Hello, Guest the thread was called19k times and contains 177 replays

last post from Superingo at the

War es das jetzt für uns, sind wir zu alt für die neuen Spiele ?

  • Ich schließe mich an.
    Ich finde alles online-lastige einfach grässlich, ich gehöre einfach zur Generation "Spiel laden, starten, zocken". Kein großes Handbuchgelese, kein Multiplayer, nichts davon.

    Also, ich hab eben mal Fallout 4 "kalt" gestartet und auf die Uhr gesehen: Es dauerte keine
    Minute, bis ich den ersten Kopf explodieren ließ. Dank teils recht gebräuchlicher Hardware-
    erkennung kann man bei modernen Spielen wirklich schnell im Rennen sein.. Schneller als
    bei jedem C64-Spiel ohne Fastloader. ;) Handbücher hat man zuletzt in den 80ern oder
    vielleicht auch noch 90ern gelesen - jetzt liegt sowas, wenn überhaupt, als .pdf bei und
    keiner liest's. Warum? Weil man schon lange alles Grundsätzliche in-game erklärt bekommt.
    Schlecht isses natürlich, wenn man etwas erklärt bekommt, wo's überhaupt nichts zu erklären
    gibt. ;)
    Online-Krams ist ebenfalls unterfordernd einfach geworden. Einfach ein paar simple Klicks
    im Menü und schon sieht man Listen laufender Spiele, denen man beitreten kann.


    Allerdings reden wir nicht mehr über Spielesnacks, die in 3-10 Minuten durchgespielt sind
    (Déjà-vu? Ja, diesen Satz müßt ich mal im Rahmen der Return gebracht haben).
    Dazu hat man eventuell:
    - einen fordernden Job, der alles verlangt und fast nichts gibt
    - eine doofe Frau
    - Zeit- und geldfressende Kinder


    Hätte man nicht einfach Zocker bleiben sollen? :D

  • Ich bin da auch nicht so der Multiplayer-Super-Fan, wobei ich gelegentlich auch online spiele.


    Wo ich viel mehr das Problem mit habe und denke "das war es jetzt für mich", sind teilweise die Preise, die für ein Spiel aufgerufen werden. Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Ich kenne sehr wohl den Aufwand und die Mannschaft, die hinter so einem Blockbuster-Spiel steht und ich weiß ebenso, dass die alle ihre Familien ernähren müssen. Nur muss ich das auch. Und einige Spiele sind mir gelinde gesagt viel zu teuer als das ich sie mir direkt bei Verkaufsstart hole. Ich warte dann lieber auf "Schnäppchen" oder "Aktionen" und bediene mich da. Da kann ich dann auch gut mal ein halbes Jahr warten.

  • Also mir gefallen die modernen Spiele eigentlich ueberhaupt nicht, aber man muss sie ja nicht spielen - es gibt ja gluecklicherweise genuegend neue "altmodische" Spiele, die veroeffentlicht werden. Also kann das ganze CoD-Zeug ja ruhig jemand anders zocken, ich begnuege mich dann eben mit solchen Spielen wie z.B. "Maldita Castilla", ein richtig gut gemachtes Spiel mit Ghosts'n'Goblins-Einfluss, das erst vor ein paar Jahren rauskam, oder anderen vergleichbaren Sachen. Und es kommen ja sogar auch immer mehr neue Spiele fuer unsere geliebten alten Plattformen. Solange ich mir also so etwas wie "Sam's Journey" kaufen kann, brauche ich ja kein CoD oder Battlefield usw kaufen ;)


    Von daher ist mir das eigentlich so gesehen recht wurscht, was da so im AAA-Bereich veroeffentlicht wird.

  • Ich habe diverse Ausflüge in Onlinewelten hinter mir, doch meist stumpft das recht rasch ab.
    WoW war ich Betatester in der geschlossenen Phase. Hat eine Weile Spass gemacht, doch dann wurde es rasch repetetiv. Viel schlimmer war jedoch die "Das ist Arbeit"- Attitüde vieler Spieler, die einen aus der Gruppe warfen weil man den ihrer Meinung nach einzig effizienten Weg zur Lüsung einer Gruppenqueste nicht millisekundengenau eingehalten hat. Wenn ich mir in einem Spiel sagen lassen muss ich sollte mehr Arbeit investieren und das bitte mal Ernst nehmen, dann läuft was schief.


