Lötprofi gesucht

Es gibt 21 Antworten in diesem Thema, welches 4.827 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. September 2015 um 20:41) ist von Werner1971.

  • Suche jemanden, der mir auf meine M-Tec-Turbokarte für den A600 zwei zusätzliche RAM-Chips (SMD) auflöten kann. Mir fehlt dafür die nötige Ausrüstung und Erfahrung um das selbst zu machen. RAM-Chips sind übrigens schon vorhanden, es geht also nur um's reine Löten.

    Jetzt das wichtige: Bitte keine Laien, die nur meinen, gut löten zu können. Will niemandem zu nahe treten, aber ich hatte das schon jemandem gegeben, der meinte, das sei für ihn kein Problem. Beim Versuch hätte er die Karte fast geschrottet... Suche daher einen wirklichen Profi, der auch Garantie auf seine Arbeit gibt und auch Verantwortung übernimmt, wenn der die Karte beschädigt. Darf dann natürlich auch ein paar Euro (mehr) kosten.

  • Garantie? Verantwortung? Das soll dir eine Privatperson machen? Das wird nichts. Unter den Vorraussetzungen würde ich dir das nicht machen, obwohl ich sehr viel Erfahrung mit SMD-Löten habe. Frage bei den kommerziell in dem Feld hier tätigen Forenmitgliedern an, ob sie es dir machen, für den entsprechenden Stundensatz.

    Mal hier, mal da, mal dort. Aber auf jeden Fall auf der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.! Und hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.!

  • Zitat

    Das soll dir eine Privatperson machen?


    Nein. Ein Profi ist per Definition jemand, der damit sein Geld verdient. Dachte, das würde ziemlich klar aus der Anfrage hervorgehen, weil's eigentlich auch genau so da geschrieben steht.

  • Suche jemanden, der mir auf meine M-Tec-Turbokarte für den A600 zwei zusätzliche RAM-Chips (SMD) auflöten kann.


    Bist du sicher, dass die PLDs auf der Karte passend für 8MB RAM programmiert sind? Auf Fotos der Karte sieht man je nach Version die handschriftlichen Zahlen "4" und "8" auf den Chips.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Auf der Karte ist eine Brücke, die man für 8 MB einfach nur schließen muss (neben den RAM-Chips links oben [wenn die Karte so liegt, dass der PLCC-Sockel links unten ist]).


  • Nein. Ein Profi ist per Definition jemand, der damit sein Geld verdient. Dachte, das würde ziemlich klar aus der Anfrage hervorgehen, weil's eigentlich auch genau so da geschrieben steht.

    Diejenigen Profis die im Retroumfeld für Geld arbeiten und hier im Forum aktiv sind, sollten dir eigentlich bekannt sein, kontaktiere sie doch direkt. Ich bin auch Elektroniker, also Profi, sowas würde ich dir aber privat machen und nicht auf der Arbeit (wo ich noch nichtmal einen Lötkolben stehen habe), aber Garantie und Verantwortung würde ich als Privatperson nicht übernehmen, da musst du dich besser ausdrücken, damit auch die gewünschten Profis antworten..

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  • Ich denke, meine Anfrage ist konkret genug. Sollte auch nachvollziehbar sein, dass ich ein Stück Hardware, dessen Wiederbeschaffungswert im mittleren dreistelligen Bereich liegt, keinem überlasse, der auf seine Arbeit weder Garantie gibt noch Verantwortung bei Beschädigung übernimmt. Kaputt löten kann ich das Teil nämlich auch selbst. ;)

    Die Profis, die mir hier bekannt und im Forum aktiv sind, lassen sich per PN nicht anschreiben - das hatte ich gestern Abend schon vergeblich versucht.

  • ein Stück Hardware, dessen Wiederbeschaffungswert im mittleren dreistelligen Bereich liegt

    Alleine aus diesem Grund würde ich mir an deiner Stelle die Lötfähigkeit selbst aneignen. Ich glaube kaum, dass ein Gewerblicher sich darauf einlässt, auf 20 Jahre alte Hardware eine Garantie zu geben.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Evtl. reicht ja auch ein "Semiprofi" :D

    Hast keinen Wohnort angegeben. Würde die Möglichkeit erwägen jemanden in der Nähe zu finden, zu dem du fahren könntest und ihm dabei noch über die Schulter blicken kannst.

    Es gibt sicher genug User hier und im A1K für die es eine Kleinigkeit ist, diese Ramchips aufzulöten. Ist keine große Sache.

    mfg

  • Ich glaube kaum, dass ein Gewerblicher sich darauf einlässt, auf 20 Jahre alte Hardware eine Garantie zu geben.


