Was, wenn Commodore nie pleite gegangen / Tramiel bei Commodore nicht gefeuert worden wäre?

  • Superingo schrieb:

    Der 264er als Einsteigerrechner der Kundschaft anlockt der C64 usw zu teuer gewesen wäre hatte mit Sicherheit seine Daseinsberechtigung.
    Das Problem bei diesem "Einsteigerrechner" war wohl, daß der C64 so schnell im Preis fiel, daß es sich gar nicht mehr gelohnt hatte, noch so einen Rechner zu kaufen, für den es viel weniger Software gibt. Da können auch die vielen Farben und der leicht schnellere Prozessor nichts mehr retten.

    Superingo schrieb:

    Ich könnte mir vorstellen das bei Commodore auch geglaubt wurde man bräuchte gar keine gravierenden Neuerungen
    So war das wohl auch. Hier im Forum hatte doch mal jemand ein Fernsehinterview verlinkt, wo einer von Commodore ernsthaft geglaubt hat, AGA würde reichen, um den VGA-PCs Konkurrenz zu machen.

    1st1 schrieb:

    Unterstützung von FAT-Dateisystem auf Disk und Platte ohne vorher was aktivieren zu müssen, einen PC-Emulator serienmäßig, usw. Und das selbe gillt auch für ATARI
    Sind ST-Disketten nicht FAT formatiert?
  • Hallo Bytebreaker!

    Es ist nicht so, das mich die Vergangenheit nicht interessiert!!
    Ich schaue mir alle Arten von Wissenschaftssendungen an.
    Die Diskusion "was wäre wenn" ist das was ich als unnötig empfinde.

    Ein jedes "was wäre wenn" bringt uns Commodore oder sonst noch etwas retour!

    Ich könnte bei mir selber damit anfangen.
    Was wäre wenn ich besser in der Schule aufgepasst und gelernt hätte, wäre ich jetzt wo im Chefsessel?
    Warscheinlich ja, aber so ist es nicht.
    Also warum soll ich da jetzt gross diskutieren.


    Ich finde es toll, das so viele noch etwas entwickeln oder Ideen einbringen.
    Das ist aber die Zukunft!


    Trotz allem finde ich es gut das es verschiedene Meinungen gibt, sonst würden wir ja alle gleich rumrennen :bgdev
    Also, diskutiert nur weiter, ich halte mich ab jetzt im Hintergrund :saint:
    Falls was produktives dabei raus kommt, warum nicht!
    Vielleicht können wir ja mal später über die Diskusion diskutieren, was wäre gewesen, wenn wer was anderes geschrieben hätte :rolleyes:


    beste Grüsse

    Segi(Christian)
  • Also, wenn Commodore nie pleite gegangen wäre, dann würden wir alle wohl im Herstellerforum rumheulen, wieso nicht jenes oder andere Features eingebaut werden... Warum man die Sachen nicht in pink oder kotzgrün metallic bekommt...
    Warum zum Geier werden für den Preis von €500,- keine hochwertigen und pfeilschnellen Komponenten verbaut...

    Alle hätten wir Commodoregeräte, einzig um uns darüber zu beschweren wie schlecht die doch sind.

    Klingt logisch, oder? :D
  • Der Rechner hätte von vornherein so verkauft werden müssen wie er es dann auch wurde.
    Als Ramschware bei Aldi und Konsorten.
    Hätte es die Kiste bei Aldi nicht gegeben hätten meine Eltern den nicht gekauft.

    Es war vollkommen Wurst was der C16 konnte.
    Die Leute wussten "Achtung Aldi = billig = kaufen"


    Gesendet von meinem GT-I9205 mit Tapatalk
    "We don't stop playing because we grow old; we grow old because we stop playing."

    George Bernard Shaw
  • oobdoo schrieb:

    Totgesagte leben länger. In den Top500 der schnellsten Rechner der Welt sind immer noch PPC vorhanden. Selbst Z80&6510 wird noch gebaut.
    6510? Echt? (Ich weiß, dass 6502 noch hergestellt wird (für Herzschrittmacher), aber 6510?)
    Quasi tot. Der Golem-Artikel sagt gleich "Mit vierstelligen US-Dollar-Preisen will das Unternehmen eine Alternative zu Intel-Rechnern anbieten." Für das Geld stellt sich kaum noch jemand einen Heim-PC hin.

