Welcher Wärmeleitkleber?

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 2.653 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. Mai 2015 um 22:58) ist von JMP$FCE2.

  • Ich stelle mir gerade ein paar Sachen von Reichelt zusammen, da ich u.A. meine beiden Plus/4-Rechner (CPU & TED) sowie den VIC II, SID und die CPU meines C64C's gerne mit ein paar Kühlkörpern austatten möchte. Dabei ist es mir wichtig, das die Haftung des Wärmeleitklebers absolut zuverlässig ist und sich niemals von selbst lösen kann, auch nicht nach einigen Jahren. Ich weiß nicht wie lange es da herstellerseitige Garantien gibt...vielleicht 10 oder 20 Jahre? - Verlasse mich da lieber auf Erfahrungswerte Derjenigen, die ihn verwendet haben. Derzeit schwanke ich zwischen 2 Klebern:

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    Der Erste wirkt meines Erachtens wesentlich hochwertiger und soll nie wieder zu lösen sein. Dagegen habe ich vom Zweiten schon gelesen, das er hier des öfteren verwendet wurde und wieder gelöst werden kann. Die Frage ist jetzt nur ob das auch unter mechanischen Einwirkungen oder nur mit Hilfe von speziellen Lösungsmitteln möglich ist. Der Kleber sollte häufige Transporte über Jahre sowie Umbauarbeiten auf alle Fälle bestehen aber es wäre natürlich gut, wenn man ihn im Falle eines defekten Chips ohne Gewalteinwirkung wieder herunter bekommt, ggf. mit einem stumpfen Messer oder Schraubenzieher. Hat Jemand Erfahrungen zu beiden Klebern oder kann ggf. nochwas anderes empfehlen? - Der Preis spielt dabei keine Rolle.

  • Habe letzteren im Einsatz. Dieser ist zuerst sehr flüssig (Vorsicht, um nicht zu viel aus der Spritze rauszudrücken), härtet aber nach einiger Zeit gut aus. Wirkt auf mich nicht so, als würden die Kühlkörper da "von selbst" wieder runterpurzeln können, habe aber auch noch nicht versucht, wieder einen runterzupopeln.

  • Habe auch Letzteres im Einsatz, ist gut.

    Zitat von Vernunftmensch

    ist nunmal so, wer scheiße redet der kriegt ein bißchen frischluft

  • Ersteren habe ich gerade für meine Kisten bestellt. Arctic Silver ist qualitativ eigentlich immer sehr hochwertig gewesen (meines Erachtens), so dass es damit keine Probleme geben sollte.

  • Ich verwende ebenfalls den letztgenannten Kleber. Der taugt gut und lässt sich nach spätestens einem Tag Trockendauer (je nach Umgebungstemperatur) ohne größere Krafteinwirkung nicht mehr lösen, Gerätetransport etc. ist also bedenkenlos. Ein so geklebter Kühlkörper lässt sich z.B. durch kräftiges Abdrehen wieder lösen, allerdings nicht rückstandsfrei.
    Bei der Dosierung ist, wie schon gesagt, Vorsicht geboten, da der Kleber zunächst sehr dünnflüssig ist und sich entsprechend leicht aus der Spritze drücken lässt. Bei meinem allerersten Versuch ist die Hälfte gleich mal daneben gegangen. Das Gröbste lässt sich in solch einem Fall gut mit Wattepads wieder beseitigen, ein Rückstand ist bei mir dennoch auf der Platine geblieben. Elektrisch kein Problem, sieht halt nur nicht so ansehnlich aus, also besser gleich etwas vorsichtig sein. ;)

  • Für solche Zwecke nutze ich nur den Alumina Wärmeleitkleber von Arctic. Mit allen anderen Sachen, die ich diesbezüglich hatte, war ich nicht zufrieden. Kam schon bei manchen meiner Retro-PC Projekte zum Zug mit großen Kühlern auf ner Matrox Parhelia usw...

  • Danke erstmal für eure Tips, auch was das Dosieren angeht! :) Hab mir jetzt erstmal den "WK 709-5ML"-Kleber bestellt, auch wenn die Wärmeleitfähigkeiten durch den hohen Silberanteil des "Artic Silver K"-Klebers vermutlich besser sind. Allerdings werden die Chips auch nicht so warm wie heutige CPU's, GPU's und RAM's von aktueller PC-Hardware, für die er eigentlich gemacht wurde. Von daher sollte sich da eigentlich kein großer Unterschied ergeben.

  • ... was aber nicht heißt, dass man deshalb zu dem vermeintlich schwächeren Produkt greifen muss, nur weil das andere kühlleistungstechnisch nicht ausgereizt werden würde ...

  • auch wenn die Wärmeleitfähigkeiten durch den hohen Silberanteil des "Artic Silver K"-Klebers vermutlich besser sind.


    Das sind sie nicht. der Trick ist sowenig wie möglich zu nehmen damit der Kühlkörper satt aufliegt und nur die Vertiefungen mit Kleber/Paste gefüllt werden. Wenn der Kühlkörper auf der Paste/Kleber schwimmt ist der Zweck nicht wirklich erreicht.
    Deswegen sind auch diese ganzen Fantasienamen für diese Pasten nur Blender. Es reicht die ganz einfache die richtig appliziert genauso gut ist.
    Beim Kleber ist die Dünnflüssigkeit sogar von Vorteil, alles was zuviel ist fliesst an den Seiten raus.