Angepinnt C64 reloaded Sammelthread

  • C64 reloaded Sammelthread

    C64 reloaded im Icomp-shop
    Vekaufsstart vorraussichtlich 25. Mai 2015
    c64-reloaded-neue-c64-mainboards (ursprungliche Ankündigung 2014)
    haeufige-fragen-zum-c64-reloaded (FAQ April 2015)

    icomp-wiki: C64_reloaded
    Auktion der ersten Boards (abgeschlossen)
    EDIT by FXXS: Links eingefügt.



    Es ist kein Aprilscherz. Ich wollte aber, dass darüber diskutiert wird, deswegen habe ich es gestern veröffentlicht. Alle Zahlen und Fakten der Newsmeldung entsprechen der Wahrheit. Das Bild zeigt die Platine des ersten Prototypen, der noch keinen S-Video Anschluss hat. Ich warte momentan noch auf Bauteile - beispielsweise hat dieser erste Prototyp noch die 8-polige DIN-Buchse eines "komplett toten" C64-Boards. Leider sind 8-polige DIN mit 262-Grad Anordnung der Pins extrem schwer zu bekommen, so dass ich auf die Lieferung der Serienteile aus Fernost warten muss, bis ich den Footprint anpassen kann und den nächsten Prototyp in Auftrag geben kann.

    Alle ROMs sind in einem 32k-EProm zusammengefasst, wo natürlich noch Platz drin ist. Den habe ich für ein zweites Kernal und ein zweites Character-ROM genutzt. Vielleicht wissen es nicht alle hier, aber es hat *wirklich* offizielle Lokalisierungen des C64 gegeben: Angepasstes Kernal-ROM für die Tastenbelegung und angepasstes Character-ROM für die schwedischen Umlaute. Dateien finden sich im Funet-Archiv - also entweder auf er Archiv-CD oder bei zimmers.net.

    Das Umjumpern zwischen PAL und NTSC erfordert natürlich auch den Tausch des VIC - die Quarze für PAL und NTSC sind aber serienmäßig beide bestückt und können per Jumper gewählt werden. Mit dem PAL/NTSC Jumper wird gleichzeitig auch die simulierte Netzfrequenz zwischen 50Hz und 60Hz umgestellt (die wird aus einem 32,768kHz Uhrenquarz generiert, damit auch wirklcih das Gezappel und der Drift gegen den C64-Quarz vorhanden ist).

    Jens


    EDIT by FXXS: Alle Postigns von Wiesel aus: Neue C64 Hauptplatinen! in diesen Thread kopiert.

    Wiesel schrieb:

    FXXS schrieb:

    nochmal kopiere ich ganz sicher keine 108 Postings....

    Danke für die Arbeit - die dort zusammengefassten Postings sind zwar wirklich von mir, aber sie spiegeln nicht "finale Fakten" wieder, sondern stellen dar, wie sich das Projekt über die Zeit entwickelt hat. Auch wenn es "nur" 108 Postings sind, ist es schwer, sich die finalen Entscheidungen - so es schon welche gibt - heraus zu destillieren. Maßgeblich (im Sinne von "verbindlich") ist *einzig* die Produktbeschreibung auf den Seiten der iComp GmbH. Ich bin hier in meiner Eigenschaft als Mitglied der Community, also als Privatmann.

    Jens

    EDIT by FXXS: Überschrift angepasst, Zitat eingefügt.
    Dateien
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  • manne_sahne schrieb:

    Dann müssten wir nur noch Bill Mensch beim WDC anklingeln, dass er doch bitte mal eine Charge 6510, SID,VIC II & Co. herstellt.

    Bein 6510 hätte ich noch Hoffnung, dass WDC etwas Ähnliches hat, weil die auch die CMOS-Kerne haben, aber beim ganzen Rest? VIC habe ich glücklicherweise reichlich im Lager, teilweise auch NTSC-Versionen. Die werden ausreichen um die geplante Stückzahl zu bestücken. Speicher (D-Ram und Farb-RAMs), CIAs und Eproms auch. Timing wird für die Puristen mit dem echten 8701 erzeugt, von denen ich aber nicht so viele im Lager habe. Der Rest bekommt ein 8701-Replacement. Gleiches mit der PLA: Hier habe ich eine Handvoll Originalchips, und massig SuperPLA V3. Das ganze TTL-Geraffel gibt's ja noch problemlos zu kaufen - und verbraucht als HC-Typ(en) auch wirklich angenehm wenig Strom.

