Was liefert ein Optokoppler?

Es gibt 44 Antworten in diesem Thema, welches 9.577 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. September 2015 um 13:49) ist von Gerrit.

  • Mal eine Frage an die Cracks hier: wenn ich in einen handelsüblichen Optokoppler 3 Volt reingebe, löst der dann eine logische EINS im anderen Schaltkreis aus. Oder anders gefragt: ist ein Optokoppler ein analoges Teil oder eher ein digitales Teil, das scharf unterscheidet zwischen 2 Spannungen (am Joyport z.B.) ?

    jomodore

  • siehe auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    da steht eigentlich Alles zum Thema.....

    Viele Grüße,
    GI-Joe
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  • Es kommt das raus, was auf der anderen Seite reingeht. Ob analog oder digital ist dem Optokoppler so ziemlich egal.

  • Ein Optokoppler ist in den meisten Fällen eine LED die einen Fototransistor beleuchtet. LED an ergibt einen leitenden Transistor.

    Darauf folgt schon einmal, daß man damit analoge Signale übertragen kann indem man den Strom durch die LED passend regelt.

    Digital geht natürlich auch wenn die LED entweder aus ist oder mit dem maximal zulässigen Strom versorgt wird. Emitter an GND, Collector an den Eingang eines TTLs und noch einen Pullup an +5V. Beim Einsatz am Joystickport den Pullup weglassen.

  • Es kommt das raus, was auf der anderen Seite reingeht. Ob analog oder digital ist dem Optokoppler so ziemlich egal.

    wobei es bei analogen Signalen bauartbedingt die Liniarität etwas leidet.

    Viele Grüße,
    GI-Joe
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  • wenn ich in einen handelsüblichen Optokuppler 3 Volt reingebe, löst der dann eine logische EINS im anderen Schaltkreis aus. Oder anders gefragt: ist ein Optokuppler ein analoges Teil oder eher ein digitales Teil, das scharf unterscheidet zwischen 2 Spannungen (am Joyport z.B.) ?


    Wenn du direkt 3V anschliesst wird dir sofort die innenliegende LED durchbrennen..
    Verrat mal lieber WAS genau du vorhast, dann kann dir auch mit Schaltungsbeispiel geholfen werden.

  • wobei es bei analogen Signalen bauartbedingt die Liniarität etwas leidet.

    Ein "bischen" ist gut. LEDs und Fotodiode/Fototransistor sind nur in engen Bereichen, wo Stromdurchfluss linear von der anliegenden Spannung abhängig sind. Und dabei ist nichtmal gegeben, dass die LED die gleiche Kennlinie wie das photoelektronische Bauteil hat, so dass der eine Effekt den anderen Effekt aufheben würde. Das Resultat sind hübsche Verzerrungen. Oder aber die analogen Spannungswechsel des zu übertragenen Signals lassen sich als "Kleinsignal" (also nicht den kompletten möglichen Spannungsbereich z.B. TTL Pegel) des Optokopplers nutzen, sondern tatsächlich in einen annäherend linearen Arbeitspunkt des Optokopplers abbilden (z.B. nur 0,4V als Arbeitspunkt mit einem Delta von 0,1V drumherum, um mal irgendwelche Zahlen fürs Verständnis dafür zu nennen), dann muss man aber auf der Empfängerseite erst wieder verstärken, bis man damit was anfangen kann. Daher nutzt man Optokoppler auch eher zum (galvanischen) Entkoppeln von Digitalsignalen. Wer analoge Signale galvanisch voneinander trennen möchte, sollte die Spannung eher frequenzmodulieren (falls es nicht ohnehin schon ein Video/Audiosignal o.ä.) ist und mit einem 1:1 Trafo ("Übertrager") übergeben und ggf. auf der Empfängerseite wieder demodulieren. (Alternativ ginge neben neben der Frequenzmodulation auch eine Pulsweitenmodulation mit einem Digitalsignal und dann kann man wieder einen Optokoppler in Betracht ziehen!)

    Mal hier, mal da, mal dort. Aber auf jeden Fall auf der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.! Und hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.!

  • Ein "bischen" ist gut. LEDs und Fotodiode/Fototransistor sind nur in engen Bereichen, wo Stromdurchfluss linear von der anliegenden Spannung abhängig sind. Und dabei ist nichtmal gegeben, dass die LED die gleiche Kennlinie wie das photoelektronische Bauteil hat, so dass der eine Effekt den anderen Effekt aufheben würde. Das Resultat sind hübsche Verzerrungen.

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  • Ja, was willst du mit dem Schaltbild sagen? Dass der Operationsverstärker auf der linken Seite solch ein Kleinsignal erzeugt, und das auf der rechten Seite von dem OP wieder verstärkt wird, und sich so die Optokoppler in einem (annäherend linearen) Arbeitspunkt befinden?

