Eine NAS Platte geht karpott oder ist es schon :(

Es gibt 162 Antworten in diesem Thema, welches 34.209 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. September 2016 um 16:45) ist von oobdoo.

  • Es haben beide Recht, da je nach Hersteller die Begriffe oft anders ausgelegt werden, wer hält sich schon an Definitionen. Und so kommt es halt gerne vor, daß sich solche Begriffe für Dinge einbürgern, die eben nicht ganz der Definition entsprechen. Ich denke da nur an VLAN und TRUNK, was je nach Hersteller etwas ganz unterschiedliches sein kann.

  • Ich habe das ganze Streitgespräch mit JBOD/RAID0 irgendwann mal aufgegeben weiterzulesen.
    Hier meine echte Erfahrung aus der Praxis mit einen Synology 211j und JBOD (Synology-Definition):

    - 2x 2TB als JBOD eingerichtet (JBOD = was Synology darunter im Menu versteht). Ich hatte damit <4 TB Speicherkapazität
    - eines Tages, nach dem Urlaub, wo das NAS ausgeschaltet war, startete eine der Disks nicht mehr

    Die zweite, gesunde Platte liess sich NICHT lesen, auch am PC mit Linux habe ich das mit meinen rudimentären Kenntnissen nicht geschafft.
    Es war auch nicht der Controller, da ich probeweise beide Disks in einem anderen 212er Synology reingetan habe (welches mit seinen eigenen Disks auch 100% lief).

    Ich hatte damit einen Totalverlust von vielen Video-Daten. Die echten Nutzdaten (Dokumente etc.) sind natürlich auch woanders gesichert gewesen.
    Ob man das jetzt JBOD oder RAID0 benamst, ist mir als einfacher Anwender egal. Es ist strunz und ich empfehle es keinem, es zu nutzen.

    Auch wenn eine "es sind keine lebenswichtige Daten drauf" oder "ich habe es mal irgendwo woanders, zwar nicht aktuell, aber gesichert" Mentalität hat:
    Der Zeitaufwand, die Daten wieder herzustellen aus Backups ist nicht klein und sowas ist mir persönlich als verlorerene Lebenszeit zu schade.
    Ich musste es halt auf eine schmerzliche Weise lernen.

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  • Das Problem ist halt, das Endergebnis ist vordergründig gleich, und über die drunter steckende Technik erfährt man von den Herstellern der kleinen NAS-Systeme oftmals nichts. Und wenn man nicht so versiert ist, sieht man den Unterschied auch nicht, bzw. mangels Einzel-LEDs an den Laufwerken kann man ihn oft auch nicht sehen: JBOD/SPAN/NRAID: Es blinkt beim Zugriff auf eine einzelne (größere!) Datei nur ein Laufwerk. RAID0/1/4/5: Beide bzw. alle Laufwerke blinken gleichzeitig. Der Endanwender steckt da zwei Platten rein, die NAS fasst das per JBOD/SPAN/NRAID (ist letztlich das selbe) oder per RAID 0 (Striping, ist softwaretechnisch teurer) zusammen und man sieht ein großes Laufwerk. Und wenn ein Laufwerk futsch ist, ist alles futsch*. Das Problem sind dann bei diesen Herstellern oft die oftmals technisch ahnungslosen (selbst schon erlebt) Marketing- und Vertriebsleute, die dem Kind dann einen Namen geben und den dann für immer beibehalten, egal ob es richtig oder falsch ist.

    Ich bin diesbezüglich schon gespannt, wann der Wikipedia Artikel zum Commodore 128D bezüglich des Vortrags, den unser allseits geschätzter Petro Tyschtschenko vorletztes Wochenende auf der Retrolution und zuvor wohl an der Universität Augsburg (sic!) gehalten hat, geändert wird, weil er dort den Rechner als mit interner Festplatte beschrieben hat. Er ist der Chef, es muss stimmen. Es waren noch ein paar "Schnitzer" in dem Vortrag, das war aber der markanteste. JBOD ist das selbe wie RAID0 sagt der Synology-Marketingchef, es muss stimmen.

