Ich habe mir mal ein altes Netzteil eines IBM 5170 AT vorgenommen. Vorab: das Netzteil funktioniert bisher noch und kann einen AT noch antreiben. Allerdings messe ich 5.08V, aber nur 11,06V auf der 12V Schiene (mit einer testweise angeschlossenen Festplatte, um Last zu simulieren). Ich möchte versuchen, dieses Netzteil zu überholen und wieder für Dauerbetrieb fit zu machen. Ich bin NICHT vom Fach, daher an die Profis die Frage: was muss alles raus ? Bitte jetzt keine Umbaumassnahmen in Richtung "bau ne neue Platine rein". Ich möchte gerne das Original so weit wie möglich erhalten, nur soll es wieder zuverlässig die nächsten Jahre funzen. Ich würde aber auch die Aussage von kompetenter Stelle akzeptieren, das aus dem und/oder dem Grund ein Teilewechsel keinen Sinn macht, ausser man tauscht alles aus.
Also, gibt es echte Verschleissteile, die man erfahrungsgemäß wechseln könnte? Elkos, Spannungswandler, Widerstände... ?
Und noch zur Info: Ich weiss, im Primärteil tut's weh, entlade die großen Elko's, mach nichts unter Spannung, mit anderen Worten: ich bin ausgesprochen vorsichtig und will noch ein paar Jahre leben. Das wäre das Netzteil dann doch nicht wert.
Netzteil überholen
-
Multisync -
10. August 2016 um 15:17 -
Erledigt
Es gibt 42 Antworten in diesem Thema, welches 8.188 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (
-
-
Ich bin NICHT vom Fach, daher an die Profis die Frage: was muss alles raus ?
Ich würde vorschlagen die Finger komplett raus zu lassen
Sorry ist nicht persönlich gemeint, aber Netzteile sind Teufelszeug für Leute die nicht vom fach sind.. -
Vorsicht... Das Netzteil regelt nur die +5V, die +12 laufen rein durch das Wicklungsverhältnis mit, ausserdem ändert sich die Spannung je nach Last etwas.
Ansonsten sieht das Teil gut aus und wenn alles läuft nichts ändern.
-
Ich würde vorschlagen die Finger komplett raus zu lassen
Sorry ist nicht persönlich gemeint, aber Netzteile sind Teufelszeug für Leute die nicht vom fach sind..Ich habe aber die letzten 15 Jahre das eine oder andere NT wieder zum Laufen gebracht, zumindest wenn der Fehler offensichtlich war. Defekte Elkos, durchgebrannte Teile wie Dioden und Widerstände und vor allem geplatzte Enststörkondensatoren sind meist visuell ausfindig zu machen, und ein bisschen messen kann ich ja auch noch. Also grundsätzlich bin ich mit dieser Aussage nicht einverstanden. Wenn kein Strom drauf ist und die Elko's im Primärbereich geprüft entladen sind, sehe ich da kein so großes Problem. Die Frage ist wirklich - und ist eben von mir schwer zu beurteilen - ob so eine Auswechselaktion wirklich Sinn macht, ob man damit zukünftig zu erwartenden Ausfällen und der damit verbundenen komplizierten Fehlersuche - die dann auch mehr Fachwissen voraussetzt - vorbeugen kann.
-
O.k. dann würde ich präventiv die alten Elkos tauschen. Das kann nicht schaden.
-
Die beiden Folien-Entstörkondensatoren (siehe Pfeile) haben die Beschriftung ".05M DC630V MEF/TSC". Sind die genauso anfällig wie zum Beispiel die Wima-Dinger? Was wären adäquate Vergleichstypen?
-
Schade, kennt keiner einen Vergleichstypen? Oder wenigstens wieviel uF ".05M" ist?
-
50nF könnte passen... Aber warum willst du die tauschen?
-
Gerrit: das ist wieder eine dieser Aktionen wo jemand unbedingt irgendwas dran machen will um sich selbst auf die Schulter zu klopfen wenn es danach dann sogar immer noch Funktioniert.
Warum? keine Ahnung.
Und ausgerechnet so ein IBM Netzteil herzunehmen das im Aufbau um Klassen besser ist als der übliche Ramsch... Naja, man könnte z.B. blaues Licht reinmachen.
-
JMP$FCE2: du hast meinen ersten Post nicht gelesen. Ich lasse mich von Fachleuten gerne überzeugen, dass so eine Tauschaktion nichts bringt.
Gerrit: ich wills wissen, weil ich die Bezeichnung nicht deuten konnte. Aber bei vielen Netzteilen gehen echt oft diese Entstörkondensatoren kaputt. Allerdings haben die in diesem NT 600V (und nicht 250V wie in vielen anderen) und sind also nicht knapp ausgelegt.Also, ich mache den Staub runter, checke die Lötstellen unterm Mikro und schraubs wieder zu.
