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Commodore PC 10

  • Hallo zusammen,


    meine Mutter kaufte vor Jahren (ich denke Ende der 80er) einen Commodore PC10. Dieser verweilte nun jahrelang auf dem Dachboden in der Originalverpackung. Es sind zwei Monitore, eine Tastatur und der Rechner vorhanden. Dazu noch einige Disketten sowie Anleitungen "Open Access". Ich hab keine Ahnung was man damit machen kann und ob Jemand so ein Relikt der 80er noch gebrauchen kann. Alles was ich sagen kann ist, der PC hat zwei 5 1/4 Laufwerke und anscheinend keine Festplatte.


    Ich würde mich freuen wenn mir Jemand darüber was erzählen kann.


    MfG


    * edit cp2: in den richtigen Bereich verschoben *

  • Der Commodore PC 10 Ist ein ganz normaler IBM-kompatibler PC mit Intel 8088-CPU.
    Der PC 20 war ein XT, hatte also schon eine Festplatte.
    Er war/ist ziemlich häufig und Commodore hatte damals mit dem PC10/20 einen großen Marktanteil,
    auch weil die damalige Deutsche Bundesbahn diese DOS-PCs einsetzte.
    Neben dem originale IBM-PC wird er sicherlich der am häufigsten hergestellte PC mit 8086/8088 gewesen sein,
    also nicht unbedingt selten und selbst heute noch sehr hünfig auf EBAY zu finden.


    Siehe auch:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Commodore_PC-10_bis_PC-60



    Alle paar Jahre kommt hier jemand ins Forum, weil er/sie irgendwie an so ein Gerät herangekommen ist, meist mit der Frage was so ein Ding wert ist, weil man es bei EBAY oder sonst wo verhökern will :)

  • Der XT hatte nicht automatisch eine Festplatte. Durch u.a. das stärkere Netzteil war er aber viel leichter damit auszurüßten. Der PC10 und der PC20 sind laut Wiki identisch, nur das im PC20 eine Festplatte steckte.
    [/klugscheissermoduson] Ein IBM PC 5150 und ein IBM XT 5160 sind nicht identisch [/klugscheissermodusoff]

  • Das war auch nicht meine Absicht :-D Ich frage mich ob / wer sowas gebrauchen kann oder ob der Rechner in den E-Schrott wandern soll.

    wenn er funktioniert, setzte ihn doch in die Bucht / Kleinanzeigen. Gibt bestimmt Leute, die sich dafür interessieren. E-Schrott wäre für mich die letzte aller Möglichkeiten... Erwarte nur keine "Traumpreise" dafür.

  • Ist das noch so einer mit Drucktastenfloppies? So einen such ich schon ne Weile für bezahlbares Geld.


    War damals mein 1. PC. Wenn es dieser ist, dann hatte er noch die geteilte Platine und kam mit einem MDA Adapter (eine Grafikkarte, die nur Text konnte). Diese Platine hatte wohl damit zu tun, dass die Platinenentwicklung in Braunschweig mit CBM 8000 Rechnern lief, die einfach keine grössere Platine im Speicher halten konnten.


    Kam vom Werk mit 256 kb und konnte auf 640 kb aufgerüstet werden (hab damals DM 250,- dafür bezahlt). Mit diesem Speicher kam ein PAL, was heute anscheinend seeeehr selten ist. Im vzekc Forum findet man noch mehr Infos zu diesen Rechnern.


    Commodore hat damals ein Geschäft mit der Bahn gemacht, wodurch sie eine gefühlte Bazillion Rechner abgesetzt haben und sich monatsweise mit IBM in der Hitliste der meistverkaufen PCs abgewechselt haben.


    Gesucht ist auch die original Tastatur, welche LEDs in den Tasten hatte, was ich bis heute ganz cool finde. Die Funktionstasten waren links. In späteren Modellen wurden zugekaufte MF2 Tastaturen verbaut, welche dann die Funktionstasten oben hatten.

  • daybyter: Die Tastatur mit den eingebauten LEDs hatte Cherry G80 Taster. Sehr gute Qualität. Das mit den Funktionstasten stimmt aber so nicht, denn es gab auch zugekaufte mit 10 F-Tasten links. In der Regel kamen die zugekauften Tastaturen von Mitsumi. Die Drucktastendiskettenlaufwerke, die Commodore verbaut hat kamen nach meinem Kenntnisstand von der Firma BASF. Ob Commodore auch noch andere Zulieferer bei den Drucktastendiskettenlaufwerken hatte wäre mir neu.


    Eine Besonderheit hatten die Commodore PC aus der Reihe PC 10, PC 20, PC 30, PC 10-II und PC 20-II aber gegenüber den meisten anderen PCs: Sie können mit 4 Diskettenlaufwerken am integrierten Laufwerkskontroller umgehen.

  • am vom Werk mit 256 kb und konnte auf 640 kb aufgerüstet werden (hab damals DM 250,- dafür bezahlt).

