A500 und 2Mbyte Chip Ram

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    Ich überlege aktuell ebenfalls meinen A-500 (Rev 6a) 'irgendwie' auf 2MB Chipram zu bringen, damit ich mit der ACA500Plus WHDLoad Games zocken kann.
    Jetzt hätte ich da folgende Ideen, und würde euch jeweils um eure Meinung dazu bitten:

    1. Idee:
    Ich sch... auf die 2MB Chipram, und bleib bei 1MB (die ACA500Plus kann das 512k Trapdoor Ram ja als Chipram konfigurieren, bzw, hab ich auch einen Schalter dafür an meinem 500er)
    Frage: Ist das aber wirklich so dass 99% der WHDLoad Games auch mit 1MB Chip laufen? Oder haut es da jedes zweite Game auf die Pfeife??

    2. Idee:
    Ich schmeiss das Rev 6A Board aus meinem 500er raus, und hau ein Rev 8A Board aus einem A-500 Plus rein. Zusätzlich pflanz ich mir eine 1MB Trapdoor Erweiterung rein.
    Frage: Würde das dann 'einfach so' klappen? (zusammen mit der ACA500Plus natürlich)

    3:Idee:
    Ich nehm ein Rev 8A Board aus einem späten A-500 (nicht Plus), löt mir die 4 zusätzlichen Rams rein, und eine 1MB Trapdoor Erweiterung.
    Frage: Muss ich dann auch noch den Agnus tauschen? In anderen Worten: Haben die A-500 Plus ab Werk einen anderen Agnus drin, als die späten A-500 mit Rev 8A Boards ?

    4.Idee:
    Ich versuche mein Rev. 6A Board auf 1MB Chip zu bekommen.
    Was brauch ich dafür alles?
    Reicht es aus wenn ich einen 2MB fähigen 8375er Agnus reindrück, die 4 Rams am Board nachrüste, und die 1MB Erweiterung ins Trapdoor pappe ?
    (der MiniMegi Chip ist mir zu teuer, und die Crasbe Bastelei möchte ich mir auch eher ned antun)

    Besten Dank schon mal an die Profis hier für eure Hilfe :)
    was ich noch so suche:
    1350 Maus, Amiga 1020 Laufwerk
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    Variante 1 würde ich bevorzugen. 2 MB ChipRAM sind in einem Amiga 500 ungewöhnlich. Alleine deswegen würde ich, mit Sicht auf WHDLoad-Spiele, keine 2 MB ChipRAM anstreben. Die meisten Spiele wurden für einen 500er mit 1 MB ChipRAM geschrieben.
    Was WHDLoad anbelangt, so ist das Vorhandensein von FastRAM kritisch. Dieses kriegste ja von der ACA-500plus auch geliefert.
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    Die meisten Spiele sind wohl eher für 512K Cjipram geschrieben worden. Denn das war einfach der Standard in der OCS-Welt. 512KB Nicht-Chipram zusätzlich kam dann als Standard später, weil die 500er Speichererweiterungen relativ billig waren und die auch fast jeder hatte.
    1MB braucht man bei WHDLoad deshalb, weil nicht die kompletten 512KB zur Verfügung stehen (nehme ich an, kenne die Internas von WHDLoad aber ledier nicht allzu genau).
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    Ok, danke für die Infos!
    Ich wäre natürlich auch mit Variante 1) am glücklichsten :)

    Wenn es tatsächlich so ist, daß ein WHDLoad Installer immer nur irgendwas <512KB Chipram für 'sich sebst' benötigt, dann mache ich mir da überhaupt keine Sorgen, weil es - wie Peiselulli schon erwähnt hat - kaum Spiele gibt, welche auf 1MB Chipram oder mehr angewiesen sind. Mir fällt da nur Hare Raisin Havoc ein, sowie ein paar Games, welche eigentlich für den A-1200/4000 sind, jedoch nur ECS Grafik statt AGA verwenden, wie z.b. Dungeon Master II, Marvins Marvellous Adventures, und vielleicht noch das eine oder andere Game, auf welches ich verzichten kann.... ;)