    Neocron - auch da war ich seit der Beta dabei - war von der Story richtig interessant, krankte jedoch an mangelhaftem Bugfixing, und auch hier wurde es flott sehr repetetiv. Generische Quests halt. Dennoch war ich da recht lang dabei.


    Fallen Earth schlägt in die selbe Kerbe, hatte interessantes Crafting, war aber noch wiederholender bei den Quests. Finde x und bring es nach y, sammle xy davon, töte z davon.


    Das einzige Onlinespiel was mich wirklich bei der Stange hält ist bislang Mechwarrior online - zum einen bin ich von frühester Kindheit an Battletech-Fan, zum anderen besteht das Spiel aus kurzen Matches gegen echte Menschen, was es interessant hält. Und ich kann gemütlich an meinen Mechs rumschrauben. Hier investiere ich immer wieder mal ein Stündchen.


    Aber ansonsten bin ich auch eher der fixe offline-Spieler.


  • Bei Rollenspielen dauert es locker eine halbe Stunde, bis ich mal meinen Charakter erstellt habe. 8)

    OK, ja.. Das werd ich auch schon hinbekommen haben. Aber im Grunde spielt man dann ja schon. ;)
    Mit Augen, Nase, Ohren und so. Gerade in Fallout 4 übrigens sehr zu empfehlen.

  • Es hat sich in der Tat eigentlich alles geändert.


    Zum Thema Handbücher muss ich sagen, dass ich früher unheimlich gerne Simulationen gespielt habe, sei es Gunship, Silent Service, Falcon oder diverse vom Hersteller Janes. Da war oftmals schon das dicke Handbuch ein Kaufargument, wo jeder Flugzeugtyp, Konfliktgeschichte etc. drinne beschrieben stand. Das war ein echtes Highlight neben dem Spiel.
    Mittlerweile schenken sich die Hersteller gedruckte Handbücher, weil es für sie ein überflüssiger Kostenfaktor ist. Unabhängig davon gibt es ja auch keine Simulationen mehr in dem Umfang von früher geschweige denn Hersteller wie Janes oder MicroProse.
    Aber unterm Strich hatte man für 50 bis 60 Kröten einen anfaßbaren Gegenwert erhalten.


    Und für mich hat sich dieses "anfaßbare" nicht geändert. Wenn ich mir ein Spiel kaufe, dann will ich mir auch etwas ins Regal zum Verstauben stellen. Ich würde mir niemals einen Key für 50€ kaufen, um mir dann anschließend über Steam & Co. noch das gesamte Spiel ausm Netz zu saugen. Aber damit nicht genug. Die Menschen sind so krank: Bei World of Warships wurde letztes Jahr das Schlachtschiff "Tirpitz" (inkl. ein paar Mini-Goodies) eingeführt zum Schnäppchenpreis von 60€. Ja, wie dämlich muss ich denn sein so viel Geld für ein paar Texturen auszugeben?


    Ich kaufe mittlerweile vieles gebraucht, sei es Graka, CPUs oder Software. Nicht, weil ich es mir nicht leisten könnte. Ich bin einfach nicht mehr bereit unverhältnismäßig viel Geld für unausgereifte Spiele auszugeben, wo der Hersteller dann 2 mal im Monat über ein Jahr Patches nachschiebt, damit aus der Kauf-Beta dann irgendwann mal das Spiel wird, welches es von Anfang an sein sollte. Gerade deswegen ist es schon cleverer den neusten Titel nicht sofort zu kaufen, sondern zu warten und dann zuzuschlagen. Dann sind nämlich schon diverse Patches nachgeschoben worden und man muss sich nicht mit diversen Kinderkrankheiten rumärgern, die die "Ich muss es unbedingt sofort haben"-Käufer haben, die sich das Spiel sofort am Veröffentlichungstag zulegen.

  • Zum Thema Handbücher muss ich sagen, dass ich früher unheimlich gerne Simulationen gespielt habe, sei es Gunship, Silent Service, Falcon oder diverse vom Hersteller Janes. Da war oftmals schon das dicke Handbuch ein Kaufargument, wo jeder Flugzeugtyp, Konfliktgeschichte etc. drinne beschrieben stand. Das war ein echtes Highlight neben dem Spiel.
    Mittlerweile schenken sich die Hersteller gedruckte Handbücher, weil es für sie ein überflüssiger Kostenfaktor ist. Unabhängig davon gibt es ja auch keine Simulationen mehr in dem Umfang von früher geschweige denn Hersteller wie Janes oder MicroProse.
    Aber unterm Strich hatte man für 50 bis 60 Kröten einen anfaßbaren Gegenwert erhalten.

