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Overlay64: Modul zur Anzeige von digitalen Schaltzuständen auf dem Bildschirm

  • ich verstehe nicht, warum nicht mehr bestellen...

    Mir ist der Overlay-Text noch zu zittrig (siehe zB im Videolink im ersten Post bei ca. 3:30), ausserdem versteht es das sd2iec-Display-Protokoll nicht ;)

  • Mir ist der Overlay-Text noch zu zittrig (siehe zB im Videolink im ersten Post bei ca. 3:30)

    Schon mal in natura gesehen? Das ganz leichte Wabern stört überhaupt nicht. Alles ist sehr deutlich lesbar. Sorry, aber diese Kritik ist, meiner Meinung nach, nicht erwähnenswert. :)

  • siehe zB im Videolink im ersten Post bei ca. 3:30

    Henning schrieb, dass es sich bei dem Overlay64 in dem Video um einen frühen Prototyp handelt.


    Welche Veränderungen an dem Overlay64 gab es denn in der Zwischenzeit?



    chon mal in natura gesehen? Das ganz leichte Wabern stört überhaupt nicht. Alles ist sehr deutlich lesbar.

    Ich hab das auf dem Kölner Retro Treff letztes Jahr gesehen. Mir ist kein störendes Zittern etc. aufgefallen.

  • Schon mal in natura gesehen?

    Overlay64 selbst nicht, aber ich habe vor langer Zeit mal mit einem AVR-basierten Videooverlay experimentiert und es recht schnell wieder verworfen, weil es mir (ausser beim Betrieb mit der C64-Pixelclock) auch bei 20MHz AVR-Takt zu zittrig war - vergleichbar mit dem verlinkten Video.

  • Mir ist der Overlay-Text noch zu zittrig (siehe zB im Videolink im ersten Post bei ca. 3:30), ausserdem versteht es das sd2iec-Display-Protokoll nicht

    Man beachte das ;) Also halb so wild -- Ich weiß schon, da wurde auch in GMPs Umbau-Thread schon drüber diskutiert.


    Das leichte Wabern resultiert aus der Diskrepanz zwischen dem AVR-Takt (20Mhz) und der Dot-Clock des VIC. Da kommt es zu geringfügigen Phasenverschiebungen.


    Eine absolut stabile Anzeige ließe sich nur erreichen, wenn man den AVR mit der Dot-Clock synchronisiert taktet (entweder direkt, oder geteilt (einfach, aber geringe Auflösung), multipliziert (aufwändig, und AVR dann out of spec)).


    Das allerdings würde die Verwendung von USB in der jetzigen Form (V-USB) unmöglich machen, da hier nur ganz bestimmte Taktraten verwendet werden können. Natürlich könnte man einen uC mit Hardware-USB nehmen, die gibt es aber dann nicht mehr in DIP. Oder das Flashen vom PC aus seriell machen (nicht schön, das cross-platform hinzukriegen), oder halt nur über ISP (wofür man wieder ein Programmiergerät bräuchte).


    Deshalb habe ich das leichte Wabern in Kauf genommen und dafür die relative hohe Auflösung (53x30 Zeichen Platz), die Einfachheit von Aufbau, Hard- und Software bevorzugt (KISS).


    Das Wabern ist übrigens nur ein Problem, wenn man mit ästhetischer Einstellung drauf guckt, jedenfalls ist das für mich persönlich so. Wenn mich nur die Information interessiert, bemerke ich das leichte Wabern nicht, der Lesbarkeit tut das jedenfalls keinen Abbruch. Ein Blick und man weiß was Sache ist. Klar wäre es schön, wenn es perfekt wäre. Da muss man halt Aufwand gegen Nutzen abwägen.


    Die Möglichkeit, das Overlay z.B. als ein HD44780-kompatibles generisches Display nutzbar zu machen, besteht weiterhin (noch genügend freie Pins). Das ist "nur" eine Frage der Software.


    Die Schwierigkeit, die ich da sehe, ist allerdings, dass das Modul während der Anzeige schwer beschäftigt ist... Es müsste also der Gegenseite über das Busy-Flag immer mitgeteilt werden, wann überhaupt Zeit für die Ansteuerung ist. Bei vielen Tutorials zur Anbindung eines solchen Displays wird gesagt, dass das Beachten des Busy-Flags in der Praxis nicht wirklich nötig wäre. Man müsste also vermuten, dass es viel Ansteuerungscode gibt, der damit nicht klarkommt. Das sind aber alles nur Vermutungen, das Thema habe ich mangels persönlichem Bedarf noch nicht sehr ernsthaft verfolgt.

