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Linux macht sich das Leben schwer

  • Wer braucht heutzutage (außer Hardcore-Zocker) eigentlich noch nen neuen PC?

    Brauchen? Ich will einen haben weil da ein großer Bildschirm dranpasst und man keine Kompromisse wie beim Notebook eingehen muss. Notebook habe ich auch eines, wird aber nur unterwegs benutzt, kaum zuhause weil die Notebook-typische Anordnung Tastatur/Bildschirm nicht für längere Benutzung taugt.

    Für sowas gibt es ja auch ne Dockingstation. ;)


    Ich selbst habe aber einen DeskMini als PC hier stehen. Klein und leise, das war mir wichtiger als hohe Rechenpower.

  • Wobei die TVs da ja auch immer mehr im Kommen sind und man fürs Internet ja auch kaum noch nen Tablet braucht. Die TVs haben ja sogar schon Sprachsteuerung, oder man haut ne Funk-Tastatur ran und ab geht die wilde Fahrt.

    Websurfen auf dem PC? Da muss man schon ganz besonders daneben sein um das in Erwägung zu ziehen. Wilde Fahrt ist da eher nicht, die CPUs sind sehr knapp bemessen und wenn ich hier so sehe wie manche Webseiten auch einen Ryzen 5 (bzw. 1 Kern davon) ins Schwitzen bringen wird das mit einem TV kein Genuss.


    Ich selbst habe aber einen DeskMini als PC hier stehen. Klein und leise, das war mir wichtiger als hohe Rechenpower.

    Bei meinem Desktop mache ich wenig Kompromisse. Der hat mehr Rechenpower als ich brauche und heutige Lüfter sind leise.

  • Ich selbst habe aber einen DeskMini als PC hier stehen. Klein und leise, das war mir wichtiger als hohe Rechenpower.

    Bei meinem Desktop mache ich wenig Kompromisse. Der hat mehr Rechenpower als ich brauche und heutige Lüfter sind leise.

    Ich bin sicher auch nicht der typische PC-Nutzer, hohe Rechenpower brauche ich einfach nicht. Ich mache nichts am PC, wofür ich einen i9 (oder auch nur einen i7) bräuchte. Der steckt in meinem Arbeitslaptop, der nun samt Dockingstation im Home-Office steht und ganz normal an meinen 16:10-Bildschirmen hängt, samt normaler Maus und Tastatur.

    Wer also Power + Mobilität sucht, sollte sich mMn mal über Dockingstations informieren.

  • Der steckt in meinem Arbeitslaptop, der nun samt Dockingstation im Home-Office steht und ganz normal an meinen 16:10-Bildschirmen hängt, samt normaler Maus und Tastatur.

    Wer also Power + Mobilität sucht, sollte sich mMn mal über Dockingstations informieren.

    Kenne ich, benutze ich auf der Arbeit... Aber ein Laptop ist ein Kompromiss, nicht alle können 4K am externen Monitor, Linux-Support muss man auch erst checken und ein optisches Laufwerk, was ich hin und wieder noch brauche, ist selten geworden, Platz für eine zweite HD/SSD gibts meist nicht. ECC-RAM gibts fast nirgendwo. Dafür wird der Lüfter zum Föhn wenn man die CPU mal fordert.


    Es ist schon mit Absicht ein Desktop (Ok, kleiner Tower) geworden.


  • Für mich wäre z.B. einen sehr schnellen und damit sehr sehr teuren Laptop zu kaufen nur unnötige Geldvernichtung. Was ich hier für nen 800-Euronen-Desktop rumstehen habe, ist schon beeindruckend punkto Leistung. Auch lässt sich das Teil naturgemäß wesentlich besser (=füsterleise), und auch wiederum günstiger kühlen als ein Schlepptop, und ist damit sogar schlafzimmertauglich.

    Was mache ich damit? Tatsächlich nicht nur Katzenvideos bei YouTube schauen, und nen Text schreiben. Wäre IMO auch ne irrsinnige Verschwendung von Rechenpotential. Ok - ursprünglich als Daddelrechner klassifiziert, nutze ich ihn natürlich für mehr. Videos schneiden/rendern, demnächst gibts hoffentlich auch mal wieder was mit Blender (o.ä. *g*) punkto Animationen, etc. Z.B. Neatvideo (auch dafür brauche ich ne Umgebung wo das + Vegas Pro läuft - ungleich Linux) braucht sehr viel Rechenpower. Diese Software ist für die Bearbeitung von Low-Light-Material super, benötigt aber eben auch ordentlich Dampf.

