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gibt es eigentlich noch BTX (Edit: Ja - Projekt MikroPAD)

  • Insgesamt wurde damals trotz "primitiver" Technik professioneller gearbeitet. Da gab es keine Wackelkameras, kein aufgezoomtes 4:3 mit abgeschnittenen Rändern, keine Pippigirlanden mit Reklame die durch das Bild laufen, keine digitalen Artefakte und keine Klötzchen im Bild, keine Sendungen mit "Trauerrand" an 4 Seiten, weil man es senderseitig nicht aufgezoomt bekommt. Und vor die Kameras ließ man auch keine Amateure, die keinen vollständigen Satz hingebekommen. Und trotz fehlendem 3D hatten die Programme mehr Tiefe.


    *unterschreib*


    Schlimmes Beispiel "Die 80er - Ein Jahrzehnt verändert die Welt" (ok hab nur den Anfang der 1. Folge gesehen, aber irgendwas sagt mir, dass es nicht wesentlich besser wird)


    Um wieder die Kurve zu kriegen zu dem Beitrag von oben: Nervig waren damals Moderatoren, die so steif waren, als hätte man ihnen einen Stock in den Hintern geschoben und so arrogant über die eigene Leistungsfähigkeit dachten, dass man die Möglichkeit privater Konkurrenz als vollkommen absurd abgetan hat.


    Hehe - was z.B. Monty Python oder auch Loriot jahrelang Material geliefert hat *g*

  • Hallo Leute.


    Ich hab durch Zufall diesen Post in eurem Forum gefunden. Ich hab nur kurz durchgeblättert. Ich wollte euch nur kurz sagen das ich bei dem Projekt etwas weiter gemacht habe. Ich habe versucht die altbackene mikroPAD-Hardware los zu werden in dem ich die Software auf Linux portiert habe. Das bedeutet man braucht jetzt nur noch ein miniBTX mit USB-Serial adapter. Das ganze funktioniert im Moment so la la (Es fehlen ein par Steuersignale), reicht aber zum spielen definitiv aus.


    Ich muss dann leider auch schon wieder weg....


    Bis dann.
    Philipp


  • Das Projekt interessiert mich sehr, vielleicht können wir ja doch noch einen BTX Server aufbauen und das Forum-64 in Grundzügen übertragen und auch noch andere Dienste wiederbeleben. Könntest Du uns bitte auf dem Laufenden halten? Hast Du es mal mit dem zickigen Commodore BTX Modul versucht?


    Gruß und dickes DANKE!
    Tom

  • Das Projekt fand ich schon immer interessant. Ich bin halt nur leider nicht der Hardware Bastler.
    Einen BTX Server auf web Basis hat er ja schon aufgebaut:


    http://btx.runningserver.com


    Ich weiss gar nicht warum er das mit dem kleinen Post so unter den Scheffel stellt :)


    Hier:
    http://www.runningserver.com/?…r.content.thelab.mikropad


    Mein mupid hätte eventuell die Chance was zu tun zu bekommen :thumbup:

  • Insgesamt wurde damals trotz "primitiver" Technik professioneller gearbeitet.

    Von wegen. Schau Dir mal alte Tagesschauen aus den 70ern an. Bildmaterial das wenig mit dem gesprochenen Wort zu tun hatte, Schnittführung weit abseits von der Gliederung des Kommentars, und ob das wirklich alles Material vom Tage war oder nicht doch manchmal ins Archiv gegriffen wurde mag ich gar nicht wissen. Wohlgemerkt: Die 20-Uhr-Tagesschau war damals schon das Flaggschiff der ARD und nicht mehr der Amateurverein der Mitt-1950er-Jahre, der aus den herabgefallenen Brosamen der Kino-Wochenschauen 'irgendwas' zurechtschustern mußte.

    Da gab es keine Wackelkameras,

    Jo, die mehrere hundert Kilo schweren Stundiokameras hatten ziemlich feste Stative, dito für Filmkameras bei innenaufnahmen.

    kein aufgezoomtes 4:3 mit abgeschnittenen Rändern,

    Ja, der Formatwechsel war damals im Wesntlichen auf Spielfilme beshcrünkt- denn da wurde trotz schwarzer Balken noch _einiges_ weggeschnippelt. Selbst das heutige 16:9 ist deutlich schmaler als ein üblicher Kinofilm.

    keine digitalen Artefakte und keine Klötzchen im Bild,

    Dafür 8- oder 16-mm-Film durch den Schnellentwickler gejagt und über den Bildabtaster gezerrt... nichtmal Farbe war selbstverständlich. (Und wir sind immer noch in den Jahren 1975 bis 1980!)

    keine Sendungen mit "Trauerrand" an 4 Seiten, weil man es senderseitig nicht aufgezoomt bekommt

    Dafür Serien, die bei der Synchronisation bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt wurden, udn (um bei den Nachrichten zu bleiben) amerikanische Beiträge, in denen die Leute durchweg eine recht ungesunde gelb-grüne Gesichtsfarbe trugen- obwohl auch die Studio-Transcoder den NTSC-Farbtonabgleich konnten.

