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Linux macht sich das Leben schwer

  • Gerade bei "Mainstream-Distributionen" wie z.B. die *Buntus sollte es doch ein Klacks sein, bei der Installation ein Auswahl an Desktops anzuzeigen und dann die Geschmacksrichtung zu installieren, die am besten gefällt. Die Daten müssen ja nicht auf dem Installationsmedium sein, sondern werden nachgeladen. Alternativ kann ja ein Minimal-Desktop mitgeliefert werden.

  • Und das sind die Gründe warum nur eine sehr kleine Gruppe Menschen am Morgen Linux bootet.

    ...oder auch nicht. Ich muss dann gleich wieder an meinem Linux-Kumpel denken. Genau der, der jeden Tag wie ein Rohrspatz über Windows schimpft, aber kalte Schweißperlen auf dem Gesicht bekommt, wenn man das Wort "runterfahren" überhaupt im Zusammenhang mit seinem System erwähnt, da es wohl nach dem Hochfahren rumzickt (Sound?). Und ja, ist natürlich für Linux nicht repräsentativ - ok - sein Schimpfen als Linux-Jünger wohl schon :D


    Meine Devise ist Leben und Leben lassen und das andere nicht verteufeln, nur weil es nicht meinen Ansprüchen genügt. Überheblichkeit, Ignoranz und Selbstgerechtigkeit führen zu dem, was man jeden Tag im Fernsehen sieht.

    Genau - wenn man hier und da auch mal Linux einen Anteil an Problemen anräumt, und nicht sofort auf die (zu) doofen, Linux nicht würdigen Anwender verweisen würde (wie z.B. als Reaktion auf das Video im Thread geschehen), hätte die Linux-Gemeinde auch mal die Chance z.B. punkto Anwenderfreundlich/Qualität was zu verbessern. Oder man will halt eh weiterhin lieber unter sich bleiben, und das pööse Windows, Microsoft, und den Rest der Welt für alles verantwortlich machen.

  • Mittelalter : Katholizismus vs. Protestantismus

    20. Jahrhundert : Coca Cola vs. Pepsi

    80er Jahre : Commodore vs. Atari

    90er Jahre : OS/2 vs. Windows

    2000er Jahre : Xbox vs. Playstation

    2010er Jahre : Android vs. IOS

    2020er Jahre : der langjährige Klassiker - Linux vs. Windows


    Ich werde das "Fanboy Brauchtum" mein Lebtag nicht mehr verstehen lernen.


    Man könnte ja auch einfach jeweils das nehmen, was einem persönlich am besten gefällt, oder für den jeweiligen Einsatzzweck am besten geeignet ist. Da ich in meinem Leben von System/390 über AIX, OS/2, Linux bis hin zu Windows schon alles nicht nur genutzt, sondern auch administriert habe, kann ich eine Aussage treffen: "Alle kochen sie nur mit Wasser."

  • Hier mal ein wie ich finde recht gutes Video zur schon angeprochenen Distro "Winfx":


    Wie der Macher gegen Ende (Achtung Spoiler :D ) sagt, es KANN eine Hilfe sein für die Leute, die neugierig sind und/oder wechseln wollen.

    Aber ob es das wirklich bringt, dass Linux wie W10 aussieht, das bleibt zweifelhaft.

  • Aber ob es das wirklich bringt, dass Linux wie W10 aussieht, das bleibt zweifelhaft.

    Zumindest ein Detail wird auf jeden Fall fehlen... Die heute bei meinem Win 10 Firmenrechner erschienene Meldung, daß das Windows nicht aktiviert sei. War es gestern aber noch.


    Da wundert man sich schon ein wenig.

  • Ja, natürlich soll jeden nehmen was ihm am besten gefällt und diese Entscheidung ist eben so individuell wie jeder selbst. Da gibt es nie ein Besser oder Schlechter, sonder nur, das ist besser für mich oder eben schlechter. Schlimm sind ja nur Leute die missionieren wollen.

    So sehe ich das auch. Ich verwende ewig Linux und für mich ist alles super.

    Wer mit Windows oder Apple glücklich ist, ist doch toll.

  • Hier mal ein wie ich finde recht gutes Video zur schon angeprochenen Distro "Winfx":


    Wie der Macher gegen Ende (Achtung Spoiler :D ) sagt, es KANN eine Hilfe sein für die Leute, die neugierig sind und/oder wechseln wollen.

    Aber ob es das wirklich bringt, dass Linux wie W10 aussieht, das bleibt zweifelhaft.