    Gerrit schrieb:

    Squidward schrieb:

    Die "falschen" Steckanschlüsse, um das Geld über die Peripherie hereinzubekommen war doch aber noch auf Tramiels Mist gewachsen, oder?
    Nein, das war einfach dem Gehäuse geschuldet. Das originale Design war der C116 und wenn du dir den anschaust (offen, damit man auch die Platine sehen kann) wirst du bemerken, daß da kein Platz für DB-9 Stecker ist.
    Abzocke war da nicht geplant und es gab auch sofort Adapter.
    Das mit nicht standadisierten Steckanschlüssen war damals in der Computertechnik Usus. Der Amiga 1000 hatte - ohne dass da J.Tramiel Einfluss drauf hatte, serielle und parallele Schnittstelle "andersrum" (Stecker statt Buchse), so dass man bei Standardkabeln Genderchanger brauchte. Der Olivetti M10 / Tandy TRS80-Mod100 hatte die Centronics Schnittstelle auf einer zweireihigen 26-pol Steckerleiste im 2,54mm Raster, was fast genauso breit war wie D-Sub. Serielle RS232/V24-Schnittstellen auf runden Steckern bei elektronischen Schreibmaschinen von Olympia, Riesen-DIN-Anschluss für Shugart-Flioppys am ATARI ST, ungewöhnlicher 23poliger SUB-D Floppyanschluss beim Amiga, runder RGB-Stecker bei diversen C= 108x-Monitoren (statt VGA 9 oder SCART), usw. Wenn man sich umsieht, findet man da massenweise Beispiele. Man wollte damit die Kunden an sich binden, um das eigene Zubehör verkaufen zu können. Natürlich haben die Zubehörhersteller das sofort geblickt und damit auch Kohle gemacht haben.
  • 1st1 schrieb:

    Quasi tot. Der Golem-Artikel sagt gleich "Mit vierstelligen US-Dollar-Preisen will das Unternehmen eine Alternative zu Intel-Rechnern anbieten." Für das Geld stellt sich kaum noch jemand einen Heim-PC hin.
    Währe Commodore noch da und hätte da mit gemischt könnte da so eine Technik verbaut sein,
    es geht ja hier um was währe wenn.
    Und die Power-CPU Technik ist wohl näher dran am 68000er und 6510 als die x86 Architektur.
  • dann hätt ich jetzt ein cPhone HrHR

    Seufz, und zwar ein echtes, nicht diese Geschäftemacher, die irgendein chinesisches Android-Teil nehmen, nen Emulator dazu tun und ein C-logo draufprinten.



    Segenhard schrieb:

    Die Diskusion "was wäre wenn" ist das was ich als unnötig empfinde.

    Ok, jetzt bin ich bei Dir. Klar, das sind Fantasien von denen man eigentlich nichts hat außer dass man bedröppelt ist dass man nun doch jeden Tag einen Schei..Windows-PC vor der Nase hat und es nicht ändern kann.

    Aber es ergötzen sich nunmal viele an der Fiktion. Auf Amazon Prime kommt "The Man in the High Castle", da ist die ganze millionenschwere Serie auch komplett unnötig wenn man sich sagt, hätte, wäre könnte, who cares, kam doch eh anders. :D

    ---------

    Anonsten denke ich, Commodore wäre vielleicht gar ein Hassobjekt wie Microsoft geworden. Mit Google passiert dasselbe. Nix mehr Garagen-Studenten-Charme. Allmächtiger Massen-Konzern = böse.
    Und ich muss leider sagen, Windows ist seit Windows NT ein gutes OS. Windows 8.1 und Vista vergessen wir mal. Mit Windows 10 ist die Zeit der Geschmacksverirrungen im Look & Feel vorbei und man kann eigentlich nicht klagen. Nur aus ideologischen Gründen (die in mir sind), aber die sind nicht sachdienlich.
  • DATA-LAND schrieb:

    Wäre der AMIGA wohl ein guter Rechner geworden, wenn man der ganzen hochentwickelten Chipsammlung ein vernünftiges, durchdachtes und vor allem ausgereiftes Betriebssystem verpasst hätte?

