Backstein/Ziegelstein Netzteil Umbau 5V - Geht nicht gibts nicht !

    • Maße komplett leeres Gehäuse:
      113x72x57
      Traforaum: 59mm

      Spalten sind keine zu sehen; wird wohl EI sein....

      Anzahl Bleche:
      Zähl doch selber... :P


      Bin nicht sicher, ob das sichtbare das letzte Blech ist, aber es könnten noch max ein oder zwei Bleche folgen, den Rest braucht dann dir Wicklung.

      Das ist nur eine Ziegelstein-Bauart, auf den Bildern von katarakt erkennt man, daß es mindestens eine weitere geben muss.
      Meine hatte folgende Beschriftung auf dem Boden:


      Das "DEFEKT" hat übrigens nicht original draufgestanden.
      ("Echt jetzt?" "JA!")
    • Stimmt, steht sogar drauf, Made in Singapore ...

      ich komm auf 45 Bleche.

      Das ist wirklich lustig weil ein "Zwischenmaß":

      Die abverlangte Leistung ist 9 V * ( 1,7 A + 1 A) = 24,3 VA
      Bei Kern (Blechpaket) im EI-Schnitt sind die nächstliegenden laut o.g. Link
      entweder EI 66:
      mit Aussenabmessungen L * B = 55 mm * 65 mm
      würde also ziemlich genau passen, mit Ausnahme der Paketstärke die mit 24 mm statt 22 mm etwas größer ist, und auch die Blechzahl wäre bei EI66 37 Stück, es sind aber wohl 45.
      Laut o.g. Telefunken-Tabellenwerk liefert der EI66 aber nur max. 20 VA ...

      oder EI 78, mit 35 VA besser passend, und einer Paketstärke von 26 mm
      wobei aber die Aussenabmessungen den verfügbaren Raum sprengen würden:
      65 * 78 mm das ist über 2 cm mehr als das was @Labersack oben gemessen hat.


      Mir scheint, man hat einen EI66 Kern genommen, und diesen etwas "aufgepäppelt" indem man ihm mehr Bleche - nämlich die Blechzahl des nächstgrößeren Kerns EI 78 - und damit eine 'unsymmetrisch' (?) größeren Eisenquerschnitt verpasst hat, um im Dienste der Pfennigfuchserei etwas Feintuning zu betreiben ... bei Massenware in Millionenstückzahl scheint sich die "Sonderbauform" für den Wickelkörper gelohnt zu haben.

      Edit: Leistungssteigerungsverhältnis im Vergleich zur "Norm" zu Blechzahl-Erhöhung:
      21,6% mehr Bleche um 21,5% mehr Leistung herauszukitzeln :D
      Gesendet über das Bimetall Thermorelais meines Rowenta DW 4015 Dampfbügeleisens

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    • Ja stimmt, meiner war ein anderes modell. Bei meinem war auch keine sicherung von außen zugänglich...die gibts wohl auch eher weniger, ansonsten haben die teile immer einen von außen zugänglichen sicherungshalter vergossen.

      Eigendlich wollte ich noch ein L- förmiges blech an den IC der wandlerplatine kleben und an das alu-profil um es als kühlkörper verwenden zu können, war mir dann aber doch zu fummelig und ich habe keinen wärmeleitkleber für sowas da.
      Defekte Backstein-Netzteile bitte nicht wegwerfen, ich nehme sie gerne.
    • Kann ich verstehen, dass das zu feinteilig ist - v.a. kühlt man ja immer noch erstmal ins Innere des Gehäuses und nur indirekt nach aussen und bei so fraglichen Aussichten überlegt man sich das zweimal ...

      Das ganze ruft eigentlich nach einer kühltechnischen Weiterentwicklung:

      Die Oberschale (mit einem Spezial-3D-Drucker ? oder herkömmlich gegossen .. ) aus einer wärmeleitfähigen Keramik-Rohmasse fertigen (oder mit Oberfräse?) und dann den Regler innen anzementiert nach Art des 5 Watt-C16-Zementwiderstands. Welche Keramik sich eignet ist unklar, hochwärmefest wäre ja Schamotte, aber die Kühlrippen auf dem Originalnetzteil weisen ja diese Richtung.
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    • Oh, sehr aufmerksam :bia danke ...
      nach einiger Bildverarbeitung komm ich jetzt auf 45 Bleche ...

