Transferkabel für ZX Spectrum 2A

  • Weniger komfortabel, aber deutlich billiger: Eine Adapterkassette Marke 'CD-Spieler an Autoradio' (mit Kabel und Kopfhörerstecker) oder neuerdings auch 'SD-Karte an Autoradio' (keine Kabel, dafür eine praktische Fernbedienung und ein paar weniger praktische Batterien/Akkus)
  • Für meinen kürzlichen Neuzugang, einen hübschen grauen Spectrum, habe ich das auch erstmal "ambulant" gelöst.

    Du brauchst einen DOS-Rechner mit Soundkarte (+funktionierendem DOS-Soundkartentreiber), das Programm "taper" düdelt dir dann die *.tap" files vor. Damit bist du für 99% der Software gerüstet, Diskettenprogramme gab es ja nicht so viele für das Ding.

    Ich hab dann erst versucht, meine Cassettenrecorder aus der Sammlung damit zu benutzen, aber die sind wohl schon zu historisch und waren nicht stabil genug.

    Schweren Herzens hab ich mich nun entschlossen, das factory seal zu lösen und den Spectrum zu öffnen. Brutal genug für ein zusätzliches Loch für "Audio-In" war ich allerdings nicht. Ich hab den NF-Eingang einfach mit RG174 vorsichtig zwischen den Gehäuseschalen an der 9V-Buchse raus geführt und eine Cynch-Kupplung dran gelötet. ist also zerstörungsfrei wieder zu entfernen.

    Die Lösungen mit der "Cassette", die die NF induktiv auf den Tonkopf überträgt, hat dasselbe Ziel, allerdings frage ich mich immer, ob das mal wirklich einer probiert hat.
    Der Spectrum hat ja (im Gegensatz zu Autoradios, wofür das eigentlich gedacht war), eine gut schliessende Cassettenfachabdeckung. Wüsste nicht, wie man im Inneren in dem Schwenkschacht das Kabel von der Cassette durchführen sollte???

    Aber auf jeden fall funktioniert das einwandfrei ohne Lesefehler mit dem "Taper" und ein DOS-rechner steht bei mir eh auf dem Arbeitstisch.

    Es gibt auch eine kleine Schaltung, die letztendlich die beiden AFSK-Töne über die Parallelschnittstelle erzeugt. DOS-Rechner waren ja noch nicht alle mit Soundblastern ausgerüstet.

    Fazit: Man braucht einen DOS-Rechner (am einfachsten mit Soundblaster) und man muss sich ein Kabel mit Steckern löten, dann kann man jedes "tap"-file übertragen.

    SD-irgendwas ist vielleicht bequemer, aber erstmal nicht aus der Bastelkiste zu realisieren.
  • Das mit "Taper" stimmt natürlich, das geht bei mir sogar mit einem Win7 Laptop den ich über eine normale Audio Klinke vom Kopfhörerausgang des Lappis mit dem Ear-Eingang des Speccys verbinde, Idealerweise mit dem Original Mono-Klinken-Kabel des Speccys. Dann musst Du nur ein bisschen in den Mixer-Einstellungen in Win7 spielen, ich habe es glaube ich mit der "DVD-Quali, 16Bit, 48000 HZ" Einstellung hinbekommen. Natürlich muss man dann diese 3-5 Minuten warten bis das Spiel im Speccy geladen ist, gibt einem dann aber das gewisse "Retro-Gefühl"...

    Spectrum 128+, Disciple+3,5"
    Amiga1200,2GB HD,CF-Adapter
    Amiga2000,Amiga500,600,1200
    C-128,1541,1571,1581,SD2IEC

  • Gut, dass du das erwähnst: Ich hab auch mit der rate etwas in den Taper-Einstellungen probieren müssen, irgendwie mit 21000 ging es dann richtig perfekt ohne irgendwelche Ladefehler.

    PS: Bei mir gehts mit WIN98, im DOS-Modus gestartet. War nur ein bisschen Frickelei mit der Soundkarte, hatte das mit DOS ewig nicht mehr gemacht.
  • PC als Server für Diskettenimages geht nicht.
    Zumal der ZX +2 sowieso ein zusätzliches Interface braucht um überhaupt was anderes als Tapes zu können. Da is so Kassettentransferkrams noch am ehesten 'ne Lösung die du nutzen kannst.
  • Dafür is mir aber maximal ein Zifferblock als Erweiterung bekannt.

    Wer mit Disketten bzw. Diskettenimages arbeiten möchte kommt kaum an dem TRDOS-Nachbau von Zaxxon oder dem divIDE mit EXDOS Firmware vorbei.
    Die anderen (und obendrein ziemlich mies unterstützten) Disketteninterfaces kannste erst recht nicht bezahlen.
  • Wenn Du so genervt auf unsere Hilfestellungen reagierst hier abschließend meine kurz und bündige Antwort auf Deine Frage:

    Nein, so ein Kabel gibt es nicht! Und über welche "Disk"-Image-Dateien redest Du eigentlich? +3, Opus, oder +D (Disciple)?

    Der Löwenanteil der Software ist im TZX/TAP Format verfügbar und das sind nunmal "Audio-Dateien" die Du über einen
    Media-Player versus Klinkenkabel vom PC in Deinen Speccy lädst. Und genau das machst Du mit Taper.

    Gute Nacht!

    Spectrum 128+, Disciple+3,5"
    Amiga1200,2GB HD,CF-Adapter
    Amiga2000,Amiga500,600,1200
    C-128,1541,1571,1581,SD2IEC

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Flocke1967 ()

  • Das Beta-Disk-Interface war damals auch recht verbreitet, aber eine innere Stimme sagt mir, daß man a) für jedes Disk-Image die passende Interface-Emulation bräuchte udn b) nicht alle Original-Interfaces mit dem +2/+2A zusammenarbeiten... ein 'moderner Nachbau' wird also an enge Grenzen stoßen, wenn es um Disk-Images geht.

    BTW: Der Ziffernblock läuft nur am Spectrum 128K, zummindest beim +2A/+3 hat Amstrad die Routinen abgeklemmt :-/

    Und die Anpassung des C60-'Disketten'-Adapters an das Laufwerk des +2 überlassen wir dem interessioerten Leser als Übungsaufgabe- ich würde in dem Fall wohl die Klappe ausbauen oder es mit einer der Speicheerkarten-Adapter versuchen. Steht schon auf der Einkaufsliste, kann aber noch was dauern.
  • jungsi.de/beta-disk-128-clone-sinclair-zx-spectrum/

    Wenn man bedenkt, dass 99% aller russischen Disketten (dort waren Betadisk/TRDOS Interfaces nebenbei relativ verbreitet, während die in UK eher selten anzutreffen waren) genau jenes Format nutzen isses evtl. 'ne Überlegung wert.
    Bleibt nur das Problem, dass ein Großteil der Software von dort Pentagon/Scorpion/Leningrad-Timings benötigt (Multicolor Effekte funktionieren nur fehlerhaft, Teile laufen zu langsam, etc.). In westlichen Gefilden gibt's ja kaum relevante Software/Demos auf Disketten. Aber gut ... wer unbedingt auf Disketten besteht, Tapes lassen sich relativ einfach auf Diskette konvertieren und das Interface ist im Gegensatz zur 1541 angenehm schnell.