    Leute, jetzt lasst es doch mal gut sein, ok? Wer sowas gewerblich macht, gibt für gewöhnlich 14 Tage Garantie auf die geleistete Arbeit. NICHT auf die Hardware, davon war nie die Rede. Ausschluss von Garantie/Gewährleistung dürfte im gewerblichen Umfeld auch in so einem Fall gar nicht möglich sein.

    Wer so einen Service nicht gewerblich anbietet und sich nicht berufen fühlt, das zu machen, der möge doch bitte auch nicht an meiner Anfrage rumkritisieren (alle anderen -> PN). Ich habe konkrete Vorstellungen, wen ich an die Karte ranlassen würde und wen nicht. Da gibt's eigentlich nichts großartig drüber zu diskutieren.

    @walter01: Das a1k.org-Forum ist eine gute Idee. Hab ich gar nicht dran gedacht, obwohl ich da oft mitlese. :)

  • Die Arbeit ist wirklich kein Problem, wenn ich aber solche Anfragen lesen läuten bei mir alle Alarmglocken. Niemend wird das gewerblich machen und Dir eine Funktionsgarantie auf die Karte geben....

  • Was hab ich denn gerade geschrieben???

    Zitat von Timo W.

    Wer sowas gewerblich macht, gibt für gewöhnlich 14 Tage Garantie auf die geleistete Arbeit. NICHT auf die Hardware, davon war nie die Rede.


    Also echt...

    Kann geschlossen werden, werde die Anfrage woanders stellen.

  • Heißluftstationen und gute SMD-Paste gibts für 50€.
    Schrott-Grafikkarten zum üben kann ich dir schicken.

    So hab ich mir QFP löten beigebracht (bis 0.5er Pitch glaub ich)

  • Wenn Du auf Deine komische Garantie verzichtest - löten kann ich. Professionelles Equipment dazu habe ich auch. Und ich garantiere Dir eine einwandfreie Lötung, sofern die Leiterplatte das zulässt. Wenn sie bereits vermurkst ist, dann natürlich nicht. Geld will ich keines dafür - Ärger aber auch nicht. Ich weiß doch auch nicht, ob die Karte und die Bauteile immer ESD-gerecht gehandelt wurden? Und testen kann ichs auch nicht, ich habe keinen passenden Amiga. Wenn Du Interesse hast, schreib' mir eine PN.

  • Heißluftstationen und gute SMD-Paste gibts für 50€.
    Schrott-Grafikkarten zum üben kann ich dir schicken.

    So hab ich mir QFP löten beigebracht (bis 0.5er Pitch glaub ich)

    Dazu reicht eine einfache temperaturgeregelte Lötstation mit einer Spitze, mit der man Dachrinnen zusammenlötet, also ruhig 3-2 mm breit.

    Wenn ich sowas mache und mir ein Laie dabei über die Schultern schaut, der stirbt beim Zugucken mehrere Male, aber ich habe mir das mal von Taiwanern beibringen lassen, die das täglich unzählige Male sowas machen (Boardreparatur). Erstmal Chip verzinnen, Lötstellen auch, dabei spielen Kurzschlüsse keine Rolle, nur darf das Lötzinn nur ganz dünn aufgetragen werden, damit die Kontakte möglichst flach auf der Platine aufliegen können. (mit einem bischen Übung kann man auch hier den Trick mit der Oberflächenspannung von flüssigem Lötzinn ausnutzen, dazu siehe unten mehr) Dann den Chip auf den Lötstellen genau ausgerichten, mit dem Finger fest andrücken, an zwei Ecken Kontakte erhitzen, bis das Lötzinn schmilzt, wieder hoch, kurz warten bis es abgekühlt ist, damit ist der Chip schonmal in seiner Position fixiert. Dann das an noch zwei Ecken machen, und dann auf einer Seite Lötzinn hinzugeben, bis alle Pins im Saft schwimmen, das heißt alle Pins sind kurzgeschlossen. Chip andrücken damit die Pins möglichst dicht an der Platine anliegen und Abkühlen lassen, bis das Lötzinn fest ist. Das selbe auf der anderen Seite. Dann am Ende beider Kontaktreihen im rechten WInkel ein etwa 5x5 cm großes Blatt Papier mit Tesafilm ankleben und etwas abknicken, dass es in einem flachen Winkel von der Platine absteht. das dann als Rinne zum Abführen des überflüssigen Lötzinns dient. Platine senkrecht halten, so dass das Papier nach unten zeigt, eine Lötzinnreihe von oben nach unten erhitzen, und mittels Oberflächenspannung des Lötzinns das überflüssige Lötzinn einfach runterlaufen lassen. Das Papier sorgt dafür, dass es nicht wo anders auf die Platine tropft. Warten, bis die Lötstelle abgekühlt ist, dann die zweite Seite. Man sollte das aber nicht gerade auf dem (besten) Teppich machen, den man hat (*1). Die Lötstelle sieht hinterher aus, wie industriell gelötet. Wer sicher gehen will, nimmt ein chinesisches Ess-Stäbchen, an dem vorne eine Stecknadel befestigt ist, und zieht damit nochmal über die SMD-Kontakte, am Klang der Nadel hört man dann, ob alles fest ist. Einzelne Pins kann man dann nochmal ohne zusätzliches Lötzinn mit einer absolut sauberen Lötspitze nachlöten.