    *Bei JBOD hilft evtl die Software GetDataBack, genauer gesagt, die RAID-Version, die auch JBOD/SPAN/NRAID unterstützt, um zumindestens die Daten der intakten Platte(n) zurückzuholen. Bei entsprechenden Plattenverbünden unter Windows kann man es mit GetDataBack NTFS versuchen. Bei RAID0 kann man das vergessen! (Besser RAID 5 nehemn!)

    Mal hier, mal da, mal dort. Aber auf jeden Fall auf der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.! Und hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.!

    Einmal editiert, zuletzt von 1ST1 (7. September 2016 um 08:42)

  • - 2x 2TB als JBOD eingerichtet (JBOD = was Synology darunter im Menu versteht). Ich hatte damit <4 TB Speicherkapazität

    Und die korrekte Bezeichnung dafür wäre Concat oder SPAN gewesen. Wenn ich JBOD wähle erwarte ich, daß ich jede HD einzeln sehe. Wenn eine HD ausfällt sind nur die Daten darauf im Eimer.

    Wie macht man das bei Synology?

    Mein Fileserver zuhause läuft als JBOD, also jede HD als eigenes Filesystem und entsprechend gemountet. Wie anders als JBOD sollte man das nennen? BTW: Backups davon existieren natürlich.

    RAID 0 (Striping, ist softwaretechnisch teurer)

    Mit heutigen CPUs schon lange nicht mehr. RAID5/6 in Software war es ziemlich lange, aber seit ZFS (dort raidz und raidz2) auch nicht mehr.

  • Wenn ich JBOD wähle erwarte ich, daß ich jede HD einzeln sehe. Wenn eine HD ausfällt sind nur die Daten darauf im Eimer.

    Das ist dann aber auch nur in dem Sinne von Vorteil, dass man die Platten im Netzwerk hängen hat, oder? Denn sonst sehe ich den Vorteil nicht mehr, den das bringt.

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  • Das ist dann aber auch nur in dem Sinne von Vorteil, dass man die Platten im Netzwerk hängen hat, oder? Denn sonst sehe ich den Vorteil nicht mehr, den das bringt.

    Doch: Gegenüber der JBOD Interpretation von Synology hat es den Vorteil, dass Du die Gesamtspeicherkapazität aller Platten zusammen hast UND eine gewisse Überlebenschance von den Daten wo die Platte(n) noch OK sind, wenn dann eine davon ausfällt.
    Bei Synology hatte ich NICHTS mehr... :schande:

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  • Das ist dann aber auch nur in dem Sinne von Vorteil, dass man die Platten im Netzwerk hängen hat, oder? Denn sonst sehe ich den Vorteil nicht mehr, den das bringt.

    Der Vorteil ist weniger Arbeit beim Restore wenn was passiert. Alle Platten als großer Concat/SPAN/RAID0/NRAID macht die Datenhaltung schön einfach, aber wenn es scheppert hast du u.U. einen Restore von 6TB gewonnen. Bei Einzel-HDs hingegen nur den der defekten HD. RAID1 oder RAID5 sind was schönes, benutze ich auf der Arbeit gerne, aber privat sehe ich den Aufwand noch nicht ein, da reichen mir Einzelplatten und Backups, je nach Wichtigkeit der Daten in mehrfacher Ausfertigung. Backups sind via 'rsync' gescriptet, Backupplatte ran, Script starten, warten, Platte abstecken, fertig. Die Erstbetankung der Backup-HD braucht lange, die folgenden Backups sind schnell erledigt. Restore im Fehlerfalle einfach per 'cp -a'.

    Wer will kann sich mit 'rsync' sogar versionierte Backups a la Apple Timemaschine stricken.

    Nachtrag: Einzel-HDs haben auch den Vorteil, daß man bei Platzmangel eine einzelne HD durch eine größere ersetzen kann ohne den ganzen Verbund neu aufbauen zu müssen. Die ausgebaute HD ist dann weiterhin lesbar und dient (eingelagert) als weiteres Backup beim Umbau und danach.

