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MSSIAH: Drummer & Waveplayer

  • Hier können Fragen, Antworten und Tipps zu Drummer und Waveplayer rein.


    Für die große MSSIAH- Anwendung "Sequencer" gibt es einen eigenen Thread:
    MSSIAH: Sequencer & Allgemeines


    Und für Monosynth & Bassline einen weiteren:
    MSSIAH: Bassline & Monosynth
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    Ich mache mal einen kleinen Anfang bezüglich "Grundlegendes":


    Drummer ist mehr als nur eine 909 Ansicht mit ein paar Sounds dabei, sondern auch hierbei
    hat sich 8bit Ventures Gedanken gemacht. Natürlich kann kein SID so klingen wie eine 909 (oder 303 in Bassline), das soll er auch nicht. Ist einzigartig der SID :thumbsup: . 909 und alle Roland Klassiker als Samples gibt es genug (zu Recht, bin ja auch Fan).


    Dafür hat man aber die sehr Ähnliche Bedienung der 909 und sogar den SID Sound in Wavetable Manier am Laufen. Da wurde diese Möglichkeit, die mit dem SID auch machbar ist, passend ausgewählt.
    Die Wavetable Synthese war um die Jahrtausendwende in einigen Klangerzeugern vorhanden, z.B. bei Waldorf Synthesizern.


    Bei 2 SIDs hat man die Möglichkeit, beim Voice Mapping sehr einfach und übersichtlich die 6 Oscis zuzuweisen, sodass von 8 möglichen Drummachine Sounds nur ein einizger auf eine gemeinsame Voice gelegt werden muss (da Closed und Open HiHat sich die HiHat Sektion generell teilen, sind es also 7 seperate Sektionen insgesamt).
    Anders als bei 1SID Verwendung, braucht man also bis auf diesen 8.Sound nicht auf volle Polyphonie zu verzuchten. Bsp: Wenn man z.B. die Cowbell nicht/nicht wirklich oft will, einfach auf einen anderen mit drauflegen, z.B Hi-oder Low Tom.


    In dieser Voice Map kann man auch die Filter zuweisen, an/ausschalten etc. Zu sehen auf dem PDF-Bild auf S.12 unten.

  • Vielleicht kann ich auch was dazu beitragen.

    Klar, immer man rein hier ;)
    Besonders wenn die Anfänge/Generelles gemacht sind, geht es auch von mir kürzer. (Aber um dem Modul gerecht zu werden, muss ich es doch umfangreich machen. Daher auch mit Nummerierungen und evtl. Kennzeichnungen von Anfänger-Abschnitten, man kann alles überspringen).


    Drummer Tutorial Teil 1: Erste Schritte mit der Keybelegung, etwas Demo und ein paar Sicherungs-Infos (kommt im nächsten Post):


    Um aus Drummer heraus zu kommen:
    LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 16 (INST/DEL) > QUIT > REBOOT > Y
    (Der Drummer Main Key 1 "←" ist es hier nicht zum Verlassen der App wie sonst)

    Zurück zur 909: wie immer im Settings Menu geht dann auch "←" (ist hier kein Main Key, da außerhalb der 909 Ansicht) oder FILE > Exit.


    SID 2 aktivieren:
    LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 1 "←"
    Damit gilt dann die 6 Osci Verteilung der Sounds in der Voice Map (bei 1SID Verwendung werden sie automatisch auf die 3 Oscis verteilt, das ermöglicht erhöhte Performance).

    Voice Map Editor:
    LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 16 (INST/DEL) > Settings > Voice Map
    Hier ist alles ideal voreingestellt, von den 7 Instrumenten auf 6 Oscis sind die beiden Toms zur Doppelbelegung gewählt. Macht Sinn, lässt sich aber ändern wenn man will.
    Darunter sind die Filterswitches (nur bei 2 SIDs): mit CRSR > Filter > Space zum aktivieren/deaktivieren.


    Weitere Filter On/Off- Optionen: Settings > Filter
    Hier kann man auch die Trig.Env zuweisen, alles Weitere geht direkt in der 909 Ansicht (oben rechts).


    Blank Screen: Space zum aktivieren/deaktivieren in der 909 Ansicht.


    Demo Sounds/Demo Pattern laden:
    LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 16 (INST/DEL) > FILE > OPEN > DEMO wählen > Y. Zurück zur 909, Run/Stop zum Pattern hören oder die Main Keys (komplette obere Tastenreihe) für die Enzelsounds. Tone Controls siehe Folge 2, ist alles logisch angeordnet.

    Alles löschen: LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 16 (INST/DEL) > FILE > New >Y


    Für Anfänger: Wer will, kann das erste Demo Beispiel (zwischen den Sternchen) mitmachen.


    Presets für Bass Drum und Snare Drum: Es gibt jeweils 8 optionale Presets (zusätzlich on board als Vorschläge/Grundlage zum selber weiter schrauben): F1 / F2 für Bass Drum Anwahl, F3 / F4 für Snare.


    Laufender Sequencer: muss generell auch in dieser App nicht gestoppt werden, wenn man etwas editieren, die Presets anwählen oder raus ins Setup Menu gehen will (nur evtl.wieder anschalten erforderlich, z.B nach dem Menu).


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    Weil´s die Folge 1 ist, hier mal ein Drummer-Beispiel von Anfang an mit etwas Demoplay und ein paar Edits (für 1SID):
    MSSIAH starten, Drummer auswählen, man ist in der 909 Ansicht. Dann LEFT SHIFT mit Main Key 16 (INST/DEL). Ab hier (im Menu) mit CRSR und Return > FILE > OPEN > DEMO Rockbeat 1> Y. Raus aus dem Settings Menu und zurück zur 909 Ansicht mit 2x "←". Dort Run/Stop, der Sequencer läuft. Mit F1 / F2 ein Bass Drum Preset nehmen, z.B hier: No.4. Mit F3 / F4 ein Snare Drum Preset wählen, z.B hier: No.3. Nun 2 Tasten wie folgt: "A" drücken, dann Joy ganz zurück (Wert runter- das Attack wird kurz). Und "Q", Joy etwas zurück (Wert z.B.auf 3- Die BD wird tiefer).