    Henning schrieb, dass es sich bei dem Overlay64 in dem Video um einen frühen Prototyp handelt.


    Welche Veränderungen an dem Overlay64 gab es denn in der Zwischenzeit?

    An der Technik (und damit auch an der Darstellung) keine wesentlichen Änderungen. Größerer AVR, um mehr Leitungen überwachen zu können und mit komplexeren Konfigurationen klarzukommen. USB, um das Konfigurieren und Updaten für den Benutzer zu vereinfachen. 16 Leitungen durchgeschleift, um den Anschluss zu vereinfachen.

  • Eine absolut stabile Anzeige ließe sich nur erreichen, wenn man den AVR mit der Dot-Clock synchronisiert taktet (entweder direkt, oder geteilt (einfach, aber geringe Auflösung)

    Direkt hat auch recht geringe Auflösung, der AVR kann nur alle zwei Takte ein neues Bit am SPI-Interface herausschieben. Dafür ist es natürlich 100% positionsstabil.


    Quote

    Natürlich könnte man einen uC mit Hardware-USB nehmen, die gibt es aber dann nicht mehr in DIP.

    Doch, da gibts einige - nur halt nicht in der AVR-Familie. Selbst wenn man einen USB Host statt nur eines Devices will gibts ein paar vereinzelte DIP-Chips, zB PIC32MX2x0.

  • Direkt hat auch recht geringe Auflösung, der AVR kann nur alle zwei Takte ein neues Bit am SPI-Interface herausschieben. Dafür ist es natürlich 100% positionsstabil.

    Das ist mir schon klar.

    Doch, da gibts einige - nur halt nicht in der AVR-Familie. Selbst wenn man einen USB Host statt nur eines Devices will gibts ein paar vereinzelte DIP-Chips, zB PIC32MX2x0.

    Mag ja sein, aber ich werde nicht auf eine andere Plattform umsteigen, nur um ein äesthetisches Problem zu lösen, das bisher von keinem der vorhandenen Benutzer bemängelt wurde.

    aber ich habe vor langer Zeit mal mit einem AVR-basierten Videooverlay experimentiert und es recht schnell wieder verworfen, weil es mir (ausser beim Betrieb mit der C64-Pixelclock) auch bei 20MHz AVR-Takt zu zittrig war

    Dann scheint es ja auch nicht so dringend gewesen zu sein.

  • Mag ja sein, aber ich werde nicht auf eine andere Plattform umsteigen, nur um ein äesthetisches Problem zu lösen, das bisher von keinem der vorhandenen Benutzer bemängelt wurde.

    Das hättest du nicht zu laut sagen dürfen ... :)

  • Vorweg erstmal ein großes Lob an @Henning für dieses Stück Hardware!


    Ja, es ruckelt leicht. Aber diesem Nachteil stehen auf der anderen Seite die Einfachheit der Schaltung und die daraus resultierende Nachbausicherheit gegenüber. Und deswegen ist es absolut zu verschmerzen. Meine Meinung...


    Eine absolut stabile Anzeige ließe sich nur erreichen, wenn man den AVR mit der Dot-Clock synchronisiert taktet (entweder direkt, oder geteilt (einfach, aber geringe Auflösung), multipliziert (aufwändig, und AVR dann out of spec)).


    Das allerdings würde die Verwendung von USB in der jetzigen Form (V-USB) unmöglich machen, da hier nur ganz bestimmte Taktraten verwendet werden können. Natürlich könnte man einen uC mit Hardware-USB nehmen, die gibt es aber dann nicht mehr in DIP. Oder das Flashen vom PC aus seriell machen (nicht schön, das cross-platform hinzukriegen), oder halt nur über ISP (wofür man wieder ein Programmiergerät bräuchte).


    Deshalb habe ich das leichte Wabern in Kauf genommen und dafür die relative hohe Auflösung (53x30 Zeichen Platz), die Einfachheit von Aufbau, Hard- und Software bevorzugt (KISS).


