Dachbodenfund Amiga Turbokarte A530 defekt

Es gibt 38 Antworten in diesem Thema, welches 7.699 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. August 2016 um 13:26) ist von ml_phoenix.

  • Habt ihr eine Meinung was das Board an sich noch für ein Wert hat?

    Da ist noch eine CPU drin - wenn die überlebt hat, kann man noch 2-3 EUR dafür bekommen. Es ist halt eine EC030, also ohne MMU und im Plastikgehäuse. Die FPU ist im Keramik/Gold Package, da ist für ca. 1,- EUR Gold drin.

    Die ACA 500 und erst recht die Plus werden NICHT passen.

    Komisch, dass Du eine Unterscheidung zwischen den Karten machst, obwohl ich schon mehrfach bestätigt habe, dass sie sich mechanisch kaum unterscheiden. Tatsächlich hat die ACA500plus nur eine Montagebohrung weniger, die restlichen Bohrungen sind sogar an der gleichen Stelle wie bei der alten Karte.

    Das Gehäuse ist sicher eine gute Basis, um es für die ACA500(plus) nutzbar zu machen. Wenn es von der Breite her nicht passt, fehlen sicher nur wenige mm. Die holt man sich, indem man die Metall-Basis links ein wenig öffnet.

    Jens

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  • Komisch, dass Du eine Unterscheidung zwischen den Karten machst, obwohl ich schon mehrfach bestätigt habe, dass sie sich mechanisch kaum unterscheiden. Tatsächlich hat die ACA500plus nur eine Montagebohrung weniger, die restlichen Bohrungen sind sogar an der gleichen Stelle wie bei der alten Karte.

    Jens

    Differenziere ich in irgendeinerweise die Größen der beiden Karten? Sage ich, das es da Unterschiede gibt/geben wird?

    Tja. Man liest halt wie es einem passt. Gelle?

  • ? Wenn du schreibst, dass die Plus "erst recht nicht" passen wird, impliziert dass, dass sie größer ist und/oder aus anderen Gründen schlechter in das Gehäuse passen würde als die normale aca500...

    Ich persönlich finde solche Lösungen (alles gerät als Gehäuse für neue Hardware) meist zu schade, weil dadurch immer mehr von der alten Hardware auf dem Schrott landet.


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  • "Erst recht nicht" in Bezug auf, das er von einer ACA 500 Plus ausgeht und nicht von einer ACA 500. ;)

    Weder Baugröße noch Bauform wurden von mir angesprochen.

    Egal. B.T.T. please

  • Lustig.. Zum genauen defekt schweigst du dich jetzt bei ebay genauso aus... jetzt ist ja nichtmal mehr ein Bild vom defekten PAL zu sehen. Reparierbar mit Aufwand mag rein technisch gesehen stimmen, realistisch gesehen wird aber wahrscheinlich niemand seine funktionierenden PALs zur Verfügung stellen. Mir zumindest wäre die Gefahr das beim Versuch sie auszulesen meine PALs ebenfalls ins Nirvana gejagt werden viel zu groß.

  • Jepp stimmt, jetzt mach ich das gleiche... :/
    Habe ich eben in der Beschreibung mit angegeben...
    Danke an Jens für die Bestätigung das das wohl doch passen würde...
    Auf den muell wird die bestimmt nicht landen...Vielleicht gibt es jemanden der das Board wenigstens als Ersatzteillager nutzen...
    Wie weit ist denn die aca 500 plus...?

  • Da ich die Geschichte nun kenne - und dann diese Anzeige sehe - das ist Ebay zum abgewöhnen....

    Die Zeiten ändern sich:
    Bei dem C64 war ein blauer Bildschirm noch ein Zeichen dafür, das alles in Ordnung ist....

  • Man müsste einen Schaltplan der Turbokarte zeichnen, und den Inhalt des PALCE neu entwickeln - kein Hexenwerk, aber eine Menge Arbeit, die für mich so aussieht, als würde sie nur einmal im Leben wirklich benötigt werden. Dann würde ich die CPU retten und den Rest wegwerfen.

    Auf ebay-Deutsch übersetzt:

    "Dieser Chip ist ein PAL und man benötigt ein funktionierenden Chips um diesen auszulesen und wieder neu zu programmieren!!!"