    Ich hoffe, dass ich wirklich bis Juli den neuen Shop am Laufen habe, denn es gibt reichlich Optionen, die man mit dem Board mitbestellen kann. Wer beispielsweise die ganzen Chips wirklcih von einem irreparablen C64 'runterholt, kann noch ein paar Kröten sparen. Solche "Konfigurationen" kann aber dieses beschissene Ondango-System nicht, und ich müsste immer die Vollbestückung (abzüglich CPU und SID) für 149,- EUR anbieten.

    Die Umschaltung der Kernal-ROMs mit der Restore-Taste war eine Geburt aus der Not heraus: Beim Testen des Prototyps ist Sauhund hier gewesen, und er hat ständig gemeckert, dass der Computer keinen Reset-Taster hat. Da ich einige Funktionen in einem kleinen Microcontroller vereint habe, ergab sich eine Kombination: Der Microcontroller generiert das Reset-Signal, er generiert den NMI-Impuls beim Druck auf Restore, und er generiert die 50/60Hz Clock. Den Code des Microcontrollers habe ich jetzt so verändert, dass beim längeren Druck auf Restore ein Reset ausgelöst wird, und wenn man Restore noch viel länger (ca. 3 Sekunden) gedrückt hält, werden auch Kernal und Character umgeschaltet. Diese Funktionalität hat also nur Hirnschmalz gekostet, denn die Verdrahtung war schon da - ich musste nur drauf gestoßen werden :-)

    Jens
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  • Nobody schrieb:

    Besteht vielleicht die Möglichkeit, eventuell in irgendeiner Art und Weise Stereo - bzw einen zweiten Ausgang bzw Chinch statt 3,5-Klinkenbuchse vorzusehen?

    Ich wollte in der Schaltung nicht zu weit vom Original abweichen. Ein zweiter SID ist nie wirklich in einem C64 drin gewesen, und es gibt auch kaum existierende Anwendungen, die einen zweiten SID rechtfertigen würden. Die paar Titel die nen zweiten SID wirklich nutzen, sind meiner Meinung nach nicht der Rede wert. Dafür werde ich *nicht* vom Original-Schaltplan abweichen.

    Jens
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  • Mikson schrieb:

    Sind denn beide SIDs möglich?

    Ja, Du kannst die Spannung und die Filterkondensatoren mit Jumpern einstellen. Gleiches gilt für die Spannung des VIC: Der 6569 will 12V haben, und der 8565 läuft mit 5V-only.

    Bestellungen kann ich jetzt noch nicht annehmen, weil ein Teil der Entwicklung noch läuft. Die Bildqualität gefällt mir noch nicht, deswegen habe noch LC-Glieder in die Versorgungsspannung rund um den Video-Bereich eingeführt. Gleiches für den SID: Hier habe ich auch noch zusätzlich zu den Ferriten etwas dickere Spulen aufs Board gesetzt und möchte erst testen, wie sich das in der Praxis verhält.

    Irgendwelcher ESD-Schutz am Userport wäre reines Blendwerk - die CIAs sind einfach extrem empfindlich, da schützen leider auch die modernen Telekom-Schutzdioden nicht. Sie verschleifen aber das Signal, und das könnte wieder Probleme mit SpeedDOS geben. Der beste Schutz für die Ports ist immer noch "etwas angesteckt lassen" :-)

    Jens
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  • McTrinsic schrieb:

    Habe ich das eigentlich richtig verstanden?

    12VDC und 5VDC aus einem Standard-Netzteil und trotzdem 6581er SID?

    Nein, nur 12V aus einem Steckernetzteil - übrigens kein USB-Netzteil, denn die l iefern nur 5V.