    Hehe - was macht Sam Reciter bei 6:26 unter Linux - äh - LinuxWin - oder so - :roll2:

  • Eine gute Quelle zu dem Thema ist der meiner Meinung nach sehr informative, ausführliche, und gut recherchierte Artikel hier:


    Major Linux Problems on the Desktop, 2020 edition


    Das Video im OP ist nur irgendjemand, der sich nicht vorbereitet hat, von Linux wenig Ahnung hat, und einfach frei Schnauze irgendwas labert, finde ich.


    Wenn man unbedingt ein Video zu dem Thema braucht, hier ist ein meiner Meinung nach sehr informatives Interview mit Linus Torvalds zum Thema Linux auf dem Desktop, mit dem Titel "Linus Torvalds On Future Of Desktop Linux":



    Da erwähnt er ziemlich eindeutig, wie viele Probleme Linux auf dem Desktop hat, zum Beispiel die Fragmentierung.

  • Eine gute Quelle zu dem Thema ist der meiner Meinung nach sehr informative, ausführliche, und gut recherchierte Artikel hier:


    Major Linux Problems on the Desktop, 2020 edition

    Interessant...


    Irgendwas sagt mir, dass der Autor das hier nicht zufällig geschrieben hat, bzw mit irgendwelchen Reaktionen zu tun haben muss, die er bereits erhalten hat...;)


    -snip-


    (...)


    Here are a few important considerations before you start reading this article:


    If you believe Linux is perfect and it has no problems, please close this page.
    If you think any Linux criticism is only meant to groundlessly revile Linux, please close this page.
    If you think the purpose of this article is to show that "nothing ever works in Linux or Linux is barely usable", you are wrong, please close this page.
    If you believe Linux and Linux users will work/live fine without commercial software and games, please close this page.
    If you think I'm here to promote Windows or Mac OS, please close this page.
    If you think I'm here to spread lies or FUD about Linux, please close this page immediately and never ever come back. What are you doing here anyway? Please go back to flame wars and defamations.


    -snap-


    :D


    Ansonsten ist mir noch der Teil hier aufgefallen. Ich ging mittlerweile davon aus, dass die Bootprobleme von meinem Linuxkumpel (auch aber nicht nur nach Updates) bzw seine schon gewohnt leicht panischer Gesichtsausdruck, wenn das System bei ihm mal wieder nicht nach nem Update hochkommt (ansonsten schaltet er sein Rechner eh nie aus), an seinem atypischen Frickelsystem liegt - jedoch...


    -snip-


    !! There's no guarantee whatsoever that your system will (re)boot successfully after GRUB (bootloader) or kernel updates - sometimes even minor kernel updates break the boot process (except for Windows 10 - but that's a new paradigm for Microsoft). For instance Microsoft and Apple regularly update ntoskrnl.exe and mach_kernel respectively for security fixes, but it's unheard of that these updates ever compromised the boot process. GRUB updates have broken the boot process on the PCs around me at least ten times. (Also see compatibility issues below).


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    Auch ist mir aufgefallen, dass sein Linux Rechner so laut ist wie ein Föhn (besonders ungünstig/ungemütlich, da er die Lärmquelle nie runterfährt (s.o.) *g*). Eigentlich merkwürdig, da aktuelle Grafikkarten eigentlich alle mittlerweile punkto Lüfter kaum noch stören - selbst mein Daddel-Rennpferd ist kaum hörbar und sogar schlafzimmertauglich.

    Auch hier wurde ich fündig...


    -snip-


    ! The open source NVIDIA driver, nouveau, does not properly and fully support power management features and fan speed management (it's mostly NVIDIA's fault).


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    Und gleich darüber auch noch was - da kam mir sofort wieder das Statements von meinem Linux-Jünger "4k Videos auf YouTube braucht niemand - man sieht auf meinem Monitor sowieso keinen Unterschied, da er 4k nicht darstellen kann" in den Sinn...

    Klingt für mich nach schönreden von einem Performance Problem ;)



    -snip-


    ! The open source NVIDIA driver is much slower (up to twenty times) than its proprietary counterpart due to incomplete power management (it's solely NVIDIA's fault which refuses to provide the Nouveau project with the required firmware).