    Für eine absolut stabile Anzeige muss man schon etwas mehr Aufwand betreiben:



    Ziel war eine stabile Anzeige ohne etwas an der Software von Henning ändern zu müssen (ok, die AVR-Fuses wurden für einen externen Clock angepasst):


    Der LM1881 wurde durch ein LHM1980 (auf der Unterseite der rechten blauen Platine) ersetzt. Im Gegensatz zum LM1881 extrahiert dieses IC die reinen HSync-Signale (ohne Composite-Anteil). Damit speise ich dann eine PLL (ICS9173B, linke blaue Platine). Das Ausgangssignal geht dann einerseits in den Clockeingang des AVR und gleichzeitig in den Takteingang vom ICS674-01 (grüne Platine), der diesen Takt (20MHz) dann durch 1280 teilt und ebenfalls der PLL zum vergleichen zuführt.


    Damit hat man eine 20MHz-Taktfrequenz des AVR, die synchron zum 15,625kHz-HSync ist...


    Damit müsste auch USB laufen, habe ich aber nicht getestet.


    Aber lohnt sich das überhaupt?


    Die ICs sind nicht für einen Hobbylöter zum Nachbauen gedacht. Ebenso liegt der Preis für diese drei ICs bei ungefähr dem der restlichen Bauteile, würde also den Preis der Schaltung verdoppeln. Ich glaube davon hätte Henning dann nur eine Handvoll Platinen verkaufen können...


    Nein, ich denke für die breite Masse ist Hennings Overlay64 eine feine und völlig ausreichende Lösung!


    Gruß,
    Thomas

  • Freak: Vielen Dank für diesen äußerst konstruktive Beitrag :) Das hast du aber nicht mal eben heute nachmittag zusammengebastelt, oder? Wieso sagst du nicht mal was? Mensch... :verehr:

    Damit hat man eine 20MHz-Taktfrequenz des AVR, die synchron zum 15,625kHz-HSync ist...


    Damit müsste auch USB laufen, habe ich aber nicht getestet.


    Aber lohnt sich das überhaupt?

    Mir war ehrlich gesagt gar nicht klar, dass man die 20Mhz mit dem PLL auch einfach nur mit einem anderen Takt synchronisieren kann. Ich war bisher der Meinung, PLL dient hauptsächlich zur Multiplikation.


    Wenn es 20Mhz sind sollte USB auch laufen. Dann spräche auch prinzipiell nichts dagegen, das so zu machen. Trotzdem würde es die Komplexität und den Preis deutlich erhöhen....

    Gibt es eine "einfache" Möglichkeit, diese "Asubaustufe" nachzurüsten?

    Das wäre auch meine Idee... da muss ich mal drüber nachdenken. Da könnte man sicher noch eine Platine oben drauf stecken, vielleicht im LM1881-Sockel steckend und über dem AVR schwebend.


    Ich persönlich bin zwar immer noch der Meinung, das das Modul so wie es ist seinen Zweck völlig erfüllt, aber ich könnte auch verstehen, wenn jemand das lieber 100% statt 99%tig hätte.


    Ich setze mich in jedem Fall mal mit @Freak in Verbindung...

  • Bausätze können zum Preis von 25€ (Vorkasse) bei mir per email unter diesen Bedingungen bestellt werden. Ich bitte darum, hier keine Bestellungen in Form von Zurufen abzugeben. Die Abwicklung per email ist für mich viel einfacher und hält den Thread hier sauber :)

    Einfach eine E-Mail an Henning und schon bist Du auf der Liste und bekommst umgehend eine Antwort wie es weiter geht. ;)

  • Einfach eine E-Mail an Henning und schon bist Du auf der Liste und bekommst umgehend eine Antwort wie es weiter geht. ;)

    Es ging um die Erweiterungsplatine, zu welcher es noch keine Bestellung gibt :D

  • Es ging um die Erweiterungsplatine, zu welcher es noch keine Bestellung gibt

    Egal. Bei Henning eine Vaporware bestellen ist nicht wie bei Microsoft in den 90er.
    Der liefert und labbert nicht wie die [Microsoft]. :D

  • Kann man eigentlich den Output des Overlay64 ein und ausschalten? Oder bleibt der dauerhaft im Bild eingeblendet?
    Wenn der Output sowieso sich wieder ausschaltet, dann sieht man das gezucke nur für wenige Augenblicke und ich kann auf die zusätzliche Komplexität durchaus verzichten.

