Webbrowser für 8-Bit-Rechner

  • Naja, IRC und WWW sind ja doch ... leicht, gaaanz leicht unterschiedlich.
    IRC benutz ich mit meinem Flyer seit Jahr und Tag. Funzt gut.
    WWW per Proxy einbinden der vorfiltert und Bilder runterrechnet, sorry, aber das klingt mehr als enthusiastisch.
    Träumen darf man ja, aber hier sehe ich aus programmiertechnischer Sicht dem Traum durch die Realität deutliche Grenzen gegeben.

    (Was aber nichts dran ändert dass ich deiner Meinung bin was das F64-typsiche angeht. Zwei Streitgockel und schon fliegt die Lucy.)
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  • BladeRunner schrieb:

    Naja, IRC und WWW sind ja doch ... leicht, gaaanz leicht unterschiedlich.
    Das sehe ich genauso.

    BladeRunner schrieb:

    WWW per Proxy einbinden der vorfiltert und Bilder runterrechnet, sorry, aber das klingt mehr als enthusiastisch.
    Träumen darf man ja, aber hier sehe ich aus programmiertechnischer Sicht dem Traum durch die Realität deutliche Grenzen gegeben.
    Mal abgesehen davon, dass "Bilder runterrechnen" gar nicht auf dem Zettel stand (oder wenn, dann für Version 7.0), würde mich dann doch interessieren, mit welchen konkreten Problemen du rechnest. Also genauer als "das geht nicht", kann man es ja vielleicht formulieren. Wo genau steckt deiner deiner Meinung nach der technische Pferdefuß – also das Hauptproblem, dass nicht zu lösen ist.
  • Retrofan schrieb:

    Ace schrieb:

    Gelöscht, da sinnlos!
    Du verstehst die Forums-Software aber schon ein wenig und weißt, dass ich einerseits deinen ursprünglichen Text per eMail erhalten habe und zudem natürlich alle früheren Versionen öffnen kann, oder? ;) Ich denke aber, du verzichtest auf eine Antwort und wir lassen das einfach ruhen, da wir uns eh im Kreis drehen.
    Eben. Sich hier gegenseitig blosszustellen bringt letzten Endes niemanden etwas. Davon ab sind deine Mockups schön anzusehen :winke:
    :winke: Wie C64 an TFT? :winke:
    :king: Fulgore ist President! :king:
  • Retrofan schrieb:

    Wie gesagt, von einigen Teilgebieten, die einen Browser betreffen, habe ich sehr wohl Ahnung (mehr als die meisten hier, will ich mal behaupten). Wenn also z.B. behauptet wird, heutige Webseiten seien zu komplex, um sie für den C64 aufzubereiten (einer der meistgenannten Kritikpunkte), dann kam das selten aus berufenem Mund. Da muss ich dann widersprechen und sagen: nein, es war noch nie so einfach, Webseiten auf die reinen Inhalte herunter zu brechen.
    Und genau dafuer wuerde ich echt gerne mal einen Beweis sehen. Und nein, "ich habe mehr Erfahrung als andere" ist fuer mich da leider kein Beweis. Wenn ich mal ein Beispiel dafuer sehen wuerde, dass jemand z.B. die 10 meistgesurften Websites auf ein simples System herunterbrechen kann, ohne dass die Seiten danach nicht mehr benutzbar sind, dann glaube auch ich daran. Aber aktuell sagt mir zumindest meine eigene Erfahrung (die durchaus kleiner sein duerfte als Deine, das will ich ja gar nicht mal anfechten), dass das gut und gerne ein Ding der Unmoeglichkeit sein duerfte. Und vielleicht sehen das die meisten Programmierer hier im Forum halt auch so.
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  • ZeHa schrieb:

    Und genau dafuer wuerde ich echt gerne mal einen Beweis sehen.
    Wie soll der denn aussehen, wenn niemand bereit ist, einen kleinen Dummy zu bauen? Beweisen kann ich nichts, weil es den Browser und den Proxy nicht gibt – und auch nichts wirklich vergleichbares. Ich kann nur aus vorhandenen Teilstücken, wie Contiki oder Lynx oder Opera Mini extrapolieren, wie der Inhalt schlimmstenfalls aussehen könnte und mir dann Gedanken machen (was ich tat), wie man das Ergebnis (ohne Performance-Einbußen) verbessern kann, indem man durch den Proxy weniger Code ignorieren lässt oder Daten automatisiert aufbereitet, um z.B. lange Link-Listen zu Menüs zurückzubauen. Das sind Einschätzungen, die ich treffen kann, weil ich HTML (und die Entwicklung von Version 1.0 bis 5.0) gut kenne. Aber wie gesagt: Beweisen bedeutet in diesem Fall Programmieren.