    Mir geht's eigentlich hauptsächlich um Adventures und ähnliche Games, welche auf einem ganzen Ar... voll Disketten daherkommen. Die würde ich gerne auf jeden Fall via WHDLoad zocken, und da wäre es eben wichtig, daß sie mit 1MB Chip laufen.
    Bei Games mit 1 oder 2 Disks ist es mir dagegen wurscht, da kann ich auch von Disk zocken falls eines davon mit WHDLoad und 1MB Chip nicht laufen sollte.
    was ich noch so suche:
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    ja das mit dem Speicher nachrüsten ist an einem PC ne feine Sache, hingegen an einem A500 kannst du dir damit die grössten Inkompatibilitäten bescheren.. ich würde höchstens ne trapdoor erweiterung mit 512kb reinpflanzen, mehr aber auch nicht. alles andere macht einfach keinen Spass auf Dauer

    sinnig wäre noch ein kick umschalter von 1.2 / 1.3
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    Mein 500er hat seit den 90ern einen Ein-/Ausschalter für die 512kb Trapdoor Erweiterung, und seit ~15 Jahren noch zusätzlich einen Slowram/Chipram Umschalter dafür, sowie auch einen Kickswitch 1.3 / 2.0.

    Die Schalter haben sich aber jetzt alle 3 mit der ACA500plus erübrigt :)
    Ist ein geiles Teil, die ACA500Plus, muss man schon sagen:)
    was ich noch so suche:
    1350 Maus, Amiga 1020 Laufwerk
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    Meine Erfahrung war folgende:
    Ich hatte auf meinem A2000 WHDLoad installiert und wollte unter anderem Sensible World of Soccer 95/96 zocken.
    Allerdings sagte mir WHDLoad das ich nur 1MB Chipram habe und deswegen die Spiele nicht laufen.
    Darauf hin habe einen Menge Zeit - viel Geld und Nerven investiert um meinen A2000 auf 2MB Chipram zu bekommen.
    Jetzt habe ich ein Mainboard mit 2MN Chipram in der , meiner Meinung nach perfektesten Lösung, und trotzdem laufen
    die Spiele die vorher über zuwenig Chipraum gemault haben nicht. Die crashen einfach beim Start.
    Aber - alle anderen Spiele laufen nach wie vor ohne Probleme egal ob das WHDLoad Games sind oder nicht. Von daher
    meine Fazit: Schaden tut es nicht aber nochmal würde ich mir den Aufriss auch nicht geben.

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    steril schrieb:

    Ich hätte gerne eine technisch genauere Aussage.
    Ich programmier selber Spiele für OCS Amigas, und hab immer wieder Probleme mit den verschiedenen Speicherkonstellationen.
    Dann müssen wir offenbar ein paar Begriffe klären: Du schreibst, dass Du programierst. Gleichzeitig hast Du aber Probleme mit verschiedenen Speicherkonstellationen. Das ist ein Widerspruch in sich.

    Wenn Du programmierst, dann machst Du für Speicheranforderung einen sauberen Malloc() und forderst damit die richtige Art Speicher an (Chip- oder Fastmem). Du bekommst eine Adresse oder einen Fehler zurück. Das funktioniert schon problemlos seit Kickstart 1.2.

    Wenn Du aber Adressen "hart" ansprichst, dann programmierst Du nicht. Das kannst Du vielleicht Coden nennen, so Mancher würde vielleicht "Hacken" sagen, aber Programmieren ist anders. Der Amiga hat ein OS. Bitte benutze es wenigstens für diese simplen Dinge, auch wenn die nächste Amtshandlung danach ein forbid() ist. Selbst in der Demoszene ist es seit Jahren Standard, dass man ohne Ressourcenschwund wieder zur Kommandozeile zurück kommt und den Rechner ohne Reset normal weiter benutzen kann.

