(Exl 100) Tape mit Problemen


  • cobrakai
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  • (Exl 100) Tape mit Problemen

    Letzten Sommer habe ich auf einem Flohmarkt in Frankreich einen EXL 100 von Exelvision gefunden. Dazu gab es eine ganze Menge Programme und Spiele. Viele davon habe ich auf Tape vorliegen und genau das ist das Problem. Der Computer ist sehr benutzerfreundlich ausgelegt und verwendet ein normales Musikkassettendeck bzw. -Recorder als Laufwerk. Dieses wird über ein Diodenkabel an den EXL angeschlossen. Leider gibt es heute natürlich keine Kassettenrecorder mehr, die noch einen so altertümlichen Anschluss für Diodenkabel aufweisen. Um so glücklicher war ich, einen alten Kassettenrecorder der Marke Brandt Electronique auf einem weiteren Flohmarkt zu finden. Der Vorteil bei der Benutzung eines gewöhnlichen Recorders ist, dass man die Bandgeschwindigkeit anhand einer Musikkassette relativ leicht einschätzen kann. In dem Fall läuft es viel zu langsam. Tanzmusik gerät zum Schlaflied.
    Vor dem Test hatte ich allerdings den Antriebsriemen wegen Sprödigkeit ersetzt und das Gerät gereinigt. Im Inneren war sehr viel Dreck. Leider ist das Gerät nicht ganz zerlegbar, da man sonst Kabel abreißt oder abtrennen müsste. Alles noch einmal zum Reinigen auseinander zu bauen scheue ich wegen der Kabel. Deshalb vorher die Frage in die Runde:

    Kann es sein, dass ich einen zu festen Antriebsriemen gewäht habe und deshalb das Band zu langsam läuft? Ich habe eine etwas kleinere Ausgabe gewählt gehabt, als vorher drin war. Oder ist ein etwas festerer Riemen unproblematisch?

  • Vielen Dank an @Hoeppie In einem alten Thread über Kassettendecks hier im Forum habe ich Deinen Tipp gefunden, Kugellagerfett zum Schmieren der Antriebsteile zu benutzen. Das habe ich bei meinem Recorder probiert und es war ein wichtiger Teil der Lösung. Nun läuft alles glatt. :thnks:
    Die Idee, mit einem Fön das Fett zu erwärmen und zu verteilen, muss man aber wohl vorsichtig anwenden. Ich wusste gar nicht, wie heiß Metallbauteile werden können. :schande:

    Der Rest der Lösung betraf die Andruckrolle und zwei Übersetzungsrollen. In einem Hififorum hieß es, man solle mal gucken, ob die Andruckrolle ausgetrocknet ist. Die Gummischicht auf allen drei Rollen fühlte sich tatsächlich trocken an. Eine Mischung aus Gummiabrieb, Staub und ausgetrockneter oberster Schicht hat wohl das Band nicht mehr richtig befördert. Mit Isopropanol saubergemacht und läuft.

    Die spannende Frage ist jetzt, wieviel Toleranz mein EXL 100 aufweist, wenn es um die genaue Bandgeschwindigkeit beim Programme lesen geht. Da die Hersteller mit der Benutzung von verschiedensten Kassettenrecordern rechnen müssen, hoffe ich dass die Toleranz groß genug ist. Erstmal muss ich den Computer jetzt Aufbauen. An der Röhre hängt mein Amiga 500. Ich werde dann nochmal berichten.

    Der Antriebsriemen kann offenbar gar nicht fest genug sein.
  • Hi,
    freut mich, das dir das geholfen hat.
    Gruß Höp
    8 Bit sind genug, sonst komme ich morgens nicht aus dem Bett. %)

    „Nous sommes dans un pot de chambre et nous y serons emmerdés.“
    („Wir sitzen in einem Nachttopf und wir werden darin zugeschissen werden“)
    2.9.1870, Auguste-Alexandre Ducrot

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