    Die 5V werden auf dem C64 Reloaded mit einem 4-Ampere DC-DC Wandler lokal generiert.

    Jens
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  • tokra schrieb:

    Auf Wunsch kann der C64 Reloaded mit dem VSP-Fix ausgestattet werden - hierfür muss einfach ein zusätzlicher Chip in den dafür vorgesehenen Sockel gesteckt werden

    Da würde mich mal brennend interessieren wie das realisiert wurde und ob so ein Hardware-Fix auch für bestehende Platinen machbar ist.

    Nein, der Fix ist wirlich nur auf dem C64 Reloaded machbar, und auch nicht bei allen VIC-Modellen notwendig. Ich habe tatsächlich nur einen VIC, der halbwegs zuverlässig den Bug zeigt, und das auch nur mit 150ns-RAMs. Da ich jedoch den C64 Reloaded standardmäßig mit 120ns-RAMs ausstatten werde, wird sich der Bug wohl nur in *ganz* seltenen Fällen zeigen. Der VSP-Bug ist ein address-hold-time-violation bug. Der Fix ist nichts weiter als die Stabilisierung der Adressen rund um die fallende Flanke von RAS.

    Würde man das für ein existierendes C64-Board anbieten wollen, müsste man alle RAMs sockeln und in diese Sockel eine Ersatzplatine stecken. Außerdem noch ein paar Signale vom VIC holen - echt nichts, was ein Laie einbauen könnte.

    Jens
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  • Gerrit schrieb:

    Was ich bei der Platine etwas problematisch finde ist der 7406 für den IEC-Bus in SMD. Vor allem, weil der, wenn man sich an den Schaltplan der 250466 gehalten hat, einiges mitmachen darf. Ein Inverter kümmert sich um das _E-Signal der 74xx257 und muss dazu einen 180 Ohm Pullup nach GND ziehen. Ich hatte schon Platinen hier wo genau dieses Gatter des 7406 durch war. Oder wurde dieser Teil der Schaltung geändert?

    An der Stelle ist ein HC14-Äquivalent drin, denn bei mir ist "nur" ein 7405 drin, der etwas weniger Treiberleistung hat. Die 180R wären auf Dauer der Tod dieses Chips (und ist es wohl auch in der Praxis für den stärkeren 7406). Ich hatte über einzelne Transistoren nachgedacht, wollte aber erstmal den ersten Prototypen am Laufen haben. Eine endgültige Entscheidung für den Teil habe ich noch nicht getroffen.

    Gerrit schrieb:

    Falls noch eine Revision geplant ist wäre es IMHO keine schlechte Idee speziell den 7406 (oder 74LS06) als gesockelten DIP auszuführen. Der Besitzer wird sich freuen wenn er mal nicht aufgepasst hat und dann nicht gleich SMD löten muss.

    In DIP wollte ich eigentlich nur ganz wenig ausführen - der Plan ist letztlich damit auch finanziell nicht auf der Nase zu landen, und so ein monstermäßig großes Board für 149,- EUR zu bauen ist schon sportlich. Wenn ich noch mehr in DIP auslege, muss auch mehr per Hand bestückt werden, was die Sache teurer macht.

    Gerrit schrieb:

    Beim Farb-RAM werden die 2114 langsam seltener, hier wäre u.U. eine alternative Bestückung mit einem 6116 (wie im C128 verschaltet) gut.

    Das ist echt kein Hexenwerk und kann bei Bedarf auf einer kleinen Tochterplatine gemacht werden. Ich habe mich extra krumm gemacht um diese RAMs zu beschaffen, weil ich sonst für mich selbst das Originalfeeling nicht hätte - jetzt werden die auch eingesetzt ;-)

    Jens
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  • Gerrit schrieb:

    Oder man könnte die DRAMs weglassen und ein 128K SRAM nehmen... Wäre auch einfacher zu bekommen als die 64Kx4 DRAMs

    ...und damit würdest Du wesentliche Teile des Schaltplanes verändern - das war nicht mein Ziel. Natürlich könnte man das ganze TTL-Geraffel und die PLA in einem großen CPLD unterbringen, aber dann hast Du einen "C64-III", der ganz sicher von den Puristen nicht als echter C64 akzeptiert wird. Wenn ich schon originale Schlüsselkomponenten einsetze, dann auch originale Außenbeschaltung.

