1541 Assy 250446 / was macht C15 ?

Es gibt 14 Antworten in diesem Thema, welches 3.493 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. März 2021 um 09:33) ist von advotax.

  • Erstmal eine kleine Beschreibung:

    Es handelt sich hier un eine 1541 Assy 150446 aus dem Nachlass von Klaus dem Suhler. Die Kiste ist völlig unverbastelt (hat sogar noch die Schutzfolie vorne dran), hat aber mal etwas Feuchtigkeit abbekommen, was aber schon wieder gereinigt ist und nicht das Problem war.
    Das Laufwerk verhält sich ganz normal und lässt sich ansprechen (also die Platine läuft erstmal), jedoch bekommen weder Spindel- noch Stepper-Motor ihre 12V. Nachgemessen: Statt 12V nur 1,5V und der Spannungsregler wird schön schnell heiß.
    Am Gleichrichter gemessen: Eingang 10,2V AC, Ausgang 12,irgenwas DC 8\|

    Motoren abgehängt: kein Änderung
    Gleichrichter gecheckt: OK
    Spannungsregler gecheckt: OK
    alle Kondis im 12V Netzteil gecheckt: alle für gut befunden

    L8 raus, die sitzt gleich am Eingang der 12V Versorgung für den Analog-Teil und siehe da: Motoren laufen
    C15 raus (Tantal-Perle 10µ/25V), und der war Platt.
    Unglaublich das der kleine Pursche die ganze 12V-Schiene bis hin zum Trafo runterzeiehen kann.

    Jetzt die Frage: Kann man auf den Tantal zur Not verzichten (hab noch nicht Probiert ob Lesen/Schreiben geht)? Der wird zwar demnäxt mitbestellt, das kann aber noch was dauern... Ersatz hab ich leider auch noch nicht in meinem Fundus aufgetan.

    Gruß, Gerd

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  • Laut meinem Schaltplan gehört C15 zum einem diskret aufgebauten Längsregler der die Spannung für den Analogteil, also die Leseverstärker LM311 und NE592 erzeugt. Deren Versorgung sollte so sauber wie möglich sein damit die Floppy keinen Müll liest.

    Einfach weglassen ist also keine gute Idee, aber ich denke es muss nicht unbedingt ein Tantal-Elko an der Stelle sein, ein 10µF Elko aus aktueller Fertigung sollte auch gehen.

  • So, grad mal angetestet: Lesen geht wohl auch ohne, schreiben hab ich nicht probiert.

    Kommt aber trotzdem ein neuer rein, denn wenn der nicht zu was gut wäre hätte Commodore den ganz schnell eingespart.

    Gruß, Gerd

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  • Das Problem mit dem Kurzschluss ist Standard - wenn Tantalelkos defekt sind, haben sie in der Regel einen (satten) Kurzschluss.
    Wie man sie defekt bekommt:
    - Überspannung (ich habe schon Schaltungen gesehen, da waren an einer 12V-Versorgung 10V Tantalelkos drin - und das hat um die 10 Jahre funktioniert.
    - hohe Lade- und Entladeströme
    - Verpolung

    Tantalelkos haben verglichen mit Nasselkos einen sehr kleinen ESR (internen Serienwiderstand), weshalb sie als Siebelko hinter einem Gleichrichter z.B. nicht zu empfehlen sind. Bei jeder Sinushalbwelle der Wechselspannung würde sonst ein hoher Ladestrom fließen, was ihm langfristig schadet. Hier ist der (eigentlich schlechtere) Nasselko mit höherem ESR im Vorteil.

  • Verbaut war hie ein 10µ/25V und er bekommt ja nur 12V Gleichspannung (aus der 12V-Schiene).

    Also ist der entweder an Alterserscheinungen oder beim Ein-/Ausschalten gestorben... Wobei die Floppy nicht so aussieht als währe sie stark in Gebrauch gewesen (kein Gilb oder Flecken, keine Kratzter, optisch neuwertig)

    Gruß, Gerd

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  • Unglaublich das der kleine Pursche die ganze 12V-Schiene bis hin zum Trafo runterzeiehen kann.

    sie explodieren dann meistens.

    Einfach weglassen ist also keine gute Idee

    ich würde wieder einen tantal einsetzen.
    schon damals waren die mindestens 30x teuerer als normale
    und commodore hätte dann ganz bestimmt einen normalen genommen.

    man sollte, bei leseproblemen, immer c15 überprüfen ob noch vorhanden.
    commodore hatte den mal falsch herum eingebaut und die sind explodiert.

    gruß
    helmut

    Helmut Proxa @axorp (HP.)

    proxa computer

    ultra electronic Helmut Proxa GmbH & Co. Computer Systeme Hardware Software KG - Telex 888 66 27 uehp

  • So, nun ist es bei meiner 1541 auch so weit gewesen. Hatte das Laufwerk ca. 1 Jahr nicht in Gebrauch und schalte es ein. Alles super so weit, bis dann nach ca. 3 Minuten ein lautes Zischen mit nachfolgend aufsteigener schwarzer Rauchwolke zu vernehmen war. Nun habe ich mir die Sache einmal angesehen, war eine große Schweinerei. Wie auch immer wer war der Übeltäter ? Klar, der C15 Tantal Kondensator. Leider hat der die Spule L8 mit angegriffen, jedenfalls sieht diese jetzt teilweise schwarz aus.