    Ist erstmal nur ein rudimentäres Pattern ohne Toms etc., und hier ist jetzt noch kein Filtereinsatz dabei.
    Ergebnis:
    Auch bei 1 SID-Verwendung hat man in diesem Bsp. aufgrund der automatischen Zuweisung noch etwas Resource frei, kann man bei laufendem Pattern testen mit manuellem Tastendruck auf z.B. "6" für Tom- das passt noch, ohne dass etwas anderes weggenommen werden muss. "Um aus Drummer heraus zu kommen" siehe oben.


    Das Beispiel für 2SIDs:
    Alles wie bei 1SID, dann zum Vergleich ruhig erst mit Run/Stop das Pattern starten, nun mal den 2.SID aktivieren mit LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 1 "←".
    Jetzt wenn man will auch hier mit den F Tasten wie oben die BD 4 und Snare 3 nehmen und die beiden Tone Controls der BD editieren (wenn da nichts reagiert, also hör- und auch sichtbar wird bei den Tone Controls, ist man evtl. in dem Filterbereich, einfach mit "V" hin- und her switchen).
    Ergebnis:
    Hierbei passiert zwar noch nichts spektakuläres, da das Pattern an sich ein einfaches ist- man hört aber schon einen Unterschied zur 1 SID Verwendung.
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    (Die ganze Keybelegung mit ein paar Erklärungen, dann geht auch mehr mit Patterns und Filtern, siehe Tutorial Teil 2).


    Es folgen heute Abend noch die Speicher Infos, ich muss da erst noch was überprüfen.

  • Drummer Tutorial Teil 1.1: Sicherungs Infos


    Sound Control Settings auf Modul speicherbar:
    Drummer und Mono Synth können die Sounddaten auch bei ausgeschaltetem C 64 im Cartridge Memory behalten (incl. MIDI Receive Channels und Pitch Bend Ranges).
    Startup menu > Shut Down Computer > Y.


    Für die anderen Daten (Pattern etc.): Disk, Tape oder SDR
    Der Einfachheit wegen nehme ich für Tutorials immer Disk, aber für die 3 MSSIAH Apps "Drummer","Bassline" und "MonoSynth" geht neben Disk eine Datasette auch, sogar SDR (was immer das ist- mit Userport).
    Bei den beiden Apps "Sequencer" und "Waveplayer" geht nur Disk und SDR.


    Wäre schon interessant, wenn jemand auch die anderen Wege probiert. Sollte aber alles gut funktionieren. An Anleitung mangelt es nicht, z.B. im Drummer PDF ab S.24 wird 12x alles erklärt (Save Project, Open Project, Export Pattern, Import Pattern jeweils für 3 mögliche Geräte sind einzeln aufgeführt) plus Verifying SDR Saves.


    Wenn man speichern will:
    LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 16 (INST/DEL) > FILE >


    - Die Drummer Projects haben die ".909"-Endung auf Disk (19 Blocks, mit Open und Save).
    Es werden sämtliche Einstellungen gespeichert.


    - Einzelpatterns: ".DRP"-Endung (1 Block, mit Import und Export).


    Patterns Exportieren hier im Drummer:
    ! Anders als beim 303 System (Bassline, Monosynth) kommt hier ein Fenster "Select Pattern", in dem man das zu speichernde Pattern wählt:
    Mit Group Selector Buttons ("," "." "/"), Bank Selector Buttons (CRSR Up/Down: Bank I, CRSR Left/Right: Bank II) und Main Keys (das einzelne Pattern). Dann RETURN zum speichern auf Disk, Namensvergabe etc. wie gewohnt.


    Beim Importieren dasselbe zum legen auf den gewählten Patternplatz der 909.


    (Das wird alles klarer ab Folge 3 bei den Pattern Editierungen).


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    ! Man sollte wissen, wie seine Projects und Patterns bisher benannt sind, da es hier aus der App heraus keine Delete- oder Replace-and-save Options gibt ! Oldschool halt ;)


    Im Disk File Manager gibt es mehr als diese einfachen Lade-/ Speicherfunktionen der Apps (hier drin wird beim Laden nur nach den relevanten Filetypes gesucht und nichts anderes wird angezeigt. Geschrieben wird nur, wenn der Name noch nicht vorhanden ist.)


    Disk File Manager: Drive (Adressen eintellbar), Directory, Format. Files: Rename und Delete (auf das File gehen > Return > Untermenu).
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    O.k., good night. "It´s now save to turn off your computer" :D .


    Folge 2 kommt Morgen, auch wenn es nur 1-3 Leute interessiert. An Folge 3 bin ich dran, damit lassen sich schon coole Patters machen.

  • Drummer Tutorial Teil 2: Eine Liste der Key-Belegungen als Vorbereitung für die Programmierung des Sequencers


    In Drummer hat man viele Keys, daher auch in den Modi "Tone Control" und "Filter Control" Doppelbelegungen. Das macht aber nichts, da man mit "V" zwischen den beiden direkt hin-und her switchen kann.


    Viele Keys = direkte Bedienbarkeit statt Parameterabarbeitung in Untermenus (wie bei manchen, teuren Synthies).


    Es gibt in dieser Anwendung auch die schon erwähnten 16 "Main Keys", die schon oben links beim C64- Pfeil "←" beginnen, dadurch ist die Taste "1" der Main Key 2 etc.. Es ist die obere Tastenreihe (ohne F1). Ich schreibe bei Main Keys aber immer die C64-Tasten dazu, man kann nicht durcheinander kommen.


    Alle Tasten der Tone Controls auf dem C64 sind logisch zusammen passend und in Gruppen angeordnet, wie auf dem 909 Screen. Wer will kann sich ja das PDF S.4 einmal nach rechts drehen und es angucken, dann ist es auch weniger trocken hier.


    Da Direktbelegungen immer besser sind als Untermenus, ist hiermit dann die Grundlage gelegt, um Folge 3 ganz der Pattern- und Trackerstellung zu widmen.