    ZeHa schrieb:

    Wenn ich mal ein Beispiel dafuer sehen wuerde, dass jemand z.B. die 10 meistgesurften Websites auf ein simples System herunterbrechen kann, ohne dass die Seiten danach nicht mehr benutzbar sind, dann glaube auch ich daran.
    Ich kann dir anbieten, 3 komplexe Seiten, über die wir uns hier einig werden müssten, halbautomatisch (also manuelles Löschen von bestimmten Tags und Suchen&Ersetzen von anderen im Editor) so weit zu reduzieren, wie ich mir das von einem Proxy wünschen würde. Mehr kann ich ohne Programmierer nicht tun. Ich habe aber weiterhin wenig Hoffnung, dass bei Erfolg auf einmal die Programmierer aus den Büschen springen und sich darum streiten, wer den Proxy programieren darf. ;)
  • ReTroVisionist schrieb:

    Und während hier noch fleißig geweint, Tränen aufgewischt, "F64 at it's best" zerlabert und den Leuten der C64-Spaß verdorben wird haut der Tom-Cat einfach mal Version 2.0 von seinem EasyFlash IRC Client raus (welcher im Prinzip genau das macht was hier geträumt 'beschrieben' wird ... nur eben mit nem anderen Protokoll).

    Was erlaube sich struuunz Tom-Cat?
    Mannomann.
    Ich schreib sowas echt selten, aber wenn man so überhaupt keine Ahnung hat um was es technisch geht, dann sollte man vielleicht echt mal ruhig bleiben.
    Sorry.
  • Retrofan schrieb:

    ZeHa schrieb:

    Wenn ich mal ein Beispiel dafuer sehen wuerde, dass jemand z.B. die 10 meistgesurften Websites auf ein simples System herunterbrechen kann, ohne dass die Seiten danach nicht mehr benutzbar sind, dann glaube auch ich daran.
    Ich kann dir anbieten, 3 komplexe Seiten, über die wir uns hier einig werden müssten, halbautomatisch (also manuelles Löschen von bestimmten Tags und Suchen&Ersetzen von anderen im Editor) so weit zu reduzieren, wie ich mir das von einem Proxy wünschen würde. Mehr kann ich ohne Programmierer nicht tun. Ich habe aber weiterhin wenig Hoffnung, dass bei Erfolg auf einmal die Programmierer aus den Büschen springen und sich darum streiten, wer den Proxy programieren darf. ;)

    Das Problem ist weniger, ein paar (wenige) ausgewählte Seiten entsprechend "runterrechnen" zu lassen und diese dann am C64 anzeigen zu lassen. Wenn man weiß, wie eine bestimmte Seite strukturiert ist, dann kann man den Textinhalt relativ leicht aussortieren und evtl. auch gestalten lassen.

    Die Schwiergkeit beginnt dann erst richtig, wenn man alle(!) Seiten des Internets ansurfen lassen will. Fast jede ist anders aufgebaut, zumindest im Detail, so dass ein allgemeiner(!) Proxy dafür, nicht machbar ist. Zumindest nicht in diesem Rahmen.

    Da setzen meine Bedenken ein: Deshalb wäre es noch am ehesten machbar, wenn man sich paar Seiten raussucht und versucht, diese dann dem C64-Liebhaber aufbereitet anzubieten. Also die schon erwähnte Idee eines "C64-Netzes". ;)
  • Retrofan schrieb:

    Aber wie gesagt: Beweisen bedeutet in diesem Fall Programmieren.
    Du erwartest also von mir dass ich genauer als "geht nicht" werde, sagst aber selbst dass das "Geht!" nur durch die Ausführung erbracht werden kann. Hat ein bissel was von einem Gottesbeweis reversum für mich.

