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Backup von Dateien allgemein

  • Gute Idee und da gebe ich dir Recht ein Raid ist kein Backup. Ein Backup schützt mich nicht nur vor fehlerhaften Datenträgern, sondern auch vor Dateilöschung. Was mir tatsächlich einmal passiert ist. Ich habe die Löschung eines Ordners nicht gemerkt und diese Löschung wurde dann überall mitgesynct. Irgendwann, als ich den Fehler bemerkte, konnte ich nichts zurück holen, also war das von mir auch kein Backup sondern nur eine Spiegelung. Hätte ich in regelmäßigen Abständen wirklich ein Backup gemacht, wären die Daten noch vorhanden. Das war so ein schönes Java Projekt, dem ich heute noch nachtrauere. Aber da habe ich, für die eigene Blödheit, halt Lehrgeld zahlen müssen.

    Das fatale bei den RAID's in NAS oder anderen geräten ist nicht nur dass eine HDD oder mehrere kaputt gehen können, viel schlimmer ist es wenn der dort genutzte RAID Controller selbst Hops geht :/

    Das ist mir mir mal bei nem Workstation Mainboard mit onboard RAID-Controller passiert.... Sowas von gekotzt.... Denn in dem Fall muss man sich auch den gleichen oder einen kompatiblen RAID-Controller holen, damit man auf sein RAID wieder zugreifen kann...

  • Gute Idee und da gebe ich dir Recht ein Raid ist kein Backup. Ein Backup schützt mich nicht nur vor fehlerhaften Datenträgern, sondern auch vor Dateilöschung. Was mir tatsächlich einmal passiert ist. Ich habe die Löschung eines Ordners nicht gemerkt und diese Löschung wurde dann überall mitgesynct. Irgendwann, als ich den Fehler bemerkte, konnte ich nichts zurück holen, also war das von mir auch kein Backup sondern nur eine Spiegelung. Hätte ich in regelmäßigen Abständen wirklich ein Backup gemacht, wären die Daten noch vorhanden. Das war so ein schönes Java Projekt, dem ich heute noch nachtrauere. Aber da habe ich, für die eigene Blödheit, halt Lehrgeld zahlen müssen.

    Das fatale bei den RAID's in NAS oder anderen geräten ist nicht nur dass eine HDD oder mehrere kaputt gehen können, viel schlimmer ist es wenn der dort genutzte RAID Controller selbst Hops geht :/

    Das ist mir mir mal bei nem Workstation Mainboard mit onboard RAID-Controller passiert.... Sowas von gekotzt.... Denn in dem Fall muss man sich auch den gleichen oder einen kompatiblen RAID-Controller holen, damit man auf sein RAID wieder zugreifen kann...

    Korrekt. Das ist ein wichtiger Punkt. Daher sollte man stets Software-RAID nehmen, sodass es dem RAID egal ist, welches Mainboard, welcher Controller, etc. dabei ist. So kann man bei einem Hardware-Defekt auch z.B. ohne Probleme das Mainboard tauschen.


    Ich habe mit FreeBSD und ZFS als Dateisystem, bzw. RAIDZ2 (ähnlich RAID6) sehr gute Erfahrung gemacht.

    Das ganze gibt es als fertige NAS-Distribution: XigmaNAS (ehemals NAS4Free) oder FreeNAS.

  • Das fatale bei den RAID's in NAS oder anderen geräten ist nicht nur dass eine HDD oder mehrere kaputt gehen können, viel schlimmer ist es wenn der dort genutzte RAID Controller selbst Hops geht :/

    Synology nutzt bei den meisten (wenn nicht sogar bei allen) Geräten ein Softwareraid. An die Daten kommt man mittels eines Livelinux der eigenen Wahl ran. Eine Anleitung bekommt direkt auf den Webseiten von Synology.

