Machbarkeitsfrage: Drop-In-Ersatz für 6510 auf FPGA-Basis?

Es gibt 95 Antworten in diesem Thema, welches 17.005 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (20. September 2015 um 14:29) ist von Jotta.

  • Guten Abend,

    ich habe mich eben gefragt, ob es möglich wäre, einen 6510 auf FPGA-Basis nachzubauen, und zwar im gleichen Formatfaktor und absolut kompatibel zum echten 6510. Also quasi "defekten 6510 raus, FPGA-6510 einsetzen und READY". Projekte wie der SwinSID zeigen ja, dass die Baugröße nicht zwangsläufig ein Problem darstellen muss, und einen FPGA-Core des 6510 haben ja die Jungs von icomp in petto.

    Ist es also möglich, dass in nächster Zeit so etwas produziert wird oder habe ich da irgend ein Detail übersehen?

    Viele fragende Grüße
    rootfather

  • Das was Du willst macht das Chameleon.

    Micha

  • Sowas hatte ich mal mit einem kleinen Cortex M0+ oder M3 (für die CPU-Emulation) und einem kleinen CPLD (für Tristate-Geraffel und so) angefangen. Das wäre im Gegensatz zu einem FPGA recht preisgünstig geworden und hätte etwa wie eine realPLA ausgesehen. Hab dann aber aus Zeitmangel und Projektsinnkrise wieder damit aufgehört. Denn: Die Dinger gehen doch selten kaputt und es gibt noch genügend Ersatz.

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  • Das was Du willst macht das Chameleon.

    Micha


    Echt? Ich wusste gar nicht dass man das Cham auf den Prozessorsockel setzen kann. Coooooool!

    GREETINGS PROFESSOR FALKEN
    A STRANGE GAME.
    THE ONLY WINNING MOVE IS NOT TO PLAY.
    HOW ABOUT A NICE GAME OF CHESS?

  • Ich hatte mal kurz über etwas ähnliches nachgedacht: Einen rein FPGA basierten Ersatz für den 6526 mit Kurzschluß- und ESD-gesicherten Anschlüssen.

    Ein der Möglichkeit zw. "alter" und neuer Variante umzuschalten (für Demo-Coding).

    Leider kann ich mich nicht clonen*... daher reicht es mir zeitlich nicht!


    * Manche dürften darüber auch ganz froh sein! :biglach:

  • Ein Problem mit einem Clone des 6510/8500 ist mal wieder der Prozess... Die normalen Opcodes werden funktionieren, aber einige illegale Opcodes hängen in ihrer Funktion von NMOS ab. Da wäre es vielleicht sinnvoller einen normalen 6502 in Verbindung mit einem FPGA/CPLD zu nehmen welches dann die Zusatzfunktionen des 6510 (AEC, I/O-Port) realisiert.


    Eigentlich sind die 6510/8500 noch nicht soo knapp geworden und auch nicht dafür bekannt oft kaputtzugehen. Es gibt also noch keinen Grund hier einen Nachbau in Angriff zu nehmen.

  • Interessant würde es wenn in den Chip ein abschaltbarer Turbo-Mode integriert würde, mit L1 Chache und einer spürbaren Taktvervielfachung. In der Tat wäre das dann gewissermaßen Konkurrenz für Super-CPU und Chameleon, aber ohne dass hinten aus dem Expansion-Port ein Modulknubbel rausguckt. Luxus wäre wenn es gleich noch eine GEOS/... kompatible Speichererweiterung mit in dem Chip gäbe.

    Mal hier, mal da, mal dort. Aber auf jeden Fall auf der Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.! Und hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.!


  • Echt? Ich wusste gar nicht dass man das Cham auf den Prozessorsockel setzen kann. Coooooool!


    Hätte man sicher auch so bauen können.

    Micha

  • Jein


    Das Chameleon macht viiiiel mehr. Die 6510 Emulation ist ein klitzekleiner Teil im Chameleon.

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  • Jein


    Das Chameleon macht viiiiel mehr. Die 6510 Emulation ist ein klitzekleiner Teil im Chameleon.


    Ist mir klar, der ganze Rotz funktioniert aber nur weil man eh die CPU simuliert wenn ichs richtig verstanden hab.

    Micha

  • Ist mir klar, der ganze Rotz funktioniert aber nur weil man eh die CPU simuliert wenn ichs richtig verstanden hab.

    Rotz?! ?(

    Für mich ein geniales Wunderding. 8)

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  • Zitat

    Die normalen Opcodes werden funktionieren, aber einige illegale Opcodes hängen in ihrer Funktion von NMOS ab.


    Nun klar, aber wenn du sowieso die CPU durch nen FPGA oder gar durch eine CPU ersetzt, müsstest du die illegalen Opcodes halt mitemulieren. -> so gut es geht halt. Da werden zwar immer noch physikalische Nebeneffekte auftreten, aber schlechter als z.B. im VICE kanns ja nicht werden.. (oder?)

  • Rotz?! ?(

    Für mich ein geniales Wunderding. 8)


    Ansichtssache, reduziert den C64 zur Docking Station und kann nicht mal Metal Dust abspielen, da kann ich ner Maus auch nen toten Elephanten umbinden.

    Micha

  • Ich sehe in einem Nachbau des 6510 einen Vorteil. Wenn dem Wiesel bei den nachgebauten C64er Boards die Prozessoren ausgehen, dann könnte er auf den FPGA ausweichen.

  • Der Prozessor ist einer der beiden Chips, die nicht dabei sind (der andere ist der SID). Also ist zumindest Wiesel unabhängig davon :P

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  • Ansichtssache, reduziert den C64 zur Docking Station


    Hmm... Nein?

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Nun klar, aber wenn du sowieso die CPU durch nen FPGA oder gar durch eine CPU ersetzt, müsstest du die illegalen Opcodes halt mitemulieren. -> so gut es geht halt. Da werden zwar immer noch physikalische Nebeneffekte auftreten, aber schlechter als z.B. im VICE kanns ja nicht werden.. (oder?)


    Genau, wenn man die 6502/10-Emulation in vice als Maßstab ansetzt, läuft im Prinzip schon alles. Und die wenigen Exoten, die im Vice nicht laufen, tun das mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wegen der CPU-Emulation.

    Ich sehe da Entwicklungszeiten von über 10 Jahren bis das 100% so wie eine originale 6510/8500 in einem C64 Board funktioniert...


    Ich nicht.

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  • Alles ist machbar. Über den C64 und seine Komponenten ist so gut wie alles bekannt.
    Wenn eine Einzelperson einen Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. realisieren kann, über den so gut wie nichts bekannt ist, dann werden in ein paar Jahren immer mal wieder Ersatz Komponenten für den C64 auf den Markt kommen. Ob es aktuell Sinn macht, da es ja offensichtlich immer noch NOS Teile gibt, die hoffentlich wirklich aus einem Stock sind und nicht aus einem funktionierenden C64 geplündert wurden, sei mal dahingestellt.