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Switch für Datassetten-Port

  • Also zur Ausgangslage:


    Ich habe sowohl ein Commodore 1530 C2N wie auch einen Datasetten-Emulator. Beide benötigen den Datassetten-Port. Ich nutze beide Geräte. Da kahm mir der Gedanke ein Switch zusammen zulöten. Zu einem kahm mir der Gedanke aus Faulheit (finde es umständlich laufend ein- und auszustecken) und zum anderen um auch die Kontakte zu schonen. Ist ja auch nicht unbedingt das beste, wenn man immer wieder Stecker drauf- und abzieht.


    So wie ich es geplannt habe, brauche ich folgendes:
    Wipschalter mit drei positionen (aus / an 1 / an 2)
    Rasterplatine RM 3,95 mm
    Rasterplatine RM 2,54 mm
    Litzen in 7 Farben
    2 LED
    7 poliges kabel
    Datassetten-Stecker


    Der Aufbau wäre relativ einfach gehalten: Es würde so aussehen, dass ich in der RM 3,95 mm zwei Ports reinschneiden würde und die dann an die RM 2,54 per litzen dranlöten würde, wobei die Stromleitenden Litzen über den Wipschalter geleitet werden. zwei LED´s würden dann anzeigen, welcher der beiden Ports mit Strom versorgt wird. An der RM 2,54 mm würde dann auch das Kabel zum Commodore hängen.


    Würde dieser aufbau gehen? Theoretisch müsste ja nur der Stromkreis von dem einen Gerät abgeschaltet werden und vom anderen Gerät eingeschaltet. Oder muss ich noch an was anderes denken?

  • Würde dieser aufbau gehen?

    Wahrscheinlich nicht


    Quote

    Theoretisch müsste ja nur der Stromkreis von dem einen Gerät abgeschaltet werden und vom anderen Gerät eingeschaltet. Oder muss ich noch an was anderes denken?

    Schon rein theoretisch betrachtet ist es eine saudumme Idee, Geräten die Stromversorgung abzuklemmen und ihre Signalleitungen trotzdem angeschlossen zu lassen und mit Signalen zu befeuern. Die korrekte Lösung ist genau umgekehrt - Stromversorgung dranlassen und Signalleitungen umschalten.

  • Schon rein theoretisch betrachtet ist es eine saudumme Idee, Geräten die Stromversorgung abzuklemmen und ihre Signalleitungen trotzdem angeschlossen zu lassen und mit Signalen zu befeuern. Die korrekte Lösung ist genau umgekehrt - Stromversorgung dranlassen und Signalleitungen umschalten.

    Mal gut das ich nachgefragt habe. Sorry fallls es dämlöich rüberkahm, habe im Bereich Elektonik selber zusammlöten erst wenig erfahrung. Bisher eigendlich nur Bausätze zusammengelötet und die sind relativ einfach. Wenn man sich selber so eine schaltung zusammenstellen will, ist das schon was anders.
    Wenn ich dich recht versanden habe, nur die Signalleitungen auf Schalter legen dann würde es so gehen?
    Dementsprechend müsste ich D-4 und E-5 per Schaltung unterbrechen?
    https://www.c64-wiki.de/images…ettenport_Pinbelegung.gif

  • Ganz ideal ist das immer noch nicht.
    Der Schalttransistor für den Motor im C64 müsste dann auf C-3 genügend Strom für 2 Motoren liefern, und die F-6 Sense Leitung ist auch nicht ganz unwichtig.
    Entweder man findet einen schönen großen 4 Pol Schalter, oder man müsste sich was komplexeres ausdenken..

  • Ich muss mich auch fragen warum zwei Sorten Lochraster, Du könntest doch problemfrei alles auf dem 3.95er machen, oder irre ich da?

    Leider ist die 3,95 eine reine Rasterplatine und somit für eine Bestückung eher ungeeignet. Konnte keine 3,95 Rasterplatine mit löchern finden.
    https://www.conrad.de/de/exper…7-inhalt-1-st-527221.html


    Das ist die einzigste, die ich im RM 3,95 finden konnte. Und 3,95 ist ja wegen des Datassetten-Steckers erforderlich. Alle anderen Platinen haben RM´s von 2,54 oder 5,08. Auf einer gelöcherten Platine kann komponenten weitaus besser verbauen. Wenn es nur um den Datassetten-Switch gehen würde, würde ich es komplett auf der 3,95 machen. Da ich aber noch ein paar andere Sachen einbauen will, wäre eine 2,54 als Basisplatine schon von vorteil.

