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Neu produziertes C64 - Brotkastengehäuse in vielen Farben...


  • Er sollte sich auf jeden Fall mal mit denen in Verbindung setzen :thumbup:


    Dem möchte ich mich anschliessen.


    Ein C65 Gehäuse hätte ich schon gerne...ich glaube ich würde auch 2 nehmen...

  • (hervorhebungen von mir).


    Wenn ich mir die Bilder von den Tastaturen in Erinnerung rufe, wird auch dieser nachgemachte Brotkasten vermutlich merklich vom Original abweichen.


    Es ist eben auch eine Original-Eigenschaft des C64, dass schon vor Markteinführung um jeden Penny gerungen wurde. Nur so hat er seine hohe Verbreitung und breite Akzeptanz gefunden!


    Wenn er exakt gleich wäre, weist die Zahl 20 aber in die richtige Richtung. Allerdings D-Mark, nicht Euro :)
    Dann kämen 9,95 Euro heraus. Und bei der pozenziellen Kundschaft sollte man nicht nur die 3700 Mitglieder von Forum64 sondern auch die ca. 12500 von lemon64 in Betracht ziehen. Beides zusammen sind 15000, und so würden sich die 1500 die weiter oben genannt wurden, als eine Quote von 10% erklären, die bukocharly scheinbar zugrundelegt.


    Schon vor der Einführung des C64 wurde um jeden Transistor gerungen. Sicherlich auch beim Gehäuse nach Möglichkeiten gesucht, mit geringstmöglichem Aufwand ein maximal attraktives Ergebnis zu erzielen.


    Es ist eben auch eine Original-Eigenschaft des C64, dass schon vor Markteinführung um jeden Penny gerungen wurde. Nur so hat er seine hohe Verbreitung und breite Akzeptanz gefunden!


    Wie sagte Jack Tramiel so schön:


    Quote

    „We need to build computers for masses, not the classes”


    ---> we need computer housings for the masses, not the classes.


    Das sollte sich auch in der Preisgestaltung niederschlagen.


    Wie auf mayhem.co.uk nachzulesen ist,
    genauer Link:
    http://www.mayhem64.co.uk/c64design.htm


    hat Brian Dougherty, ein Manager mit Erfahrung in der Hardware-Produktion bei Mattel und späterer GEOS-Manager, die Produktionskosten des C64 in 1985 so nachvollzogen:


    Verkaufspreis des Rechners 149 $,
    Herstellungs(Produktions)kosten 35-50$
    davon Kosten für Gehäuse: max. 2 $.
    (eine genaue Aufstellung ist auf obiger Mayhem-Seite, z.b. werden die Kosten für VIC und CPU mit 4$ angegeben).


    Zwei ganze Dollar! Für das Gehäuse .. und bei einem historischen Dollarkurs von 2,55 DM für 1 $ sind das 5,10 D-Mark.


    Dabei muss man berücksichtigen, dass bei Einführung des C64 niemand wusste, dass man einmal 12 Millionen würde absetzen können, dass man die Fixkosten für die Gehäuse auf soviele Stück wird verteilen können.


    Das ist bei einem Kickstarterprojekt völlig anders. Melden sich nicht genug Backer, findet das Projekt eben nicht statt, Punkt. Niemand macht Verlust, unternehmerisches Risiko ist damit ausgeschaltet. Deshalb ist es fair und angemessen, vorab Schritte zur Kostenreduktion und zu billigerem Einstiegspreis anzuregen.

  • Hm, das passt aber gar nicht zum anfänglichen Verkaufspreis in Deutschland von 1300 DM. Also zum Zeitpunkt dieser Kalkulation dürfte schon bekannt gewesen sein, dass sich das Ding wie warme Semmeln verkauft...

  • Hm, das passt aber gar nicht zum anfänglichen Verkaufspreis in Deutschland von 1300 DM. Also zum Zeitpunkt dieser Kalkulation dürfte schon bekannt gewesen sein, dass sich das Ding wie warme Semmeln verkauft...


    Es ist völlig unbestritten, dass trotz dieser niedrigen Herstellkosten trotzdem noch eine gewaltige Gewinnspanne erzielt wurde, die in D möglicherweise noch höher als in USA ausfiel. Das zeigt aber in meinen Augen die unternehmerische Genialität von Jack Tramiel. Das hat auch mit der Nachfrage und dem Wettbewerb zu tun. Die Wettbewerber, z.b. Atari, haben vermutlich weit unwirtschaftlicher produziert.