    Und vor die Kameras ließ man auch keine Amateure, die keinen vollständigen Satz hingebekommen.

    Eher im Gegenteil: Damals haben sich die Sender noch ihre Regionalprogramme im Ersten (und später die Dritten) geleistet, in denen junge Redakteure ihre ersten Gehversuche machen durften. Das hat man zwanzig Jahre lang sträflich vernachlässigt (sogar MTV und VIVA, die Moderatorenschmieden der 90er...)

    Nervig waren damals Moderatoren, die so steif waren, als hätte man ihnen einen Stock in den Hintern geschoben

    Wenn du für 15-Zoll-Bildröhren produzierst und 'Portrait' die normale Bildeinstellung ist, dann bleibt Dir nix anderes übrig, wenn Du nicht andauernd aus dem Bild rutschen willst- Totale gabs bestenfalls beim Kinderturnen.

  • mc71: Dir ist schon klar, dass du gerade auf ein Posting vom 29.10.2013 geantwortet hast? Abgesehen davon hast du mich nicht verstanden. Heute lassen die jeden Trottel vor die Kamera, und auch hinter die Kamera. Niemand hätte früher aus der freien Hand gefilmt und das Ergebnis dann schön gefunden. Super 8 und Videokameras waren auch in den 1970ern schon bekannt, aber auch dort wurde immer darauf hingewiesen, ein Stativ zu verwenden und bloß nicht zu schwenken. Damals gab es technische Mängel, weil die Technik nicht so weit war. Heute gibt es technische Mängel, weil am falschen Ende gespart gespart wird. Das hätte man sich früher beim Fernsehen nicht erlaubt. Und mit "steife Moderatoren" meinte ich weder die Körperhaltung, noch bestimmte Fortpflanzungsgliedmaßen, sondern die Art zu reden und sich zu benehmen. 15" Bildschirme waren übrigens Technik der 1930er, oder als Monitor üblich. Fernseher hatten um 1980 normalerweise eine Diagonale zwischen 51 und 63 cm. (Ja, damals wurde noch in cm gerechnet, logisch, weil die meisten Fernseher ja auch in Deutschland hergestellt wurden und die Japaner erst anfingen den Markt zu erobern.)

  • Niemand hätte früher aus der freien Hand gefilmt und das Ergebnis dann schön gefunden. Super 8 und Videokameras waren auch in den 1970ern schon bekannt, aber auch dort wurde immer darauf hingewiesen, ein Stativ zu verwenden und bloß nicht zu schwenken. Damals gab es technische Mängel, weil die Technik nicht so weit war. Heute gibt es technische Mängel, weil am falschen Ende gespart gespart wird.

    Du sagst es ja schon selbst...früher konnte sich halt nicht jeder sone 100Kg-Kamera leisten....heute hat ´jeder´ eine, mindestens im Handy. Wie beim Fotografieren, was vor 5 Jahren toll war ist heut Standart, einfach weil gute Kameras billiger werden und immer mehr Verbreitung finden. Klar das unter einer grösseren Masse auch mehr Menschen sind, die hier und da Mist bauen. Mit vor die Kamera lassen hat das wenig zu tun. Vor 25 Jahren hatten wir auch nur 6 Sender oder so - heute sind es....~60? Und die wollen alle irgendwas zeigen....


    Zum Btx: Würd ein Forum64 das vom C64 aus Nutzbar ist auf jeden Fall auch ziemlich interessant finden...ob nun BTX oder auf den C64 angepasste Seite wär mir egal, wär sowas nicht vielleicht auch einfacher realisierbar/praktischer? Wenn denn die Ultiamte irgendwann man Ethernet bekommt jedenfalls....aber RR-Net usw gibts ja auchnoch. Muss mir den Thread und das Projekt erstmal in Ruhe durchlesen, gibt es überhaupt einen Weg über Ethernet eine normale Telefonverbindung aufzubauen? (Oder muss man dafür zwingend ein (BTX-)Modem haben?


    Auf jeden Fall interessant das in sone Richtung was passiert.