  • Ich habe mich gestern mit einem Freund zu dem Thema unterhalten.


    Er kennt zwar nicht den Aufbau eines Datasetten-Recorders, hat aber die Pin-Belegung eines Datasetten-Steckers gesehen. Er meinte, dass es Theoretisch ausreichen müsste, die Masse zu unterbrechen, damit alle sechs Leitungen tot sind.


    Eh ich da jetzt Mist baue, frage ich hier nochmal nach. Würde es funktionieren, wenn man die Masse per Schalter unterbricht?

  • Eh ich da jetzt Mist baue, frage ich hier nochmal nach. Würde es funktionieren, wenn man die Masse per Schalter unterbricht?

    Die Masseleitung ist die Leitung, die du bei Umschaltlösungen niemals, keinefalls und auf gar keinen Fall umschalten willst. Wie weiter oben schon erwähnt ist es eine schlechte Idee, die Stromversorgung einer Schaltung abzuklemmen und die Signalleitungen angeschlossen zu lassen.

  • Die Datenleitungen könnte man sinnvoll mit nem 4066 umschalten. Dafür brauchste dann aber ne Schaltspannung.
    Zum Umschalten der restlichen Leitungen kommste um nen Schalter mit mindestens 3 Ebenen nicht herum.

    Reparaturtipps auf eigene Gefahr! Ihr seid alt genug, um zu wissen, was Ihr tut. ;)
    Strom macht klein, schwarz und hässlich. :strom:

  • Die Datenleitungen könnte man sinnvoll mit nem 4066 umschalten. Dafür brauchste dann aber ne Schaltspannung.
    Zum Umschalten der restlichen Leitungen kommste um nen Schalter mit mindestens 3 Ebenen nicht herum.

    Leider habe ich vom Erstellen einer Schaltplannung keine Ahnung.
    Auch an Chip-Programierung habe ich mich noch nicht rangewagt. Zwar habe ich schon Firmware-Updates gemacht, allerdings Chips noch nicht selbst Programiert.

  • Da muss nix programmiert werden. Ein (z.B.) CD4066 ist ein analoger CMOS-Schalter.


    http://www.cmos4000.de/cmos/4066.html

    Habe vor ein paar Wochen das Bauteil bekommen. Hat sich alles verzögert. Nach dem durclesen der Beschreibung auf der verlinkten Seite brummt mir jetzt der Schädel. Ich habe jetzt: Schiebeschalter 2-positionen und 3pins , und zwei von den CMOS-Schalter


    Sehe ich das Richtig, dass Pin 14 mit dem +5V Schiene (ausgehend vom Schiebeschalter) und Pin 7 mit der Masse verlötet werden muss? Zumindest hört es sich so für mich an. Auch sagt mir das einige Beispielschaltungen, die ich im Internet gefunden habe. Z.b.: http://www.learningaboutelectr…ateral-switch-circuit.php


    Ich denke mal das ich damit schon mal richtig liege.


    Und wenn ich jetzt richtig liege muss ebenfalls vom Schiebeschalter kommend die 5V Schiene mit den Pins 13, 12, 5 und 6 des CMOS angelötet werden.


    Habe jetzt ein schnelles Schaltbild geschmiert (ist wohl das richtige Wort)
    Sorry für das Geschmiere, es ist bereits spät (Müde). Zudem habe ich kein richtiges Layout-Programm



    Wenn ich alles richtig interpretiert habe, müsste die Schaltung so hinkommen. Edit: Sehe gerade: Beim oberen CMOS habe ich Pin 13 vergessen. Der natürlich auch.


    Das dürfte doch so als Datasetten-Switch gehen. Kann da einer mit mehr ahnung mal drüber schauen?


