C128D-CR : Tagebuch einer Wiederbelebung

  • Moin Moin.
    So, heute werde ich mich an das Blech mit dem Netzteilran wagen :
    Als erstes hab ich das komplette Blech mal ausgebaut, ichhab die rostigen Schrauben zum Glück gut rausbekommen.
    Mit etwas Kriechöl undeinem Seitenschneider vorsichtig losgeschraubt.
    ( Seitenschneider am Schraubenkopf angesetzt, so das die Klingen sich tief in den verrosteten Kopf eindrücken, so hat der einen guten Grip )

    Hier sieht man das ganze Elend :
    Der Teil wo der Netzstecker und der Einschalter sitzenist völlig verrostet.
    Wie man sieht hat es auch den Trafo erwischt.




    Von Unten sieht das Blech nicht gerade besser aus ;( .

  • Platine ausbauen und ab damit in die Spülmaschine bei kleinster Temperatur. Dann das Resultat begutachten. Vorher alle gesockelten Chips entfernen.
    Der Roststaub auf der Platine entstand höchstwahrscheinlich nur durch die angrenzenden Metallteile. Darunter ist vermutlich alles in Ordnung. Der Schutzlack hält ja einiges ab.
    Ich würde es so versuchen. Schlimmer kann man es eh nicht mehr machen.
    Viele Grüße
    Thomas

    - CHECK64 - The C64/C128(D) Diagnostic Set -> zum Beitrag: CHECK64 | Manuals
    - Anfertigung von Kühlkörperklammern -> zum Beitrag: Kühlkörperklammern Info: Kein lästiges Kleben mehr
    - Veranstaltung Kölner-Retrotreff -> zur Homepage:
    koelner-retrotreff.de
  • Ohje. Das sieht wirklich schlimm aus. So wie es ausschaut ist das ein Überschwemmungsopfer, das hochkant in 15cm tiefem Wasser stand.

    Ich schliesse mich meinen Vorrednern an und empfehle den Rechner komplett zu zerlegen.

    Da der C128 nur eine Doppelseitige Platine ohne Zwischenlayer hat, stehen die Chancen ganz gut, ihn wieder fit zu bekommen.

    Beim Auslöten der betroffenen Bauteile könnte es durch den Rost etwas kniffelig werden.


    Ebenso das Auslösen der EMI-Filter.


    Gutes Gelingen. :)
  • Ich denke auch, daß der wieder fit zu bekommen sein sollte. Auch wenn das Ganze ziemlich gruselig aussieht: Solange der Vorbesitzer das Teilchen nicht eingeschaltet hat, dürfte die Elektronik das Drama besser überstanden haben, als es das Aussehen vermuten lässt. Ist halt "nur" eine Schweinearbeit <X

    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit der Reha des "Kleinen" :D
  • Und nun zur Reparatur des Netzteils:
    Als Erstes habe ich mal die Netzteilplatine von dem Blechgeschraubt.
    Dazu musste ich erst mal diebeiden Netzzuleitungen von der Platine löten.
    ( ACHTUNG für diejenigen, die sich mit sowas nicht auskennen, Das kann TÖTLICH sein. )
    ( Alos immer erst den Netzstecker ziehen, bevor man an netzteilen rumlötet )
    Ich hab auch gleich die Erdungsleitung mit abgeschraubt. Die Netzteilbuchse muss ja auch noch raus.



    Jetzt kann man die Platine und das Stück Plastik ( Die weiße Platte ) entnehmen :



    Als nächstes habe ich die Netzbuchse und den Netzschalter aus dem Blech ausgebaut Rost und nichts als Rost :cry:



    Mir bleibt hier nur der Spruch : " It´s time to DREMEL "
    Nach ca 1 Stunde DREMEL`n und schleifen und Polieren,sieht das Blech schon gar nicht so schlecht aus finde ich :) :






    Jetzt alles gut abwischen und fettfrei machen ( Was nimmt man da am besten :?: )

    Ich hab das nur mit Seife und Stahlwolle gemacht.

    Dann hab ich das Blech mit Silberbronze lackiert. Die soll laut Hersteller bis 400°C aushalten.

    ( So warm wird das Netzteil hoffentlich nie ;) )




    OK, man sieht noch die Lücken wo der Rost war, aber das sieht um weiten besser aus als vorher.

    Und Rost ist auch keiner mehr zu sehen ( ENDLICH :) :) :) ) .

    Wie bekommt man solche Lücken eigentlich gut und Schnell weg :?:

    Gibt es da einen speziellen Füllgrund, so wie bei der Auto Lackierung :?:
  • Finde ich auch ein hartes Stück Arbeit, was du da vor Dir hast.

    Ich für meinen Teil würde aber erst mal am Mainboard arbeiten. Denn mich würde erst mal interessieren, ob ich überhaupt eine Chance habe das Ding ans Laufen zu bekommen, sonst würde ich mir das mit der Aufarbeitung des Gehäuses evtl. sparen.
  • tRITON schrieb:

    Ich für meinen Teil würde aber erst mal am Mainboard arbeiten
    Hi tRITON,
    ja, Du hast vermutlich Recht.
    Aber bei mir ist das halt so, das ich mit diesem C128 ein Restaurationsprojekt vor mir habe.
    ( Ich habe echt Spaß am restaurieren von alten COMMODORE , wär echcht schade um sowas.)
    ( Und selbst, wenn ich NUR das Gehäuse retten ikönnte, wär ich schon zufrieden. )

