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Floppy-Controller: Was gibts derzeit am Markt?

  • Hallo,


    auf neuen PC-Mainboards werden heute praktisch keine FDD-Anschlüsse mehr verbaut, wohingegen alte gebrauchte oft nicht über moderne Anschlüsse verfügen. :(
    Ich würde in erster Linie eine Möglichkeit suchen, ein ganz normales 3,5" PC-Laufwerk betreiben zu können, womit ich dann auch meine Atari ST- und FD2000-Disketten schreiben kann. (Eine externe USB-Floppy fällt dadurch schonmal aus.) Wenn auch weitere Formate möglich sind wie z.B. mit Catweasel MK oder Kryoflux soll mir das recht sein, es ist aber keine Bedingung, auch schrecken mich bei den beiden die Kosten etwas ab.


    Könnt ihr mir außer den genannten einen Controller oder Ähnliches empfehlen und falls nein, welcher wäre dann eher für meine Zwecke geeignet?


    Gruß
    Löwe

  • Ausgezeichnete Frage. Mir würde ein externer Controller/Adapter reichen, um alte PC-Floppylaufwerke simpel an USB zu hängen (3.5 UND 5.25 Zoll, vornehmlich zum Lesen), ähnlich wie es das auch weithin für alte IDE-Laufwerke gibt. Entweder ich bin blind oder sowas existiert nicht. An Kryoflux & Co. habe ich auch schon rumüberlegt, aber das ist für meine Zwecke im Grunde Overkill...

  • Laufwerke an USB ist im obigen Fall schwierig, denn wo er Atari ST schreibt, meint er sicherlich FloIMG, und das Programm unterstützt nur Lauferke die an einem Nec myPD765 oder kompatiblen Controller dran hängen, so wie sie jeder PC früher hatte.


    Ich habe auch schon geschaut, sowas scheint es nicht als PCI oder PCIe Karte zu geben.


    Vermutlich wird man da in Zukuft nicht um einen älteren Zweit-PC drumherum kommen, ich habe mir dafür ein Thinkpad A31p hingestellt, dafür habe ich eine Floppy im Ultrabay-Schacht, und eine externe die ich an die Dockingstattion stöpseln kann, beide werden von FloIMG erkannt.

  • Also nach meinem Kenntnisstand gibt's da inzwischen echt nur wenig. Gerade im USB-Bereich kann man die Laufwerke eigentlich durch die Bank vergessen. Da hapert es schon mit popeligen 720 kB MS-DOS Formaten. Und die halte ich nun nicht für esoterisch. 1,44 MB, mehr geht nicht. Selbst wenn man versucht, 1,7 MB zu formatieren, wird das einfach mit entsprechenden Fehlermeldungen verweigert. So weit, was ich bisher in Sachen Floppy an USB für den nicht gar so kleinen Consumer-Markt bisher gesehen habe. Da es keinen Absatzmarkt für anständige Laufwerke zu geben scheint (sonst würde man nicht nur Schrott ab Werk finden), vermute ich doch mal stark, dass sich auch keiner hingesetzt hat, um einen anständigen™ Chipsatz dafür nachzulegen. Wo würde der denn verbaut? Zugegeben, bei dem Nieschenmarkt auch kein Wunder... Den Zweit-PC habe ich hier auch rum stehen. Der kann dann wenigsstens frisch und frei von der Leber weg schreiben. Kryo-Flux, wie war das da noch, konnte man da inzwischen auch schreiben? Oder ging nur konservieren?

  • Im Prinzip haben wir mit der Gotek-Hardware doch schon ein 'Schnittmuster': natürlich muß man die Signalrichtungen umdrehen, wenn man ein Laufwerk dranhängt. Aber der komplizierte Teil (Daten lesen und schreiben) ist doch schon vorhanden- man muß 'nur noch' die Gleichlaufschwankungen in den Griff bekommen, die reale Laufwerke auf das Signal draufbügeln. Und der USB-Port muß als Device umgepolt werden. Für den Bootloader kann der Chip das ja schon; falls man das nicht 'produktiv' nutzen kann, müßte halt ein Seriell-nach-USB-Adapter zusätzlich dran.


