Moderne Desktops für Windows 3.11

  • Habe gestern abend mit nem Kumpel Windows 3.11 unter DosBOX installiert und Calmira XP ausprobiert :thumbup:

    Ist schon lustig, auch generell, das alles mal wieder so richtig zu sehen und benutzen. Eigentlich ist es ja auch noch nicht sooo lange her, daß man es tatsächlich noch genutzt hat (wir hatten Win3.11 noch in der Schule um 1999 und 2000 herum, da hatte man zuhause schon längst Win95 oder 98).
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  • Ist doch schön zu hören, daß ich gleich mal jemanden zum Ausprobieren inspiriert habe :) . Jetzt noch einen 486er kaufen und echtes DOS, dann ist es gleich noch besser.

    Bei der Downloadversion von Calmira XP sind leider auch ein paar etwas verhunzte Icons und diverse Bugs dabei, ich habe da eine bessere Icon-Bibliothek mit XP-Icons. Wo ich die online gefunden habe, weiß ich aber nicht mehr. Windows 3.1x kann HighColor-Icons übrigens "ab Werk" darstellen, bei Windows 9.x brauchte man dazu (glaube ich) erst ein Bonus-Packet.

    Irgendjemand hatte auch mal ein Calmira im Windows-7-Stil angefangen, aber das ist nie fertig geworden.

    Chris
  • Wir haben gestern auch diskutiert, mein Kumpel hatte damals so ein Icon-Set fuer Win3.11, da waren auch viele Mauscursor dabei usw. Wir wissen nur den Namen nicht mehr. Ich dachte das war irgendwas mit A, aber komme grad nicht drauf. Kennst Du es vielleicht? Konkret kann ich mich noch an einen Mauspfeil erinnern ohne "Stiel", also nur die Pfeilspitze, und es gab auch irgendwo ein Bart-Simpson-Icon.
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  • Also ich sehe mich selbst an meinem Windows 7 noch ab und zu statt auf X links oben doppelt zu klicken um ein Fenster zu schließen. :thumbup:
    Dieser Beitrag wurde bereits 64 mal editiert, zuletzt von »Bagitman« (Heute, 00:03)
  • Also ich verwende auch noch WfW 3.11 als GUI für meinen DOS 7.1-Rechner. Allerdings lege ich keinen Wert auf eine andere Oberfläche. Der Vorteil von WfW liegt für mich in der besseren Netzwerkanbindung via TCP/IP, da Windows einfach mehr Speicher verwalten kann (angeblich bis zu 512MB). Unter DOS gehts mit dem MS-Client zwar auch, aber das geht dann halt zum großen Teil auf Kosten des Speichers unter 640KB. Das nervt mich, wenn man - nur weil man mal schnell das Netzwerk braucht - den Rechner mit einer anderen Konfiguration neu booten muss.
    Übrigens, der Netzwerkbetrieb geht mit WfW 3.11 unter Windows XP noch einwandfrei, ab Windows 7 mit aktuellen Updates nur noch in eine Richtung, da sich irgendwas auf der Authentifizierungsebene geändert hat. Auch meine NAS DS 211 verweigert seit einem der letzten DSM-Updates WfW 3.11 den Zugriff.
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  • Naja, die Sicherheitsfeatures haben sich logischerweise mit der Zeit weiter entwickelt und dem alten WfW 3.11 verpasst das heute keiner mehr, weil der Markt dermaßen klein ist, dass man sich das auch sparen kann.
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  • Bagitman schrieb:

    Ginge das nicht auch anders herum, dass man Windows 10 wie Windows 3.11 aussehen lassen kann? Startmenü haben ja beide nicht.
    Das ohne Startmenü war doch Windows 8. Windows 10 hat nahezu das gleiche Startmenü wie Windows 7.

    Davon abgesehen, haben die Windows 8 Apps schon erschreckende Ähnlichkeit mit Windows 1. Das betrifft sowohl das bescheidene Aussehen wie auch das unflexible Fensterverhalten. Windows 10 Apps könnte man von daher als Weiterentwicklung auf den Stand von Windows 2 betrachten. Aus irgend einem bizarren Grund meinen die Entwickler offenbar, das Rad nochmal neu erfinden zu müssen.