    Das mag jetzt unglaublich klingen, aber das funzt wunderbar, die Oberflächenspannung des frischen Lötzinns (Flußmittel!) sorgt dafür, dass alles überflüssige Lötzinn mitkommt. Das wichtigste dabei ist, dass das Lötzinn dabei richtig heiß und flüssig ist. Man darf dabei auch keine Angst haben, dass die Chips zu heiß werden, im Lötbad auf der Lötmaschine werden die das auch.

    Am besten mal mit einer alten PCI-Karte oder sowas ausprobieren. Auch Ablöten von Chips funktioniert auf diese Weise, eine Seite mit Lötzinn erhitzen, bis das Lötzinn überall an der Chipseite flüssig ist, den Chip auf der heißen Seite mit einem feinen Schraubenzeiher anheben bis er aus dem Lötzinn rauskommt, mit einer Zange anfassen und das selbe auf der anderen Seite nochmal und überflüssiges Lötzinn wie oben von der senkrecht gehaltenen Platine ablaufen lassen. Dabei sind dann auch die Lötstellen auf der Platine schon passend für den neuen Chip verzinnt.

    SMD-Chips mit ganz dünner Spitze Pin für Pin mit dünnem SMD-Lot an/ablöten, das ist für Anfänger. Und sehr langsam.

    *1 - Die Profis haben Kachelfußboden oder eine Eisenplatte auf dem Boden liegen. Bei ausreichender Fallhöhe reicht aber auch dicker Karton.

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  • Mit'm einfach Kolben geht das sicherlich auch ... ist nur die Frage ob man das möchte. Für richtiges "Drag-Soldering" sollte es dann schon etwas ein bisschen gehobeneres sein, als meine 10€ Station.
    Bei SOIC/SOJ würde ich mir deinen Ansatz auch zutrauen wenn ich verzweifelt wäre (hab ich in der Vergangenheit auch schon gemacht) ... aber die Rework Station steht jetzt nunmal hier ;)

  • Wenn du mit deiner Lötstation Pins von größeren Masseflächen ablöten kannst, reicht die dafür. Muss keine Weller oder Ersa sein.

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  • Die Tatsache, dass man einen Heißluftkolben besitzt, heißt noch lange nicht, dass der auch für alle Anwendungen 1. Wahl ist. Es gibt Anwendungsfälle, wo der super ist - hier eher nicht. Mit so einem Teil ist bei unsachgemäßer Anwendung (und darüber habe ich hier im Forum schon reichlich gelesen) ganz schnell das IC überhitzt und die Platine verkokelt...
    Prinzipiell gibt es oft mehrere Methoden, um zum Ziel zu kommen. 1st1 hat eine Möglichkeit beschrieben - es gibt dafür auch spezielle Lötspitzen mit Reservoir (flache Spitze mit Kuhle und Schlitz). Ich mache sowas in der Regel anders (Mikro-Lötkolben, feines Lötzinn, Flußmittel - und nein, das ist nichts für Anfänger), aber ganz sicher nicht nur mit Heißluft. Viel zu viel Stress für das IC.

  • Die Methode mit der "hohlen" Lötspitze finde ich auch sehr praktisch. Ich hab in letzter Zeit recht häufig TSSOP-28 zu verlöten gehabt, mit ein bisschen Übung bekommt man so was damit in 3 Minuten sauber eingelötet.

    Wie das Funktioniert kann man z.B. hier mal anschauen:
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    Der alleinige Zweck dieses Beitrags ist es meinen Counter zu inkrementieren. Jeglicher Sachbezug dient ausschließlich der Dekoration.

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  • Heißluftpistole finde ich persönlich zu gefährlich, die erhitzt eine viel zu große Fläche, so dass sich drumherum und auf der Rückseite noch weitere Bauteile lösen können, insbesondere kleine Sachen wie SMD-Widerstände.

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