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    Die Diskussion hier im Forum wird IMO erfrischend sachlich geführt, und ich wollte den typischen Linux-Jünger als eher klischeehafte Randerscheinung (so auch die Statements von meinem Linux Kumpel) schon fast wieder ad acta legen, als ich eben noch über diesen YouTube Comment zum Video was controlport2 postete stolperte... *g*


    -snip-


    Windows ist generell Schrott und nur durch raubkopieren in den 80/90gern das Enduser OS geworden. Multiuser, Netzwerkfunktionalitäten wurden alles stümperhaft implementiert, und alles sollte dann ein Heidengeld kosten - Fertig war Windows XP. Alles was danach folgte waren nur Verschlimmbesserungen. Windows ist und bleibt ein OS für den Offlineeinsatz und ist zu Zeiten der totalen Vernetzung eine Gefahr geworden ( Viren Trojaner etc ). Ein paar Linux Fakten : https://itoss.org/betriebssysteme/was-ist-linux/
    Linux funktioniert nach einmaliger Einrichtung ohne Probleme länger, ist Stabiler, sieht besser aus und bietet viel mehr Möglichkeiten ( allein bei den Desktops stehen einige ( Gnome, KDE, XFCE, Cinnamon, Budgie, Pantehon uvm. mehr ). Nebenbei ist es Opensource und in den meisten Fällen gratis. Windows gabs mit Windows 10 nur gratis weil MS stetig Marktanteile an Linux verliert. Darum wurde auch GIT von MS aufgekauft um von der Softwareentwicklung der Community zu profitieren.
    Die Arbeit des Projekts in allen Ehren, aber wer ein Linux sucht, das Optisch wie Windows aussieht sollte bei Windows bleiben.


    -snap-


    Tja unter "bietet viel mehr Möglichkeiten" ist wohl keine Möglichkeit dabei, die für mich relevant ist (Vegas Pro/Neatvideo, etc - siehe Thread), oder ich lebe in einem Paralleluniversum, dass mit seiner Realität nix zu tun hat *g*


    IMO steht so ein IMO Realitätsverlust, der wie in o.g. Statement (doch mal wieder) durchkommt, und in der Linux-Szene dann doch (?) eher weiterhin verbreitet ist, Linux massiv im Weg. Nur wer die Realität/Fehler erstmal überhaupt (an)erkennt, wahr haben will, kann etwas verbessern.


    Nochmal - ich nutze das OS als Werkzeug (ungleich Selbstzweck) was mir erlaubt das Ziel A möglichst schnell und qualitativ möglichst optimal erledigt zu erreichen.

    Ich würde statt Windows auch "der böse Watz 10" benutzen, wenn ich meine Arbeit damit in meiner leider viel zu wenig vorhandenen Muße schnell abhaken kann.

  • Aus meiner Sicht ist "Linux auf dem Desktop" derzeit für Leute geeignet, die nur Office, Email, Surfen brauchen oder die Linux-Administratoren und Entwickler, die Linux als große IDE mögen. Der ganze Rest fällt meiner Meinung nach durch die Roste, aus den bekannten Gründen.

    Also da bin ich anderer Meinung. Linux wird auch von Grafikern, Musikern, für Videobearbeitung und vieles mehr verwendet.

    Office und E-Mail sind doch eindeutig von M$ dominiert. Bei Entwicklern und Admins gebe ich dir recht, da ist Linux auch sehr verbreitet.


    Ich muss sagen, die Programme, die sich in letzter Zeit entwickeln, können locker mit kommerzieller Software mithalten.

  • Also da bin ich anderer Meinung. Linux wird auch von Grafikern, Musikern, für Videobearbeitung und vieles mehr verwendet.


    Ich muss sagen, die Programme, die sich in letzter Zeit entwickeln, können locker mit kommerzieller Software mithalten.

    Was würdest Du z.B. bei Videobearbeitung/Videoschnitt unter Linux empfehlen?


    "Watt nix kost', kann nix sein"...

    Ich würd sagen - wat nix is, is auch nix - egal was draufsteht ;)

  • Also da bin ich anderer Meinung. Linux wird auch von Grafikern, Musikern, für Videobearbeitung und vieles mehr verwendet.


    Ich muss sagen, die Programme, die sich in letzter Zeit entwickeln, können locker mit kommerzieller Software mithalten.

    Was würdest Du z.B. bei Videobearbeitung/Videoschnitt unter Linux empfehlen?

    https://kdenlive.org/de/


    Gibt es übrigens auch für Win / Mac.

  • Ach tulan , du weisst doch: "Watt nix kost', kann nix sein"...

    Das sitzt sehr tief. Leider...

    Nein, nach dem Motto bin ich noch nie gegangen, sonst wäre ich nicht Nutzer von LibreOffice, Thunderbird, Firefox und Blender. Es gibt aber nun mal Programme, die nix kosten und auch nix taugen im Vergleich zu den kostenpflichtigen Alternativen. Sagt auch keiner, dass Linux nur aus OpenSource bestehen muss. Bitwig finde ich eine TopDAW und die gibt es auch für Linux. Die freien DAWs finde ich gelinde gesagt schrecklich von der Bedienung her.