  • @Nobody: Eine Telefonverbindung kannst Du über ein Analog-Modem aufbauen. Die gibt es für den User-Port direkt oder mit RS232-Schnittstelle. Im lezteren Fall benötigst Du noch ein RS232-Modul (gibt es auch als Modul für den User-Port). Über Ethernet kannst Du keine Telefonverbindung direkt aufbauen, zumindest nicht, wenn Du aus dem Ethernet-Netzwerk raus willst.

  • Hallo, da hier schon einige Male nach dem Sourcecode von xcept gefragt wurde und mich das Projekt zur Wiederbelebung von BTX interessiert (so ähnlich, wie das mit Qlink gelungen ist), hab ich mich mal auf die Suche begeben und bin auf dem FTP-Server von OpenBSD fündig geworden. Anbei also die letzte freie quelloffene Version.

  • Hallo Leute,


    Ich wollte mich mal wieder kurz melden. Ich habe das Problem mit dem BTX-Modul vom C64er gelöst. Es war nur ein einfaches elektrisches Problem. Die Schaltpläne habe ich entsprechend angepasst.


    Es gibt auch ein par zusätzliche BTX-Seiten ;-)


    Ich hab auch mal alles auf Github gestellt, vielleicht macht es das ja irgendwie einfacher: https://github.com/cccbdexter/bildschirmtrix


    So, jetzt muss ich aber leider schon wieder weg....


    Bis dann.
    Philipp

  • lebt das Projekt noch ??


    danke
    mfG. MIcha


    Würde ich auch interessieren. Da das Online gehen wieder Mode ist, wäre das doch Klasse, wenn wir diesen Dienst auch noch wieder beleben könnten. Eine wichtige Frage hätte ich da noch: Die Telecom hat Copyright auf BTX. Die Patente sind nach 20 Jahren abgelaufen. Müsste man nicht Angst haben verklagt zu werden?

  • Habe mir zwar nicht den ganzen Thread durchgelesen, aber ich möchte Euch zur Kenntnis geben daß es auch reine Softwarelösungen gab.
    Auch für den C64.
    War zwar nicht voller CEPT Standard, aber es funktionierte.


    https://www.c64-wiki.de/images/0/07/DrewsBTXVTXInterface.jpg

  • ---- es auch reine Softwarelösungen gab.
    Auch für den C64.
    War zwar nicht voller CEPT Standard, aber es funktionierte.

    es geht ja nicht um das "Terminal-Programm" was auf dem C64 läuft,.. (gab es genauso damals für den Amiga)
    was du meinst, sieht (sah) genauso aus, wie auf der folgenden 64er DEMO...

    [External Media: https://youtu.be/8Y34ccaWXIM]


    .. in diesem Thread geht es aber mehr darum... dass es einen "neuzeitlichen SERVER" mit BTX Inhalt (neu) geben muss...

  • Das ist richtig, aber in die ersten Seiten wird darauf hingewiesen daß nicht jeder so ein BTX-Modul besitzt.
    Dieses ist aber nicht zwingend notwendig um zu BTXen.
    Nur darauf wollte ich hinweisen.


    Und was einem Server anbelangt: das dürfte kaum schwerer sein als z.B. eine Fido-Box zu betreiben.
    Wobei BTX der Telekom wohl mehr wie Compuserve organisiert war (Zentralrechner), gibt es prinzipiell kein Hindernis diesen Dienst dezentral (wie Fido/Maus etc.) neu zu beleben. Man müßte sich halt in der Kodierung von CEPT einarbeiten. Der Vorteil von CEPT ist ja daß es keine 'echte' Graphiken sind, sondern die Bildern bestehen Zeichensätze.

  • Servus,


    es gibt inzwischen mehrere Btx-Server-Projekte:


    Von mir selbst gibt es "RetroText", siehe http://acn.wtf/retrotext.html
    Eine relativ neue Entwicklung (mir so seit dem Jahreswechsel bekannt) nennt sich ganz profan "Bildschirmtext":
    https://github.com/bildschirmtext/bildschirmtext
    Das Interessante hier ist, daß es nicht nur ein System zur Anzeige von Seiten ist (wie bei RetroText), sondern hier auch das Nachrichtensystem und ein Login-Konzept umgesetzt sind.


    Es gibt auch eine Mailingliste dazu, auf der immer wieder Neuigkeiten des Projekts erscheinen:
    https://lists.hanse.de/mailman/listinfo/btx


    Hier wurde sogar eine Btx-Decoder-Lösung im Browser gebaut, auf Basis eines JavaScript-DOS-Emulators und des Drews-Btx-Decoders, siehe Mailingliste:
    https://lists.hanse.de/piperma…/2019-January/000053.html
    (Leider hat der Link eben nicht funktioniert - vor kurzem gab es das noch)


    Auf der o.g. github-Seite sind unten auch Btx-Software-Decoder für verschiedene Betriebssysteme verlinkt, auch für DOS.
    Und Dosbox läßt sich recht einfach mit dem öffentlichen "Bildschirmtext"-Server verbinden, steht auch auf der github-Seite.