    Die Key-Liste plus ein paar dt. Kommentare (kursiv):


    Main Keys:
    komplette obere Tastenreihe (ohne F1)
    "←" = Main Key 1, "1" = Main Key 2 etc. ... bis "INST/DEL" = Main Key 16
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    General Keys:
    RUN/STOP: Start/Stop des Sequencers
    SPACE: Manuelles "blank screen" aktivieren/deaktivieren (Funktion für´s Recording)
    RIGHT SHIFT + F5: MIDI Mode (RUN/STOP zum Verlassen)
    F7 / F8: Trig Setting
    C: Tempo Knob (im MIDI-Mode gilt wie bei den anderen Apps das externe Tempo, sowie auch bei Midi Clock und Sync24 über den User Port)
    : Volume
    Z : Shuffle (ihr wisst ja: harte Einstellung wirkt "maschinenartig", gering(st)e dagegen unterstützt subjektiv Groove. Ist ein Erfahrungswert z.B. aus frühen 90er Musikproduktionen. Bsp: 16.tel Shaker-Lines, besonders in Kombination mit etwas Accent).
    LEFT SHIFT : Shift Button
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    Tone Controls:
    V : Switch to Filter Controls!


    F1 / F2 : Select Bass Drum (Presets)
    F3 / F4 : Select Snare Drum (Presets)
    CTRL : Accent Level


    Die 7 Instrumente in Sektionen:
    (sind in den Gruppen besser auf dem C64 zu sehen, als hier bloß aufgereiht)


    Bass Drum: Q,W,A,S für Tune,Level, Attack,Decay
    Snare Drum: E,R,D,F für Tune,Level,Tone,Snap
    Low Tom: T,Y,G,H für Tune,Level,Tone,Decay
    Hi Tom : U,I,J,K für Tune,Level,Tone,Decay
    Cowbell: O,L für Level,Tune
    Claps: P und : für Level,Tune
    Hihats: @ und * für Tune, Level
    ; für Closed Hihat Decay
    = für Open Hihat Decay
    - - - - - - - - - - - - - - - -
    Filter Controls:


    V : Switch to Tone Controls!


    Q : Select SID for editing (SID1,SID2,BOTH)
    W : Cutoff Frequency
    E : Resonance
    R : Modulation Depth
    T : Modulation Source (ENV/LFO) (Im MIDI-Mode ist die MIDI Clock die Source für den LFO)
    Y : Modulation Rate
    U : High pass filter
    I : Band pass filter
    O : Low pass filter
    - - - - - - - - - - - - - - - -
    Track Play/Write:
    B : Track Group 1
    N : Track Group 2
    M : Track Group 3
    CRSR Up/Down : Bank I
    CRSR Left/Right : Bank II
    X : Clear
    - - - - - - - - - - - - - - - -
    Pattern Play/Write:
    "," : Pattern Group 1
    "." : Pattern Group 2
    "/" : Pattern Group 3
    CRSR Up/Down : Bank I
    CRSR Left/Right : Bank II
    C= : Instrument Selector
    X : Clear (gilt auch für die Realtime Eingabe bei "Tap Write")

  • Super - das du dir soviel Arbeit machst mal alles so ausführlich zu erklären!

    Ja gerne ;) , ist sogar positiv trotz Aufwand, nur halt zeitlich etwas länger dauernd (wegen den 5 Apps). Ich sporne mich auch selbst ein bischen damit an. Die meisten MSSIAH Cartridges werden vielleicht zu 10-30% genutzt, ist etwas schade. 8 Bit Ventures hat viel ins 49 Euro Modul reingepackt, und erntet- wie so oft- quasi antiproportional zur Leistung, eher wenig Beachtung (das Phänomen ist aber überall zu finden, hat nichts direkt mit Retroszene zu tun).
    Da Schreiben und vor Allem Musik meine Leidenschaft sind, dachte ich, ich bring´s mal zusammen :)


    Übrigens kurz OT: interessanter Avatar, Katzen haben manchmal diese klaren Augen. Habe letztes Jahr mal die 3 "Bob" Bücher gelesen (der Londoner Ex-Junkie mit dem zugelaufenen Kater), war eine unterhaltsame Lese-Zeit damit :zustimm:


    Drummer Tutorial Teil 3: Der 909 Sequencer
    Hier geht es nur um den internen 909-Sequencer- wer MIDI benutzt, kann Teil 3 ganz auslassen


    3.1 System und das einfachste zuerst: Tap Write (Realtime Eingabe)


    Grundlegendes zum 909 System:
    - Es gibt 96 möglichen Patterns pro Drummer Project


    - Patterns werden abgelegt in 2 Bänken (Bank I: CRSR Up/Down, Bank II: CRSR Left/Right), 3 Groups ("," "." "/") und den 16 Main Keys. Da die Meisten wahrscheinlich weniger als 96 Plätze brauchen, kann man einfach in der voreingestellten Bank I, Group 1 bleiben.


    - Die Banks beinhalten auch die jeweils 3 Tracks. In diesen werden die Patterns zur Abfolge zusammengefügt, wobei der Track die Patterns in derselben Bank spielt (kommt in ein paar Tagen).


    - Ist das Writing erstmal gemacht, kann man beim Play auf 3 Möglichkeiten zugreifen:


    1. Manuell einzeln die Patterns abspielen, wobei die (wie bei der 303) immer erst Live-gerecht ausgespielt werden, bevor das nächste kommt.
    2. Eine "Block Play" festlegen, indem man das erste und letzte zu spielende Pattern auf den Main Keys gleichzeitig drückt. Z.B. 1 und 4 gleichzeitig drücken = es spielt die Abfolge 1,2,3,4.
    3. Als fertigen Track (programmierte Pattern Abfolge, also Song) laufen lassen (siehe Folge 3.3).


    Besonders die erste Herangehensweise kann intuitiv und auch experimentell werden, es folgen noch zwischendurch evtl. YT Videos, z.B. für das einfache "Live" drücken von 1, 2, 1, 3.


    Das einfachste zuerst: Tap Write (Realtime Eingabe)
    In den Write Mode gehen mit:
    LEFT SHIFT gedrückt halten und eine Pattern Group, z.B. "," für Group 1.