    :bia

  • Zum Thema Handbücher muss ich sagen, dass ich früher unheimlich gerne Simulationen gespielt habe, sei es Gunship, Silent Service, Falcon oder diverse vom Hersteller Janes. Da war oftmals schon das dicke Handbuch ein Kaufargument, wo jeder Flugzeugtyp, Konfliktgeschichte etc. drinne beschrieben stand. Das war ein echtes Highlight neben dem Spiel.

    Als alter Simulant stimme ich natürlich voll und ganz zu. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass manche Handbücher zu nicht unbeträchtlichen Teilen auch aus ziemlich unnützem Tinnef bestanden. Das war dann mitunter schon unfreiwillig komisch wenn einem über die physikalischen Grundlagen des Fliegens, Geschichte der Aeronautik bis zu grundlegenden Kunstflugfiguren jedesmal wirklich alles komplett von vorne beigebracht werden sollte... :)

  • Also, ich hab eben mal Fallout 4 "kalt" gestartet und auf die Uhr gesehen: Es dauerte keine
    Minute, bis ich den ersten Kopf explodieren ließ.

    DAS kann ich auch! :D Spiel starten und einen Kopf explodieren lassen... :)


    Aber das meinte ich ja nicht, sondern vielmehr das, was meine Vorredner hier auch schon beschrieben.

  • Aber UT2004 spiele ich heute noch am Meisten. Das macht aber mit anderen Spielern halt immer noch am meisten Spass. Ist halt dann Online.

    Das Spiel hab ich auch immer mit zwei Arbeitskollegen zusammen gezockt. Jeder hat seinen Rechner mitgebracht. Die haben wir dann simpelst über ein 10/100 MBit HUB zusammengestöpselt und gegeneinander gezockt. War zwar eher eine LAHM-Party hat aber Laune gemacht. Ein Computer hatte nur einen Athlon 1800+ gegen zwei Athlon 2600XP. Das gab für den einen Kollegen einige Frustmomente. ;)



    Alternativ zu UT2004 haben wir "Red Faction" auch sehr gerne gezockt.

  • Was heute irgendwo fehlt, ist eine Art Mittelklasse von Spielen. Bei AAA kommen zusehends Marketingabteilungen und Marktforscher zum Zuge, es arbeiten Hundertschaften an den Projekten. Da stehen Kundenbindung und Risikovermeidung über allem... da passiert es dann fast selbstverständlich, dass Spiele immer größer und generischer werden. Bei Online-Spielen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Communities bilden, sicher erheblich höher als bei Singleplayer-Games. Bei Online-Anbindung hat man mehr Kontrolle über den Konsumenten, hat direkt Futter für die Statistik. Mit ganz viel Glück entwickelt sich daraus vielleicht eine E-Sport-Szene, dann ist das wie eine Lizenz zum Gelddrucken...


    Ich glaube aber nicht, dass alleine die Interessen jüngerer Spieler daran schuld sind, dass Online-Shooter und Open-World mit Microtransaktionen derart auf dem Vormarsch sind. Es sind nur leider anscheinend genau die Bereiche, welche Investoren anzieht mit Ausnahme von Konsolen-Hersteller, die sich auf Hochglanz polierte Exklusiv-Titel leisten.


    Wenn dem so wäre, hätte es nicht diesen Boom bei Indie-Games und Schwarmfinanzierungen gegeben. Vor 10 Jahren wäre sowas, wie ein neues Elite (was sich trotz Online-Anbindung auch ganz gut alleine spielt), nicht denkbar gewesen. Oder sowas, wie Terraria, Broforce, Undertale, Stardew Valley, Axiom Verge, ... Oder auch Adventures: Das Genre galt mal als tot und mittlerweile erscheinen immer mal wieder richtig gute Dinger...