-
Also, ich mache den Staub runter, checke die Lötstellen unterm Mikro und schraubs wieder zu.
Das ist genau der richtige Weg.
-
Das ist eine gute Idee, ohne Grund sollte man etwas funktionierendes nicht tauschen.
Da es bei Dir keinen Anhaltspunkt gibt, dass ein Bauteil am ableben ist, bleibt es am besten so, wie es ist.
Denn man weiß ja nicht, ob das "neue" Bauteil tatsächlich besser ist und das alte schlechter. Das müsste man konsequenterweise erstmal ermitteln, sprich messen.
-
Danke für die Tipps, ich entwickle mich vorwärts

-
Da es bei Dir keinen Anhaltspunkt gibt, dass ein Bauteil am ableben ist,
Nunja, sie 12 Volt sind tatsächlich etwas niedrig. Wenn das bei voller Last auf dem 5V-Zweig so bleibt könnte das auf Probleme mit alternden Kndensatoren hindeuten- das bekommt man aber am besten raus, indem man mit einem ordentlichen Oszilloskop (also nicht mit so einem 20-Euro-Spielzeug aus Fernost) nach Rauschen und Störspitzen insbesondere auf der 5V Leitung sucht.
Alternativ, aber nur für Auskenner: Alters-Check mit geeignetem ESR-Meter.
-
Ich kann die Kapazität und den Innenwiderstand wahlweise mit dem Multimeter oder einem "Peak Atlas ESR+" prüfen. Meisten - weil es schneller geht - mache ich es mit dem Peak. Ich bin jetzt ein bisschen verunsichert, nachdem in einigen Post's der vorbeugende Austausch der Elko's in Zusammenhang mit "Bastelwut" gebracht wurde. Ich bin hier in diesem Forum Mitglied, weil ich eben kein Elektronik-Spezialist bin und mir die Meinung von Fachleuten einholen möchte, bevor ich den Lötkolben anschmeisse. So lerne ich permanent dazu.
Allerdings: warum das OK sein soll, wenn ein über 30 Jahre altes NT - mit oder ohne Last - statt 12V nur noch 11V bringt, kommt mir zwar schon komisch vor. Aber ich gehe davon aus, dass mein diesbezüglicher Hinweis gelesen wurde und ein NT offenbar trotzdem als voll funktionsfähig anzusehen ist, wenn es auch mit 11V statt 12V ein MB antreiben kann.
-
Unter welcher Last auf +5V und +12V hast du die +12V gemessen? Wie bereits geschrieben, das Netzteil regelt nur die +5V, die +12V ergeben sich rein aus dem Windungsverhältnis des Trafos/Übertragers.
-
Ich hab eine normale IDE-Festplatte angeschlossen.
Unter Last: 11,3V
Ohne Last: 10,7VDie 5V sind immer gleich, 5,06V, ohne MB dran.
-
Dann mal ein bisschen mehr Last auf die +5V bitte.
Mein Netzteiltester ist eine alte Bilux-Lampe, ergibt gleichzeitig ca. 2A auf +5V und 4A auf +12V.
-
Dann mal ein bisschen mehr Last auf die +5V bitte.
Mein Netzteiltester ist eine alte Bilux-Lampe, ergibt gleichzeitig ca. 2A auf +5V und 4A auf +12V.
Ich hätte auch eine Bilux Lampe in meinem Sammelsurium. Die hat unten zwei Anschlüsse, wie hast du das zusammengelötet? Wenn du mir ein Foto schickst, dann baue ich's nach. Ist vielleicht auch für andere interessant.
-
Erstmal dein Netzteil checken, bringt es genug Leistung auf 12V? Also die 4A oder mehr? Wenn nicht würde ich erstmal eine normale 21W-Autolampe (Bremslichtlampe, Blinker, Rückfahrscheinwerfer) an +12V nehmen, das sind dann knapp 2A Last. Die muss das Netzteil bringen.
Dann ist das bei einer Bilux ziemlich einfach, man kann erkennen welcher Anschluss mit beiden Glühfäden verbunden ist, daß ist GND, der im Reflektor bekommt die +12V und der gebogene die +5V.
Meine Bilux hat einen Laufwerksstecker bekommen.
BTW: Bilux mit 2 Anschlüssen? Das sollten 3 sein, sind schliesslich 2 Glühfäden drin, daher auch das 'Bi' im Namen... Ich beziehe mich hier auf die Bilux die der Vorläufer der H4-Lampe war.
-