Defender of the Crown

Es gibt 39 Antworten in diesem Thema, welches 12.172 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. Mai 2016 um 16:42) ist von Retro-Nerd.

  • Beim zweiten lesen klingt mein Post etwas respektlos, das war nicht meine Absicht.


    Ist schon OK, Entschuldigung angenommen. Mir war schon klar, dass es nicht despektierlich gemeint war und nur etwas negativ rüberkam. Ich fand es aber wichtig, klarzustellen, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem "Aufbohren" eines für die Plattform existierenden Titels und einer komplett neuen Portierung.

    Aber dennoch ist Portierung - gerade aus Codersicht - echt viel ätzende "Fleißarbeit". IdR wütet man viel im Disassembly des Original herum (was ja Endurion z.B. bei Bomb Jack DX, so wie ich es gelesen habe auch tut), um wirklich alle wichtigen Features zu erwischen.


    Richtig, Fleißarbeit ist natürlich viel dabei – aber auch beim coden Vorlagen-loser Titeln durchaus vorhanden. So, wie ich das verstehe, guckt Endurion sich gar nicht so viel den Arcade-Quellcode an, sondern wir bedienen uns teilweise Analysen anderer – aber vieles ist auch Probespielen, Videos angucken oder Anleitungen lesen. Man muss ja das Feeling treffen (z.B. beim Tempo) und nicht versuchen, sich sklavisch an die Vorlage zu halten, wo es keinen Sinn macht. Allein schon die Unterschiede bei der Anzahl der verfügbaren Sprites (oder Farben, Auflösung oder Speicher) verhindern, dass man irgendwas 1:1 übernehmen könnte. Man muss halt andauern "kreativ" werden und nach Lösungen suchen.

    Ich glaube auch nicht, dass jemand noch einmal DotC auf dem C64 programmiert, nur damit es für 2 Spieler gleichzeitig spielbar wird: da spricht einfach das Kosten/Nutzen-Verhältnis gegen.

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  • Unterm Strich war die C64-Version meiner Meinung nach auch die beste.
    Die Amiga-Version gefiel mir bei weitem nicht so gut (die PC-Version dürfte wohl identisch mit der Amiga-Version gewesen sein)


    Mich würde mal interessieren, ob jemand die Mac-Version ausprobiert hat. Nachdem, was man in Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. sieht, ist die Grafik der vom Amiga ebenbürtig, dazu aber noch (in der CD-Rom-Version) mit zusätzlichen Animationen und Sounds/Sprachausgabe versehen. Ich habe sie gerade (in 2 Versionen) im Macintosh Garten (selber googlen) heruntergeladen und werde sie irgendwann mal (unter System 7 oder 8 ) angucken (wobei ich die anderen Ports nicht wirklich kenne).

    Wenn ich mich so zurückerinnere, habe ich DotC vor allem wegen der tollen Grafik und der Musik auf dem C64 geladen. Die Action-Sequenzen waren mir in der Steuerung zu ungenau und das Ergebnis zu willkürlich. Und die langen Umschalt-/Ladezeiten haben mich genervt.

    Wenn man DotC neu auflegen wollte (z.B. um einen Mehrspieler-Modus zu integrieren), könnte man auch gleich einige andere Kinken beseitigen: Bei den Action-Sequenzen von richtig guten Action-Spielen inspirieren lassen (z.B. iK+) und Ladezeiten reduzieren (heute möglich dank guter Packer und/oder z.B. EasyFlash). Aber wie schon gesagt: Wahrscheinlichkeit einer neuen Version: Unter 5%. (Hat man von anderen Spielen allerdings auch geglaubt) ;)

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  • Das kann man immer schön behaupten, dann klingt man selber so unverantwortlich für die geschäftliche Pleite. Da kam sicherlich noch mehr dazu. ;)


    Zum Beispiel die Tatsache, daß Computerspiele schon immer überteuert waren.
    Außerdem nervten Kopierschütze und umständliche Codewort-Eingaben fast
    genau wie Rockstar Social Club & Co. Eigentlich hat die Industrie schon immer
    alles dafür getan, Kunden "in die Piraterie zu treiben". :) Im Grunde ist man ja
    fast schon dämlich, wenn man heute ein Spiel von EA, Ubisoft, Rockstar und
    ähnlichen Kackköppen kauft. Die nehmen schließlich nicht mehr nur unverschämt
    viel Geld..