    Bagitman schrieb:

    Also ich sehe mich selbst an meinem Windows 7 noch ab und zu statt auf X links oben doppelt zu klicken um ein Fenster zu schließen.
    Das mach ich auch manchmal noch aus Gewohnheit. Ich schätze, wer mal mit Windows 3.x (oder älter) angefangen hat, wird diese Gewohnheit nie mehr wieder los.
  • Wenn ich mal wieder etwas Win 3.11 Retro-Weh habe, gucke ich mir das hier an und bin dann schnell wieder geheilt... :bgdev
    Das war damals wirklich eine Grütze, wenn man ernsthaftes Workstation Arbeiten wie für CAD, DTP & Co darunter laufen lassen wollte: Immer wieder GPFs und so. Nein danke. Da war DOS stabiler.
    Erst mit Win NT wurde das ganze brauchbar.
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  • syshack schrieb:

    Wenn ich mal wieder etwas Win 3.11 Retro-Weh habe, gucke ich mir das hier an und bin dann schnell wieder geheilt...
    Und sauber programmiert. Ganz ohne Javascript.

    syshack schrieb:

    Erst mit Win NT wurde das ganze brauchbar.
    Das basierte ja auch auf OS/2. Als Microsoft sich von IBM getrennt hatte, haben die noch schnell die Windows API eingebaut, und fertig war das "neue" Betriebssystem. Darauf basiert Windows heute noch, auch wenn die Kompatibilität zu nativer OS/2-Software mittlerweile raus geflogen ist.
  • syshack schrieb:

    Das war damals wirklich eine Grütze, wenn man ernsthaftes Workstation Arbeiten wie für CAD, DTP & Co darunter laufen lassen wollte: Immer wieder GPFs und so. Nein danke. Da war DOS stabiler.
    Da mag was dran sein, wenn es um wirklich komplexe und fordernde Aufgaben geht. Es gibt aber leider auch so einige Leute, die heutzutage aus Prinzip nur die Nase rümpfen, wenn es um DOS und 16-Bit-Windows geht, und die der Meinung sind, daß damals "gar nichts" funktioniert hat. Und das stimmt so nicht.

    Ich persönlich habe eigentlich schon seit Jahren keinen GPF mehr gesehen. Das war auch immer ein Problem von zuwenig Speicher, bei weniger als 8 MB RAM treten die GPFs wohl häufiger auf (wobei mein 386er auch nur 6 MB hat, und nicht mal der produziert GPFs). Windows 3.1 war IMO auch anfälliger dafür als WfW 3.11.

    Für manche Aufgaben nehme aber auch ich pures DOS 6.20 her, z.B. Spielen (einzige Ausnahme: Creatures), Emulation mit DOS-VICE etc. oder auch zum Anhören von Mediendateien unter MpxPlay. Generell gibt es auch für DOS noch die aktuellere Software, MpxPlay für DOS z.B. in einer frischen Version vom April 2016. Meine aktuellste 3.11-Software dürfte der xnview vom Dezember 2002 sein (läuft mit Win32s).

    Hier habe ich noch eine Seite mit älteren WfW-Screenshots von mir gefunden, sind aber nicht so besonders:

    bruchbach.de/wfwneu.htm

    Damit soll es aber jetzt gut sein mit dem Screenshot-Kram. Alle Leute, die ich davon überzeugt habe, ihre modernen Systeme in die Tonne zu treten, und vollständig auf DOS/WfW umzusteigen, sollen sich bei mir melden ;) .

    Chris
  • Jetzt werf' ich doch mal was dazu: WfW hatte, aus meiner Sicht, sehr selten Hänger. Während ich bei 9X/ME ungleich öfter Probleme hatte. 95 so im allgemeinen immer mal wieder, gerne kleinere, 98 seltener, aber dann richtig™. ME irgendwo dazwischen. Der Rekord hier liegt bei einem Windows 98, das nach einer viertel Stunde schon so weit war, da waren wir gerade noch mit Treiber und Updates installieren beschäftigt, da hat sich das OS kurzerhand selbst getötet. So was habe ich bei den 3.xern nie erlebt. DOS sowieso nicht.
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  • LogicDeLuxe schrieb:

    syshack schrieb:

    Erst mit Win NT wurde das ganze brauchbar.
    Das basierte ja auch auf OS/2. Als Microsoft sich von IBM getrennt hatte, haben die noch schnell die Windows API eingebaut, und fertig war das "neue" Betriebssystem. Darauf basiert Windows heute noch, auch wenn die Kompatibilität zu nativer OS/2-Software mittlerweile raus geflogen ist.
    Öh, nein - das sieht man schon alleine daran, dass OS/2 zum Trennungszeitpunkt (vor dem Release von OS/2 1.3) ein 16-Bit-OS war und Windows NT von Anfang an auf 32 Bit gesetzt hat. Auch die Tatsache, dass OS/2 lediglich einen kaum vermarkteten und lange verschobenen PowerPC-Port erhalten hat, während Windows NT vom ersten Release an auf mehreren Architekturen lief (NT 3.1: x86, Alpha, MIPS, angeblich entwickelt auf i860) lief sollte die "OS/2 mit abgefeilten Seriennummern"-Theorie unplausibel erscheinen lassen.