    Dann LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 10 ("9"), um den Tap Write Mode zu aktivieren.
    RUN/STOP für den Start des Sequencers. Jetzt kommt das Metronom (kann auf 6581 evtl.anders klingen, ich habe auf 8580 einen Synthsound auf SID#1). Dann kann man spielen auf den Main Keys. Z.B. erst Bass Drum (auch hier kann man immer BD und SD mit den bekannten F Tasten ändern).


    Beim Realtime-Eingeben hat man neben der akustischen Hilfe auch optisch das Lauflicht. Die Sounds sind wie immer die 8x 2er Blöcke auf den 16 Main Keys: jeweils der linke mit ACCENT (kann man hier auch nutzen, um einfach nur den lauteren Sound zu haben, der rechte ist der leisere).
    Zum Löschen von Noten Clear Button (X) gedrückt halten mit dem Main Key des zu löschenden Sounds. Achtung: den muss man treffen, wenn die Note kommt (kann tricky werden, wenn das Pattern voll wird, daher am besten sofort). Mögliche Abhilfe: bei "Step" (siehe 3.2) kommt auch die Copy Funktion dran, damit kann man einfache Patterns auch erstmal "sichern" und auf freie Plätze legen, um sie dann weiter aufzubauen.


    Ergebnis:
    auch bei 1SID Verwendung habe ich eben ein (normal) volles Pattern kreiert. Die automatische Zuweisung lässt mit den 3 Oscis einiges zu.
    Man kann einfach im laufenden Tap Write mit LEFT SHIFT und Main Key 1 "←" zwischen 1SID und 2SID hin-und herschalten, das kann versuchsweise ganz interessant werden- es macht hier bei mir mit der distorted BD (Preset 1 mit langem Decay: Taste "S", Joy up) sogar eine recht markante Performance auf dem 1SID (da bei langen Decay-Times auf 1SID ja unterschiedliche Längen herauskommen können, wenn die 3 Oscis ausgelastet werden. Es muss dann nach Priorität etwas abgeschnitten werden).


    Kleine Exkursion im Spoiler, ist nichts schlimmes aber hier nicht nötig ;)


    Also Fazit zum Thema Vollast bei 1SID: Probieren bringt manchmal neues für das Recording oder erstmal Archiv zutage, dazu gehört (nur in Drummer) auch, vom 2SID Einsatz mal auf einen zu switchen.
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    Das Pattern mit der Umschaltung 1SID / 2SID im YT- Video 1:


    Zwar mit schlechtem s/w Bild über Video Grabber, aber ich dachte: lieber schlechtes Real C64 Bild, als nur Ton und Standbild. Bitte: VORSICHT mit den Ohren bei unbearbeiteten Synthesizern! Auch der SID ist nicht so niedlich, wie manche die Drumsounds finden mögen ;)


    (Bedenkt, dass beides hier nicht richtig im Mix verteilt ist, sondern für das Beispiel extra so deutlich left/right gelassen wurde. Direkte Abnahme am C64, so wie es erstmal "rauskommt").


    Was passiert in dem "Video 1":
    Es ist nur ein Pattern, eingegeben mit Tap Write. Dann im Verlauf (live & manuell mit Tasten und Joy):
    2x switch von 2SID auf 1SID, dann herausdrehen der SN bei 1SID und switch zu 2SID, SN wieder dazu und noch etwas Änderung der Decays in der HiHat Sektion bei 2SID / 1SID.

  • Ich werde das ganze sammeln und ausdrucken und meinem realen C64 Musik-Ordner hinzufügen.

    Das kenne ich auch von Früher, da noch handschriftlich: habe z.B. EMU E 50000 Ultra solange auf die Weise gelernt und in eigene Mappe eingeheftet, bis ich das Ding im Schlaf konnte :D .
    Es ist aber eher selten, dass Leute sowas vollständig durchdringen wollen bis alles 100%-ig "sitzt". Ist ja auch mal das Musik machen dran, verstehe ich. Aber da ich als Drummer (hab nächstes Jahr mein 30.stes Jubiläum) ALLES nur mit Gefühl und praktisch ohne Denken mache (ist keine Zeit dafür während dessen 8|^^ ), sind die Produktionsthemen sozusagen wie eine Ausgleich. Kopfsache dann UND genießen (wenn es klappt).


    Für 3.1 (Tap) und 3.2 (Step): Zwischendurch etwas zur Copy Funktion, Clear, Play


    Pattern Copy:
    - Das Ziel wird gewählt (ein leeer Patternplatz angegangen), das Quellpattern kann uneingeschränkt in jede Group oder Bank kopiert werden


    - LEFT SHIFT gedrückt halten (hier: bis der Kopiervorgang abgeschlossen ist!) und Copy Key = Main Key 11 ("0")


    - dann gelten (weiterhin mit LEFT SHIFT) wieder die bekannten Keys für Bank, Groups, Pattern, um das Quellpattern zu wählen.


    - Return zum bestätigen (immer noch bei gehaltenem LEFT SHIFT oder loslassen um abzubrechen)


    Auch wenn ich die Reihenfolge andersherum besser gefunden hätte (also Quell Richtung Ziel schieben, statt Ziel wählen und Quell holen, ohne es direkt hören zu können), man kann damit "auf 80er Art" die Patterns sichern, also z.B. erstmal auf weitere Plätze kopieren, um sie nach und nach aufzubauen.



    Noch Nachtrag zu "Allgemeines" in diesen Sektionen:
    - Patterns löschen mit Clear Key ("X") zusammen mit dem Main Key Patternplatz. Wirkt direkt, keine Nachfrage/Bestätigung seitens der 909!


    - Wichtig für´s Pattern Play: man muss erst aus Write heraus, sonst kommt man durcheinander mit den Modi. Einfach eine der Group Buttons drücken, in der man ist ("," "." "/") = Pattern Play Mode


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    2 Beispiele zum Üben im Spoiler


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    Das 2. Video zeigt die sichtbaren Patternwechsel (manuelles Umschalten, der Sequencer zeigt dabei schon das nächste an und spielt erst Live-gerecht das laufende aus). Die Copy Funktion war hier hörbar eine Grundlage zum Erstellen.