    Wir sprechen hier von einem Medium welches sich rasant weiterentwickelt. Seiten die vor 3 Jahren topaktuell waren sind heute technisch veraltet. Immer mehr des eigentlichen Contents wird aus HTML ausgelagert und in diversen anderen Formen zur Verfügung gestellt. Schon jetzt läuft vieles selbst auf hochgezüchteten Rechnern (aka Smartphone) schon nur begrenzt. Versuch mal auf einem Android Handy hier eine Bildervorschau anzusehen- sei es mit dem eingebauten google browser, sei es mit Dolphin - die Software versagt hier.
    IE, chrome, Firefox, wie sie denn nun heissen, selbst die erlauben sich schon jeder siene eigenen Macken was richtig dargestellt wird und was nicht. Und da wurde noch nichts automatisiert reduziert, bei einer Fülle von Sourcen die kaum zu überblicken ist.
    Schmeiss alles ausser plain html raus und das Gros der Seiten wird schlicht versagen. Versuche es zu filtern, und du wirst variabelste Fehler finden.
    Die großen drei - FF/IE/Chrome haben Heerscharen von Programmierern und es gibt dennoch teils gravierende Glitches. Wie glaubst Du dann soll ein oder eine Handvoll Hobbyprogrammierer in der Lage sein ein sich stets weiterentwickelndes Netz innerhalb ihrer Lebenszeit soweit zu komprimieren dass die nötigen Informationen in lesbarer und nutzbarer Form auf dem alten 8-Bitter dargestellt werden können.

    Noch dazu wo heute ein großer Teil der Infos visualisiert erfolgen, und ich meine nicht nur den reinen Content sondern auch die steuernden Elemente. Die entstehenden Linkwüsten sind alles andere als usable.

    Und das bringt mich zu meinem nein, es ist schlicht nicht praktikabel.
    ein C64:// statt eines html://, darüber könnte man reden. Den eigenen Standard festlegen, mit klaren Grenzen und Möglichkeiten. Aber den Moloch Internet automatisiert runterrechnen ist nach meinem Dafürhalten nicht umsetzbar.
    Darüber können wir reden wenn Watson und co erschwinglich für's Wohnzimmer geworden und noch ein paar Generationen vorangeschritten sind.
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  • Retrofan schrieb:

    Ich kann dir anbieten, 3 komplexe Seiten, über die wir uns hier einig werden müssten, halbautomatisch (also manuelles Löschen von bestimmten Tags und Suchen&Ersetzen von anderen im Editor) so weit zu reduzieren, wie ich mir das von einem Proxy wünschen würde. Mehr kann ich ohne Programmierer nicht tun. Ich habe aber weiterhin wenig Hoffnung, dass bei Erfolg auf einmal die Programmierer aus den Büschen springen und sich darum streiten, wer den Proxy programieren darf. ;)
    Nimm Spiegel.de, und zeig uns wie du das zusammenlöschen würdest.
    Für mich noch interessant, anhand welcher Marker der Parser bestimmen soll welche Tags/Texte relevant sind oder nicht.

    Ich hab mal eine iOS-App gebaut, die aus einer Veranstaltungs-Webseite sich einzelne tags rausfriemelt um daraus eine UI in der App zu basteln.
    Fand das jetzt schon nicht so ohne (oft genug hieß dann halt mal ein wichtiger Tag auf einmal anders), und das war ein von der Komplexität schon sehr begrenzter Usecase.

    Würde mich also interessieren, wie du das differenzieren und dann logisch aufbauen und benutzbar machen willst, damit das bei jeder Seite klappt.


    Beim "C64-Net" sehe ich derlei Probleme nicht. Man einigt sich auf einen Seitenstandard und Protokoll. Und Fertig.

    Da könnte man auch Runterladeseiten, Newsseiten, etc machen. Und wie grad erwähnt sogar Skripte die bestimmte größere Seiten nach Vorgaben runterparsen ins "C64-Net"-Format und darstellen.

    Da würde ich sogar gern mithelfen das zu implementieren.

    Ist zwar immer noch Heidenarbeit, aber immerhin realistisch.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von steril ()

  • Brotbox64 schrieb:

    Wie sieht es denn generell mit dem von steril vorgeschlagenem "Mini c64 internet" aus? Besteht für so etwas eventuell Interesse.
    Von meiner Seite aus nicht, außer es ist ein komplett neues (bisher nicht genanntes) Konzept, das dahintersteckt. Es wurden hier ja schon C64-spezifische Lösungen diskutiert und keine konnte mich persönlich besonders überzeugen. Eine Idee war, etwas BBS-ähnliches zu machen – aber C64-BBSe gibt es schon, dafür muss man nichts neu erfinden. Eine Idee war, BTX oder Video-Text wieder aufleben zu lassen. Aber entweder die Inhalte wären nicht aktuell oder man müsste sie aus dem Web konvertieren – da muss man dann aber nicht auf so eine Uralt-Technik zurückgreifen und Interaktion kennt BTX nicht. Eine andere Idee war, C64-spezifischen Code in bestehende Webseiten einzubetten. Das hat aber den Nachteil, dass der C64 trotzdem den ganzen Code durchackern muss und letztendlich nur sehr wenige Seiten entsprechend vorbereitet wären (nicht mal dieses Forum, weil man bei BB nicht einfach am Code herumfummeln darf). Dann gab es die Idee, ein paar simple Seiten speziell für den C64 zur Verfügung zu stellen (ähnlich einer BBS aber eben mit HTML). Nachteil hier: Die Inhalte veralten schnell und irgendwann wird die Aktualisierung ausbleiben. Die meisten Lösungen haben zudem den Nachteil, dass sie C64-only wären, während der andedachte Proxy jegliche Inhalte für jegliche Retro-Plattformen zur Verfügung stellen könnte. Im Optimalfall wäre der C64-Browser nur einer von vielen.

