Amiga 4000T - was damit machen?

  • Amiga 4000T - was damit machen?

    Bekomme die Tage einen defekten Amiga 4000T. Wie alle Geräte, die in meine Sammlung kommen, werde ich auch den wieder instand setzen. Bin aber jetzt schon am überlegen, was ich denn dann damit mache... Habe bisher zwei Amiga 600, einer davon stark aufgerüstet. Eigentlich reicht mir das an Amiga-Hardware. Und so ein Tower ist ja auch nicht gerade platzsparend.

    Was gäbe es denn für Dinge, die man speziell mit einem Amiga 4000T machen könnte, die mit anderen Amigas nicht so ohne weiteres gehen? Aufrüsten und so ist klar, aber für den Preis einer PPC-Karte + Grafikkarte bekommt man ja schon einen Kleinwagen. ;) Tendiere momentan irgendwie dazu, den nach der Instandsetzung direkt weiterzugeben. Auf der anderen Seite werde ich aber wohl kaum nochmal an einen rankommen. :S
  • Na es gibt einen riesen Haufen an Erweiterungskarte, sei es Zorro II oder Zorro III, die du in dem 4000er testen und nutzen kannst. Zum Beispiel die Riege der Grafikkarten, Framebuffe und Videokarten. Dazu könnte sich noch eine Soundkarte gesellen. Turbokarten sind auch sehr nett und es muss für den Start ja nicht unbedingt eine 60er mit PPC sein. 40er oder 60er wäre doch schon super. Das würde mir jetzt spontan einfallen :)
  • Wenn der wieder läuft, dann hier im Forum anbieten. Ich möchte schon seit Jahren einen A4000 haben, doch war der für mich finanziell nicht nicht möglich. Jedenfalls nicht über die Bucht! Es finden sich bestimmt Interessenten, die Dir die überholte Hardware abnehmen.

    DoReCo #55 am Sa. 16.12.2017 :dafuer:
  • Tommes schrieb:

    40er oder 60er wäre doch schon super. Das würde mir jetzt spontan einfallen :)

    Ein 68040 ist im Tower ja schon drin. Wenn ich die Preise für die Sachen sehe, wird mir aber ganz anders. Allein schon, was eine Grafikkarte kostet. Hatte bis vor zehn Jahren mal einen Amiga 2000 mit Picasso IV. Hätte ich die mal nicht verkauft...

    DrZarkov schrieb:

    Ich geb dir dafür 2 C64! :P

    Wenn's zwei goldene sind, gerne. ;)
  • Hast ja (noch nicht) geschrieben, was defekt ist. Ich drücke dir aber jetzt schon die Daumen.

    Hoffen brauchst du aber nicht darauf, das es "nur" ein ausgelaufener Akku ist oder die SMD Kondis hinüber sind.

    Der Akku läuft nicht aus. Und selbst wenn, zerstört die Säure keine wichtigen Bauteile. Die SMD Kondensatoren sind ebenfalls noch fit.

    Habe bisher an 2!!! A4000T die Kondensatoren gewechselt. Nur die kleinen 22µf waren etwas ausgelaufen. Und das so minimal, das man es nur durch den Geruch beim auslöten gemerkt hat.

    Beide A4000T liefen allerdings anstandslos.

    Thema Chips wechseln. Gary, Ramsey, Alice, Lisa, Buster ect. sind SMD Chips und alle aufgelötet.
    Mal eben aus dem Sockel ziehen geht da schlecht.

    mfg
  • So, erste Bestandsaufnahme:

    Von außen optisch sehr gut erhalten. Keine größeren Schäden (auch nicht vom Versand), nur ein langer Kratzer seitlich am Gehäuse und die Tür schließt nicht mehr. Letzteres scheint eine bekannte Schwachstelle zu sein und ist einfach zu beheben.

    Laut Typenschild ist es ein NTSC-Modell, made in the USA. Auch nicht von ESCOM, sondern Amiga Technologies GmbH. Auf dem Mainboard ist ein PAL/NTSC-Jumper, also wohl egal. ;)

    Innen sah's ziemlich chaotisch aus. Verbaut sind zwei Festplatten, ein Iomega Jazz und ein CD-ROM. Alles SCSI. Viele Kabel waren nicht angeschlossen... Auf der CPU-Karte ist ein 68040-25 drauf, RAM auf dem Mainboard (Rev. 4) voll bestückt. Kickstart 3.1.

    Habe jetzt direkt ohne Einschalttest alles zerlegt. Auf dem Mainboard sind einige Elkos abgerissen. Die werde ich erstmal ersetzen und nach weiteren Schäden suchen. Rest sah auf den ersten Blick aber gut aus.

    Kann mir jemand die korrekte Verkabelung nennen? U.a. gibt es da diverse Stellen, wo Kabel durchgeschleift werden. Die Kabel vom "Ports Module" mit der Bezeichung Long und Short waren nicht mit den Anschlüssen auf dem Mainboard verbunden. Hab keine Ahnung, wo das was hingehört.
    Bilder
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  • Für das Port-Modul gibt es zwei Pfostenstecker auf dem Mainboard, die ebenso beschriftet sind. Dort mit Flachbandkabeln anschließen.
    Beim Befestigen des Port-Moduls und der Videokarte musst du darauf achten, dass die andrückenden Platinen, bzw. das Portmodul keinen Kurzschluss bekommt. Gerade das Portmodul ist bei meinem A4000T dafür anfällig.
    Abgerissene Elkos klingt aber schon nach fortgeschrittener Misshandlung. Hoffentlich sind keine Leiterbahnen beschädigt. Die SMD-Elkos solltest du gleich mittauschen. Ich habe meine erst letztes Jahr getauscht, weil mein A4000T nie eingelagert und immer regelmäßig in Betrieb war und die Dinger optisch gut aussahen. Erst beim Auslöten hab ich dann gemerkt, welchen Schaden die dann schon angerichtet hatten -- mehrere Pads musste ich flicken.