    Du würdest doch bei einem klassischen 200er Volvo auch keine 0,7er Bleche einsetzen und die Stoßstangen aus Plastik machen, bloß weil die Autos heute so gebaut werden?

    Jens
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  • Gerrit schrieb:

    400ns? Sportlich... Oder lese ich die '-4' falsch?

    Ich habe selbst keine genauen Daten gefunden, aber die RAMs wären selbst wenn sie 400ns hätten noch schnell genug (etwas mehr als 500ns sind gefragt). Im C64 läuft halt alles im Spazierschritt :-)

    Jens
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  • Key of Solomon schrieb:

    Wo du gerade von Reset sprichst, fällt mir noch ein: Wennn Reset, dann sollte auch ein Floppyreset erfolgen. Also daran gedacht werden. Denn ein C64 Reset bringt nichts, wenn die Floppy -in die vorher von einem Spiel, etc. ein Schnellader/andere Laderoutine installiert wurde- nicht mit resetet wird und dann anschließend nicht mehr ansprechbar ist (bis man sie aus-/an- schaltet).
    Soweit ich weiß konnte man bis einschließlich 250407 die Floppy mit-reseten lassen (habe alle meine 407er so eingerichtet), indem man am Serialanschluss unten anner Lötstelle die 'Floppyresetleitung' entsprechend mit dem Resetkopf mitverbunden hat. Was ab 250425er und folgende dann aber aus Gründen die ich nicht mehr im Detail weiß, nicht mehr funktioniert.

    Da verwechselst Du wohl etwas: Die Änderung die Commodore gemacht hat war, dass der Reset-Pin des IEC nicht mehr direkt mit der Reset-Leitung verbunden war, sondern dass er seinen eigenen open-collector Treiber hatte. Das hatte zur Folge, dass zwar die Floppy einen Reset bekam wenn der Computer neu gestartet wurde, aber die simplen Reset-Taster für den IEC-Bus funktionierten nicht mehr.

    In der Folge wurden dann Reset-Taster für den Userport angeboten, die funktionieren bei allen C64 Boardrevisionen.

    Jens
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  • andi6510 schrieb:

    So eine Platine, optisch schön gemacht (z.B. nicht in popelgrün sondern was Schickeres)

    Das Foto zeigt einen Prototypen. Die endgültige Platine bleibt nicht grün, sondern sie wird schwarz, hat vergoldete Stecker für Datasette und Userport, und außerdem weißen Bestückungsdruck.

    Jens
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  • zx_omg schrieb:

    Kleiner Vorschlag zur Güte: Wie wärs zusätzlich zum Datasettenport noch eine Trigger-Schaltung + 3.5mm/Chinch Buchse dran zu packen, damit man auf die ollen 1530 Datasetten verzichten kann (sofern man das möchte) und den C64 direkt aus PC/MP3-Player füttern kann?

    Auch das ist nichts, was ein Original-C64 jemals hatte und was die Leute *erwarten* würden. Selbst bei einem Anschluss für die 1531 Datasette vom C16 würde ich zögern (und vermutlich dann doch nein sagen), weil es eben nicht original ist. Das ist etwas, was man in ein separates Produkt auslagern kann.

    Was den SID angeht: Vielleicht haben nicht alle wirklich genau gelesen, was die Platine *immer* bestückt hat: Für CPU, VIC, SID und PLA sind die teuren Textool-Sockel standardmäßig und ohne Aufpreis auf dem Board. Das ist eine Einladung an die Leute, die etwa "Besonderes" haben möchten, wie zum Beispiel einen Stereo-SID.

    Was die Anschlüsse nach außen angeht, so möchte ich mit dem Board niemanden dazu animieren, weitere Löcher in ein Gehäuse zu bohren - dafür ist die Wahrscheinlichkeit von vernünftigen Repliken für ein Gehäuse einfach zu gering. Der S-Video Ausgang ist beim C64 Reloaded auf Höhe des HF-Ausganges, und der Audio-Ausgang ist dort, wo am TV-Modulator der Kanal-Trimmer 'rausgeguckt hat. Dafür müssen also keine neuen Löcher ins Gehäuse.