    Was ist das für´n Kram da :D :
    Ist eigentlich ein DnB Test gewesen, weil verschiedene Tempi nicht unbedingt gleich gut laufen müssen. Wollte die Aufnahme erst wegschmeißen, weil ich mit dem Timing nicht zufrieden bin. Dann wurde ein Test daraus: auch die Grenzen mal ausloten ;)


    Patternbasierte Steuerung wird selten "Arrangement" genannt, ist aber in einfacher Form dasselbe. Hier kann man mit Zahlen zwar etwas abstrakt, aber praxisgerecht veranschaulichen:


    Sich aufbauende Patterns UND auch die anfänglichen immer wieder nehmen ist manchmal gewollt. Z.B. bei der Abfolge im Video: 1,1,1,2,1,1,1,3 (Wiederholung). Variante 2 und 3 sind hier zu sehen wie ein Abschluss einer 4-taktigen Loop. Dann kommt auf dieselben Patterns die 16.tel Line darüber (und Toms haben eine kleine Änderung): 4,4,4,5,4,4,4,6 (Wiederholung und Variante: 2x 6).
    An den live angewählten Plätzen sieht man, dass auch eine andere Reihenfolge Sinn machen kann, hier: No.12 nehme ich nach 8, danach weiter mit 9. Hat sich so ergeben.


    Dann wird´s etwas deftiger, sich steigernd und schlussendlich der Test, wann der Sequencer in die Knie geht. (Kein Timingfehler der Software: Bei 10 ist ein Video Cut, wurde zu aufreibend und lang die Sache).

    [External Media: https://youtu.be/n-T2T6OprJY]

  • Ich habe hier jetzt ein Problem- Glitches, die ich so nicht stehen lassen kann.
    Nervig, vor Allem auf left SID#1.
    Ihr nicht? Oder... ich mache hier meine surreale "one-man-show",was... :D
    Scherz, ich bin nicht ganz blöd und weiß um den "Status" von MSSIAH in der Szene . Aber ist egal, ich ziehe das jetzt durch: 3.2 (Step) kommt noch bis Weihnachten, 3.3 (Track) bis Neujahr. Im Januar 2017 dann Filter und schließlich Nachträgliches, Tipps etc..


    Dann geht es weiter beim 303 Thema, da das sowohl Monosynth, als auch Bassline betrifft. Alles mal genau durchchecken. Danach kommt MIDI dran. Und auch Sequencer, aber erstmal die internen. Vergesst bitte nicht, dass es hier um den C64 geht, wann hat man das alles (in einem Modul) schonmal gehabt auf dem Cevi? :winke:


    Aber gemäß dem Vorhaben, das jetzt mal bis ins Letzte durchzutesten, geht es ungeschönt weiter hier:


    Störungen auf SID#1 (linke Seite):
    Nicht verzagen, der Sache gehe ich auf den Grund. Es gibt noch einiges zu testen, z.B. Erhöhung der Auflösung (24 Tics auf 48), Hard Restart (statt "soft"), und wenn das alles nichts hilft, geht es mit MIDI Tests weiter.


    Natürlich kann man auch SID Sounds immer ordentlich (also ohne Headroom zu verballern) samplen, um sie ganz außerhalb von ungeliebten C64 Anwendungen anzuwenden. Das wird nicht ewig gehen, also nur zu, Ordner erstelllen mit KULT Sounds echt abgenommen von SIDs ! :love:


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    VLC:
    Übrigens, um die Sache etwas angenehmer zu machen: beim Abspielen in VLC (meine derzeitige, ältere Version ist 2.2.0) hat man ja diese merkwürdige Bevormundung, sein STEREO gar nicht mehr original zu haben, sondern gemixt. In diesem Fall ist das gar nicht so schlecht- Aufhebung der hard l/r Performance und besser am Ohr somit.


    Ich habe mal ein kleines Tribal Pattern gemacht (und konnte dieses Grau nicht mehr sehen, ist aber NICHT original in MSSIAH so, sondern im Ulead Video Studio gefärbt).


    Video 3:
    1 Pattern (plus eine Umschaltung auf dasselbe PTN mit Cowbell), und ansonsten nur die C64 Keys und der Competition Pro:

  • :weihnachten:
    3.2 Step Programmierung

    Hier wird immer ein Instrument (nenne ich manchmal auch "Sound") schrittweise eingegeben, dann zum nächsten gewechselt (mit dem gehaltenen C= Key, Instrument Button). Trotzdem geschieht das bei laufendem Sequencer, wie bei Tap 8) .
    Die Sounds sind wie immer zwar die 8x 2er Blöcke auf den Main Keys, aber im Unterschied zu Tap ist das hier vorerst unwichtig, welcher der beiden gewählt wird. Z.B. Main Key 1 "←" ist die laute Bass Drum mit ACCENT- kann auf "ohne" geändert werden, wenn direkt die Step Eingaben erfolgen (Noten auf die 16 Positionen gelegt werden).


    Zur Licht-/Buttonanzeige kurz mal bewusst gemacht:
    Es kann verschiedenes zeigen, je nach Modus in dem man sich befindet. Laufend ist klar: die Steps (manchmal Positionen genannt) in Aktion.


    Stehendes (oder bei Pattern-Anwahl im Stopzustand auch blinkendes) Licht:
    1) Wir hatten ja schon fertige Patterns bei Tap, dort zeigt es im Play Modus das aktuelle, oder gefärbt auch das vorangewählte nächste Pattern (auch wenn das Play-Lauflicht noch dazukommt, ist es immer gut sichtbar, Bsp.im Video 2).
    2) Um das Instrument der Main Keys bei der Anwahl anzuzeigen
    3) Um die Steps bei der Eingabe anzuzeigen


    Nicht von zuviel trockener Theorie beirren lassen, ich will es alles nur lückenlos durchgehen- nicht nur die PDFs übersetzen, sondern immer auch verifiziert mit dem C64. Die Praxis ist intuitiver, wenn man die Eingaben und Reihenfolgen kennt. Ich kann sowohl Tap, als auch Step ganz gut gebrauchen. Also,


    in den Write Mode gehen mit:
    - LEFT SHIFT gedrückt halten und eine Pattern Group, z.B. "," für Group 1.
    (Das ist schon direkt der Step Write Mode, sobald Start/Stop gedrückt wird)


    - Patternplatz anwählen (falls der noch nicht passt)


    - RUN/STOP zum starten des Sequencers (der muss auch vor den Stepeingaben erst laufen, wegen dem übergeordneten Write Mode- sonst wäre man mit den Tasten/ Tastenkombis bei anderen Funktionen). Es blinken die 16.tel Steps im Verlauf.