    Das soll aber nicht heißen, das man es grundsätzlich sein lassen sollte. Nur mich persönlich interessiert das halt nicht, weil mir die Lösung zu klein wäre.
  • Das mit dem C64-Web habe ich ja auch schonmal vorgeschlagen, das faende ich vor allem in der Hinsicht interessant, weil es hierzu einen sehr starken Use-Case gaebe, naemlich vor allem das Herunterladen von Programmen. Im Endeffekt koennte man das sogar erstmal nur als eine Art "App Store" fuer den C64 betrachten. Oder, was alternativ dazu auch ginge, eine Art "csdb-Client". Oder einen "c64-wiki-Client".

    Wenn es eigene Web-Seiten sein sollen, dann stelle ich mir sowas wie WAP vor, also sehr simpel begrenzte Seiten mit reinem Informationscharakter und einem Download-Link. Somit koennte jeder, der neue Spiele fuer den C64 anbietet, eine kleine Seite dafuer bauen, die man dann mit dem Browser anzeigen kann. Somit koennte man auch wirklich mal sich an seinen C64 hocken, drin "rumbrowsen" und einfach mal lesen, was es so an neuen Spielen gibt. Man koennte es auch als eine Art "Diskettenmagazin" betrachten, welches halt online ist. Nur dass es vielleicht sogar mehrere solche "Diskettenmagazine" gibt auf verschiedenen URLs.

    Dass die Seiten bzw. der Inhalt schnell veraltet, sehe ich da jetzt nicht so sehr. Zum einen wuerde es sich generell zum grossen Teil um statische Inhalte handeln (kurze Beschreibung eines Spiels und dazu den Download-Link), und ein News-Portal koennte man ja auch machen. Sowas liesse sich vielleicht auch wieder koppeln an bestehende C64-News-Portale, dass diese halt ihre News gleichzeitig auch in den "C64-Web"-Realm abfeuern.

    Auch da muesste man sicherlich noch etwas feilen und nachdenken usw, aber ich sehe hier halt wie ich schon sagte einen sehr sehr sehr SEHR grossen Unterschied zum "Web-Browser der alle Seiten darstellen kann": Naemlich einen konkreten Use-Case, wo ich auch wirklich vor meinem geistigen Auge C64-User sehen kann, die das tatsaechlich nutzen wuerden.


    EDIT: Zusaetzlich koennte man auch mit ein paar Handgriffen dann eine PHP-Datei bauen, die als "Viewer" fungiert, um dieses "C64-Web" auch im normalen Browser darzustellen. Somit haben diese Seiten auch noch ausserhalb des C64-Web einen Nutzen, was dann auch das Problem mit dem Veralten der Informationen noch weiter minimieren wuerde.

    Und noch was: Wenn man schon ein spezielles Format sich ueberlegt fuer C64-Webseiten, dann koennte man da z.B. auch Grafiken einbinden, z.B. in Form von Sprites, die dann auf dem C64 nativ dargestellt werden.
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  • ZeHa schrieb:

    Das mit dem C64-Web habe ich ja auch schonmal vorgeschlagen, das faende ich vor allem in der Hinsicht interessant, weil es hierzu einen sehr starken Use-Case gaebe, naemlich vor allem das Herunterladen von Programmen. Im Endeffekt koennte man das sogar erstmal nur als eine Art "App Store" fuer den C64 betrachten. Oder, was alternativ dazu auch ginge, eine Art "csdb-Client". Oder einen "c64-wiki-Client".

    Wenn es eigene Web-Seiten sein sollen, dann stelle ich mir sowas wie WAP vor, also sehr simpel begrenzte Seiten mit reinem Informationscharakter und einem Download-Link. Somit koennte jeder, der neue Spiele fuer den C64 anbietet, eine kleine Seite dafuer bauen, die man dann mit dem Browser anzeigen kann. Somit koennte man auch wirklich mal sich an seinen C64 hocken, drin "rumbrowsen" und einfach mal lesen, was es so an neuen Spielen gibt. Man koennte es auch als eine Art "Diskettenmagazin" betrachten, welches halt online ist. Nur dass es vielleicht sogar mehrere solche "Diskettenmagazine" gibt auf verschiedenen URLs.