    Jens
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  • DMHas schrieb:

    @ Jens: Ist eine komplett bestückte Platine als Option geplant (sprich mit CPU / VIC / SID usw.) ?

    Für die 149,- EUR gibt es "serienmäßig":

    gebrauchte Chips (Pulls, alte Datecodes):
    - VIC im Textool-Sockel
    - 2x CIA im Präzisionssockel
    - Farbram im Präzisionssockel
    - Eprom im Präzisionssockel
    - SuperPLA V3 im Textoolsockel

    Neue Chips:
    - 2x D-Ram 41464 von TI (120ns) in Präzisionssockeln
    - das ganze TTL-Geraffel in SMD-Ausführung
    - jumper, Spezialquarze für PAL und NTSC (ja, beide!)
    - der mini-Microcontroller für die kleinen Steuerungsaufgaben (der übrigens nur 8 Pins hat, und deswegen für nichts Anderes genutzt werden kann)

    Ob ich für den Preis ein Netzteil beilegen kann weiß ich noch nicht. Das Netzteil ist natürlich das Gleiche, das ich auch für Nequester benutze: Ein 12V/2A Netzteil mit 5.5mm DC-Stecker (innen plus).

    Der Kunde müsste für einen funktionstüchtigen C64 noch hinzufügen:

    - den Prozessor 6510 oder 8500 (leerer Textoolsockel wird geliefert)
    - den SID 6581, 6582 oder 8580 (hier auch ein leerer Textoolsockel)

    Jens
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  • gartenzwerg schrieb:

    Was für eine Vergoldung planst du? Gibt normales ENIG und Hartgold speziell für solche Platinenstecker:

    Wie Du schon geschrieben hast, ist Hartgold einfach unverschämt teuer. Ich habe in den letzten Jahren fast nur chemisch Nickel/Gold genommen, auch für solche Stecker. Natürlich ist das nicht optimal, aber man geht bei chemisch Nickel/Gold davon aus, dass 15-30 Steckzyklen kein Problem sind.

    Das Wichtigste ist, dass es eine edle Beschichtung ist, damit das Gold in den Steckern nicht die Oberfläche der Platine oxidieren lässt. Wer im Chemieunterricht aufgepasst hat, der weiß nämlich, dass das edlere Metall (hier: Gold) auf das unedlere Metall (Zinn oder Kupfer) katalytisch wirkt. Das hat nichts mit Abgasreinigung zu tun, sondern der Begriff "Katalysator" ist in dem Zusammenhang wirklich chemisch zu sehen: Beschleuniger von chemischen Reaktionen. Wenn also ein vergoldeter Stecker auf einer Zinnoberfläche aufliegt, oxidiert diese sehr viel schneller, und es kommt zu Kontaktproblemen. Aus dem Grund ist Gold einfach ein *Muss* für solche Stecker.

    Hier beim C64 gibt's natürlich die besondere Situation, dass der Verschleiß nicht am Zubehörteil stattfindet, sondern am Computer. Aus dem Grund versuche ich auf jeden Fall nen vernünftigen Preis für Hartgold 'rauszuhandeln. Und genau das ist auch der Grund, warum ich beim Netzteil noch nicht ganz sicher bin: Jetzt wo ich den Preis schon genannt habe, sollte der nicht mehr zu sehr abweichen, bis ich Bestellungen annehme. Falls also Hartgold sehr viel teurer werden sollte als ich bisher eingerechnet habe, muss das Netzteil halt separat gekauft werden.

    Übrigens sieht die Vergoldung auf den originalen C64-Boards nach chemisch Nickel-Gold aus. Hartgold glänzt sehr viel.. wie soll ich sagen.. goldener?

    Jens
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  • Sloopie schrieb:

    Was bedeutet denn die Aussage "in begrenzter Stückzahl"? Wieviel Platinen sind denn geplant?