    Im Moment binn ich ja am Netzteil drann.
    Wenn das hoffendlich funktioniert, hab ich das auch schon mal gerettet. ( Bei EBAY kosten die neu um die 60,-EUR )

    Und wenn das Mainboard nicht mehr zu retten ist, dann hat mich "Dom64" netterweise auch schon angesprochen, das er mir eventuell
    mit nem 128D aushelfen kann. ( Echt cooles Forum hier, hier wird einem geholfen... :) )

    Also, ich werd hart bleiben, und das durchstehen.... ;)
    ( schaun wir mal wie es weiter geht... )
  • oasenkind3 schrieb:

    Und wenn das Mainboard nicht mehr zu retten ist, dann hat mich "Dom64" netterweise auch schon angesprochen, das er mir eventuell
    mit nem 128D aushelfen kann. ( Echt cooles Forum hier, hier wird einem geholfen... )
    Da musst Du mich aber mit jemandem verwechselt haben.
    Ich habe gar keinen C128D...

    Aber wenn ich einen hätte, würde ich Dir gerne helfen... (falls Dich das beruhigt ;) )

    Viele Grüße,
    Dominic
  • In der Zeit wo der Lack troknet , widme ich mich mal demNetzstecker und Netzschalter.
    Ich hab den erst mal mit einer Zahnbürste und Seifenlaugevom Rost befreit. Da hilft nur ordentlich schrubben.
    Gibt es da eigentlich eingutes Mittel um den Rost von Kunststoffen zu lösen :?:
    Dann noch ein wenig Kontaktspray in den Schalter und dieSteckdose gesprüht.
    ( Ich hab den Schalter anschließend mal mit nen Ohmmeter durchgemessen, wenn der auf 1 steht 0 Ohm :) so solls sein )
    Auch das Ergebnis ist Gottseidank Super geworden :)

  • Blöd, der Lack ist noch nicht Trocken.
    ( Ich hab gerade gelesen, das man den am besten " Einbrennen " soll ?! Was immer das auch heißt.
    Jedenfalls hab ich das Blech gerade mal mit dem Heißluftfön ordentlich erhitzt.
    Ich denkmal dann kann das Lösungsmittel auch besser verdunsten.

    Na Ja, dann schauen wir uns halt mal die Netzteilplatine an.

    Die Platine ist verdreckt und der Trafo ist verrostet :

    Die Kondensatoren sehen noch gut aus.
    ( Ich hab gerade keine Passenden hier, die muss ich bei Zeiten dann auch noch mal wechseln ) .
    Das beste, die beiden Sicherungen sind noch heile, das lässt hoffen, das der Versender den nicht, odernurk Kurz
    eingeschaltet hat.



    Also löte ich mal den Trafo aus und schau mir den malgenau an.
    Wie gesagt, der Trafo braucht auch eine Schönheitskur.



    Die Netzteilplatine selber sieht ganz ok aus von unten. ( Die Wasch ich nacher mal odentlich durch )



    Den Trafo habe ich mit Schleifpapier vom Rost befreit.
    Anschließend noch poliert und auch mit der Silberbronzelackiert. ( Wie gesagt , soll die bis 400°C ab können.)
    Wegen dem thermischen Übergangswiderstand hab ich die Bronze aber nur ganz dünn aufgetragen ( als Rostschutz ),
    nicht das es hier zu einem Wämestau im Eisenkern kommt.



    Das sieht dann schon besser aus :) :) .
  • tRITON schrieb:

    Hast du die Spule mal gemessen
    Guter Tipp, wär ich jetzt so erst mal nicht draufgekommen.

    Ich werde den Trafo mal durchmessen, und den dann mal an meinen Regeltrafo anklemmen.

    Dann Prüfe ich mal, ob der bei 230V auf der Primärseite nicht mehr als 315mA zieht, denn so groß ist ja gerade mal die Primärsicherung,
    wenn die heile bleibt hab ich schon mal die halbe Miete. Dann Messe ich bei 230V Primär nochmal die 9VAC nach, ob die auch anliegen.
    ( Die Sicherung für 9VAC ist ja auch noch heile, das läßt hoffen. )

    Bei den Anderen beiden Sulen ( Die an V1 und V2 gegen Masse liegen ) bin ich mir nicht ganz sicher, wie hoch die spannung werden darf, aber ich denke mal, da ja hieraus auch die 12V DC generiert werden mit einem Spannungsregler ( A2 im Schaltplan )
    wird die Spannung hier vielleicht auch so um die 10VAC liegen :?:
    Das ergibt bei der Mittelpunktschaltung 10VAC * √2 = ca. 14VDC
    ( 2V für die Regelung müssten genug sein denke ich ). Also bei 10bis12VAC wäre der Trafo noch OK denke ich :?:



    Naja, jedenfalls mal DANKE für den Tipp, noch war das Rechtzeitig genug.
    ( Ich messe das gleich mal durch )
  • bei dem Tempo ist der ja vor Weihnachten heile..

    zum Lack,.. da habe ich in meiner Jugend einmal ein Fahrrad lackiert..
    war leider auch "Einbrennlack",.. sodass dieser leider nie kratzfest wurde 8o

    Beim zukünftigen Einschalten , würde ich Floppy auch erst einmal weiter ab lassen... den TV-Modulator würde ich komplett runter löten..
    gepflegt werden: VC20, VIC20, C16, 116, C/plus4, C64, C64 II, SX64, C128, C= PC20-III, C= LT286-C,... :thumbup: + amigos