Was ist eine Passivierung?
Beim Herstellen der Chips wird abwechselnd Zeug aufgetragen (wie etwa Aluminium für die Leiterbahnen und Fotolack), das ganze belichtet (damit der Fotolack an gewünschten Stellen aushärtet) und dann alles, was nicht durch gehärteten Fotolack geschützt wird, weggeätzt, bevor auch der Fotolack entfernt wird. Kurzum: Viel auftragen, viel wegätzen, viel Chemie.
Damit das alles auch noch ein paar Jahre hält, nachdem der Chip beim Kunden ist, muss z.B. die Säure hübsch wieder neutralisiert werden und auch noch eine abschließende Schicht drauf, damit das Metall in der Schaltung nicht korrodiert. Kriegt man die Chemie nicht abschließend neutral ("passiv"), dann zerfrisst sich die Schaltung unter der Schutzschicht. Kriegt man die Schutzschicht nicht dicht, dann korrodiert das langsam kaputt.
MOS hatte hier und da mal Phasen, wo mal das eine, mal das andere nicht funktionierte - mangelhafte Passivierung.