    - Dann wird das Instrument gewählt mit gehaltener C= Taste und dem Main Key, das Lauflicht stoppt zum Aussuchen, der Sequencer spielt aber weiter.
    Zur optischen Kontrolle steht das Licht im 909 Screen auf dem Taster. Darunter sieht man die Instrumentenbeschriftung.
    Besonderheit hierbei: es kann erstmal ohne Accent-Unterschied jedes der beiden Soundpaare genommen werden, der wird erst beim Positionieren im nächsten Schritt relevant!


    - Der C= Key wird losgelassen, nun kann man mit den Main Keys die Positionen mit Eingaben belegen (das Licht und die Buttonbewegung gelten jetzt diesen Steps, nicht mehr dem Instrument).
    Nun ist einfach einzustellen, egal ob vorher mit oder ohne Accent gewählt wurde:
    Einmal drücken = normale Note (rot), zweimal = Note mit Accent (weiß), dreimal = Eingabe löschen.


    - "X" um alle Noten dieses Instruments im Pattern zu löschen


    Einfaches 4/4. Beispiel im Spoiler:


    Nun kann man die eingegebenen Steps bis zum fertigen Pattern erweitern und es gelten wieder alle Funktionen wie in 3.1 und danach beschrieben, egal, ob sie mit Tap oder Step eingegeben wurden.


    Dazu wiederhole ich nochmal kurz die Aussage aus Post 9, da das oft eine Fehlerquelle darstellt:


    - Wichtig für´s Pattern Play: um weiter zu machen mit den anderen Funktionen, muss man erst aus Write heraus: Sequencer stoppen und einfach eine der Group Buttons drücken, in der man ist ("," "." "/") = Pattern Play Mode.
    Viel Spaß, 3.3 (Track) hoffe ich bis Neujahr zu schaffen, sonst kurz darauf.

  • 3.3 Track Programmierung: Patterns zu einem Track (Song) verknüpfen


    Erst habe ich das als kompliziert eingschätzt, aber das lässt sich mit wenig Übung alles gut machen, sogar workflow ist damit möglich, da es hierbei ja um die schon fertigen Patterns geht.


    In den Track Modi (Write, Play) sind die Track-Daten (Einheiten, engl."Measures" 1-256) und die Patterns in derselben Bank. In Tutorials nehme ich immer nur Bank I.


    Wer will, kann sich nochmal auf S.16 im PDF grafisch die Memory Map vergegenwärtigen.


    Somit also zum letzten Sequencerteil der Drummer App, danach wird mit Filtern und Tipps nur noch verfeinert, verbessert, probiert, evtl. resümiert und konstruktiv geäußert, falls es bugs gibt. Aber keine langen Selbstgespräche hier, obwohl ich auch zu Arrangements & Taktanzahlen, Musikrichtungen, Styles, Substyles, Einsatzzwecken etc. viel hätte. Will eh weiter zum MIDI-Thema, welches wichtiger sein dürfte (trotzdem ist eine C64-"909" schon was einzigartiges).


    Also:
    In den Track Write Mode gehen: mit LEFT SHIFT und B,N,M-Keys (Track Selector Buttons).


    Man ist im Track immer erst auf Position 1, die eine Einheit ist voreingestellt (belegt mit dem Pattern 1 aus Group 1). Hier kommt das Display zum Einsatz: es zeigt die Nummer der Position/Einheit.


    - Mit den bekannten Keys (ohne Shift) die Patterns wählen: Main Keys and Pattern Group Selector Buttons (, . / ).


    - Mit Return schließt man nach Patternwahl ab (es wird hinzugefügt und zum nächsten Trackplatz gesprungen). Nenne ich manchmal Trackplatz/Position/Einheit, ist dasselbe.
    Man kann auch zig mal hintereinander erstmal nur Return drücken, um viele Plätze zu haben, dann bearbeiten, wie man will


    - Sequencer RUN/STOP geht immer, um das aktuelle Pattern zu hören. Extra mit der üblichen Wiederholung, das startet nicht den Track (nützlich zum Ptn prüfen, weil so nicht extra der Track Write Mode verlassen werden muss). Auch einfach laufen lassen und mehrere Ptn anhören geht.
    Dann mit Return einfach das aktuell hörbare Ptn einfügen (es gilt immer die im Display angezeigte Position).
    Ebenfalls kann man mit CRSR die Trackplätze oder mit den Main Keys andere Patterns hören, ohne den Write Mode verlassen oder den Sequencer stoppen zu müssen. Man kann so den Track aus dem Write Mode heraus durchchecken, Patterns ebenso, um z.B. neue hinzuzufügen oder Ptn auf Trackpositionen zu ersetzen- sehr gut umgesetzt :zustimm: .


    Beim Einfügen spielt es auch keine Rolle, ob man das am Trackende macht (Return fügt das Ptn ein und zudem eine neue Track-Einheit hinzu) oder mitten im Track- bei einer Position, die man mit einem anderen Ptn belegen will.
    Einfügen-Beispiel im Spoiler:

    Raus aus dem Track Write Mode gehen:
    Sequencer STOP, einen Schritt gehen mit CRSR left Key (CRSR oder Return sind notwendig, um beim Verlassen des Modus die letzte Einheit auch zu speichern. Wobei CRSR nur zum browsen dient, Return fügt eine Einheit hinzu). Dann B,N,M Keys (ohne Shift).


    Nun ist man im Track Play Mode.


    - Hier können mit diesen Buttons die 3 Tracks angewählt werden und stehen voreingestellt auf Pos.1.


    - Am Ende des Tracks kann bei Einstellung Loop (voreingestellt) alles wiederholt, oder auf Ende umgestellt werden: Cycle Mode on/off mit LEFT SHIFT und Main Key 15 ("CLR/HOME").