    Das Betriebssystem war das Beste am Amiga. Diesen Komfort haben teilweise moderne BS immer noch nicht erreicht. Wer den Amiga nur als Daddelkiste verwendet hat, hat ihn (sie) eigentlich nur missbraucht.
    Gruß Manfred (C64doc)
    Ein goldner Schraubendreher erspart unnötige Kosten
  • Enthusi schrieb:

    Das gilt fuer RiscOS auch. Ebenso fuer die gesamte Archimedes-Reihe die seiner Zeit voraus war - nur eben ohne Marketing oder auch nur den Wunsch ernsthaft zu expandieren.

    In der aktuellen Proc-Ausgabe für Atari 8Bit-Fans ist ein Interview mit Christopher Murray, der u.a. "Haunted House" als 16jähriger geschrieben hat. Der sagte auch, er war während seiner Entwicklerkarriere vom Archimedes total geflasht, insbesondere was 3D-Grafik anbelangte.

    Ich habe als junger Stöpsel NICHTS vom Archimedes mitbekommen. Das war ganz offenbar ein wissenschaftliches Erfolgsprojekt was überhaupt nicht vermarktet wurde und nur in Profi-Kreisen sich einen Namen machte.
  • In Amigazeitschriften wurde Werbung für den Archimedes geschaltet. Ich erinnere mich da immer wieder an den A3000 und A5000 und dass mich viele dazu fragten ob das ein Amiga sei.
    Neo Geo AES 3-4 || Apple IIe || C64 ASSY 250425 || A500+ || A1000 (GB-Edition) || A3000D rev.9.01 || A4000D rev.B
  • echo schrieb:

    In Amigazeitschriften wurde Werbung für den Archimedes geschaltet. Ich erinnere mich da immer wieder an den A3000 und A5000 und dass mich viele dazu fragten ob das ein Amiga sei.
    In Happy Computer wurde der Archimedes auch erwähnt und/oder sogar getestet.
    Mitwäre das nicht passiert! :prof:
    :syshack: Meine 3D-Drucker Teile auf thingiverse.com/oobdoo/designs :strom:
    Sammlung | 99 Bücher bzw. 27.480 Buchseiten mit Z80/8080 Power
  • Also dem RiscOS würde ich nicht hinterhertrauern - weil das gibt's noch, kann jederzeit auf dem Raspberry angeschaut werden und wird wohl auch weiterentwickelt. Man muss da nicht viel Geld für die Anschaffung investieren, sondern "nur" die Zeit für die Einarbeitung... :bgdev
    Wissen ist das einzige Gut, das sich beim Teilen vermehrt. Also seid vorsichtig damit!
  • Naja, hatten wir das nicht schon "Commodore .....hätte, hätte, Fahrradkette", egal, darüber philosophieren macht wirklich Spaß :)

    Aber man vergleiche einfach was aus Apple geworden ist, die ja damals durchaus vergleichbar mit Commodore gewesen sind
    Apple hat es irgentwie geschafft die damalige DOS/WIN-Dominaz zu überleben. Diesen Weg hätte Commodore evlt auch geschafft.
    ...was hat also Apple besser gemacht als Commodore oder Atari ?
    - gut dass Apple mit dem Ipod und später dem Iphone einen Megaerfolg hatten sei mal außen vor, der erste ipod wurde erst 23. Oktober 2001 vorgestellt,
    da war Atari und Commodore schon mausetot !

    Auch mit dem 2. Standbein PC-Geschäft, war man ja nicht lange erfolgreich.


    Aber es gibt auch viele andere große Konzerne die einfach verschwunden sind, obwohl man das eigentlich nicht hätte glauben können, weil man damit auch einfach groß geworden ist und sie auch schon immer da waren, solang man eben denken kann:
    z.B. AEG, Grundig, Saba, Telefunken, Nordmende, Dual, Nokia, Quelle, PhotoPorst, Vobis, Schlecker, Kodak, Agfa, Borgward, Horex, Triumph Adler,Blaupunkt ....alles Konzerne die das tägliche Leben in den 80er-90er dominierten und prägten, und jetzt entweder nicht mehr exitstieren oder bedeutungslos sind oder es blieb nur noch der Markenname übrig.
    Evtl. diskutieren wir ja in 20 Jahren, warum Firmen wie Apple, Google, Facebook, Volkswagen, Shell, Amazon, MediaMarkt/Saturn, McDonalds, ALDI usw. nicht mehr exisitieren, obwohl sie damals die Märkte beherrschten ....

    Dieser Beitrag wurde bereits 12 mal editiert, zuletzt von Ezeyer ()

  • Segenhard schrieb:

    Ich verstehe das ganze "was wäre wenn" Gesülze nicht!!!!