    Stückzahlen sind nicht öffentlich - das ist seit vielen Jahren Firmenpolitik. Die Platinen bekommen zwar Seriennummern, aber die sind nicht fortlaufend und haben auch ein nicht veröffentlichtes Alphabet. Wir reden intern deswegen von "unique IDs", die Du evtl. schonmal auf dem silbernen Warranty-Aufkleber mit dem Datamatrix-Code gesehen hast.

    Da auf dem Board Bauteile zum Einsatz kommen die es nicht in unbegrenzter Stückzahl zu kaufen gibt (allein schon die Schalter!), habe ich vorsichtshalber die Bemerkung "begrenzte Stückzahl" gewählt.

    Jens
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  • DMHas schrieb:

    Klingt schon mal super Jens! Könntest Du dir vorstellen einen SID und einen Prozessor separat im Shop anzubieten ?

    Der Grund warum die nicht mit auf dem Board sind ist, dass ich die Chips nicht in ausreichender Stückzahl bekommen habe. Ich habe seit fast drei Jahren praktisch alles gekauft, was MOS oder CSG ist, aber kein Broker oder Goldgräber dieser Welt scheint 6510 im Lager zu haben. SIDs sind schon seit vielen Jahren Mangelware - leider ist die Situation hier noch viel enger, so dass Fälschungen den Markt vergiftet haben.

    Trotzdem werde ich im neuen Shop auch eingelne Chips anbieten. Bei meinen Einkäufen sind nämlich immer wieder mal interessante Überaschungen dabei gewesen - ich hoffe, ich finde auch die Zeit, den ganzen Kram mal zu sichten (auf-Holz-klopf...)!

    Jens
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  • controlport2 schrieb:

    Mal eine Frage vom absoluten Laien: ist es egal, welchen SID ich in den freien Sockel stecke?

    Es gibt auf dem C64 Reloaded mehrere Jumper für den SID:

    Für 6582 oder 8580 muss die Spannung auf 9V gesenkt werden (also voltage-Jumper entfernen) und die Filterkondensatoren auf 22nF gestellt werden (beide Filter-Jumper schließen).

    Für den 6581 muss die Spannung auf 12V (Voltage-Jumper schließen) und die Filterkondensatoren auf 470pF (beide Filter-Jumper offen).

    Bei falscher Voltage-Einstellung kann ein 8580 oder 6582 kaputt gehen. Zweimal hingucken ist also ne gute Idee ;-)

    Jens
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  • DMC schrieb:

    @Jens: Habt ihr denn schon eine Vorstellung, ab wann die ganze Geschichte grob los gehen soll (Vorbestellungen aufnehmen etc.)? Oder ist dahingehend noch nichts spruchreif?

    Steht in der Newsmeldung: Ich hoffe, dass es im Juli losgehen kann. Die Organisation eines neuen Webshops ist ein Haufen Arbeit, der Chip-Bestand muss gesichtet werden und in Antistatik-Chipcontainer verpackt werden (Stangen eignen sich nicht für den Einzelverkauf) und und und. Juli ist schon sportlich.

    1st1 schrieb:

    eine wie von einigen hier vorgeschlagener erweiterte C-64-Platine mit allen denkbaren pipapo würde in der Herstellung nicht viel mehr kosten als diese hier.

    Wow - offenbar hast Du so viel mehr Kenntnisse und Kontakte als die Meisten hier, dass ich Dich wohl einstellen muss. Deine Aufgaben wären:

    - Platineneinkauf 4-Lagen zum Preis von 2-Lagen
    - Organisation von doppelseitiger Bestückung zum Preis von einseitiger Bestückung
    - kauf von high-density FPGAs zum Preis von Textool-Sockeln
    - Bezahlen von Entwicklern mit warmer Luft

    Bitte schick' Deine Bewerbungsunterlagen an die Adresse die im Impressum von icomp.de genannt ist. Ich brauche so Mitarbeiter wie Dich. Dringend. Echt jetzt.

    McTrinsic schrieb:

    Wie ist das dann eigentlich mit JiffyDOS und neuen Kernal?