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  • Ja. Das war ein Hauptproblem der damaligen Zeit:

    Heute werden Spiele, die älter sind als 2 Jahre für 10 Euro auf dem Grabbeltisch angeboten.

    Das gab es damals noch nicht.

    Heute muss man dazusagen, dass der Spielemarkt regelrecht überflutet ist. Während es zu C64-Zeiten vielleicht wenige Tausend Titel gab (was damals ja auch schon viel war), gibt es heute etliche Zehntausende von Titeln und es kommen schon jedes Jahr nochmal hunderte hinzu.

    Die Spiele-Industrien hätten das Raubkopiererproblem sicher nicht so stark vorangetrieben, hätten sich ihre Produkte preislich an den Plattenpreisen der Musiker orientiert, also bei Neuerscheinung bis zu 40 DM verlangt und diese nach 2 Jahren für 20 DM verkauft. Über die Masse kommt meistens doch deutlich mehr rein, als wenn man durch hohe Preise nur geringe Verkaufszahlen erreicht.

    Von der allgemeinen Arbeit her war das Werk von einem bspw. 5-köpfigen Programmierteam wirtschaftlich betrachtet sicherlich nicht so viel mehr wert wie ein Album einer 5-köpfigen Musik-Band.

    Die Spiele-Industrien waren damals auch so unverschämt, auch mal 70 DM oder mehr als 100 DM für ein Spiel zu verlangen. Verständlich, dass das kaum jemand bezahlen wollte, geschweige denn, dass die Generation der aktiven Spieler das Geld damals gar nicht zur Verfügung hatten.

    Und der durchschnittliche C64-Zocker wollte sich sicher auch nicht damit begnügen, nur 5 Spiele in seinem Archiv zu haben.

  • Also die PC DOS Version damals war totaler Schrott, noch mit PC Beeper Musik.

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    :thumbsup:


    Sieht schlimmer aus, als es ist. Und es ist noch die angenehmere Farbpalette. ;) Hörsturz natürlich trotzdem vorprogrammiert. Diese Version war aber sehr gut spielbar, sogar die Actionsequenzen.

  • Ja. Zu Zeiten der 80er und in den frühen 90ern waren die PC-Versionen meist auch die grausamsten.

    Man wusste nicht so recht, was einem lieber war. --> Ton aus und damit auf Atmosphäre verzichten? Oder doch das PC-Speaker-Gewürge sich antun und am nächsten Tag zum Ohrenarzt?

    Die ersten PCs bis zum 486er waren wohl im Grunde gar nicht für Spieler vorgesehen. Man hat dann wohl dies so als Nischensparte mit angeboten. Spielgenuss war allerdings was anderes.

    Speicher und Geschwindigkeit waren bei den PCs von früher auch wirklich die einzigen Vorzüge, die sie zu bieten hatten.

    Man musste für den PC Sound- und Grafikkarten noch für teures Geld dazu kaufen und hatte dann unterm Strich womöglich deutlich mehr ausgegeben, als ein Amiga gekostet hat.

    Der PC war ja nicht nur dem Amiga in der Gesamtdarbietung unterlegen. Er konnte selbst dem C64 damals nicht das Wasser reichen. Die PC-Schwärmer von damals waren natürlich anderer Meinung. Für Datenbank-Verwaltung und Textverarbeitung war der PC natürlich im Vorteil.


    Also die DOS-Version von DotC ist meiner Meinung doch schon eher zum Abgewöhnen. ;)

    Allerdings scheinen nur in der C64-Version die Skills der Charaktere anders aufgestellt zu sein.
    Bei Atari ST, Amiga und PC sind die Skills doch identisch gehalten.