    :hand:sick::drunk:

  • Was mich mal interessieren würde: Der Typ des PAL Chips ist ja bekannt. Kann man diesen Typ mit Tricks auslesen oder nicht ? Damals ca. 1992 galt der PAL als auslesesicher, aber heutzutage gibt es doch bestimmt moderne Möglichkeiten, an den Inhalt des Chips ranzukommen ? Was meinen die Hardware-Experten dazu ?

  • Ich hatte mal hier im Forum die Vermutung geäußert, dass GALs auslesbar sind, wenn man das power-sequencing ändert (erst die hohe Spannung anlegen, dann die 5V-Versorgungsspannung). Ein paar Leute von a1k.org haben das erfolgreich durchgeführt und perfektioniert; GALs sind also jetzt kein Geheimnis mehr, sie gehen beim Versuch, sie dennoch auszulesen, praktisch nicht mehr kaputt.

    Bei PALCEs ist das AFAIK anders: Die nehmen zwar die gleichen Jedec-Listen, haben aber einen ganz anderen Programmier-Algo, der nicht offen liegt und demnach auch nicht versuchsweise angepasst werden kann. Hier ist weitere Forschungsarbeit nötig, die man aber an "eigenen" PalCEs machen kann, bevor man wertvolle Originale opfert. Ich selbst habe kein Interesse an einer solchen Arbeit.

    Die GVP-Karte wäre am leichtesten wieder zu beleben, wenn man Mike von GVP (der irgendwo in Asien sitzt und eine Art Tauchschule betreibt) überreden könnte, die Jedec-Liste für diesen Chip 'rauszurücken. Da mir der Typ aber mehr als suspekt ist und ich haarscharf dran vorbei gekommen bin, von ihm um mehrere tausend EUR erleichtert zu werden, werde ich mich weder darum kümmern, noch irgendwem die Kontaktdaten geben - die Gefahr, dass jemand anders beschissen wird, ist zu groß.

    Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die repariert man nicht mehr.

    Jens

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  • Ich hatte mal hier im Forum die Vermutung geäußert, dass GALs auslesbar sind, wenn man das power-sequencing ändert (erst die hohe Spannung anlegen, dann die 5V-Versorgungsspannung). Ein paar Leute von a1k.org haben das erfolgreich durchgeführt und perfektioniert; GALs sind also jetzt kein Geheimnis mehr, sie gehen beim Versuch, sie dennoch auszulesen, praktisch nicht mehr kaputt.

    Bei PALCEs ist das AFAIK anders: Die nehmen zwar die gleichen Jedec-Listen, haben aber einen ganz anderen Programmier-Algo, der nicht offen liegt und demnach auch nicht versuchsweise angepasst werden kann. Hier ist weitere Forschungsarbeit nötig, die man aber an "eigenen" PalCEs machen kann, bevor man wertvolle Originale opfert. Ich selbst habe kein Interesse an einer solchen Arbeit.

    Die GVP-Karte wäre am leichtesten wieder zu beleben, wenn man Mike von GVP (der irgendwo in Asien sitzt und eine Art Tauchschule betreibt) überreden könnte, die Jedec-Liste für diesen Chip 'rauszurücken. Da mir der Typ aber mehr als suspekt ist und ich haarscharf dran vorbei gekommen bin, von ihm um mehrere tausend EUR erleichtert zu werden, werde ich mich weder darum kümmern, noch irgendwem die Kontaktdaten geben - die Gefahr, dass jemand anders beschissen wird, ist zu groß.

    Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die repariert man nicht mehr.

    Jens

    Wenn Du Deinen Laden mal schließt, schreib bitte vorher noch ein paar Storys auf :D

    Die Zeiten ändern sich:
    Bei dem C64 war ein blauer Bildschirm noch ein Zeichen dafür, das alles in Ordnung ist....

  • Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die repariert man nicht mehr.

    Es geht ja nicht nur um diese eine GVP Turbokarte. Die PAL Chips wurden doch bestimmt auch in vielen anderen Hardware-Erweiterungen und Geräten verbaut. Da wäre es schon praktisch, wenn es eine Möglichkeit gäbe, diese auszulesen, um Geräte mit solchen Chips reparieren zu können. Aber anscheinend ist das wirklich sehr aufwendig...

  • Da wäre es schon praktisch, wenn es eine Möglichkeit gäbe, diese auszulesen, um Geräte mit solchen Chips reparieren zu können. Aber anscheinend ist das wirklich sehr aufwendig...