    Per Adapter möglich?

    Kein Adapter. Das Eprom ist ein 27256. Da sind 2 Kernals, zwei Character-Roms und das Basic-ROM drin. Die Memory map des Chips ist auf der Platine aufgedruckt, Du wirst dafür also nichtmal in unser Wiki gehen müssen :-)

    zx_omg schrieb:

    Ich wollte das Thema jetzt hier zwar eigentlich nicht vorbringen, aber im März 2013 hatte ich angeboten das C64 Mainboard als "Open Hardware" zu clonen/redesignen. Als generelle Antwort kam nur "wozu? Gibt doch mehr als genug Boards", weshalb mich die jetzige Reaktion des Forum ziemlich irritiert.
    Aber mir solls egal sein - das sind effektiv 2 Tage Arbeit und man hat nen quelloffenen C64 Reloaded ohne neuem Netzteil mit bisherigem VSP-Bug - nur wird das jetzt wer anders machen müssen.
    (@Wiesel: Bitte nicht falsch verstehen - deine Arbeit ist klasse und möchte ich hier in keinster Weise entwerten - auch habe ich vollstes Verständnis, dass du Quelldateien und Stückzahlen unter Verschluss hälst)

    Deine Bewerbungsunterlagen hätte ich auch gern. Ich brauche dringend Entlastung von Leuten, die einen Job von zwei Monaten in zwei Tagen erledigen. Bitte leg' auch eine Liste von Referenzen dazu, damit ich sehen kann, welche Projekte Du schon in Rekordzeit zur Serienreife gebracht hast. Sicher kann Deine überragende Erfahrung zur Kostensenkung in meiner Firma beitragen, also bist Du ganz bestimmt Dein Gehalt wert.

    Pentagon schrieb:

    ....dass hier einige Leute dieses Projekt mit teilweisen absurden Vorschlägen, Forderungen und Diskussionen im Vorfeld kaputtlabern.

    Keine Sorge, ich lass' mir den Spaß an der Sache und speziell das Konzept nicht kaputtlabern. Es ist ein großes Projekt, aber nicht vergleichbar mit Dingen die ich vorher schon gemacht habe. Bevor man so etwas anfängt, muss man sich ein klares Ziel gesetzt haben, und das gab es seit Herbst 2012. Um das Ziel aber verfolgen zu können, brauchte ich Chips, deswegen habe ich zu der Zeit angefangen, die Elektronik-Recycler dieser Welt zu kontaktieren. Ich habe einige Reisen gemacht, teilweise sogar mit LKW (weil Kombi+Hänger zu klein gewesen wäre), habe interessante Leute kennengelernt und dabei wirklich seltene Sachen von Leuten aufgekauft, die sich z.B. aus Altersgründen aus dem Geschäft zurück ziehen. Jetzt, wo die Vorbereitungen schon knapp 19 Monate laufen, werde ich mir von Dampfplauderern nicht ins Handwerk pfuschen lassen.

    Trotdem lesen sich die Bemerkungen an die Dampfplauderer in diesem Post sicher sehr giftig. Das ist Absicht. Ich möchte verhindern, dass Leute, die irgendwann diesen Thread über Google finden (oder einfach hier still mitlesen) irgendwie die Meinung vertreten, dass es doch viel billiger sei, alles anders zu machen. Ich lese ja selbst alles, um vielleicht noch eine sinnvolle Idee zu finden und in den nächsten Prototypen einfließen zu lassen.

    Key of Solomon schrieb:

    12V NT ist gut. Da kann man nämlich prinzipiell einfach die 12V eines Amiga NTs nehmen (dann werden die 5V im NT aber nicht belastet, auf Dauer vlt. nicht optimal für das NT, hab' da etwas schlechte Erfahrungen -kann aber auch Zufall sein-).
    Ich benutzte eh schon ein dahingehend geändertes Amiga NT für ein Jap. Sega Mega Drive, welches auch 12V verlangt.