    Auch brauche ich für Bild- und Videobearbeitung nen anständigen und großen Monitor.


    Ich sehe mich übrigens nicht als Hardcoregamer, der nächtelang in Multiplayer Games unterwegs ist. Dafür mangelt es allein schon an Muße (und auch Lust darauf *g*). Ich bin froh, wenn ich überhaupt zum o.g. Schneiden, etc komme. Auch in meinem Umfeld haben eigentlich alle nen (recht kleines) Case in Towerform irgendwo unterm Schreibtisch stehen - wie mehr oder weniger schon immer (mit unterschiedlichen Inhalt) seit daaamals™. Stört gar nicht/fällt nicht weiter auf.


    Star Citizen geht auch unter Linux:

    Star Citizen in Wine


    Da wäre mal interessant wieviel Gefrickel das in der Praxis wirklich ist, und ob man (welche Zielgruppe?) Lust/Zeit hat sich damit auseinanderzusetzen - vielleicht doch eher wieder nur der Linux-Jünger? Aber schon cool, dass da was läuft (nur in welchem Umfang/wie stabil?).

  • Da wäre mal interessant wieviel Gefrickel das in der Praxis wirklich ist, und ob man (welche Zielgruppe?) Lust/Zeit hat sich damit auseinanderzusetzen - vielleicht doch eher wieder nur der Linux-Jünger? Aber schon cool, dass da was läuft (nur in welchem Umfang/wie stabil?).

    Also mit Lutris ist die Installation i.d.R. gar kein großes Gefrickel und läuft oft komplett automatisch.
    https://lutris.net/games/star-citizen/

    Aber dennoch bleibt es fast immer eine Bastellösung, die sich halt nicht so bequem nutzen lässt, wie eine (echte) native Windows Installation.

  • Auch embedded Software Entwicklung, was früher eindeutig ein Windows Derivat war, wird nun immer stärker von Linux unterstützt.

    In den letzten Jahren habe ich da auch einen Wechsel gesehen, allerdings von Windows CE hin zu Android (auf den Devices). Ein Freund von mir entwickelt immer noch Software für Geräte auf Windows Embedded Compact (CE-Nachfolger) Basis – aber eigentlich ist das eine Zumutung. Microsoft pflegt das seit Jahren nicht mehr vernünftig (aktuell Version 8 von 2013) und selbst für einfachste Sachen (Scroll-Liste) benötigt man Module von Dritthersteller-Firmen. Zudem ruckelt und springt alles, weil die GPUs auf den ARM-SOCs nicht unterstützt werden und Windows alles in Software rendert. Gruselig – kein Wunder, dass der Markt von Android übernommen wurde.


    Fein fände ich, wenn auch professionelle Anwendungen auf Linux angeboten werden würden. Office Paket, Photoshop, ...

    Ich auch. Deswegen suche ich nach Wegen, wie Linux seinen Marktanteil steigern könnte. Denn anders wird das wahrscheinlich nix werden.


    Im WINE läuft ja schon sehr viel.

    Das ist schon anders als native.


    Das ist auch meine Erfahrung, wenn ich mir die "Normalos" so angucke. PCs brauchen die nicht mehr – brauchten die eigentlich nie für das bisschen, was die damit machen wollten (es gab halt nur nichts anderes). Ein wenig kommunizieren, ein wenig einkaufen, ein wenig Medien sortieren/konsumieren.


    Deswegen hatte ich vor vielen Seiten, glaube ich, auch schonmal angesprochen, dass GNU/Linux evtl. nicht nur versuchen sollte, auf dem Desktop zu landen (denn der ist eine langsam aussterbende* Spezies), sondern vielleicht auch auf Post-PC-Devices. Der PC-Markt hat sich doch in den letzten 9 Jahren fast schon halbiert, das sollte einem zu denken geben.


    *) damit meine ich nicht wirklich, dass der PC verschwinden wird – sondern das er vor allem bei Privat-Usern immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird und zu einer Art "Rasenmäher" der Zuhause-IT-Landschaft wird. Man holt ihn alle 14 Tage mal raus, um einen bestimmten Job zu machen und dann wird er wieder weggepackt.


    Vielleicht reicht es der GNU/Linux-Gemeinde aber auch, dass auf vielen Post-PC-Devices Android läuft. Das hat zwar einen Linux-Kern, hat sonst damit aber nicht viel zu tun. Es befruchtet sich nicht gegenseitig mit GNU/Linux und die Software ist auch nicht kompatibel. Sehen die GNU/Linux-Leute vielleicht doch Android als den legitimen, erfolgreichen, "Nachfolger" oder großen Bruder an und bemühen sich deswegen nicht wirklich, selbst auf diese Geräte zu kommen? Nach dem Motto, besser Google und Android – als gar keinen Erfolg?