    Wer ein C64-Btx-Modul oder ein anderes Gerät hat, das ein D-BT03-Postmodem braucht (z.B. ein MultiTel 21): Dafür gibt es das "miniBtx"-Modul. Das ist ein kleiner Microcontroller, der sich als D-BT03 ausgibt (mit 1200/75 Baud) und in die andere Richtung eine serielle Verbindung (1200 Baud) bietet (daran kann man dann ein RS232- oder USB-Kabel anschließen).
    Funktioniert mit RetroText ganz gut :)


    Viele Grüße
    AnnaChristina

  • Wer ein C64-Btx-Modul oder ein anderes Gerät hat, das ein D-BT03-Postmodem braucht (z.B. ein MultiTel 21): Dafür gibt es das "miniBtx"-Modul. Das ist ein kleiner Microcontroller, der sich als D-BT03 ausgibt (mit 1200/75 Baud) und in die andere Richtung eine serielle Verbindung (1200 Baud) bietet (daran kann man dann ein RS232- oder USB-Kabel anschließen).
    Funktioniert mit RetroText ganz gut :)

    Interessant... !


    Wie funktioniert das konkret ?? habe auch C64 BTX Modul und auch das "Verplombte" D-BT03 Postmodem...
    aber wählt das nicht "automatisch" die damalige Post-BTX Einwahl-Nr. ?


    Habe den "RetroText" Link leider nicht ganz verstanden...


    Danke, mfG. Micha

  • Das D-BT03 ist ja ein Modem, das eine feste Nummer anwählt und sich mit einer hardcodierten ID anmeldet.
    miniBtx dagwegen spielt dem Endgerät (Btx-Gerät) eine D-BT03 vor ist aber einfach nur ein Interface von D-BT03 auf seriell (mit Modifikation auch USB) bzw. umgekehrt.
    Und dann hängt da z.B. ein Rechner (z.B. RasPi) hinter, der dann den Server spielt.
    Also D-BT03 weg und das Kabel stattdessen am miniBtx anschliessen.

  • Es funktioniert so:
    Der miniBtx-Adapter ersetzt das D-BT03 Postmodem und wird direkt (z.B.) an das C64-Btx-Modul angeschlossen.


    Ich habe mir ein solches Modul gebaut, das in Richtung PC direkt einen USB-Stecker hat (dieser enthält einen seriell-nach-USB-Wandler und gibt auch gleich die +5V für den Microcontroller aus, somit hat dieses Modul nur einen DIN-Stecker für das Btx-Modul und einen USB-Stecker für den PC), somit kriege ich am PC direkt mein /dev/ttyUSB0 und kann RetroText darauf ansetzen.
    Wählt das Btx-Modul nun an, reagiert miniBtx, simuliert dem Btx-Modul einen Anwahlvorgang und signalisiert dem PC "Anwahl gestartet" und "Anwahl fertig" - RetroText kann nun die erste Seite liefern.


    Infos, Bauanleitung und Code für den Microcontroller hier:
    http://www.runningserver.com/?page=rs.thelab.minibtx


    Zum RetroText-Link: Nachdem Du nicht näher erläutert hast, was Du nicht verstanden hast, kann ich nicht genauer helfen :)
    Relevant ist dort v.a. der Link zu meinem Git-Server (https://git.imzadi.de/acn/rtx), dort liegt der Python-Code dazu.
    Die Dokumentation ist ... naja ... spärlich, das gebe ich zu.


    Die Einstellungen (serieller Port, Geschwindigkeit, Modus) können in config.py oder per -d (Port), -b (Baud), -m (Modus) gesetzt werden.
    Es gibt die Modi:
    - direct: z.B. für die Nutzung mit DosBox und socat (siehe Verzeichnis doc/, da ist eine Beschreibung, wie das konfiguriert werden kann)
    - modem: wenn am seriellen Port ein Modem hängt, hab ich mit einem "MultiKom script"-Terminal und einer lokalen Telefonanlage ausprobiert
    - minibtx: wenn am seriellen Port ein miniBtx hängt :)


    Da aber das "Bildschirmtext"-Projekt meiner Ansicht nach inzwischen technisch weiter ist, werde ich in RetroText nicht mehr viel Zeit investieren.


    Bei Fragen aber einfach melden :)


    Viele Grüße
    Anna