und vermutlich reingeflossen ist. Problematisch ist der obere rechte Pin des rechten ICs, dort ist das Lötauge nicht mehr vorhanden und am Pin selbst will auch kein Lötzinn hängen bleiben (dafür trotz ständigem Abstreifen an meinem Lötkolben).

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  • Die zwei Massepins (da wo die große Fläche ist) musst du etwas länger löten, damit die Stelle schön heiß wird.
    Da geht auch die Zipfelmütze weg.

    Bei dem einen in er Mitte würde ich schaun, dass das du das Lötzinn irgenwie wegbekommst (Entlötlitze oder einfach eine Litze verwenden zum Entfenen) und dann nochmal mit etwas frischen Zinn nachlöten.

    Die 2 Stellen wo die Pads fehlen werden wohl nicht besser. aber du kannst probieren etwas frisches Zinn auf zutragen, vielleicht saugt sich etwas Zinn trotzdem rein.

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  • Ich glaube ich muss jetzt mal irgendwie messen, ob die Kontakte überhaupt funktionieren.
    Sonst löte ich noch in einer Woche dran rum.
    Ich habe ein Multimeter. Das hat ein schönes rotes Kabel und ein schönes schwarzes.
    Und ein Drehrad, auf der man Alienschriftzeichen auswählen kann ;)

    Wie genau und wo messe ich am besten GND und +5V usw?

  • Hast Du es vielleicht etwas genauer? Bin da wie gesagt noch unerfahren mit dem durchmessen.

    Nimm Dir das Pinout der ICs (bei Google '<ic-typ> pinout' eingeben). Dann hältst Du z.B. eine Messspitze an Masse und die andere von der IC Oberseite an das entsprechende IC Beinchen. So siehst Du, ob wirklich das IC Kontakt hat. Also Du erkennst so z.B. auch ein Problem mit dem Sockel.

  • Danke für den Link.
    Versorgungsspannung stimmt überall.

    Die ICs habe ich ebenfalls durchgemessen - beide verhalten sich nahezu gleich.

    Linke Seite (oben nach unten)
    0
    0,29
    0,3 - 3,6
    3,39
    1,10
    5,00
    4,84
    4,84
    5,18

    Rechte Seite (oben nach unten)
    0
    0,10 - 1,77 (habe auch mal 3,76 gehabt)
    2,62
    0,38 - 2,03
    5,10
    5,00
    4,81
    4,86
    3,06-5,08 (später im Takt 3,60 - 3,70)

  • Die Werte sehen auf den ersten Blick ok aus. Da bis auf die Pins 1, 9, und 18 überall sonst dynamische Signale anstehen, ist das nicht wirklich aussagekräftig.

    Was Du noch kontrollieren kannst, ist, ob Du von den Pins der RAMs saubere Verbindungen zu den anderen ICs hast. Das Schaltbild hilft hierbei:

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    und
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    Die RAMs sind die Chips im ersten Link oben rechts, bzw. im zweiten oben links.
    Die beiden RAMs sind bis auf die 4 nach unten weggehenden Datenleitungen parallel geschaltet.
    Einfach die Leitungen durchklingeln.

    Ansonsten wirst Du hier wohl mit deinen Fähigkeiten und Equipment nicht mehr weiter kommen... ;(

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  • Ansonsten wirst Du hier wohl mit deinen Fähigkeiten und Equipment nicht mehr weiter kommen...

    Das befürchte ich auch.
    Allerdings noch offen ist die Frage, ob es nicht was ganz anderes sein könnte als das RAM.

  • Es kann immer etwas anderes sein, aber bei den 469ern ist ein kaputtes RAM in mind. 80% der Fälle der Grund für Blackscreen.

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  • Auch wenn es nicht das RAM ist, wirst Du ohne Oszilloskop hier nicht weiter kommen.
    Die Alternative ist solange stumpf Chips zu tauschen, bis das Ding irgendwann wieder läuft... ^^

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  • Auch wenn es nicht das RAM ist, wirst Du ohne Oszilloskop hier nicht weiter kommen.

    Naja, so wie die Lötstellen aussehen (ohne beleidigend sein zu wollen) würde ich schon erst mal noch hier suchen ... wie vorgeschlagen mal alle Pins durchklingeln mit dem Multimeter.

    Das befürchte ich auch.

    Kannst du mit dem Durchgangsprüfer des Multimeters umgehen? Mit dem verlinkten Schaltbild oben sollte es möglich sein, die Verbindungen zu überprüfen.

    Leider hast du keine Präzisionssockel (wie vorgeschlagen) verbaut - die hättest du nämlich an der Oberseite auch noch verlöten können; es kann durchaus eine Durchkontaktierung kaputt sein, und eine reicht da schon.


    Hast du ein "Check64" oder alternativ ein Spielmodul wie "Kickman", "Jupiter Lander" o. ä.? Falls ein ROM defekt ist, diese Module laufen ohne.

  • Deswegen hatte ich ja oben geschrieben "durchklingeln".

    Das aufgeben kam danach... ;)

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  • wie vorgeschlagen mal alle Pins durchklingeln mit dem Multimeter.

    Durchklingeln heisst, mit dem Multimeter die Leitung von Anfang bis Ende zu verfolgen bzw. anhand des Schaltbildes?
    Dann ist hier tatsächlich das Ende für mich erreicht.
    Mal sehen, dann kommt die Platine vielleicht in ein paar Monaten zur Wiedervorlage.

    Tausend Dank Euch für Eure Hilfe!

  • Was heißt von Anfang bis Ende? Du siehst auf dem Schaltplan, dass die Leitung von Pin a des IC x nach Pin b des IC y geht. Die 2 Messspitzen an Pin a und b halten und horchen ob es piepst.

  • Was heißt von Anfang bis Ende? Du siehst auf dem Schaltplan, dass die Leitung von Pin a des IC x nach Pin b des IC y geht. Die 2 Messspitzen an Pin a und b halten und horchen ob es piepst.

    So, anständigeres Multimeter mit Durchgangsprüfung gekauft und dem RAM die Hammelbeine lang geklingelt.
    Alle Kontakte machen das, was sie sollen!
    Und nu?