    Tablet ist primär Konsum, so richtig anderes kannst damit nicht brauchbar machen.

    Es ist richtig, dass sich das Tablet vornehmlich an das Aufnehmen von Informationen richtet, weniger auf das Erstellen. Aber wer letzteres möchte, kann z.B. einfach eine Tastatur dranhängen und ganz normal in MS Word einen Text schreiben oder eine Excel-Tabelle füllen und drucken. Viele schneiden auch ohne weiteres Zubehör HD- oder 4K-Videos auf ihren Tablets – früher undenkbar. Oder mit dem Stift etwas zeichnen oder handschriftlich in der Vorlesung festhalten. Ein großer Unterschied zum PC ist da für den ONU nicht zu bemerken. Nur, dass er keine sperrige Kiste im Arbeitszimmer stehen hat (und deswegen teilweise sogar das Arbeitszimmer umnutzen kann) und er sich nicht um die Wartung eines für ihn nervigen Geräts kümmern muss.

  • Aber wer letzteres möchte, kann z.B. einfach eine Tastatur dranhängen und ganz normal in MS Word einen Text schreiben oder eine Excel-Tabelle füllen und drucken.

    Auf einem 10"-Tablett ist das aber eine Frickelei. Da ist selbst der billigste 15" Laptop die bessere Wahl. Es sei denn du meinst hier das Microsoft Surface... Aber das ist kein Tablet, das ist ein kompletter PC mit allem was das bedeutet.



    und er sich nicht um die Wartung eines für ihn nervigen Geräts kümmern muss.

    Auch auf dem Tablet gibts Updates die installiert werden wollen, um Backups muss man sich kümmern.

  • Auf einem 10"-Tablett ist das aber eine Frickelei.

    Vielen reicht das aber und sie empfinden es als das kleinere Übel, statt dafür einen ganzen PC anzuschaffen oder auch nur zu starten. Meine Frau und ich haben das übrigens mit unserem 8"-iPad mini ausprobiert – Keyboard dran, iPad mittels Hülle aufgestellt, Brief in Word verfasst und per WLAN auf den Drucker geschickt – alternativ direkt per Mail an den Empfänger. Keinerlei Probleme. Wem die Größe nicht reicht, der nimmt halt (wie beim Notebook) einfach ein größeres Tablet (bei Apple bis 13"). Meine Frau macht das lieber so als dass sie dafür extra ins Arbeitszimmer geht und dort einen Rechner anwirft.


    Auch auf dem Tablet gibts Updates die installiert werden wollen, um Backups muss man sich kümmern.

    Wenn Manni Mustermann beim ersten Start des iPads angibt, dass er Updates (System und Apps) automatisch installiert haben möchte und mangels eigenem PC das iCloud-Backup aktiviert, muss er sich die nächsten Jahre um nichts mehr kümmern. Und das, ohne dass er seinen Neffen oder Nachbarn gebeten haben muss, ihm das alles einzurichten.

  • das iCloud-Backup aktiviert, muss er sich die nächsten Jahre um nichts mehr kümmern

    Kostet, wenn es mehr als 5 GB sind, aber Geld und mehr als 5 GB hat man schnell zusammen.


    Und Cloud generell... Naja, da hab ich eine eigene Meinung zu.


    Meine Frau macht das lieber so als dass sie dafür extra ins Arbeitszimmer geht und dort einen Rechner anwirft.

    Ich sitz lieber am Rechner... Brauchbare Tastatur (Cherry G80), brauchbar großer Monitor, braucbare Maus... Da kommt kein Tablett mit.

  • Kostet, wenn es mehr als 5 GB sind, aber Geld und mehr als 5 GB hat man schnell zusammen.

    50 GB für 1€/Monat ist auszuhalten (natürlich gibt es billigeres). Und da man bei der Anmeldung ohnehin meistens ein Zahlungsmittel hinterlegt hat, ist auch das Upgrade mit einem Fingertipp erledigt/bezahlt.


    Und Cloud generell... Naja, da hab ich eine eigene Meinung zu.

    Ich auch. Ist hier aber nicht relevant. Wir sprechen über potentielle Möglichkeiten von Linux, nicht über persönlichen Vorlieben.


    Ich sitz lieber am Rechner...

    Siehe oben. ;)