  • Wie man ein lokales Backup anlegt, ist ja irgendwie ein Nobrainer. Was mich aber interessieren würde, ist "das eigentlich wichtige": Wie bekomme ich bei Linux oder auch Windows meine Dateien zurück? Neben dem Zurückspielen des Vollbackups (auf den alten oder einen neuen Rechner) bei einem Festplattendefekt oder Rechnerwechsel gibt es ja noch den wahrscheinlicheren Fall, dass ich versehentlich selbst Daten gelöscht oder überschrieben habe. Ich kenne da ja nur Apples Time Machine, die ihren Namen sicherlich von genau dieser Funktion bekommen hat:



    Aber wo gehe ich bei anderen Systemen hin oder welchen Knopf drücke ich, wenn mir auffällt, dass in einem Verzeichnis eine Datei (oder ein ganzer Ordner) fehlt oder zerstört/überschrieben ist?

  • Ich habe noch nie Systembackups gemacht, sondern immer nur Backups von meinen Daten. Das hat auch einfach den Grund weil ich wirklich viel probiere, installiere, deinstalliere usw. Egal mit welchem OS ich das bisher gemacht habe, so hunderprozentieges Deinstallieren habe ich nie kennen gelernt, irgendein Ordner, eine Konfig oder sonst was bleibt in vielen Fällen zurück, da ich nicht immer Installer oder Paketmanger nutze. Daher ist es immer so eine Art Befreiungsschlag für mich wenn ich ein OS komplett neu installieren darf und dann wirklich nur die Programme drauf haue, die ich aktuell brauche. Es bleibt natürlich nicht dabei, bis zur nächsten Neuinstallation. :D


    Zum Thema Cloud teste ich gerade das Angebot von Mailbox.org Da ich die Firma persönlich kenne und auch den Geschäftsführer ist das Vertrauen sehr groß.

  • Aber wo gehe ich bei anderen Systemen hin oder welchen Knopf drücke ich, wenn mir auffällt, dass in einem Verzeichnis eine Datei (oder ein ganzer Ordner) fehlt oder zerstört/überschrieben ist?

    Ich nehme Hardlink Backup und gut ist. Keine kyptischen Fileformate, sondern alles verlinkt als Dateien mit den älteren Backup Versionen, das Tool muss dazu nicht installiert sein, um die Dateien im Backup zu finden.

  • Keine kyptischen Fileformate

    Das ist ja bei Time Machine ebenso. Aber was musst du tun, wenn du eine Datei gelöscht oder überschrieben hast und nicht weißt, wann? Was tust du praktisch? Musst du in den inkrementellen Backups manuell herumsuchen oder hat das Betriebssystem irgendwelche Funktionen, um dir die Arbeit zu erleichtern?

  • Na, welche Datei es ist und wann man sie gelöscht/unbrauchbar gemacht hat, muss man ja wohl noch wissen, sonst kann man jedes Backup rauchen.

    Aber die Datei suchen kann man entweder über die Suchfunktion von Windows oder über Dritthersteller Tools.

    Notepad++ findet Dateien auch sehr schnell.

  • Aber die Datei suchen kann man entweder über die Suchfunktion von Windows

    Aber du suchst im Backup und nicht da, wo die Datei verschwunden ist, oder? Es ist also nicht wie bei macOS, wo du an der Stelle der verhunzten Datei sagst: Zeig mir, wie das hier früher (vor einer Stunde, gestern, letzte Woche ...) aussah! Ich glaube, da müsste ich mich erst dran gewöhnen.


    Du verwendest ein Dritthersteller-Backup-Tool. In Windows und Linux ist doch aber sicherlich eine Backup-Funktionalität eingebaut, oder?

  • Aber die Datei suchen kann man entweder über die Suchfunktion von Windows

    Aber du suchst im Backup und nicht da, wo die Datei verschwunden ist, oder? Es ist also nicht wie bei macOS, wo du an der Stelle der verhunzten Datei sagst: Zeig mir, wie das hier früher (vor einer Stunde, gestern, letzte Woche ...) aussah! Ich glaube, da müsste ich mich erst dran gewöhnen.

    Ich bin mir nicht sicher was du meinst. Im (Hardlink) Backup sind alle Verzeichnisse und Dateien 1:1 abgelegt, wie sie von Originalort herkommen , aber einfach ein Datum darübergestülpt.

    Intern wird das so gemacht, dass für nicht veränderte Dateien ein Hardlink auf das frühere Backupdatum usw. verlinkt wird.