    Jens
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    Viele Amiga-Spiele sind sehr hardwarenah programmiert worden. Dabei wurden einige Konventionen verletzt, welche bei nachfolgenden, moderneren Amigas dann zu Kompatibiltätsproblemen führten. Schnell schimpfte dann der Anwender/Spieler auf Commodore, weil eben die alten Programme nicht mehr gingen. Dabei war es eigentlich die "Schuld" der Programmierer, denn wenn diese sich an die Konventionen gehalten hätten, dann wären die Spiele auf auf neueren Amigas lauffähig gewesen.
    ALLERDINGS: Die Spiele hätten dann niemals so COOL aussehen können. Mittels direktem Zugriff auf die Hardware bekommt man eben tollere/schnellere/buntere Effekte auf dem Bildschirm. Allerdings nagelt man damit aber auch die Software genau auf eine bestimmte Hardwarekonfiguration fest.
    Und da kann es schon genug seinwenn an einer unerwarteten Stelle plötzlich Arbeitsspeicher vorhanden ist, dass das Programm nicht mehr funktionieren will.

    Ich hatte damals den "Flight Simulator" auf dem A500. Der wollte auch nur dann laufen, wenn die 512KB SlowRam im Trapdoor abgeschaltet waren.
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    MIG schrieb:

    ALLERDINGS: Die Spiele hätten dann niemals so COOL aussehen können. Mittels direktem Zugriff auf die Hardware bekommt man eben tollere/schnellere/buntere Effekte auf dem Bildschirm. Allerdings nagelt man damit aber auch die Software genau auf eine bestimmte Hardwarekonfiguration fest.
    Das ist speziell beim Amiga eine streitbare Aussage. Speicher hart anzusprechen ist in einem 32-Bitter mit 2G nutzbarem Adressraum eigentlich ein no-go. Ja, wenn man die Chipregister selbst befingert, bekommt man viel hübschere Dinge hin als mit dem OS. Aber nichts weiß besser über die Speicherconfig bescheid als das OS. Und es hätte niemandem weh getan, wenn man sich einfach nach dem Start ein paar dicke Speicherblöcke holt, und die dann selbst verwaltet.

    WHDload zeigt's: Auch die alten Dinger müssen nur minimal gepatcht werden, damit sie z.B. ohne Speicher bei $00c0.0000 (trapdoor) funktionieren. Und wenn Dein Flight simulator nur ohne Speichererweiterung funktioniert, hat der Malloc()-Aufruf nur den falschen Parameter gesetzt, vermutlich "any RAM" anstelle von "chip ram".

    Jens
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    Früher hat man das in der Spiele-Szene (und auch in der Demo Szene) aber eher nicht gemacht, da durch das OS zuviel wertvoller Speicher bereits "futsch" ist. Es gibt auch neuere Demos, speziell für OCS, die auch wieder nur von Diskette booten. Da würde ich das bezweifeln, dass dort das OS benutzt wird.

    Wir hatten damals z.B. bei "Anstoss World Cup Edition" folgendes Problem: Wir brauchten ca. 950 KB RAM. Hätten wir in der Disketten-Version das OS leben lassen, wäre uns der komplette Markt mit den 512 KB Trapdoor Amiga 500 Kunden abhanden gekommen. Das waren aber ca. 90% (!)

    Als Kompromiss haben wir nach dem HD-Install das OS am Leben gelassen. Da braucht man dann aber auch mehr als 1MB RAM. Da sind wir aber auch von ausgegangen, denn wer sich eine tuere Platte geholt hatte, der hatte meistens auch mehr als 1 MB RAM.
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    Nach meiner Erfahrung ist es so:

    von Disk:

    Alles vor ~1991 läuft mit den eingebauten 512kB (also ohne Speichererweiterung) , einige wenige davon (meist ganz altes Zeugs von 1987 oder so) läuft NUR auf den 512kB, also nur ohne Erweiterung.
    Ganz wenige setzen sogar Kick 1.2 voraus (Archon ?), und relativ viele akzeptieren kein höheres Kick als 1.3

    Neuere Games ab 1991 brauchen häufig eine zusätzliche 512kB Erweiterung z.b. im Trapdoor, stören sich jedoch so gut wie nie daran wenn mehr oder anderes Ram vorhanden ist (z.b. 1MB Chipram, oder 512kB plus 4MB Fastram , oder ähnliche Konfigurationen)
    Die meisten von denen laufen sowohl auf Kick 1.2/1.3, als auch auf höheren Kickstart Versionen. (2.0, 3.0, 3.1)

    WHDLoad:

    Da ist es offenbar so, daß man bis auf wenige Ausnahmen mit 1MB Chipram und 4MB Fastram auskommt (ganz wenige brauchen offenbar 2MB Chipram, und ein paar andere brauchen mehr Fastram, also 8MB, aber nur 1MB Chipram)
    Auch Games welche von Disk allein nur auf 512kB und nicht mehr laufen, wurden in den WHDLoad Versionen soweit gepatcht, dass sie jetzt mit mehr Ram laufen.