    Ich hatte auch exakt so einen wie von dir beschrieben, habe ich vor sechs Jahren beim Umzug in den Elektroschrott geworfen. Meiner hatte 512k ab Werk, der konnte übrigens noch bis auf 768k aufgerüstet werden (wovon DOS nur 640k nutzen konnte). Ich habe also damals 1000,- ATS (ein Vermögen als Schüler!), umgerechnet 150 DM bzw. heute inflationsbereinigt 122 Euro, für eine 256 kB RAM-Erweiterung ausgegeben, von der ich nur die Hälfte nutzen konnte ... bis irgendwer irgendwann einen Treiber anschleppte, der das als UMB nutzen konnte.


    Der Neupreis des Rechners (512 kB RAM, 2 x 5,25" Drive mit Pushbuttons, Grünmonitor, MDA-Karte und 10 Disketten ^^ ) betrug 37.990 ATS, das entsprach ca. 5.500 DM bzw. heute 4.700 Euro inflationsbereinigt. Ein Wahnsinn, wenn man darüber nachdenkt ... =O

  • Ja, die MDA-Grafikkarte war im Funktionsumfang recht beschrängt. Aber immerhin ist es eine Eigenentwicklung von Commodore und recht verbreitet ist die Commodore Grafikkarte wohl nicht. Die MDA-Grafikkarte hat immerhin den Vorteil, dass man sie parallel zu einer CGA-Grafikkarte betreiben kann. So ergänzen sich beide Karten recht gut.

  • Die MDA-Grafikkarte hat immerhin den Vorteil, dass man sie parallel zu einer CGA-Grafikkarte betreiben kann. So ergänzen sich beide Karten recht gut.

    Das stimmt, das gilt auch für die Hercules-Karte, ich hatte mir später eine Hercules und eine CGA gekauft und beide parallel betrieben - Zweibildschirmbetrieb, lange bevor es Mode wurde. :)


    Die Hercules Graphics Card (HGC) war übrigens eine recht geniale Karte, die konnte 720x348. Es gab sogar einen Emulator, um die CGA-Modi auf der Hercules zu emulieren (HGCIBM.EXE). Damit konnte man CGA-Spiele auf dem Monochrom-Monitor spielen. :D


    Im Endausbau hatte ich eine 20 Mbyte Seagate (ST-225, wenn ich mich nicht irre) samt Controller, eine HGC, eine CGA und eine batteriegepufferte Echtzeituhr. Hach, schöne Zeiten ... die ich aber nicht mehr zurückhaben möchte. ^^

  • Ja, den PC 10 mag ich auch, wobei bei mir der PC 10-II steht. Aber bis auf die einteilige bzw. zweiteilige Platine sind die Geräte ja quasi gleich. Ich hatte meinen auch mit zwei Festplatten ausgestattet. Das waren auch zwei Seagate ST225. Die laufen einfach und bis auch die manuelle Parkprozedur der Köpfe vor dem Ausschalten sind die auch gut. Die laufen auch sehr flott dem verwendeten ST412-Kontroller mit Interleave 2. Inteleave 1 habe ich nicht hinbekommen. Ich wollte zwar mal den Sektorpuffer vergrößern, aber das liegt noch auf Eis. Weiter habe ich den Speicher per Steckkarte um weitere 12 MB erweitert. Ein Intel Inboard liegt hier auch noch, das ich mal testen wollte, aber dafür fehlte bis jetzt auch die Zeit. Ein paar mehr Steckplätze wären auch nicht schlecht, Mit den 5 bin ich einfach am Limit. Da bietet der PC40 etwas mehr, aber der ist keine Commodore-Eigenentwicklung mehr und die PC 10-III-Linie hat nur noch 3 Steckplätze. Das ist mir einfach zu wenig.

  • War damals mein 1. PC. Wenn es dieser ist, dann hatte er noch die geteilte Platine und kam mit einem MDA Adapter (eine Grafikkarte, die nur Text konnte)

    Der PC10 war auch mein erster IBM-kompatibler. Naja genau genommen hatte mein damaliger Arbeitgeber mir den für mein Homeoffice zur Vergügung gestellt.
    Aber im Vergleich zu dem Sharp MZ-5600, mit dem ich vorher gearbeitet hatte (8086 mit 6 MHz, Multitasking-Betriebssystem, 640x400 Farbgrafik in 3 Ebenen :love: ), waren diese ersten PCs langweilige Arbeitskisten - aber eben IBM-kompatibel. Nostalgische Gefühle stellen sich bei mir nicht ein, wenn ich einen PC10 sehe. ^^

  • Jetzt habe ich beim Stöbern glatt noch Fotos vom dem Teil gefunden, die ich kurz vor der Entsorgung gemacht hatte, das war schon 2006 und nicht vor sechs Jahren, wie ich zeurst gedacht hatte ... vielelicht interessiert's ja jemanden ... :D