    Solche Gedankesprünge sind doch für die Mülltonne.
    Es wird sich nichts ändern und hier sind wieder viele unnötige Bits und Bytes verbraten, die keinem was bringen.
    Würde höchstens als Filmstoff reichen.

    Was wäre, wenn es kein " i " gebe, hätte appel überhaupt so gross werden können und wäre vielleicht ne Banane?
    Was wäre, wenn es kein Internet geben würde, sitzen wir dann in nem Kaffeehaus und diskutieren darüber
    was wäre, wenn es ein Internet geben würde????
    Was wäre, wenn ich als Spermium keine Eizelle getroffen hätte, wer könnte dann schreiben das
    dass hier unnötiger als ein Kropf ist.
    Geht mir auch so Segi.
    Was wäre wenn Amerika von den Arabern und nicht von Kolumbus entdeckt worden wäre?

    Segenhard schrieb:

    Also was bringt die Bewertung der Gegenwart?

    Das man Fehler nicht mehr macht, weil man jetzt klüger ist?
    Was wäre wenn, verändert die Vergangenheit nicht mehr.

    Es werden in der Gegenwart noch immer die gleichen Fehler gemacht.
    Jetzt eben mit moderneren mitteln.

    Es ist ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Was wäre gewesen, wenn Kennedy erst 1973 erschossen worden wäre, statt bereits 1963? Was wäre passiert, wenn Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte? Und so weiter.
    Aber:

    Kontrafaktische Überlegungen haben Konjunktur. Sie können in der Tat helfen, der Vorstellung von einer Unentrinnbarkeit des historischen Prozesses entgegenzuwirken und den Sinn für verschüttete Möglichkeiten oder auch vermiedene Gefahren zu schärfen – allerdings nur dann, wenn dabei der realhistorische Kontext nicht aus dem Auge gelassen wird.



    Sie haben einfach aufs falsche Pferd gesetzt und nicht geschaut was die" Mitbewerber" so treiben.

    "Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben,
    eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes."
    Salvador Dali (1904-1989)
    Avatar: Copyright 2015 by Saiki
  • Apple war sehr lange eine feste Größe im professionellen DTP-Bereich - es dauerte weit in die 90er Jahre rein, bis PCs das Niveau erreicht hatten (und noch etwas, bis die Firmen dann umgesattelt haben). Bis dahin war die Kundschaft schon mal sicher. Und nach der folgenden Durststrecke, wo zuletzt vermutlich kaum noch jemand an Apple glaubte, kam der Ipod.

    2. Standbein PC-Geschäft: öhm, da sehe ich das Problem, warum sollte ich mir einen Commodore PC kaufen, wenn ich einen Highscreen oder Escom billiger bekomme? Die das Gleiche können und auch nicht viel anders aussehen? Ist ja kein C64 oder Amiga mehr, der nur das kann, was ein C64 oder Amiga kann. Ein PC mit Amiga-Steckkarte wäre ein Kaufgrund für nen Commodore-PC gewesen...
    Wissen ist das einzige Gut, das sich beim Teilen vermehrt. Also seid vorsichtig damit!
  • Tale-X schrieb:

    2. Standbein PC-Geschäft: öhm, da sehe ich das Problem, warum sollte ich mir einen Commodore PC kaufen, wenn ich einen Highscreen oder Escom billiger bekomme? Die das Gleiche können und auch nicht viel anders aussehen? Ist ja kein C64 oder Amiga mehr, der nur das kann, was ein C64 oder Amiga kann. Ein PC mit Amiga-Steckkarte wäre ein Kaufgrund für nen Commodore-PC gewesen...
    Naja, damals kauften nicht alle einen Vobis oder Escom-PC, gerade im gewerblichen Bereich kaufte man trotzdem teure Markengeräte von IBM, HP, Fujitsu-Siemens, Compaq und auch Commodore spielte da ein großer Rolle, aber anstatt mit den großen Trditionsmarken zu konkurieren, wollte Commodore mit Vobis und Co im Consumermarkt wettstreiten, aber auch dass haben sie nicht erfogreich geschafft - meiner Meinung war Commodore einfach nicht genug professionell aufgestellt, in jeder Hinsicht, egal ob Management, Marketing/Vertrieb/Werbung, Produktentwicklung, Innovation usw.