Screen aus VICE als PDF drucken

  • Screen aus VICE als PDF drucken

    Gibt es eine Möglichkeit, aus VICE heraus den aktuellen Bildschirm als PDF zu drucken, und zwar genau wie es ein Nadeldrucker, z.B. der MPS 803, tun würde? Ich spiele mit dem Gedanken mir einen 803 zuzulegen, aber auf diesem Wege wäre es zwar weniger authentisch aber deutlich praktischer.

    Wichtig wäre mir, ein typisches Nadeldrucker Druckbild zu erhalten. Es geht also nicht um Screenshots.
  • Du kannst den virtuellen Drucker mit Device Nr. 4 einschalten im VICE unter Peripherie o.ä. und mit MPS 801 803 Unterstützung in Deinem Programm in ein Grafikfile ausdrucken.
    Das kannst du dann als Datei am PC-Drucker ausdrucken.

    Wie das im Grafikbild aber dann aussieht...keine Ahnung, musst es halt ausprobieren.

    Für eine Bildschirm Hardcopy gab es früher auch diese Module, keine Ahnung ob ein CRT-Image davon mit VICE funktionieren würde. Man müsste ja auch den Taster am Modul irgendwie virtuell betätigen können.
    Es gab aber auch kleine Assembler Tools, die man per Knopfdruck aktivierte bzw. diese den aktuellen Textscreen ausdruckten. Aber ob sowas bei Grafikbildschirmen und Games mit Charsets funktionieren tut?


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  • awsm schrieb:

    Gibt es eine Möglichkeit, aus VICE heraus den aktuellen Bildschirm als PDF zu drucken, und zwar genau wie es ein Nadeldrucker, z.B. der MPS 803, tun würde? [...] Wichtig wäre mir, ein typisches Nadeldrucker Druckbild zu erhalten. Es geht also nicht um Screenshots.
    Verstehe ich es richtig, dass der Ausdruck nicht über den C64 ausgelöst werden soll, sondern über VICE bzw. ein externes PC-Programm? Es soll der aktuell dargestellt C64-Screen inkl. Sprites etc. gedruckt werden (also ein Screenshot) aber eben nicht in bestmöglicher Qualität, sondern einen Nadeldrucker simulierend? Das Ergebnis soll also quasi leicht streifig und mit flauen Farben sein? (Das wellige Papier lassen wir mal außen vor ;) )

    Dann müsste am Besten das VICE Team analog zur CRT-Simulation auch mal eine Ausdruck-Simulation entwickeln.

    Ich wollte mir mal gängige Farbausdrucke der damaligen Zeit angucken aber die Google-Bildersuche ist bisher nicht besonders hilfreich. Wenn man solche Ausdrucke mal aus der Nähe betrachten könnte, hätte man eine Chance, zu überlegen, wie man das mit Filtern nachbilden kann.
  • Der MPS 802 schafft ja 80 Zeichen x 8 Dots = 640 Dots in der Breite. Ich habe mal einen C64-Screenshot auf diese Auflösung in schwarzweiß gerastert umgerechnet und ein bisschen durchgefiltert. Das ganze sieht dann folgendermaßen aus*. Ist das sowas, wie es der Thread-Starter haben wollte oder habe ich das falsch verstanden?

    Leider kann ich so große PDFs (3 MB) hier nicht hochladen und mein Bilder-Hoster kann kein PDF. Da muss ich erst nach einer Lösung suchen.
  • So, jetzt habe ich es geschafft, das PDF verfügbar zu machen:

    docdro.id/TuOrtaC

    Ich weiß nicht, ob und wie die Matrix-Drucker damals Grafiken gerastert haben. Da die Druck-Auflösung genau dem Doppelten der Hires-Bildschirmauflösung entspricht, habe ich mit einem geordneten 2x2 Raster gearbeitet. Für bessere Simulationen müsste ich mal Original-Ausdrucke sehen.