  • OK, ich formuliere es mal etwas rebellischer: Dann kann ich doch auch einfach x Platten in meinen Rechner hängen? Da habe ich denselben Effekt, nur halt nicht über's Netzwerk zugreifbar (außer der Rechner steht 24/7 eh angeschaltet rum, dann könnte man evtl. entsprechende Dienste einrichten, was einem NAS aber schon sehr nah kommt).

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  • Dann kann ich doch auch einfach x Platten in meinen Rechner hängen? Da habe ich denselben Effekt, nur halt nicht über's Netzwerk zugreifbar

    Ja, kannst du tun... Aber zumindest ich will die HDs übers Netz zugreifbar haben. Macht es z.B. einfacher einen Raspberry Pi2 mit Kodi als Mediaplayer zu benutzen.

    Du kannst auch einfach die HDs in deinem Hauptrechner als Shares exportieren (Windows hat da wohl Begrenzungen, Linux nicht) und dir so den Server sparen. Alles eine Frage was man genau will. Mein Setup ist historisch gewachsen und tut was ich erwarte, deshalb will ich es im Moment nicht ändern und ersetze nur zu klein gewordene HDs durch größere.

    BTW: NAS ist auch wieder so ein neues Wort... Früher hiess sowas einfach 'Fileserver' oder 'Server' weil der noch anderes tat als nur Storage im Netz verfügbar zu machen. Auf meinem läuft noch ein Squid-Proxy.

  • Ja, kannst du tun... Aber zumindest ich will die HDs übers Netz zugreifbar haben. Macht es z.B. einfacher einen Raspberry Pi2 mit Kodi als Mediaplayer zu benutzen.

    Was mich wieder zu meiner vorherigen Frage bringt: Was, außer dem Netzwerk, ist da der Mehrwert? Bessere Rechteverwaltung als Windows? (Hier rennt ein extra Media-PC, der als NAS-Ersatz und Dienste-Basis dient, drum frage ich, was außer Netzwerk das JBOD denn noch so bringt.)

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  • Was, außer dem Netzwerk, ist da der Mehrwert?

    Meist benötigt ein NAS viel weniger Strom. Man braucht nur einen Netzwerkanschluss und eine Steckdose. Monitor, Tastatur usw. sind unnötig. Es kann irgendwo in der Ecke stehen, wo es keinen stört.

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  • Meist benötigt ein NAS viel weniger Strom. Man braucht nur einen Netzwerkanschluss und eine Steckdose. Monitor, Tastatur usw. sind unnötig. Es kann irgendwo in der Ecke stehen, wo es keinen stört.

    Dafür bietet es oft weniger Flexibilität und Leistung.

    Die wenigsten NAS erlauben die Verwendung von Verschlüsselung und wenn leidet die Performance deutlich da man dafür gut CPU-Leistung braucht. Verschlüsselung hat Vorteile, man kann defekte oder alte, zu kleine HDs einfach weitergeben/einschicken ohne Angst um persönliche Daten zu haben.

    Muss jeder selbst wissen, ich nehme lieber einen dedizierten PC als Server.

  • Vor allem kann man sich dort softwaremäßig auch einfach austoben. Wie gesagt, hier laufen noch einige Dienste nebenher, darunter 5 verschiedene Spieleserver. Kann man auf einigen NAS auch machen, aber oft auch einfach gar nicht. Da hat man beim PC eine gewisse Flexibilität und mit entsprechend ausgewählten Komponenten kann man das auch ziemlich stromsparend bauen.

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  • Dafür bietet es oft weniger Flexibilität und Leistung.
    Die wenigsten NAS erlauben die Verwendung von Verschlüsselung und wenn leidet die Performance deutlich da man dafür gut CPU-Leistung braucht. Verschlüsselung hat Vorteile, man kann defekte oder alte, zu kleine HDs einfach weitergeben/einschicken ohne Angst um persönliche Daten zu haben.

    Muss jeder selbst wissen, ich nehme lieber einen dedizierten PC als Server.

    Ich hatte zum Thema Verschlüsselung vor einiger Zeit einen Artikel gelesen und dort hieß es, dass jeder Platte seit 2001 eine Hardwareverschlüsselung in sich trägt. Man müsste nur dem Controller sagen, er soll einen neuen Masterschlüssel generieren und den alten verwerfen. Danach ist jede Platte aus heutiger Sicht nicht mehr lesbar.
    Ausprobiert habe ich das jedoch bisher nicht.