    Für mich ist die ACA500Plus also vollkommen ausreichend, um wirklich ALLES von Disk spielen zu können.
    Ich kann ja notfalls auf Kick 1.2 und 512kB only gehen, und obendrein mit Kick 3.1, 1MB Chip & 8MB Fastram auch mind. 95% der Games auf WHDLoad zocken. :)
    was ich noch so suche:
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    Wiesel schrieb:

    steril schrieb:

    Ich hätte gerne eine technisch genauere Aussage.
    Ich programmier selber Spiele für OCS Amigas, und hab immer wieder Probleme mit den verschiedenen Speicherkonstellationen.
    Dann müssen wir offenbar ein paar Begriffe klären: Du schreibst, dass Du programierst. Gleichzeitig hast Du aber Probleme mit verschiedenen Speicherkonstellationen. Das ist ein Widerspruch in sich.
    Wenn Du programmierst, dann machst Du für Speicheranforderung einen sauberen Malloc() und forderst damit die richtige Art Speicher an (Chip- oder Fastmem). Du bekommst eine Adresse oder einen Fehler zurück. Das funktioniert schon problemlos seit Kickstart 1.2.

    Wenn Du aber Adressen "hart" ansprichst, dann programmierst Du nicht. Das kannst Du vielleicht Coden nennen, so Mancher würde vielleicht "Hacken" sagen, aber Programmieren ist anders. Der Amiga hat ein OS. Bitte benutze es wenigstens für diese simplen Dinge, auch wenn die nächste Amtshandlung danach ein forbid() ist. Selbst in der Demoszene ist es seit Jahren Standard, dass man ohne Ressourcenschwund wieder zur Kommandozeile zurück kommt und den Rechner ohne Reset normal weiter benutzen kann.

    Jens
    Ich hätte sicher weniger dieser Probleme wenn ich Adressen "hart" ansprechen täte.

    Genau das mache ich jedoch nicht, und meine Programme springen auch wieder brav zurück ins OS. Habe aber trotzdem oft bei einem und dem selben Code (nix "malloc()", hier geht's um asm) mehr oder weniger Probleme bei verschiedenen Configs wie der Speicher angesprochen wird.

    Äußert sich in kaputten Grafiken, die bei zb weniger Speicher noch sauber ausgeschaut haben.

    Also vielleicht einfach mal leise sein, bevor man irgendwelchen Bullshit unterstellt.
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    steril schrieb:

    Also vielleicht einfach mal leise sein, bevor man irgendwelchen Bullshit unterstellt.
    Ich habe ganz offenbar keine falschen Unterstellungen gemacht, denn Du bestätigst selbst, dass Du die Exec-Funktion AllocMem() nicht benutzt. Dass ich jetzt das C-typische "malloc" benutzt habe, ist natürlich missverständlich. sorry dafür. ASM ist übrigens kein Ausschlusskriterium für saubere Programmierung.

    Peiselulli, wenn Du heute herausfinden willst, ob Speicher an einem bestimmten Block vorhanden ist, kannst Du die Exec-Funktion TypeOfMem() benutzen. Der gibst Du eine Adresse, und wenn NULL zurück kommt, ist da kein Speicher, Wenn was Anderes als NULL zurück kommt, sind das die Speicherattribute. So kann man "ganz sauber" proben, ob Hartes Adressieren nach dem Abschalten des OS in Ordnung ist. Kostet sicher nur ein paar zehn Bytes um zwei, drei Alternativen abzutesten, öffnet aber die ganze Amiga-Welt.

    Mehr dazu im RKRM Libraries, Kapitel 20, ab Seite 455.

    Jens
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