    Ebenso klar ist, dass Commodore Atari deswegen "ausgestochen" hat, weil sie von Anfang an ihre Kosten ins Visier genommen und erfolgreich niedrig gehalten haben.


    Die Kostenkalkulation ist das eine, die aufgrund von Marktanalysen erreichbare Gewinnspanne das andere. Der Verkaufspreis - und auch der potenzielle Gewinn pro Stück- wurde aber sukzessive gesenkt, und damit hatten spätere Käufer die direkte Chance, an den gesenkten Kosten zu partizipieren. Diese Kostensenkungen, auch in Deutschland, auch bis herab auf ALDI-Niveau, wären niemals möglich gewesen, wenn dem Anbieter von Anfang an die Kosten "wurscht" gewesen wären. Von einer günstigen Ausgangsposition aus war er immer einen Schritt voraus.


    Somit ist der von dir gezeigte Sachverhalt kein Widerspruch, sondern unterstreicht noch das von mir gesagte.


    Bei einem Kickstarter-Projekt gehen die Backer mit ihrem Zahlungsversprechen in Vorleistung und nehmen dem Betreiber fast jegliches Risiko, unter Fairness-Gesichtspunkten wäre es prima, wenn die Projektstarter im Gegenzug sich um Begrenzung der Kosten bemühen, ganz im Geiste von Jack Tramiel:


    Computer housings for the masses, not the classes....

  • Stephan, irgendwie vergisst Du wohl ein paar Dinge.


    Die Zeiten in denen diese Geräte millionenfach verkauft wurden sind vorbei, Jack Tramiel ist auch schon tot.
    Es geht hier tatsächlich erstmal um viel kleinere Stückzahlen.


    Mit diesen kleinen Stückzahlen muß die Form bezahlt werden, Materialen dürften in dem kleinen Rahmen auch teurer werden.
    Und wenn die Macher des Projektes nebenbei auch ein paar Kröten übrig behalten für die Zeit, die sie der Community schenken, bin ich bestimmt nicht der einzige der das mehr als in Ordnung findet, denn hier geht es nicht um das Erstellen eines Platinenlayouts (ich möchte diese Arbeiten hiermit auf keinen Fall abwerten, aber der Vergleich dürfte schon passen) wo man nicht mit diversen Firmen Gespräche führen und Termine koordinieren, den Versand organisieren, Werbung machen, Community auf dem Laufenden halten muß, bestimmt habe ich noch was vergessen...


    Und nur mal so nebenbei, früher war es tatsächlich ein "computer for the masses", aber das vor vielen Jahren die nicht wieder kommen...

  • Der Threadstarter - bukocharly - hat im ersten Posting ausdrücklich vorab wissen wollen, ob man sein Projekt eher für einen Geniestreich oder für eine 'Schnappsidee' hält. :drunk:


    Nun halte ich es eben nicht nur für nahe der Weingrenze wie du omg_wurst meinst, sondern viel näher an der Schnappsgrenze - ich denke mit so einer Aussage kann bukocharly leben - und habe damit meine Meinung nicht nur kundgetan, sondern mit für jeden nachvollziehbaren Fakten und Links hinterlegt. Von daher enthalte ich mich weiterer Stellungnahmen.

  • Nun halte ich es eben nicht nur für nahe der Weingrenze wie du omg_wurst meinst, sondern viel näher an der Schnappsgrenze - ich denke mit so einer Aussage kann bukocharly leben - und habe damit meine Meinung nicht nur kundgetan, sondern mit für jeden nachvollziehbaren Fakten und Links hinterlegt. Von daher enthalte ich mich weiterer Stellungnahmen.


    und du vergleichst immer noch Äpfel mit Birnen.

  • Quote

    Wenn er exakt gleich wäre, weist die Zahl 20 aber in die richtige Richtung. Allerdings D-Mark, nicht Euro :)
    Dann kämen 9,95 Euro heraus. Und bei der pozenziellen Kundschaft sollte man nicht nur die 3700 Mitglieder von Forum64 sondern auch die ca. 12500 von lemon64 in Betracht ziehen. Beides zusammen sind 15000, und so würden sich die 1500 die weiter oben genannt wurden, als eine Quote von 10% erklären, die bukocharly scheinbar zugrundelegt.


    Deine Rechnung hat schonmal einen Fehler: 10% würde bedeuten jeder nimmt nur eins.
    Ich selbst würde wohl pro Farbe (die mir gefällt) jeweils zwei nehmen.