    Ich würde dringend empfehlen, ein vernünftiges, modernes Netzteil für den C64 reloaded einzusetzen, nicht "irgendeine" 12V-Quelle. Wenn Du die Newsmeldung vom 1. April genau gelesen hast, war die Inbetriebnahme des Prototypen positiv überraschend, speziell bei der Stromaufnahme auf 230V-Seite. Moderne DC-DC Wandler und moderne Netzteile haben einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als das, was Commodore millionenfach in den Markt gebracht hat. Die wohlige Wärme die ein Keil-Netzteil unterm Schreibtisch abgibt ist vielleicht für die Füße sehr angenehm, aber macht im Betrieb über 21 Watt Verbrauch aus. Dass der C64 davon eigentlich weniger als 6 Watt braucht, war mir vorher nicht bewusst.

    Die Spannungswandler im C64 Reloaded sind die Gleichen wie die, die auch in Nequester zum Einsatz kommen: Wirkungsgrad ca. 94% und stabile Funktion auch mit "nur-keramischen" Kondensatoren. So etwas Feines will man nicht mit einem minderwertigen Netzteil wieder kaputt machen. Ein modernes EuP-konformes Steckernetzteil hat per EU-Richtlinie einen sehr hohen Wirkungsgrad (mindestens 80%, Tendenz höher bei höherer abgegebener Leistung), und speziell im standby-Betrieb weniger als 0,3 Watt Leistungsaufnahme. Dein altes Amiga-Netzteil kann da nicht im Entferntesten mithalten - ich würde von einem Wirkungsgrad von ca. 65% ausgehen. Das ist kein veratwortungsvoller Umgang mit Energie.

    Jens
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  • 1st1 schrieb:

    Wiesel, ist es denn bei der Platinengröße wirklich erforderlich, eine Vier-Layer-Platine zu machen...?

    Wenn Du nicht einmal weißt, dass man einen FPGA und modernen Speicher nur dann wirklich stabil bekommt, wenn die Stromversorgung stimmt, hast Du nicht das Recht, hier so herumzutönen.

    Ein FPGA arbeitet in der Regel mit verschiedenen Core- und IO-Spannungen. Rund ein Drittel der Pins gehen bei modernen Chips für Stromversorgung drauf. Nicht etwa, weil sie so viel verbrauchen, sondern weil die Versorgung absolut sauber sein muss. Das erreichst Du nur, wenn Du die zwei Innenlagen für Stromversorgung nutzt, und an jedem Versorgungspin in *ganz* kurzem Abstand einen keramischen Kondensator unterbringst, dessen Zuleitungen nicht etwa lange Leiterbahnen sind (die wieder induktive Eigenschaften haben), sondern mit einer Via direkt mit der Versorgungslage verbunden sind.

    Den Abstand der Kondensatoren reduziert man dann noch einmal, indem man sie auf die Unterseite der Platine setzt, weil dann z.B. bei BGA-Chips nicht mehr die Leiterbahn für das escape-Routing induktiv einfließt. Bei einem QFP-Chip ist es "so gerade eben" noch möglich, mit einseitiger Bestückung zu arbeiten, aber auf Multilayer kannst Du bei einem FPGA nur dann verzichten, wenn Du echt schmerzbefreite Kunden hast, denen ein Absturz egal ist.

    Selbst wenn Du Geld in Multilayer investierst, aber nicht weißt, dass die Stromdichte in der Versorgungslage schon ab 50MHz Systemtakt eine Rolle spielt, bekommst Du Probleme bei komplexerem FPGA-Code, der viel "simultaneous switching noise" verursacht: Längere Via-Ketten können nämlich so etwas wie Langlöcher in die Innenlagen "schneiden", wodurch sich die Stromdichte um das Langloch herum stark vergrößert. Damit baut man sich unweigerlich Schwingkreise, und jagt monatelang Phantomen nach. Und irgendwann kommt einer auf die Idee, einen Experten für ein Troubleshooting zu engagieren, und der ordnet nur die Vias in einem Zickzack an - schon ist das Design stabil. Das sind die Aufträge, die ich gern mag, von denen ich aber nur in ganz seltenen Fällen mit Angabe des Auftraggebers reden darf ;-)

    Jens
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