    - Einheiten direkt anwählen (im Track Play- und Write Mode, Sequencer aus):
    Entweder einzeln mit den CRSR Keys durchsteppen (hier CRSR up/down zum Wert vermindern und CRSR left/right zum erhöhen) oder anwählen mit dauerhaft gedrückter LEFT SHIFT Taste und Main Key 14 ("£"). Das Display zeigt "---" und wartet auf die Eingabe: immernoch LEFT SHIFT und Main Keys 1-10. Hierbei dienen die Main Keys als herkömmliche Nummern Tasten 1-9 plus 0. Return zum bestätigen oder LEFT SHIFT loslassen um abzubrechen.


    - Einheiten löschen (im Track Write Mode, auch bei laufendem Sequencer) :
    Es kann immer nur eine direkt entfernt werden. Die Einheit anwählen, dann mit mit LEFT SHIFT und Main Key 13 ("-").


    - Einheiten einfügen (im Track Write Mode, auch bei laufendem Sequencer) :
    Es kann eine direkt an die angewählte Position eingefügt werden, mit LEFT SHIFT und Main Key 12 ("+"). Man ist in der Insert Funktion und kann das Pattern mit den bekannten Main Keys and Pattern Group Selector buttons (, . / ) wählen, es wird eingefügt und alles läuft nahtlos weiter für die nächsten Schritte.


    - Kompletten Track löschen :
    Einen Track Selector Button (B,N,M) gedrückt halten und den Clear Button ("X").
    Danach muss mit Return bestätigt oder mit Run/Stop abgebrochen werden, anderes wird ignoriert.
    Das Löschen betrifft die Pattern-Informationen des Tracks, nicht die Patterns.


    O.K., Filter und weiteres bald! Aber ich brauche Zeit.


    Frohes 2017, Gesundheit (ist nicht nur´n Spruch) und viel Spaß mit der Mucke :freude

  • Super umfangreich und sehr gut verständlich geschrieben! Muss wirklich nochmal ein fettes DANKE loswerden!

    Ja, wenn 3 Leute incl.mir damit etwas anfangen können, gerne ;)
    Andererseits denke ich, die Sache realistisch sehen zu müssen, wen interessiert MSSIAH schon-
    die Leute wollen mal etwas SID per MIDI Tastatur spielen, das sind die 10% MSSIAH.
    Und die Musik(er)feindlichen Gesellen werden sowieso denken/glauben wollen/behaupten, es ginge nicht mehr damit.


    Darüberhinaus funktioniert das hier im Forum nicht, es gibt den Einsteiger Thread plus diese 3 speziellen, aber es wird weiterhin für jede Frage ein neuer Thread eröffnet. Somit verstreut sich das immer weiter (obwohl, mal verglichen mit anderen Themen ist es egal, da es niemanden stört.)
    Hier beginnt jeder Thread mit der Prämisse, dass Fragen rein können, aber ....seien wir ehrlich, es ist hier nicht erwünscht so ausführlich. Ist eine One Man Show draus geworden und einfach hier nicht passend. Aber ich denke ich mache Drummer noch fertig und lasse es dann gut sein hier.


    4. Filter


    8 Bit Ventures hat auch hier eher tiefgestapelt, seltsam, und Funktionen gar nicht deutlich hervorgehoben und richtig erwähnt (ähnlich wie beim 303-A.R.C. mit der grafischen Möglichkeit und ungerader Takt-Generierung):


    es gibt z.B. 2x LFO (Software, nicht vom SID- da geht nichts weg), die separat eingestellt, und Oscis zugewiesen werden und danach direkt in der 909 Live bedient werden können.


    Kurz zur Wiederholung aus Post 3- es gibt 3 Einstellmöglichkeiten für die Filter:
    - Filter Map:
    In den Voice Map Editor geht man mit: LEFT SHIFT gedrückt halten und Main Key 16 (INST/DEL) > Settings > Voice Map. Unter der Zuweisung der Instrumente auf die 6 Oscis sind die Filterswitches (nur bei 2 SIDs) mit CRSR > Filter > Space zum aktivieren/deaktivieren.
    - Filter Settings im Menu:
    Hier sind einstellbar: On/Off, External-Option, Env.Trig
    - Filter Settings in der 909 Filter-Sektion: direkt in der 909 Ansicht oben rechts



    "V" ist der direkte Switch Key, um Tone Controls oder Filter Controls zu wechseln, dann zählt für die Filtersektion die logische Tastenreihe Q,W,E,R,T,Y,U,I,O (siehe auch Post 5 oder natürlich PDF)
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    Jetzt zum Einsatz und den Bedienelementen der 909 Ansicht von links nach rechts (Kommentare kursiv):


    - SID1,SID2, Both ("Q") sind hier nochmal direkt einstellbar- gut, um bei der Liveanwendung mehr Möglichkeiten zu haben, Umschaltungen/Unterschiede im Sound zu generieren
    - Cutoff frequency ("W") dient auch als Referenzwert für die Filter Modullation
    - Resonance ("E")
    - Modulation ("R") : Tiefe von LFO oder Envelope
    - Modulation source ("T") : die eingestellte Trig Envelope oder der LFO (pro SID)


    - Modulations-Rate ("Y"):
    Bei LFO: die LFO Rate (Bezug auf Tempo des internen Sequencers oder MIDI) = Zeitanzeige für einen vollen LFO Cycle, bezogen auf den Takt. Potistellung linke Seite: innerhalb eines Taktes, rechte Seite: über 1 Takt hinaus gehend
    Bei ENV: die Decay Rate (höherer Wert = schnelleres Decay).


    - Filtertyp ("U","I","O") : High pass, Band pass, Low pass oder gemischt nach Belieben


    Der Drummer-LFO


    Bei "LFO" handelt sich hierbei nicht wie in Mono Synth um einen echten SID Oszillator (dort ist es der Osc#3 und hat volle Funktion bezüglich der 4 Wellenformen, variabler Tempofrequenz, etc.- funktioniert sehr gut wie bei teuren Analogsynth Vorbildern). Aber die Software generiert einen einfachen, der temposynchron die komplette Auswahl an rhythmischer Wirkweise bietet, genau passend für die App! Er kann vollen Takt (Wert 1), halben (Wert 2), 3er (super- Polyrhythmus 3 zu 4 mit bedacht :thumbup: ), 4.tel, 8 tel., 16.tel und sogar 32.stel (das ist zu schnell, um wirklich 2 Cycles pro 16.tel Note hören zu können, übrigens auch bei mega teuren Analogvorbildern, das ist normal. Aber falls man sehr langsames Tempo fährt, wird es deutlicher und gererell kann sowas immer FX generieren).
    Auf der rechten Potiseite die weiter gefasste Frequenzen über mehrere Taktlängen.