  • Mich stoert an saemtlichen neueren Spielen, die ich so getestet habe, eigentlich vor allem eines: Sie fuehlen sich nicht wie Spiele an, sondern wie interaktive Filme. Staendig wird einem entweder durch NPCs oder durch Text auf dem Bildschirm befohlen, was man zu tun hat. Man hat gar nicht mehr das Gefuehl, Entscheidungen selbst zu treffen. Alles wird einem vorgekaut, und meist ist mir persoenlich auch viel zu viel Story drin (bei Spielen, die das eigentlich nicht brauchen). Besonders aufgefallen ist mir das z.B. bei den neueren Wolfenstein-Teilen. Auch das neue Doom sieht fuer mich nicht wirklich spassig aus. Zudem werden die Environments heutzutage so vollgeklatscht mit Deko - was zwar zugegebenermassen ziemlich realistisch aussieht, aber andererseits ist dadurch oft gar nicht mehr klar, welche Objekte man nun tatsaechlich benutzen kann. Diese muessen dann oft wieder speziell hervorgehoben werden oder blinken und sich drehen usw, oder es steht wieder irgendein Text auf dem Bildschirm a la "Press P to pick up this weapon" usw. Am sinnlosesten sind dann die sog. Quick-Time-Events, wo man z.B. 100x auf die Taste "E" druecken muss um eine Tuer zu oeffnen. Und zu guter Letzt ist es dann oftmals noch so, dass die wirklich coolen Dinge von anderen NPCs erledigt werden oder in Video-Sequenzen gezeigt werden, und man selbst laeuft eigentlich nur noch von Station zu Station.

  • Alles wird einem vorgekaut, und meist ist mir persoenlich auch viel zu viel Story drin (bei Spielen, die das eigentlich nicht brauchen).

    Hast du mal Thomas Was Alone gespielt? Wenn ja: Fändest du es ohne Story besser?

  • Hast du mal Thomas Was Alone gespielt? Wenn ja: Fändest du es ohne Story besser?

    Nein, kenne ich nicht. Habe auch nicht behauptet dass KEIN Spiel Story braucht oder dass Story grundsaetzlich schlecht ist. Ich habe nur gesagt, mir persoenlich ist oft zu viel Story drin bei Spielen, die das eigentlich NICHT brauchen (aus meiner Sicht).

  • Auch überschneidend passend zum Thema:




    Oder gabs die schon hier? :)

    Ja, die beiden Videos kenne ich und die spiegeln genau das wider, was ich an vielen neueren Spielen bemaengele :)

  • Unabhängig davon gibt es ja auch keine Simulationen mehr in dem Umfang von früher geschweige denn Hersteller wie Janes oder MicroProse.
    Aber unterm Strich hatte man für 50 bis 60 Kröten einen anfaßbaren Gegenwert erhalten.

    Im Gegenteil. "Simulationen" überschwemmen den Markt geradezu. Aus deutschen
    Landen kommt zwar vorwiegend Kinderkram oder schlicht Müll, aber sonst erscheinen
    immer wieder echte Perlen wie jüngst DiRT Rally von Codemasters (kennen wir die
    nicht von früher?).
    Ich gehörte auch mal zur "Ich will was in der Hand haben"-Fraktion, bis ich mir die
    Frage gestellt hab, was eigentlich ist, wenn meine guten alten Doom 3-CDs kaputt-
    gehen. Jetzt hab ich die digitale Edition und kann sie 100 Mal archivieren - ein
    eigentlich viel größerer Gegenwert als eine verstaubte Packung im Regal.
    (Denn Steam, Origin und wie sie alle heißen interessieren letztlich überhaupt nicht.
    Da läßt es ein Kollege mal knacken und gut.)


    Quote

    Ich bin einfach nicht mehr bereit unverhältnismäßig viel Geld für unausgereifte Spiele auszugeben, wo der Hersteller dann 2 mal im Monat über ein Jahr Patches nachschiebt, damit aus der Kauf-Beta dann irgendwann mal das Spiel wird, welches es von Anfang an sein sollte.

    Das ist allerdings auch schlicht der Preis für heutige Paralellwelten. Natürlich spielen
    oft Publisher-Deadlines eine Rolle, aber ich glaube, ohne zehntausende "Beta-Tester"
    könnte man in 500 km² (z.B. Just Cause 2/3) Spielwelt 100 Jahre nach allen Fehlern
    suchen.


    Sie fuehlen sich nicht wie Spiele an, sondern wie interaktive Filme. Staendig wird einem entweder durch NPCs oder durch Text auf dem Bildschirm befohlen, was man zu tun hat. Man hat gar nicht mehr das Gefuehl, Entscheidungen selbst zu treffen.

    Ich glaube, Du spielst einfach die falschen Sachen. ;) Das Gefühl von Entscheidungs-
    freiheit hatte ich übrigens erstmals 2002, in einem Elder Scrolls (Morrowind). Und sowas
    gibt's - zum Glück - bis heute. Jedenfalls hinsichtlich Entscheidungsfreiheit bzw.
    "seine eigene Geschichte schreiben".