    Quellcode

    1. 10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    2. 20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    3. 30 printint(rnd(1)*328)-217

    sd2iec Homepage
  • Moderne Desktops für Windows 3.11

    Zum Trennungszeitpunkt hatten IBM und Microsoft zusammen an einer 32 Bit Version von OS/2 gearbeitet. Laut Heise hatte die Zusammenarbeit an der 32 Bit Version bereits 1988 begonnen.
    C128 Türkeil - was sonst....?
  • LogicDeLuxe schrieb:

    Darauf basiert Windows heute noch, auch wenn die Kompatibilität zu nativer OS/2-Software mittlerweile raus geflogen ist.
    Windows NT konnte noch nie OS/2 Software ausführen. Lediglich beim Kernel gab es Gemeinsamheiten. Aber OS/2 und NT waren noch nichteinmal Treiber-kompatibel. M$ hat in der Kooperation nur gelernt, wie man NT entwickeln muss, und wie nicht, und IBM hat insofern profitiert, dass OS/2 dieses Windows 3.x Subsystem bekam, in dem entsprechende Software laufen konnte - und das besser als unter Win 3.x selbst.
  • Was mich jetzt doch noch interessieren würde (auf die Gefahr hin, mit der Fragerei nach offensichtlichen Dingen zu nerven): ;)

    Warum seid ihr eigentlich damals von DOS und Windows 3.1x auf etwas Anderes bzw. Aktuelleres (also im Regelfall auf Windows 95/98) umgestiegen? Ich weiß ja, daß im Bezug auf PCs und deren Betriebssysteme meist keine solche persönliche Bindung zum Rechner besteht, wie im Fall von Homecomputern, sondern daß man am PC halt umsteigt und softwaremäßig aufrüstet, wenn die nächste Version oder etwas "Besseres" auf den Markt kommt. Trotzdem hat es mich immer verwundert, wie schnell viele Leute auf halbgare Pseudo-32-Bit-Produkte Marke Windows 95 umgestiegen sind, anstatt bei einem halbwegs ausgereiften 16-Bit-System zu bleiben.

    Ich hatte ja damals mit dem Pentium auch eine Windows-95-CD (Version A) mitbekommen. Ich habe es mir sporadisch auch immer mal wieder angesehen, auch mal für etwas längere Zeit, aber es war wirklich so, daß ich bei Windows 95 in einer Woche mehr obskure Fehlermeldungen bekommen habe, als bei einem gut eingestellten DOS/WfW 3.11 im ganzen Jahr. Manche Sachen liefen unter Windows 95 wohl etwas bequemer, aber Bequemlichkeit ist ja nicht alles. So habe ich dann meine Windows 95-CD irgendwann in den Müll geworfen, und bin wieder 100% bei DOS/WfW geblieben. Und habe es bis heute nicht bereut.

    Also was war eure Motivation zum Umsteigen auf aktuelle Windowsversionen oder andere Betriebssysteme? Der mangelnde Bedienkomfort und das altbackene Design? Da gab es doch immer gute Alternativen zum MS-Kram. Wirklich installieren tue ich von WfW 3.11 nur knapp 8 MB, der Rest ist alternativer Kram. Oder die generellen Beschränkungen von 16-Bit? Oder die Tatsache, daß aktuelle Software und Spiele irgendwann nicht mehr liefen? Oder auch negative persönliche Erfahrungen mit DOS und 16-Bit-Windows?

    Chris
  • Windows war doch schon mit Windows for Workgroups 3.11 ein 16/32-Bit Konglomerat. Insofern war der Sprung nicht so groß. Ich hatte damals den Umweg über OS/2 genommen, das sah vielversprechend aus. Aber irgendwann brauchten die Anwendungsprogramme und neuen Spiele Win95 - da war es Zeit zu wechseln. Und OS/2 verlor stark an Bedeutung und Unterstützung. Und bei Multimedia und Netzwerk war Windows95 tatsächlich besser als das Win3.11 gewesen. TCP/IP unter Windows 3.11 war - soweit ich mich erinnere - ein mühsames Unterfangen.