    Hier ein Ausschnitt:



    Im PDF wurde der Raster etwas zerstört, da ich vergessen habe, die Option auszuschalten, Graustufenbilder in der Qualität zu reduzieren. Ich habe mir aber einen neuerlichen Export gespart, weil das ohnehin schon alles etwas exotisch ist und wahrscheinlich kaum jemanden interessiert.
  • Da ich noch am Herumprobieren bin, habe ich noch keinen dokumentierten Ablauf. Was ich im Groben gemacht habe:

    Screenshot 320 x 200 Pixel erstellt
    In Photoshop in Graustufen umgewandelt
    Dann in schwarz/weiß, ordered Dither (Muster), auf doppelte Auflösung (144dpi, ergibt 640 Pixel Breite)
    Hochrechnen auf 16-fache Auflösung (Pixelwiederholung)
    Ergebnis wieder in Graustufen wandeln
    Weißes Kreuzlinienraster mit 16 Pixeln Abstand konstruieren, um die nebeneinander liegenden, schwarzen Punkte von einander zu trennen
    Kreuzlinienraster und Bildebene verschmelzen
    Gaußscher Weichzeichner, Stärke muss ich nochmal checken. Dabei verlaufen die Punkte ineinander und werden rund
    Einstellungsebene erzeugen: Tonwertkorrektur – Bereich stark einschränken, um die Rasterpunkte wieder scharf (aber rund) zu bekommen
    Mit dem Tonwert-Bereich kann ich jederzeit steuern, wie groß die Punkte werden und wie stark sie verschmelzen
    Streifenmuster: Neue Ebene mit vertikalen Verläufen (schwarz nach weiß) zu je 128 Pixeln Höhe anlegen
    Deckkraft der Ebene auf 20% stellen, Verrechnungsmodus: negativ multiplizieren
    Neue Ebene, 50% schwarz, Verrechnungsmodus: ineinanderkopieren
    Filter: Rauschen hinzufügen, 75%, Verteilung gleichmäßig, monochromatisch
    Als PNG speichern (dabei werden alle Ebenen zu einer reduziert)

    Das ganze kann man wahrscheinlich noch optimieren und später vereinfachen. Ziel könnte sein, das Ganze mit einer PHP-Grafikbibliothek nachzustellen und dann als Webdienst anzubieten. Dann lädt man nur noch den Screenshot hoch und bekommt einen simulierten Ausdruck als PDF zurück.
  • GoDot schrieb:

    Mit GoDot wär das jetzt alles nicht ganz so umständlich gewesen...
    Naja, meines Erachtens tut Godot was ganz anderes. Ich habe ja versucht (und ich bin noch weit von einem guten Ergebnis entfernt), ein Druckergebnis zu simulieren – mit all seinen Fehlern. Wo tut Godot das?
  • Halb-OT:
    Ich kann diese Faszination für diese Rasterbilder zwar nicht so ganz nachvollziehen, da wir damalsTM ja davon träumten, einen LaserWriter oder so zu haben, was ja damals unbezahlbar war und die Nadeldrucker eher eine Notlösung war.
    Erst der HP Deskjet war mein erster Drucker, der auch brauchbare Ergebnisse lieferte.

    Aber zurück zum Topic: Ich finde es nicht schlecht, wenn man eine PC basierende Lösung hätte, die man z.B. am Laserdrucker ausdrucken könnte.
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  • Retrofan schrieb:

    Naja, meines Erachtens tut Godot was ganz anderes.
    Und zwar Punkt 2 und 3 meines langen Ablaufs. Die Umwandlung in ein schwarz/weißes Rasterbild ist ja nur die Basis dessen, was dann folgt (z.B. runde Druckpunkte zu simulieren)

    syshack schrieb:

    Ich kann diese Faszination für diese Rasterbilder zwar nicht so ganz nachvollziehen, da wir damalsTM ja davon träumten, einen LaserWriter oder so zu haben
    Wir träumten ja auch davon, schnelle Rechner zu haben und mehr Speicher und bessere Grafik. Und jetzt, wo wir das alles haben, wollen wir halt wieder 1 MHz, 64KB und 16 Farben bei unsäglich schlechter Auflösung. Von daher passen schlechte Ausdrucke doch wunderbar dazu. ;) Ich würde daraus jetzt kein Lebenswerk machen wollen aber es ist durchaus ein kleiner Spaß, herauszufinden, wie man solch schlechte Qualität heute simulieren kann.