  • Die Spiele-Industrien hätten das Raubkopiererproblem sicher nicht so stark vorangetrieben, hätten sich ihre Produkte preislich an den Plattenpreisen der Musiker orientiert, also bei Neuerscheinung bis zu 40 DM verlangt und diese nach 2 Jahren für 20 DM verkauft. Über die Masse kommt meistens doch deutlich mehr rein, als wenn man durch hohe Preise nur geringe Verkaufszahlen erreicht.


    Genau das scheinen die meisten Firmen heute verstanden zu haben. Auf diese
    Weise erreicht man quasi jeden Kundentyp. Day One: "Du bist heiß auf dieses
    Spiel? Zahl 60." Month One: "50 klingt besser für Dich? Na gut."
    Year One: "Wir wissen, daß genau -ihr- es für 20 mitnehmen werdet." Usw.
    Das funktioniert einfach. Ich für meinen Teil bin so ein schäbiger Grabbeltisch-
    käufer, aber für Fallout 4 werd ich 60 oder mehr zahlen (ihr Säcke).

    Zitat

    Die Spiele-Industrien waren damals auch so unverschämt, auch mal 70 DM oder mehr als 100 DM für ein Spiel zu verlangen.


    Und sogar noch mehr. Ich muß bei sowas immer an Aztec denken.. Glaube,
    das ging für 169 über die Ladentheke. Damit war es allerdings noch weitaus
    billiger als ein heutiges Sims-"Wohlfühl"paket, zumal hier ein Add On fast so
    viel kostet wie ein Vollpreistitel.

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  • Die Spiele-Industrien waren damals auch so unverschämt, auch mal 70 DM oder mehr als 100 DM für ein Spiel zu verlangen. Verständlich, dass das kaum jemand bezahlen wollte, geschweige denn, dass die Generation der aktiven Spieler das Geld damals gar nicht zur Verfügung hatten.


    Du meinst wohl den Handel? Wenn ich mich recht erinnere, wurde zumindest bei mir am Ort immer nur recht kleine Stückzahlen abgenommen und bevor Karstadt damals den Preis gesenkt hätte, müsste entweder die Hölle gefrieren oder die Verpackung schon entsprechend verknittert sein. So zumindest europäische Hersteller brachten ja schon gerne mal nach einer gewissen Zeit Budget-Versionen heraus.

    AFAIR kam damals auch nur ein Bruchteil des Verkaufspreises bei Spieleherstellern an. Ich meine, mich zu erinnern, dass alleine der Vertriebsweg des Handels und etwaiger Großhändler mehr als die Hälfte des Preises ausmachte und dann kam noch der Anteil von Publishern wie United Software oder Bomico dazu.

  • Wer damals nicht im Versandhandel (Wial, Bachler etc.) bestellte hatte wirklich viel Geld verschenkt. Die Karstadt & Co. Preise waren schon echte Apotheke.

  • Ich musste Ende der 80er noch bei Allkauf Spiele kaufen, die Preispolitik war nicht schön. Unter DM 120,- gab's da exakt nix für den PC, Amigasoftware kostete rund ein Drittel weniger.

    Der PC war ja nicht nur dem Amiga in der Gesamtdarbietung unterlegen. Er konnte selbst dem C64 damals nicht das Wasser reichen. Die PC-Schwärmer von damals waren natürlich anderer Meinung.

    Zu recht! Glorious PC Masterrace! :D Ab VGA und Soundblaster/Roland war es flugs vorbei mit Amiga und dem ganzen Klumpatsch.


    Für Datenbank-Verwaltung und Textverarbeitung war der PC natürlich im Vorteil.

    Und bei ausnahmslos allem, was 3D war. Was "DotC" nunmal definitiv nicht ist.

  • Defender of the Crown war mit Ports of Call waren auf den Amiga meine ersten Spiele und absolut gelungen
    Die C64er Version fand ich nicht so dolle.