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    Also aus Sicherheitsgründen werde ich die Spule nun austauschen. Bei Reichelt habe ich folgende gefunden:

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    Kann ich die nehmen ? Was haben die roten und schwarzen Punkte auf der Originalspule zu sagen ? Haben die eine Bedeutung ?

    Ich gehe mal davon aus, dass die Spule keine Polung (+/-) hat, richtig ? Demnach ist es egal wie ich diese einbaue, oder ?

    Danke & Grüße

  • So hier noch die Antwort auf die Eingangsfrage "was macht der C15": Antwort: Ärger, jede Menge Ärger :smile:

    Doch seht selbst:

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  • Kann ich die nehmen ?

    Laut Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sollte L8 22uH haben, Einbaurichtung ist egal.

    ?SYNTAX ERROR
    READY.
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    Letzte Projekte:

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  • ich wollte heute mal eine der Diskettenlaufwerke (1514) probieren. Die stehen friedlich da und das eine hatte ich jetzt ca. 1 Jahr nicht mehr dran.

    Eingeschaltet, Power leuchtet, kein Motorzucken. Bei Zugriff hektisches Flackern der anderen LED.

    Geöffnet, eingeschaltet - 12 V Regler wird innerhalb von Sekunden kochend heiß und Spannung ist auch nicht da.

    Ursache war ein defekter C 15. Kein weiterer Schaden :puhh:

    Stehen die sich kaputt oder reicht die Spule L8 davor nicht aus? Denn die soll ja den Einschaltstrom "abbremsen" (wenn ich das richtig verstehe).

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Stehen die sich kaputt

    Ja. Da kristallisiert was und ist der Grund für "Peng". Das soll heutzutage durch verbesserte Herstellungsmethoden nicht mehr vorkommen. Ich trau den Kleinen trotzdem nicht über'n Weg. :) Aber das ist wie mit den Chips mit der fehlerhaften Passivierung oder der Kondensatorseuche bei dn Mainboards Anfang der 2000er. Manchmal geht es wirklich von ganz allein karpott. Das Einschalten kann dann den letzten Rest geben.

    reicht die Spule L8 davor nicht aus? Denn die soll ja den Einschaltstrom "abbremsen" (wenn ich das richtig verstehe).

    Spule und Kondensator bilden ein L-C-Filter als Tiefpass, der Frequenzen oberhalb der Grenzfrequenz abschwächt, eben filtern. Kannst du ausrechnen und müsstest auf ca. 5kHz kommen. Damit sollen Störspannungen auf der Spannungsversorgung für den Verstärker vermieden werden. Wenn C15 hochgeht, kann es zwei Zustände geben: Entweder ist keine Verbindung da und es fehlt schlicht die Filterwirkung (als wenn C15 ausgelötet wäre) oder es entsteht ein Kurzschluss und die 12V-Versorgung sackt zusammen, im ungünstigsen Fall verabschiedet sich der Spannungsregler.

    Ein "Einschaltstrom" fließt nur auf der Primärseite des Transformators. Das ist aber nur bei großen Trafos ein Problem. Wenn da noch kein Magnetfeld aufgebaut ist, und das dauert länger (Millisekunden), je größer der Kern ist, dann stellt die Wicklung einen Kurzschluss dar und die Sicherung fliegt. Induktivitäten können nur in Wechselstromkreisen "bremsen". Deswegen filtern die z.B. auch Störschwingungen (Wechselstrom auf dem Gleichstrom), aber nur im Zusammenhang mit einem Kondensaotr oder Widerstand.

  • Danke für die Erklärungen. Spule im Gleich-, Wechselstromkreis und so. Wieder vergessen .:(

    Muss es denn für die Filterwirkung zwingend ein Tantal-Elko sein ? Und mir fällt grad auf, dass ich gar nicht auf die Polarität beim Einlöten geachtet habe. Muss ich nochmal aufschrauben. Falsche Polung ist wohl nicht so gut ;(

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Muss es denn für die Filterwirkung zwingend ein Tantal-Elko sein ?

    Nein. Das ist ein Elektrolytkondensator, der sich nur vom Material, weniger von den elektrischen Eigenschaften unterscheidet. Ich bin mir nicht sicher, warum die die verbaut wurden, aber ich meine, es hätte vorrangig was mit Größe und Kosten zu tun gehabt. Aluminium-Elkos (die "normalen" Elkos im Becher) waren wohl mal deutlich teurer und/oder größer. Das spielt heutzutage wohl kaum mehr eine Rolle. Im Hobby-Bereich sowieso nicht. Für die meisten Anwendungen kann man nach Preis oder Optik gehen. Wer eine Schaltung entwickelt, wo es unbedingt ein Tantal sein muss, weist darauf hin und begründet das im Idealfall. Ich wüsste jetzt keine solche Konstellation im 8-bit-Bereich.

    gar nicht auf die Polarität beim Einlöten geachtet habe. Muss ich nochmal aufschrauben. Falsche Polung ist wohl nicht so gut

    Das auf jeden Fall! Sonst wieder große Peng-Gefahr. :)