    Jetzt braucht es 'nur noch' einen fähigen Programmierer, der das Ganze umsetzen kann und will...


    (die 'richtigen' USB-Floppy-Controller sind ja eigentlich auch programmierbar, aber nur gegen teure Lizenzverträge, NDA und bei Abnahme von zehntausender-Stückzahlen der programmierten Chips...)

  • Wurde adf-copy (http://nickslabor.niteto.de/) schon erwähnt?

    Diese auf dem Teensy 3.2 basierende Lösung funktioniert für Amiga bereits sehr gut.
    Wäre ggf. ausbaufähig auf andere Formate.

  • Die Himbeertorte ist für den Zweck denkbar ungeeignet, selbst wenn man OS und Videochip abschaltet. Stichwort schnarchlangsame IO-Pins. So ein Disketten-Datenstrom ist nunmal ein wenig schneller als ein Tapuino oder der IEC-Bus.

    Im CosmosEx wird über den IO-Connector des RaPI ein ACSI/SCSI-Interface nachgebildet, das hat eine etwas höhere Datenrate.

  • Im CosmosEx wird über den IO-Connector des RaPI ein ACSI/SCSI-Interface nachgebildet, das hat eine etwas höhere Datenrate.

    Die einfachste Ausbaustufe von SCSI ist asynchron, da wird alles per Handshake bestätigt

  • Im Großen und Ganzen scheint es da ja noch trister auszusehen, als ich befürchtet habe. :buhu

    Laufwerke an USB ist im obigen Fall schwierig, denn wo er Atari ST schreibt, meint er sicherlich FloIMG, und das Programm unterstützt nur Lauferke die an einem Nec myPD765 oder kompatiblen Controller dran hängen, so wie sie jeder PC früher hatte.

    Ja genau, das meine ich unter anderem. Und so wie es aussieht, ist dafür nicht einmal das KryoFlux richtig geeignet, da es die Images des ST (i.d.R. .st und .msa) sowie andere gar nicht direkt verarbeiten kann und man diese erst umständlich konvertieren müsste.
    Wie sähe es hier mit dem Catweasel MK aus? Schluckt das wenigstens die gängigen Diskettenimageformate ohne Weiteres?


    Wurde adf-copy (nickslabor.niteto.de/) schon erwähnt?


    Diese auf dem Teensy 3.2 basierende Lösung funktioniert für Amiga bereits sehr gut.
    Wäre ggf. ausbaufähig auf andere Formate.

    adf alleine ist mir definitiv zu wenig; der Rest wie du selbst sagst Zukunftsmusik.


    CosmosEx erreicht knapp 2 MB/s, vielleicht sogar noch schneller, hat nur niemand hetestet, weil der TT am SCSI-Port nicht mehr schafft. Das ist mehr als genug Performance als ne dämliche Floppy nachzubilden.

    Ebenfalls Zukunftsmusik und ob Jookie Interesse daran hat, das Teil als allgemeinen Floppycontroller auszubauen, ist fraglich.

  • Ich weiss nicht, ob es hilft, ich bin bei einer FDDM-101 kompatiblen Floppy hängengeblieben.
    Ist ein Einbaulaufwerk für Dell Laptopes mit zusätzlicher USB Schnittstelle.
    Eigentlich soll das Ding sehr gut mit Omniflopp funktionieren, ich habe es damit nicht geschafft.
    Aber RawWrite für den St funktioniert sehr gut, ebenso CPCdiskXP für CPC.
    http://www.ebay.de/itm/3910660…geName=STRK%3AMEBIDX%3AIT