    Eine andere Herausforderung könnte es sein, möglichst GUTE Druckerausgabe aus z.B. GEOS zu bekommen. Ich meine, es hätte damals™ einen Druckservice gegeben, die einem zugeschickte Dateien (natürlich auf Datenträger) in hübsche Laserdrucker-Prints verwandelt haben. Weiß jemand noch mehr darüber?

    syshack schrieb:

    Erst der HP Deskjet war mein erster Drucker, der auch brauchbare Ergebnisse lieferte.
    Das war überhaupt mein erster Drucker: HP LaserJet (ohne weiteren Namenszusatz). 1000 DM. Extra 100 km gefahren, um ihn für diesen Preis zu bekommen.

    syshack schrieb:

    Ich finde es nicht schlecht, wenn man eine PC basierende Lösung hätte, die man z.B. am Laserdrucker ausdrucken könnte.
    Das könnte das Ziel sein, das sich aus dieser Aufgabe ergibt. Wenn man denn den Wunsch des Threadstarters quasi aus Auftrag ansieht.

    awsm schrieb:

    danke Retrofan für den detaillierten Ablauf, kann man ja schön in ein Makro umwandeln.
    Das wäre der 2. Schritt, sobald man einen genügend brauchbaren Ablauf gefunden hat. Als 3. Schritt wäre dann eine von Photoshop unabhängige Lösung schön. Dafür gibt es ja freie Grafikbibliotheken. Es ist halt die Frage, wie viel Aufwand man treiben will, denn das Ergebnis wird nicht sehr viele Leute interessieren, befürchte ich.

    Ein anderer Ansatz, als mit nachträglichem Bearbeiten könnte sein, wirklich wie ein Drucker zu arbeiten und für jeden gelesenen Pixel ein oder mehrere virtuelle Nadeln auf virtuelles Papier zu "pressen", also den Druckvorgang selber zu simulieren. Vielleicht sogar der bessere Ansatz, allerdings wäre dann eher ein Programmierer denn ein Grafiker gefragt.
  • Retrofan schrieb:

    GoDot schrieb:

    Mit GoDot wär das jetzt alles nicht ganz so umständlich gewesen...
    Naja, meines Erachtens tut Godot was ganz anderes. Ich habe ja versucht (und ich bin noch weit von einem guten Ergebnis entfernt), ein Druckergebnis zu simulieren – mit all seinen Fehlern. Wo tut Godot das?
    Du hast meine Links nicht angeklickt, hehe... :) (Versuch's mal... besonders den zweiten)

    Arndt
    GoDot C64 Image Processing
    www.godot64.de
  • GoDot schrieb:

    Du hast meine Links nicht angeklickt, hehe...
    Schon. Aber vielleicht bin ich nicht in der Lage, die zentralen Infos der Texte zu verstehen. An welcher Stelle genau wird das DRUCKBILD eines 8- oder 9-Nadel-Drucks SIMULIERT? Du musst mir das wohl noch genauer erklären. Ich sehe, dass in Godot z.B. ein farbiger Screenshot in vierfacher Größe schwarzweiß aufgerastert werden kann (das passiert in meinem Ablauf in Punkt 2 und 3). Und ich sehe Ausdrucke, wie den folgenden:



    Aber der ist doch in echt ausgedruckt, oder? Oder ist das eine Ausdruck-Simulation von Godot? Dann hätte ich deinen Text wirklich falsch verstanden. Ich bin davon ausgegangen, dass die ausgedruckt aussehenden Abbildungen wirklich echte Ausdrucke darstellen (also Fotos/Scans von Ausdrucken) und keine Software-Simulationen sind.
  • Hm, da hast du natürlich recht, das sind Bilder von echten Ausdrucken und keine Simulationen von Ausdrucken. Dann will ich doch mal genau nachfragen: Du willst NICHT ein Bild IN DER ART, wie ein C64 es tun würde, AUSDRUCKEN, sondern du willst ein Bild einfach so DARSTELLEN, dass man meinen kann, dass es sich um einen C64-Ausdruck handelt, es aber NICHT ist? Was ist aber an der Datei, die ich hier angehängt habe, anders als das was du willst? Es ist ein C64-Scan (mit GoDot erstellt) von einem GO64-Titelbild und ist so aufgerastert, dass es aussieht wie z.B. von Pagefox gedruckt (es ist in der Tat das von Pagefox verwendete Druckraster). Ist das nicht in deinem Sinn?

    Arndt
    GoDot C64 Image Processing
    www.godot64.de
  • Also wenn man schon das simulierte Retro-Feeling mit dem Nadelausdruck haben will, dann bitte noch für die Audiophilen ein Tool, welches anhand der Grafikdaten auch das Nadelgekreische authentisch über die PC-Speakerboxen rüberbringt :D
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