Moin,
der C64 war mir damals zu teuer. In die Commodore-Welt bin eingestiegen beim ALDI-Ramschverkauf, als es den Plus/4 mit Datasette für 229 Mark zu kaufen gab.
Mich faszinierte von vornherein die praktische Nutzanwendung des Plus/4, obwohl die eingebaute 3+1-Software nichts hermachte. Nach ein paar Wochen habe ich mir dann neben einer Floppy 1551 die Textverarbeitung Script/Plus gekauft, die auf Modul war und in den Expansions-Port eingesteckt wurde. Der Drucker dazu war ein Präsident 6313 (Robotron), den es bei Karstadt für knapp 500 Mark gab.
Ungefähr zur gleichen Zeit hatte die Maschinenfabrik, in der ich damals gearbeitet habe, auf EDV umgestellt und die ersten PCs wurden installiert (Einzelplatzrechner). So ein System bestand aus einem PC-XT mit 20 MB Festplatte, einem Farbmonitor und einem 9-Nadler. Das System lief unter M$-DOS 2.11, alles zusammen kostete knapp 10.000 Mark pro Arbeitsplatz.
Als dann 1988/89 die Ramschverkäufe bei Völkner begannen (z.B. ein NTSC-Plus/4 für 12,50 DM, ein CBM 710 für 30 DM, Diskettenlaufwerk 8050 für 5 Mark usw.usw.), habe ich mich mit Commodore-Hardware reichlich eingedeckt und einen kompletten Plus/4-Arbeitsplatz mit Textverarbeitung "Script/Plus" und Datenbank "Superbase" an meinem Firmen-Arbeitsplatz aufgebaut, als Monitor ein S/W-Fernsehapparat und als Drucker ein Seikosha VC180.
Meine Kollegen waren immer wieder baff, wenn ich meine Korrespondenz, Kalkulationsblätter usw. mit diesem "Billig-Equipment" absolut "professionell" hinlegte. Hübscher Nebeneffekt: der Monitor-Fernseher hatte eine Teleskopantenne. Wenn keiner hinsah, konnte ich auch am Arbeitsplatz fernsehen....
Ciao,
Hans.