    Das ist damit sehr platzsparend. Für den Benutzer zeigt sich das aber so, dass man in jedem Datumverzeichnis ein komplettes Backup hat.


    Sucht man eine bestimmte Datei und man weiss wann sie gelöscht wurde, kann man gezielt in ein Datumverzeichnis in die gleiche Verzeichnisstruktur navigieren wie im Originalort.

    Weiss man das genaue Datum nicht, kennt aber den Dateinamen (oder Teile davon), kann man die Windows Suchfunktion verwenden. Da diese ja zeigt in welchen Datumpfad die Dateien gefunden wurden, kann man da die Letzte, Zweitletzte etc. Version gezielt öffnen. Kein Entzippen. Kein Backupfileformat öffnen. Kein virtuelles Laufwerk mounten (z.B. bei Acronis üblich).


    Du verwendest ein Dritthersteller-Backup-Tool. In Windows und Linux ist doch aber sicherlich eine Backup-Funktionalität eingebaut, oder?

    Windows XP hatte ein Backup Tool.

    Windows 7 hatte ein Backup Tool.

    Windows 10 hat ein Backup Tool.


    Und mit jeder Windows Version meinte Microsoft das Backupformat komplett verändern zu müssen. Das habe ich nur einmal mitgemacht und musste dann einmal eine VM erstellen mit der alten Windows Version, um ein Backup öffnen zu können - nie wieder!

    Alle diese Microsoft Tools haben mit jeder Inkarnation das Backup Format geändert. Das ist sehr dumm, denn wenn man kein funktionierendes Windows mehr hat, welches die Dateien lesen kann, wie soll man die Dateien wiederherstellen?

    Mit Hardlink Backup wird aber das normale Dateisystem verwendet mit "Hardlinks". Das kann ich auch mit einer Live Linux-CD/USB Stick oder sogar mit meinem MacBook lesen.

  • NAS anstatt eine USB HDD, von mir aus auch in einem feuersicheren Tresor verbaut mit wieder geschlossenem Brandschott.... ist allemal besser als eine USB HDD die dir aus den Händen rutschen kann.

    Ich hab' für den (aber auch nicht gerade eintretenden Fall) und andere Defektfälle einfach zwei nackte retail 3,5" WD 3TB Festplatten, die ich mit jedem beliebigen u. simplen USB Adapter extern an den PC hänge/hängen kann - wenn ich 'mal wieder die internen HDDs etc. des Haupt-PCs leeräumen will. In jedem Datensicherungsschwung ca. alle halbe Jahre kopiere ich je händisch auf beide die jeweils exakt gleichen zu sichernden Daten 'rüber.

    Also doppelte Arbeit, aber so lange dauert das auch wieder nicht. Es sei denn es sind größere Mengen u. Dateien wie TV Aufnahmen.

    Für den Fall dass eine HDD hopps gehen würde (ich glaube noch nichtmal dran, WD HDDs halten bei mir bisher und schon immer ewig durch), habe ich dann noch die andere extakt gleich bespielte HDD. Die sicher nicht im selben Moment hopps geht, da müsste schon ein sehr unwahrscheinlicher Zufall (also doppelter Zufall, laut der Formulierung ;) ) auftreten.


    Gäbe da sicher auch Programme welche die eine (externe) HDD mit der anderen (externen) HDD Festplatte abgleichen und fehlendes auf der einen im Vgl. zur anderen automatsich ersetzen.

    Aber solange die zu sicherneden Daten nicht allzu viel sind / werden, bleibe ich bei der einfachen manuellen Vorgehensweise. Mache das schließlich allenfalls alle halbe Jahre, bis auf wichtigeres die dann aber eh nur die Größe von Dokumentdateien haben (= ist schnell gemacht / erledigt).

  • Das ist damit sehr platzsparend. Für den Benutzer zeigt sich das aber so, dass man in jedem Datumverzeichnis ein komplettes Backup hat.