  • Kann man eigentlich den Output des Overlay64 ein und ausschalten? Oder bleibt der dauerhaft im Bild eingeblendet?
    Wenn der Output sowieso sich wieder ausschaltet, dann sieht man das gezucke nur für wenige Augenblicke und ich kann auf die zusätzliche Komplexität durchaus verzichten.

    Man muss ihn sogar explizit einschalten. Es gibt für jeden selbstdefinierten Abschnitt (screen) einen Modus, entweder "manual" oder "notify". Ist manual gewählt, muss der screen über eine als Kontrolleitung (control) definierte Leitung aktiviert werden, dort kann wieder zwischen zwei modi gewählt werden (notfiy = kurze Einblendung (2 sek) bei steigender Flanke (Taster), manual = immer an wenn Leitung low (Schalter)). Ist ein screen selbst im notify-Modus, wird er immer automatisch für 2 sek eingeblendet, wenn sich eine der durch ihn überwachten Leitungen ändert. (Das ist aber alles nochmal genauer auf der Website beschrieben).


    Ich habe bei mir zwei "screens" definiert, einmal oben die Anzeige von Kernal und Charset, einmal unten die Anzeige der aktuellen MixSID-Parameter. Eine Leitung kontrolliert beide "manual", diese bediene ich mit einem "Schalter". Ich kann also erst mal die Anzeige aller Informationen ein- und ausschalten. (Siehe screenshot oben).


    Dann habe ich noch eine zweite Kontrollleitung, die diese beiden Screens kurz einblendet, bedient mit einem "Taster". Da drücke ich einmal kurz drauf, und alle Informationen werden einmal eingeblendet.


    Zusätzlich ist der screen für die MixSIDs auf notify gesetzt, d.h. immer wenn ich irgendwas am MixSID schalte, wird der untere Screen automatisch kurz eingeblendet. Zusätzlich habe ich bestimmte MixSID-Leitungen an weitere screens gehängt. Wenn ich z.B. den Adressierungsmodus (Parallel/Stereo) wechsle, wird zusätzlich oben noch eine Bestätigung eingeblendent ("Switched to Stereo Mode" oder "Switched to Parallel Mode").


    Ein "Immer an"-Modus gibt es bisher gar nicht (könnte ich aber problemlos einbauen, wenn gewünscht).


    Bei dem "Gezucke" handelt es sich eher um eine leichtes Flirren, das manchmal auch (je nach Phasenlage) zu einem etwas langsameren vertikalen "Durchlaufen" eines kleinen "Versatzes" wird. Der Text ist aber immer gut lesbar.


    Wie gesagt kommt es da auf die Einstellung des Betrachters an. Ästhetisch betrachtet könnte es etwas schöner sein, aber praktisch, also in dem Moment, wo ich einfach nur etwas wissen will (Welchen Kernal habe ich gerade nochmal? Welcher SID spielt gerade?) interessiert das eigentlich nicht. Da macht man einen kurzen Blick und fertig.

  • Besten Dank für die ausführliche Darstellung, Henning.
    Damit bin ich so wie das Produkt ist auch zufrieden. Gegen eine Verbesserung würde ich mich zwar nie aussprechen, aber notwendig sehe ich es nicht.


    Ich bin gespannt was dein abschließendes Statement dazu ist. Solltest deine Entscheidung zu der teureren Lösung tendieren, bin ich nicht abgeneigt den Aufpreis nachzuschießen.
    Wenns hingegen eine Option ist, würde ich es ggf. für einen Bausatz mitnehmen, der Andere bleibt dann am zucken und erhöht den Nostalgiefaktor :D

  • Hi,


    das ist ja noch besser als ich dachte! Bei Wechsel kommt Anzeige, oder "auf Wunsch" (Knopfdruck) wird kurz eingeblendet.


    Aber WENN es eine Zusatzplatine geben würde, hätte ich die trotzdem gerne. Falls nicht, auch nit schlimm. Das Teil ist so schon mehr als ich gehofft habe.
    Ich hatte immer an ein externes Display gedacht, aber so ist perfekt!


    Danke