    Mega Drive | Neo Geo AES 3-4 | Apple IIe | C64 ASSY 250407 | A500+ | A1000 (GB-Edition) | A3000D rev.9.01 | A4000D rev.B

  • Ich hatte zum Thema Verschlüsselung vor einiger Zeit einen Artikel gelesen und dort hieß es, dass jeder Platte seit 2001 eine Hardwareverschlüsselung in sich trägt.

    So man dieser Verschlüsselung, deren Source man nicht kennt, traut... Vielleicht macht sie nur ROT13? :)

    Aktuelle x86-CPUs haben für AES spezielle Befehle, die schaffen sowas noch beim vollen Durchsatz einer SSD ohne ins Schwitzen zu geraten.

  • So man dieser Verschlüsselung, deren Source man nicht kennt, traut... Vielleicht macht sie nur ROT13? :)

    Ach was! Mit Triple-ROT-13 ist das alles schon gar nicht mehr so problematisch. =)

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  • Die wenigsten NAS erlauben die Verwendung von Verschlüsselung und wenn leidet die Performance deutlich da man dafür gut CPU-Leistung braucht.

    Ich hab FreeNAS, das auf einem HP Proliant N40L läuft. Theoretisch kann das auch verschlüsseln, aber die CPU ist wohl schon ein bisschen zu schwach dafür. Man könnte da auch verschiedene Dienste laufen lassen, aber ich benutze es lediglich als NAS.

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  • So man dieser Verschlüsselung, deren Source man nicht kennt, traut...


    Du kannst also Sourcen lesen und verstehen? Und tust (oder noch besser, hast es getan) es in dem besagten Fall auch?
    Nein? Also traust du Leuten, die das Können und auch für deinen Anwendungsfall auch tun (getan haben)? Wieder Nein?
    Also traust du niemanden und hast ein IT-Problem?

    Nicht jeder Source-Code der offen liegt wird von genügend Leuten gelesen, verstanden und bereinigt. Dies kann man durchaus an einigen Beispielen in der Linux-Szene belegen. Obwohl ich ein Fan von Open Source bin, ist Open Source nicht gleichzusetzen mit höhere Sicherheit. Jedenfalls nicht per se. Erst ein Audit des Source Codes gibt dir die Sicherheit, die du dir erhoffst und da gehts dann wieder los mit dem Vertrauen.

    Pessimismus ist in Sicherheits-Fragen immer angebracht, aber alles generell zu verteufeln halte ich für übertrieben. Wie wichtig sind deine Daten? Welchen angegriffenen sollen diese Daten stand halten und wie lange?
    Google mal nach "ATA Secure Erase" (oder CT 2016 Ausgabe 13 lesen) und entscheide für dein Anwendungsfall, wie wichtig dir deine Daten sind. Aus meiner Sicht ist das, solange die Key-Erzeugung sauber läuft und der Algorithmus keine schweren Bungs hat, akzeptabel. Von Bugs ist mir bisher nichts bekannt.

    Mega Drive | Neo Geo AES 3-4 | Apple IIe | C64 ASSY 250407 | A500+ | A1000 (GB-Edition) | A3000D rev.9.01 | A4000D rev.B

  • Google mal nach "ATA Secure Erase" (oder CT 2016 Ausgabe 13 lesen) und entscheide für dein Anwendungsfall, wie wichtig dir deine Daten sind.

    Das ist aber keine Verschlüsselung sondern ein sicheres Löschen der HD, sowas dauert bei einer großen HD schon ein paar Stunden. Wäre es eine Verschlüsselung würde die Erzeugung des neuen Schlüssels keine Sekunde dauern.

    Als Ersatz für eine Verschlüsselung also nicht brauchbar.

  • Bei mir gab es im erweiterten SMART Test keine Fehler, nur die Anzahl an Neuverbindungen lag seit gestern bei 18.
    Aber so war es auch bei der alten Green gewesen. Erst regelmäßig dieser Neuverbindungsfehler und dann nach langer Zeit war die Platte eindeutig defekt.
    Mal abwarten...

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