    Genau so kenne ich das auch. Time Machine arbeitet ja genau so – mit Hardlinks. Und wenn man Spaß daran hat, kann man auch in den Datums-Ordnern auf der Backup-Platte herumstöbern. Aber das GUI, was vom OS darüber gestülpt ist, ist halt eingängiger. Einfach dahingehen, wo man etwas vermurkst hat und an der Zeit drehen, bis wieder alles OK ist (wie im Video gezeigt).


    Und mit jeder Windows Version meinte Microsoft das Backupformat komplett verändern zu müssen.

    Das ist natürlich nervig.


    Aber da ich ja einen Schwung Beiträge aus dem Linux-Thread in diesen verschoben habe, können ja vielleicht auch mal die Linuxer berichten, wie sie im Falle eines Falles eine zerstörte Datei aus dem Backup wiederherstellen.

  • Gäbe da sicher auch Programme welche die eine (externe) HDD mit der anderen (externen) HDD Festplatte abgleichen und fehlendes auf der einen im Vgl. zur anderen automatsich ersetzen.

    Aber solange die zu sicherneden Daten nicht allzu viel sind / werden, bleibe ich bei der einfachen manuellen Vorgehensweise. Mache das schließlich allenfalls alle halbe Jahre, bis auf wichtigeres die dann aber eh nur die Größe von Dokumentdateien haben (= ist schnell gemacht / erledigt).

    Sia :)

    rsync oder unison wären hier Dein Freund :)


    Ich bevorzuge unison, da ich damit mehrere Rechner bilateral synchronisieren kann.

    (Ich synce damit zwischen MacBook (OSX), iMac (FreeBSD) und einem Thinkpad (FreeBSD)).


    Für Deinen Fall mit den externen Festplatten ist rsync ausreichend.


    Beides kann mit ein wenig Aufwand auf einer Windows-Kiste mittels Windows-Subsystem for Linux aka WSL eingerichtet werden. Es ist ein wenig Aufwand, aber danach funktioniert es einfach.


    Alternativ gibt es für dieses Windows wohl noch Robocopy, welches syncen kann.

  • Es gibt auch RSync für Windows.

    Die c't hatte mal so ein RSync basierendes Script veröffentlicht. Hardlinkbackup ist von der Idee daraus entstanden.

    Ich meine, ich hätte mal RSync für Windows in die Wolke kopiert.

  • Man kann von Acronis und seinen Verschlimmbesserungen halten, was man will, ich arbeite damit seit Jahren ( fast 2 Jahrzehnten =O ). Ich brauche für ein Recovery auch kein schon installiertes BS und die Backupfunktionalitäten sind sehr sehr umfangreich.


    Nachteil: Ist ein kommerzielles Produkt... aber ich bin ja kein armer Student mehr :D.

  • Ich habe Acronis True Image auch ja vielen, vielen Jahren, habe es aber immer nur fuer System Backups und Cloning verwendet. Wobei das Cloning fuer Firmen PCs unbrauchbar ist (bin auf MDT umgesattelt).

    Fuer Daten ist mir TrueImage zu gross und wie gesagt, wenn ich das Backup als Drive mappen muss im Ernstfall, ist das ein Hindernis.

  • Man kann von Acronis und seinen Verschlimmbesserungen halten, was man will, ich arbeite damit seit Jahren ( fast 2 Jahrzehnten =O ). Ich brauche für ein Recovery auch kein schon installiertes BS und die Backupfunktionalitäten sind sehr sehr umfangreich.


    Nachteil: Ist ein kommerzielles Produkt... aber ich bin ja kein armer Student mehr :D.

    Ich hatte Acronis True Image auch drauf.. Und es hat sich mit irgendwas extremst gebissen.. Mir fällt zwar grad nicht mehr ein was es bewirkt hat (irgendwas total idiotisches, wo der direkte Bezug nicht wirklich ersichtlich war) aber es musste wieder deinstalliert werden, danach war das Problem weg.


    Es war die Acronis True Image WD Edition, die gibts auch für Alle kostenlos, lässt sich aber nur nutzen, wenn man eine WD Platte angeschlossen hat.

    "Zum Installieren und Ausführen des Produkts muss in Ihrem System mindestens eine WD-Festplatte angeschlossen sein."