    Hetero Kinder bringt der Storch, schwule Kinder der Flamingo! :LOL

  • und Ladezeiten reduzieren (heute möglich dank guter Packer und/oder z.B. EasyFlash).


    Gibt es sogar schon, die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. von Nostalgia :)
    Beim Original waren die Ladezeiten auch gar nicht soo schlimm, das war eher ein Problem des Eaglesoft Cracks.

  • Zu recht! Glorious PC Masterrace! :D Ab VGA und Soundblaster/Roland war es flugs vorbei mit Amiga und dem ganzen Klumpatsch.


    Den Amiga hatte ich bei Adventures übersprungen. In dem Genre war der PC in jedem Fall die coolere Wahl, auch wenn es damals nicht mein eigener war.

    Allerdings fand ich den PC an anderen Stellen echt viel Luft nach oben. Ähm, Scrollen... also, alles in der Richtung klassischer 2D Action hinkte doch deutlich hinterher und dieser bontempi-artige Sound der Adlib-Karten... bäh.

  • Unterm Strich war die C64-Version meiner Meinung nach auch die beste.
    Die Amiga-Version gefiel mir bei weitem nicht so gut


    Was auch mit der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. des Spiels zu erklären ist. Nach einem Deal mit dem Publisher Mindscape musste das Spiel bis Mitte Oktober 1986 fertig sein. Da die beauftragte Entwicklungsfirma aber nicht zu Rande kam, musste Cinemaware das Spiel in einer Blitzaktion mit (dem grossen) R. J. Mical innerhalb von nur dreieinhalb Monaten fertigstellen.

    Zitat

    Bob Jacob [der Boss von Cinemaware]: So the Amiga version of Defender of the Crown, which from a gameplay, and from a QA aspect, is probably the weakest version of the game, was actually programmed in three and a half months.


    Das kann man immer schön behaupten, dann klingt man selber so unverantwortlich für die geschäftliche Pleite. Da kam sicherlich noch mehr dazu. ;)


    Cinemaware setzte auf das falsche Pferd mit der sehr teueren Entwicklung von CD-ROM-Spielen für die PC Engine bzw. TurboGrafx.

    Zitat

    BJ: In retrospect this was the decision that killed Cinemaware. ... Well, ultimately, the TurboGrafx-16 failed miserably. ... It was a pretty expensive project and I think it cost maybe $700,000, which in those days was a large amount of money.

  • Ja. Der Zeitdruck, der dort manchmal auf die Entwickler ausgeübt wird, sorgt leider öfters dafür, das Spiele auf die Schnelle in den Kasten gehauen werden müssen, Spiele nur halbfertig sind oder schlimmstenfalls total verbuggt sind.

    Gerade bei den Vertreiberfirmen zählt meistens nur das schnelle Geld. Das bei diesen Deadline-Projekten zwangsläufig auch Qualitätsverluste entstehen können, ist denen womöglich vollkommen egal.


    P.S.:
    Habs jetzt auch mit Wolfric the Wild durchgeschafft. ;)
    Unterm Strich sind Schwächen bei den Charakterskills besser zu verschmerzen, als es anfangs vielleicht den Anschein machen mag. Wer falsch oder gar nicht taktiert, wird selbst mit Wilfred of Ivanhoe kaum mehr als 10 Runden überstehen.

  • Gab es das Spiel damals auch mit deutschen Menüs? Meine das ich es als Kind auf deutsch gespielt habe, kann mich natürlich aber auch täuschen, ist ja schon etwas her ^^

  • Computer sez NEIN, on C64 no Odolandish/Teutonisch, only in Insel-Äffisch und Ivan-Languages
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    Evtl. verwechselst du System.

  • War dann wohl die CDTV/CD32 Fassung von DotC 2/Verteidiger der Krone 2. Das ist die einzige Version, die komplett in Deutsch ist. Haben da die Amis nicht sogar die Synchro in Deutsch gemacht? Klang herrlich grausig, wenn ich mich da richtig erinnere.

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