    Geduld ist die Mutter der Porzellankiste. Man hat auch zwei/drei Jahrzehnte geglaubt, dass der Inhalt der GALs gegen auslesen geschützt ist. Die Hardwarehersteller haben sich darauf verlassen, die Hardwarehacker sind dran verzweifelt. Mittlerweile ist es für ein paar Leute eine Sache von Sekunden oder Minuten, um einen GAL auszulesen.

    Es wird mit PALCEs früher oder später auch funktionieren, sobald jemand den Dreh raus hat. Führen die Programmiergeräte kein Verify durch? Dazu müssen sie ja auch lesen können, was sie gerade reingeschrieben haben.

    Eventuell sollte man diese Diskussion in eigenen Thread verschieben?

  • Die PAL Chips wurden doch bestimmt auch in vielen anderen Hardware-Erweiterungen und Geräten verbaut. Da wäre es schon praktisch, wenn es eine Möglichkeit gäbe, diese auszulesen, um Geräte mit solchen Chips reparieren zu können.

    Mag sein, aber ich kann nicht viel dazu beitragen. Als um die Jahrtausendwende herum die Logiksparte von AMD (bzw. Vantis) an Lattice verkauft wurde, wurde mir vom Distributor sozusagen als "Dankeschön für die gute Zusammenarbeit" die Auslegung der internen Switchmatrix der MACH-Chips zugespielt. Zu der Zeit war aber die Uhr für PalCE-Chips praktisch abgelaufen - dafür hat sich niemand mehr interessiert, weil die Integration in Sachen Logik immer höher wurde (eben "C"-PLD, also "complex").

    Die Kontakte von damals habe ich nicht mehr. Ich wüsste nichtmal, wo ich ansetzen sollte - Lattice hat die ispMACHs weiter entwickelt und verkauft sie bis heute. In Sachen PalCE finde ich bei Cypress etwas, und viele Hinweise auf mil-spec Chips. Sieht also so aus, als wäre dieser Teil an Cypress gegangen (über welche Wege auch immer). Auch in die Richtung habe ich null Kontakte.

    Immerhin findet man die üblichen russischen Kopierservices, ergo ist es nicht aussichtslos. Aber nochmal: Ich habe keinen Ansatzpunkt, müsste erst aufwändig den eigentlichen Lese-Algo reversen, damit man daran herumprobieren kann. Ich möchte meine Zeit nicht damit verbringen.

    Jens

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  • Führen die Programmiergeräte kein Verify durch? Dazu müssen sie ja auch lesen können, was sie gerade reingeschrieben haben.

    Das machen sie, bevor sie die protection fuse setzen.

    Jens

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  • Gibt wohl auch Elektronikbuden in China welche anbieten GAL/PAL zu reversen/"auszulesen".
    Drauf vertrauen würde ich nicht, Preise sind aber wohl überschaubar und bei 'nem Bekannten hat's damals (vor 2-3 Jahren) geklappt (war im Rahmen vom Clonevorhaben der "PC Midi Card" ISA Karte von "Midi Quest").

  • Es gibt ja auch noch den zerstörerischen Angriff. Man programmiert jedes Bit einzeln, und je nachdem, ob es schon programmiert war oder nicht, fliesst mehr oder weniger Strom ;) Danach funktioniert zwar der Baustein nicht mehr, aber man kennt den Inhalt. Und könnte ihn nach dem Löschen auch wieder zurückschreiben.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Jepp stimmt, jetzt mach ich das gleiche... :/
    Habe ich eben in der Beschreibung mit angegeben...

    Jetzt passt auch die Beschreibung :). Danke für die Ehrlichkeit, könnten sich einige ebay-user ne Scheibe von abschneiden!!

  • Hallo...
    Hab nochmal eine frage...
    Wird für die Gvp530 eine install Diskette zwingend erforderlich oder wird sie eingesetzt und Alles sollte gehen...?
    Habe jemanden gefunden der eine gvp530 hat die auch nicht richtig geht...
    In,sys Info wird das Board erkannt und auch der prozi wird angezeigt jedoch wenn ich ein Speed test mache zeigt er immer die original cpu an...
    Muss ich eventuell noch Einstellungen vornehmen oder wirklich die install disk kopieren