  • Hier verrichtet ein ASrock (bei Asus weggeworfen lol) seinen Dienst, ASrock 990fx Extreme4
    Ein verhältnismäßig modernes Board mit einem 6 Zylinder als Antrieb.
    Ein Kriterium bei der Auswahl war der Floppy IDE, COM und PAR. Rest ist modernes Beiwerk.
    Dürfte wohl eines der wenigen "Übergangsboards" sein, auf dem noch jedes OS läuft (Win9x'e,NT5,NT6+,Linuxe, - aber Amithlon noch nicht gecheckt, da kaum Bedarf) und Schnittstellen in beide Generationsrichtungen vorhanden sind.


    USB kannst vollkommen knicken, genug Lehrgeld bereits bezahlt, taugen alle nichts.


    Selbst die Chinesen haben bis heute alle Schnittstellenmöglichkeiten - aber eben außer dem Floppy Controller auf den Markt geworfen...
    Schon vor Jahren bei verschiedenen Asiaten angefragt. Funkstille. Nur, wenn eine Anfrage zu vorhandenen Produkten, mit Aussicht auf den großen Reibach, hast, dann küssen sie dir die Füße.
    Ziemlich traurig das Ganze.


    Und fragste in der "Öffentlichkeit" nach so einer Lösung, heißt es "öh was willsten noch mit Floppy?"
    Dass es aber nach wie vor das einfachste Medium ist, um einen Rechner wieder an den Start zu bekommen, geschweige Daten zwischen verschiedenen Systemen zu transferieren, ignoriert man.
    Und das ganze USB-Gedöhns funktioniert eben auch nicht immer.

  • Ich weiss nicht, ob es hilft, ich bin bei einer FDDM-101 kompatiblen Floppy hängengeblieben.
    Ist ein Einbaulaufwerk für Dell Laptopes mit zusätzlicher USB Schnittstelle.

    Danke für den Tipp! Hilft aber eben nur, wenn man einen Dell Laptop hat. :)


    Hier verrichtet ein ASrock (bei Asus weggeworfen lol) seinen Dienst, ASrock 990fx Extreme4
    Ein verhältnismäßig modernes Board mit einem 6 Zylinder als Antrieb.
    Ein Kriterium bei der Auswahl war der Floppy IDE, COM und PAR.

    ASRock scheint tatsächlich der letzte Hersteller zu sein, der in manchen Boards noch einen FDD-Anschluss einbaut. Bei dem von dir genannten fehlt allerdings ein paralleler Anschluss (auch intern), was für mich leider auch ein Ausschlussgrund ist.
    Das ASRock N68C-GS4 FX beispielsweise hat noch alles was man so braucht an Board und ist auch bei CPU und RAM sehr vielseitig. Auf jeden Fall eine Überlegung wert, wenn man mit den Einschränkungen (CPU max. 95W, RAM max. 8GB) leben kann.

  • Wurde adf-copy (http://nickslabor.niteto.de/) schon erwähnt?

    Diese auf dem Teensy 3.2 basierende Lösung funktioniert für Amiga bereits sehr gut.
    Wäre ggf. ausbaufähig auf andere Formate.

    Kann man das heute noch irgendwo kaufen ??


    Ich muss ein "Backup" von einer 100er 3.5" Box machen,...
    dass hört sich dafür "einfach an" ?!

  • Bei mir Läuft ein ASRock 980DE3/U3S3 http://www.asrock.com/mb/AMD/980de3u3s3/ Es ist ein Relativ Modernes Board hat SATA 2 und 3 und USB 2 und 3 aber auch IDE und Floppy dazu noch COM nur LPT fehlt. Ich habe da eine AMD FX 8320 die ich auf 4,3 GHZ übertaktet habe dazu 16 GB DDR3 Ram. Das Board läuft unter Win 10 Sehr Stabil aber auch Win XP, Win 7 und 8 laufen ohne Probleme. Vielleicht ist das ja eine Option für dich?