      Aber wenn du schon dabei bist: hast du zufällig eine 'Schiebelehre' um die Draht-Dicke der Primärseite und der Sek.Seite zu messen? :)
      (rein bildtechnisch scheint sekundärseitig 0,5 mm Durchmesser zu sein)
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    • Sekundärseitig sind es offensichtlich 3 Wicklungen, von denen zwei in Reihe geschaltet sind.
      (oder eine längere mit Mittelabgriff, das ist ne Frage der Perspektive)

      Die zwei in Reihe geschalteten Wicklungen:
      Zwei einzelne Drähte und zwei zusammengezwirbelte Drähte.
      Diese 3 Anschlüsse gingen an die Platine, darauf wird wohl etwas C und ein 7805 o.ä. gewesen sein.
      Der doppelte zu den einzelnen sind (unbelastet) je 10,1 V, die einzelnen gegeneinander 20,2V.

      Zusätzlich gibt es eine weitere Wicklung, diese ging direkt an die 9V-Leitung zum Stecker Richtung C64.
      Dort sind es (unbelastet) 10,6V.
      Die Spannungsmessungen waren bei 231,2V Eingangsspannung

      Widerstand primäseitig: 49,5 Ohm
      Widerstand doppelter zu den einzelnen: ca. 0,3 Ohm, aber da schwankt mein Fluke, das ist nicht wirklich geeignet für diese Messung.

      Drahtstärke Sekundärseitig 0,75mm (die "Reihenwicklungen")
      Primärseitig und die direkte 9V-Wicklung weiß ich nicht, da diese noch vergossen sind (und bleiben sollen).
    • Hat dein Fluke eine "RMS"-Messung gemacht oder eine Vss (Spitzenwertmessung)?
      Gerade die 20 Volt kommen mir doch recht viel vor ...

      i.ü. Danke für die enzyklopädischen Messungen. Bedarf ist nun gedeckt, primärseite freilegen ausdrücklich nicht gefordert :)

      Edit: habe das mal mit dieser Seite
      electronicdeveloper.de/InduktivitaetNetztransformator.aspx
      nachvollzogen, und dort würde für die "Reihenwicklung" (die mit 1,7 A belastete) 0,77 .. 0,79 mm Draht-Durchmesser vorgeschlagen (je nach Kern). Demnach wurde hier etwas "geknapst". Womöglich hat die "direkte" 9 V AC-Wicklung dieselbe Drahtstärke (- das könnte nur jemand nachvollziehen bei dem die Sekundäranschlüsse nicht vergossen sind). Zu sparsame Drahststärke bewirkt bei höherer Auslastung mehr Wärmeentwicklung ....
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    • Ob da auf der Platine die "Reihenwicklung" zu einer "Parallelwicklung" geschaltet wird?

      Edit: könnte wie ursprünglich auch Sinn ergeben, wenn eine Gleichrichterschaltung mit nur 2 Dioden (Halbbrücke) und Mittelanzapfung verwendet wird (Wickelraum nur halb genutzt)
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    • Also gut, habe den Block nochmal aus dem Entsorgungsbehälter rausgesucht...



      Angelötet waren die Wicklungen an den 3 Pins unten rechts.
      Der vierte von rechts war unbelegt, ist aber sowieso mit dem 3. verbunden, an dem der doppelte Draht (Mittelabgriff) war.
      Oben in der Mitte die 3 Pins werden wohl der 7805 sein, direkt darunter ist auch eine Schraube im Alublech (Ums Eck, auf den Bild nicht zu sehen).
      Die 4 Pins über den Wicklungsanschlüssen werden vermutlich ein Brückengleichrichter sein.
      Unten links gings zum Stecker, also 5V Ausgang.
      Also wohl beide Wicklungen genutzt zur Leistungssteigerung....