    Edit2: Sehe gerade dass bei den meisten Schaltungen Widerstände verbaut sind. Wären die in dem Fall nötig? Wenn ich da oben was falsch gemacht habe, bitte ich um Hilfe

  • Also ich würde mal ganz grundsätzlich die Versorgung der 4066er (Pin 14) nicht mit umschalten - siehe Unseens Post weiter oben zum Thema "Versorgung abschalten". Dann würde ich Pulldowns von den Schalteingängen auf GND geben (oder den ganzen Schalt-Teil auf Pullups und Schalten von GND auf die Schalteingänge umbauen).


    Darüberhinaus wird das Umschalten der Motorleitung meiner Meinung nach so nicht klappen, da der 4066 ein zu hohes rON (typ. 125 Ohm) hat - da läuft der Motor sehr wahrscheinlich nicht mehr.


    Siehe: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/cd4066b.pdf

  • Wie schon geschrieben, Vcc für die 4066 sollte immer vorhanden sein.
    Man müsste auch mal schauen, wieviel Strom auf der Motorleitung fließt. Keine Ahnung, ob die 4066 für solche Ströme ausgelegt sind.


    @kinzi:


    125 Ohm ist falsch - das ist bei 15V Vcc. ;)
    Bei 5V sinds schon typ. 470 Ohm.

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    Edited 2 times, last by SamW ().

  • 125 Ohm ist falsch - das ist bei 15V Vcc.
    Bei 5V sinds schon typ. 470 Ohm.

    Jo, danke, hab's nur überflogen - das macht es aber nicht besser, sondern schlimmer - das wären dann nur max. 10-15 mA (Kurzschlussstrom); damit läuft die Datasette sicher nicht. Sie braucht laut meinen Messungen auf der Motorline (9 V-Schiene) ca. 60 mA.

  • Keine Ahnung, ob die 4066 für solche Ströme ausgelegt sind.

    Übrigens, durch das rON kann der 4066 gar nicht mehr Strom als sich rechnerisch durch den Kurzschlussstrom ergibt; deshalb steht zum max. Strom auch nichts im Datenblatt.

  • Quote

    DC Input Current (any one input) ± 10 mA

    Nicht im TI-Datenblatt, aber im oben verlinkten ST-Datenblatt steht's drin. ;)


    Edith: Doch, im TI-Datenblatt steht's auch drin. Identischer Wortlaut ;)

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  • Ok. Danke für die Hilfe. Bin in den Thema neu. Bisher nur ein paar Lötarbeiten am C128D und ein paar Andere gehabt. Das letzte war eine Platine mit Vorwiderstand für runde RGB-LED´S (3V LED´s), welches am Farbwerk (LED-Controller mit Ausgängen 12V) angeschlossen werden sollte. Die war noch relativ einfach. Der Datasetten-Switch ist die erste Arbeit die etwas anspruchsvoller ist. Man möge also Nachsicht mit mir haben :D



    Ok wenn ich es jetzt richtig Verstanden habe:
    Pin 14 direkt auf die 5 V-Leitung ohne auf den Schiebeschalter gehen
    Pulldown- oder Pullup-Widerstände nutzen und die Schaltung entsprechend des gewählten Widerstandes anpassen.
    Und die Motor-Leitung nicht über den CMOS laufen lassen


    Oder sehe ich das jetzt falsch?


    Wie läuft das eigendlich mit der Motorleitung? Liegt da dauerhaft Strom dran? Oder nur wenn der C128 entsprechend die Leitung anspricht. Wenn da dauerhaft Strom anliegt, könnte man dann nicht das ganze so umbauen dass man den Motorstrom als Steuerungsstrom nutzt? Und dann die 5V-Schiene auf Pin 1 und 2 legt. Jetzt mal ein Beispiel


    Motorleitung -> Pin 14
    Motorleitung -> Schiebeschalter -> Datasettenport
    Motorleitung -> Schiebeschalter -> Pin 5, 6, 13 und 12
    +5V-Leitung ->Pin 1 ----- Pin 2 -> Datasettenport


    So würde der Motor laufen, da ich den Motor direkt an den Schiebeschalter anschließen kann
    Oder wäre diese Variante totaler Blödsinn?