  • Wenn er exakt gleich wäre, weist die Zahl 20 aber in die richtige Richtung. Allerdings D-Mark, nicht Euro :)
    Dann kämen 9,95 Euro heraus. Und bei der pozenziellen Kundschaft sollte man nicht nur die 3700 Mitglieder von Forum64 sondern auch die ca. 12500 von lemon64 in Betracht ziehen. Beides zusammen sind 15000, und so würden sich die 1500 die weiter oben genannt wurden, als eine Quote von 10% erklären, die bukocharly scheinbar zugrundelegt.


    So, und jetzt vergleichen wir das mal mit den Stückzahlen, mit denen Commodore gearbeitet hat.


    Nach den Abschätzungen auf http://www.pagetable.com/?p=547 wurden schon 1982 je nach Quelle und Abschätzungsmethode zwischen 150.000 und 800.000 C64 produziert. Schon im kleinsten Fall ist das um den Faktor 100 mehr.


    Quote

    Zwei ganze Dollar! Für das Gehäuse .. und bei einem historischen Dollarkurs von 2,55 DM für 1 $ sind das 5,10 D-Mark.


    Dabei muss man berücksichtigen, dass bei Einführung des C64 niemand wusste, dass man einmal 12 Millionen würde absetzen können, dass man die Fixkosten für die Gehäuse auf soviele Stück wird verteilen können.


    Stimmt, wenn wir diesen Preis daher lediglich um den (möglicherweise sogar zu niedrig angesetzten) Faktor 100 skalieren kommen wir auf grob 250 Euro pro Gehäuse. Die in diesem Thread angesetzten 49 Euro sind dagegen schon fast ein Dumpingpreis.


    (Edit: Ach ja, ich wäre wohl auch in der Liste der Interessenten für ein transparentes Gehäuse)

  • Ich wäre grundsätzlich dabei (1x transparent). Allerdings habe ich jetzt schon ein transparentes Keilgehäuse und im Endeffekt war das preislich schon etwas über meiner Schmerzgrenze für solche "nutzlosen" Gimmicks. Wenn man es hinbekäme, transparente Brotkästen für max 50 € anzubieten, würde ich mich beteiligen, bei allem darüber würde ich passen. Ich will damit keinesfalls sagen, dass sie nicht mehr wert wären oder kosten müssten und nicht andere auch bei 70 € zuschlagen würden. Aber ich persönlich wäre nur bei meiner genannten Höchstgrenze dabei.


    Was ich anders machen würde, als bei den nicht modifizierbaren C64-II Formen (da alt/original), wäre, bei der Konstruktion schon gleich im Vorfeld darüber nachzudenken, wie die Innenseite aussieht. Commodore war das ja egal, da niemand die Gehäuse-Innenseite zu Gesicht bekommen sollte. Bei Gehäusen, die von Anfang an z.B. für transparentes Polycarbonat gedacht sind, sollte man aber (wie Apple bei den iMac G3 und den PowerMac G4-Rechnern und den dazu passenden Monitoren, Tastaturen und Mäusen) über die Gestaltung und Form der Innenseite nachdenken. Da sollten dann alle notwendigen Stege, Haltenasen und Verstärkungen mit Bedacht (möglichst unauffällig) gesetzt werden und man kann mit glatten Flächen, Strukturen, wie z.B. Riffeln und sogar mit erhabenen oder vertieften Schriftzügen ("Commodore 64", "in memoriam Jack Tramiel", "highest-selling computer of all time", "1982 – 2016", "Celebrate the 80's" .... ) gestalterisch tätig werden.

  • Ungeachtet des allgemeinen Trends zum Preisgeweine ;) versuche ich mal noch ein paar konstruktive Dinge beizutragen.


    Ich selbst habe ja Interesse an Folgenden Farben:


    - Schwarz
    - Nachleuchtend
    - Transparent


    Wobei bei transparent beachtet werden müsste, das ein Brotkasten durch die Tastatur ziemlich verdeckt werden würde!


    Aber was ich (wie bereits erwähnt) für sinnvoll halten würde:


    - Geändertes Seitenteil, so daß man auf das Blech verzichten kann (wie beim C64C)
    - Abbruchsichere Kontruktion der Haltelaschen zum öffnen/verschliessen des Gehäuses
    (Wobei die neueren Brotkästen mit den breiten Laschen ja im Grunde genommen schon ganz gut waren).

  • Die einzige Farbe, die mir WIRKLICH zusagen wuerde, waere schwarz-transparent. Den Preis von 49,- finde ich gut, aber Spezialfarben (wozu auch Transparenz gehoert) sollen ja teurer sein. Da waere halt die Frage, wie viel teurer 8)