    Die Anleitung hat keine weiteren Infos zum LFO, hier kann ich bezüglich der Wellenform nur auf Sinus-Fkt. oder Dreieck tippen, ist (praktisch gesehen) die linearste. Diese Drummer-internen LFOs möchte ich nicht mehr missen, sie machen unabhängig exakt das was sie sollen, sind echte Rhythmus Tools, App-spezifisch gut umgesetzt. Die unabhängig wirkenden 2 LFOs im Einsatz kommen kurz im Video "Filter Test II" dran.


    Trig ENV:


    Im Video habe ich Modullationsquelle und Ziel identisch, dazu was im Spoiler, aber experimentieren ist hier erlaubt ;) : z.B. als Trig die BD wählen, bei den Filtern aber HiHat aktiv. Dann wird die HiHat bei BD modulliert. Ob es von SID#1 zu #2 geht, müsste ich nochmal testen. Bei Tutorial Punkt 5.Tipps, Nachträgliches etc. kommt es noch dran.


    Parallelen zur Musikproduktion mit anderen Synths im Spoiler


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    4. Video:
    1. Track Play (einmal abgekürzt)
    2. Filter: erst bei allen 6 Oscis aktiviert, verschiedene Einstellungen live, dann wieder mit Pattern Play:
    LFO Tests, Filter nur bei HiHat aktiv. Wechsel auf Trig Envelope Snare und Wirkung auf Snare (wie erwähnt, da kann man aber auch mit den Source/Dest. experimentieren) sowie auf SID#2 dasselbe bei HiHat (hört man bei vielen 16.tel Noten weniger deutlich, ist aber normal).


    Das Video II ist nur 54 Sec. lang und zeigt die 2 LFOs unabhängig arbeiten, hier nicht verlinkt. Video I:

    [External Media: https://youtu.be/LBIvhUmxPk0]

  • Danke, und: gerne (wenn es hilft- mir schon, da MSSIAH umfangreich ist)


    DMHas: ich sehe gerade auf deiner Website, dass du auch einen Pentium 200 MMX
    hast/hattest. Meinen kriege ich mangels Alt-Windows nicht mehr in die Gänge,
    würde aber gerne meine 2 originalen Rollcage Games wieder darauf zum Rennen bringen :D .
    Na ja, mal gucken.


    On Topic geht es hier noch mit den Tipps weiter, habe schon einiges gesammelt, aber momentan
    Bock auf SID Recording und das Thema Tonbandgeräte. Ist also noch nicht 100 % fertig, kommt noch,
    Richtung Frühling. Abschluss Drummer, weiter bei 303. Bis dann, Gruß

  • OFF-Toppic @R-Flux: Leider hatte. Ich habe das Board damals wegen eines misslungenene BIOs-Updates zerschossen. Jeder fängt mal an ...... :cry:
    Zurück zum Thema: Ich finde die Anleitung so hilfreich, dass überlege diese in ein PDF zu packen. Mal sehen wie ich das hinbekomme ....


    Hat sich erledigt - gibt es ja schon.

  • Ich habe das Board damals wegen eines misslungenene BIOs-Updates zerschossen.

    8o Autsch- muss zugeben, ich wusste gar nicht, das das so schnell geht, habe nie weiter gehendes PC Wissen gehabt- daher alles in Ruhe gelassen seit dem Wechsel auf heutigen PC.
    Jetzt steht er immer noch da. Mein Rollcage Stage II hatte ich bis zur letzten Hundertstel ausgereizt (im fahren, driften, wie im fliegen :thumbsup: ) und konnte kein Spiel besser. Aber bin zu unerfahren, um den MMX wieder einzurichten.


    MSSIAH-Anleitung:
    ja die original PDFs habe ich auch als Grundlage genommen, um sie dann aber mit der Praxis haarklein
    durchzuchecken. Das will und macht kaum einer, aber genau dafür ist MSSIAH prädestiniert. Ein sehr
    umfangreiches Modul!
    Wegen der Komplexität (5 Apps! Darin einzigartiges auf dem C64 enthalten: 909, 303, DAW! :) )
    wird es dann eher liegen gelassen. Aber gut: wenigstens von einigen schonmal wie ein einfaches MIDI Interface benutzt zum SID spielen, ist auch schon spaßig.


    Ich dachte, dann mache ich es mal, da ich genau so auch für mich die Sachen erarbeite. Liest kaum jemand und Fragen werden in neuen Threads gestellt, auch wenn sie hier rein könnten oder in den Einsteiger Thread, aber warum soll ich die komplette Ausarbeitung für mich behalten, in fast derselben Art (nur halt im rtf-Doc).


    Englisch/Deutsch:
    Das "Gesamtpaket" von 8Bit Ventures hat noch mehr Seiten als dieses hier, und wird wegen Englisch
    auch selten gelesen, hört man manchmal. Daher biete ich, sozusagen in einem Rutsch, eine deutsche,
    praxiserprobte Sache plus dazu passende YT Videos (nicht so toll mit Bild, aber immer original C64 und SID).


    Neues PDF:
    Drummer ist hier noch nicht ganz fertig. Punkt 5 "Nachträgliches und Tipps" wird dann so, wie es die Leute lieber wollen: kurze Punkte, die kleine Tipps oder Vergleiche mit den anderen Apps aufzählen. Es kommen auch noch Specials wie "32.stel Double PTN statt 48 Tics-Umstellung" oder "6/8.tel Beat" :D . Das geht in der Kürze, weil alles
    andere schon erklärt ist.


    Aber ansonsten gerne, wenn´s wem hilft ist es gut, wenn jemand ein PDF aufsetzt nach Fertigstellung ;)