    Und der als zweites verlinkte Trennverstärker verwendet einen 1:1 gewickelten Trafo (Übertrager).

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  • Ja, was willst du mit dem Schaltbild sagen? Dass der Operationsverstärker auf der linken Seite solch ein Kleinsignal erzeugt, und das auf der rechten Seite von dem OP wieder verstärkt wird, und sich so die Optokoppler in einem (annäherend linearen) Arbeitspunkt befinden?


    Genau das.

  • Ich möchte das Signal eines PIR-Moduls (also einen Bewegungsmelder im Kleinformat) in den Joyport einspeisen über Optokuppler, damit der Port nicht hopps geht. Das Modul, das ich hier habe, liefert allerdings nur 3 Volt. Wenn ich die über die Optokuppler an den Joy-Port anlege, müsste der einen eindeutigen Schaltvorgang (also eine "Eingabe") registrieren. - Die Frage ist: reichen da 3 Volt? Oder sollte ich mir einen PIR suchen, der 5 Volt liefert, wenn er eine Bewegung detektiert?

    Kann das als Laie leider nicht besser formulieren.

    jomodore

  • In Optokopplern sind normalerweise IR-LEDs verbaut. Die brauchen keine 3V. Du brauchst also einen Vorwiderstand zur Strombegrenzung für die LED. Schau im Datenblatt zum Koppler nach was der als maximalen Strom für die LED listet und rechne dir den Widerstand aus.

    Bei sowas ziehe ich 1V für die LED ab. Also z.B. 2V und 10mA Strom ergibt einen Widerstand von 2V/0,01A = 200 Ohm.

  • Die 3V sollte der Joystickport des C-64 aucdh direkt als High erkennen können. Ansonsten hängst du einfach noch ein einzelnes TTL-Gatter dazwischen und dann hast du auch deinen Schutz. Z.B. ein UND-Gatter bei dem ein Eingang auf High liegt, oder dein PIR einfach beide Eingänge gleichzeitig speist, oder einen 74(LS)04 oder 74(LS)14 (ein Gatter würde invertieren, zwei hintereinander geschaltete Gatter würden es wieder gerade biegen). Das TTL-Gatter wäre dann der Schutz für den CIA. Auch TTLs erkennen 3V schon als High-Pegel.

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  • Ich möchte das Signal eines PIR-Moduls (also einen Bewegungsmelder im Kleinformat) in den Joyport einspeisen über Optokuppler, damit der Port nicht hopps geht.


    Dann SO:

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    Die Seite die an den C64 geht sollte gerne so kurz wie möglich sein. die ganze Schaltung passt eh in einen DB-9 Stecker.
    Die andere Seite ist dann unkritisch und kann locker auch 50m lang sein.

  • die ganze Schaltung passt eh in einen DB-9 Stecker.

    Aber bedenke: Der C64 ist leider nur für Gußstecker ausgelegt. Bei den handelsüblichen Schraubsteckern stößt die Kralle ans Blech und verhindert so einen ordentlichen Sitz. Hätte Commodore doch nur die Ports einen Millimeter weiter raus geführt.

  • Die 3V sollte der Joystickport des C-64 aucdh direkt als High erkennen können.

    Der Joystickport des C64 darf nur via Opencollector-Treiber angesteuert werden. Ansonsten wird die Tastatur nicht korrekt funktionieren und mit etwas Pech wird es dich einen CIA kosten weil Treiber gegeneinander arbeiten. Wenn du hier einen TTL nehmen willst muss es also ein 74LS06 oder 74LS07 sein.

    Der Optokoppler hat noch andere Vorteile. Da hier GND vom C64 und GND von der Sensorschaltung getrennt hast du garantiert keine Probleme mit Potentialdifferenzen (*) und durch die komplette galvanische Trennung sind statische Entladungen irgendwo auf der Strecke keine Gefahr. Ein IC könnte durchgehen und trotzdem noch den CIA mit in den Tod reissen.

    (*) Passiert bei langen Leitungen und vielleicht noch unterschiedlichen Stromkreisen schon einmal. Dann hast du einen Ausgleichsstrom unbekannter Stärke über GND in den C64, durch das IEC-Kabel zur 1541 und von dort nach Erde. Sowas will man vermeiden wo immer möglich.

  • Der Optokoppler hat noch andere Vorteile. Da hier GND vom C64 und GND von der Sensorschaltung getrennt hast du garantiert keine Probleme mit Potentialdifferenzen (*) und durch die komplette galvanische Trennung sind statische Entladungen irgendwo auf der Strecke keine Gefahr. Ein IC könnte durchgehen und trotzdem noch den CIA mit in den Tod reissen.


    Da hast du natürlich recht. Das ist der Vorteil einer galvanischen Trennung.

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