    Dass die Seiten bzw. der Inhalt schnell veraltet, sehe ich da jetzt nicht so sehr. Zum einen wuerde es sich generell zum grossen Teil um statische Inhalte handeln (kurze Beschreibung eines Spiels und dazu den Download-Link), und ein News-Portal koennte man ja auch machen. Sowas liesse sich vielleicht auch wieder koppeln an bestehende C64-News-Portale, dass diese halt ihre News gleichzeitig auch in den "C64-Web"-Realm abfeuern.

    Auch da muesste man sicherlich noch etwas feilen und nachdenken usw, aber ich sehe hier halt wie ich schon sagte einen sehr sehr sehr SEHR grossen Unterschied zum "Web-Browser der alle Seiten darstellen kann": Naemlich einen konkreten Use-Case, wo ich auch wirklich vor meinem geistigen Auge C64-User sehen kann, die das tatsaechlich nutzen wuerden.


    EDIT: Zusaetzlich koennte man auch mit ein paar Handgriffen dann eine PHP-Datei bauen, die als "Viewer" fungiert, um dieses "C64-Web" auch im normalen Browser darzustellen. Somit haben diese Seiten auch noch ausserhalb des C64-Web einen Nutzen, was dann auch das Problem mit dem Veralten der Informationen noch weiter minimieren wuerde.

    Und noch was: Wenn man schon ein spezielles Format sich ueberlegt fuer C64-Webseiten, dann koennte man da z.B. auch Grafiken einbinden, z.B. in Form von Sprites, die dann auf dem C64 nativ dargestellt werden.

    Genau was ich da drüber denke. Danke.

    :thumbup:

    Was sagen die anderen Leute hier zu der Idee?
    Interesse? Würde sowas jemand nutzen wollen hier?
  • Ich hätte noch eine Idee für ein "C64-Netz":

    Nicht bestimmte Seiten mit C64-Inhalt füllen, sondern bestimmte, ausgewählte Seiten für den C64 aufbereiten.

    Also zum Beispiel den ARD-Videotext (ard-text.de/mobil). Dass man diese ausgesuchten Seiten in einem Portal als Link anbietet und diese Seiten "live" durch einen Proxy für den C64 aufbereitet filtert.

    Das hätte den Vorteil, dass man die Seiten nicht selbst füllen muss, sondern man hat immer den aktuellen Inhalt (in dem Beispiel Nachrichten), aber "live und aktuell runtergerechnet" für den C64-Browser. Und man könnte sich beim Proxy auf diese paar konkreten Seiten beschränken. Das macht das Programmieren nicht nur einfacher, sondern in dem Fall erst machbar.
  • Snoopy schrieb:

    Die Schwiergkeit beginnt dann erst richtig, wenn man alle(!) Seiten des Internets ansurfen lassen will. Fast jede ist anders aufgebaut, zumindest im Detail, so dass ein allgemeiner(!) Proxy dafür, nicht machbar ist. Zumindest nicht in diesem Rahmen.
    Kannst du noch sagen, mit welchem Vorwissen du deine Behauptung aufstellst, es sei schlicht nicht machbar? Reden hier Webentwickler miteinander oder ist das eine eher laienhafte Einschätzung? Ich will es nur einsortieren können, es geht nicht um Schwanzlängen. ;)

    Der Vorrat an HTML-Tags ist zu einem bestimmten Zeitpunkt endlich. Ich würde beim halbautomatischen Herunterrechnen natürlich nicht tricksen, sondern einem Regelsatz folgen, den ich im Kopf abarbeite. Das sollte man mir schon glauben. Ich will ja selber wissen, ob ich vielleicht nicht doch falsch liege und mir das Problem schönrede. Ich hatte ja gehofft, dass mir ein Programmierer zeigt, ob ich richtig liege oder falsch aber jetzt muss ich das halt umständlich selber machen.

    Was uns auch in die Hände spielt, ist die Tatsache, das immer mehr Seiten auf Basis von Standard-Lösungen entstehen. Wenn man mal den Code von 2 oder 3 Forums-Softwares übersetzen kann, von ebenso vielen News-Systemen und dazu noch Wordpress und Joomla, dann haben wir fast 50% des (Inhalte-relevanten) Netzes erschlagen.

    BladeRunner schrieb:

    Du erwartest also von mir dass ich genauer als "geht nicht" werde, sagst aber selbst dass das "Geht!" nur durch die Ausführung erbracht werden kann. Hat ein bissel was von einem Gottesbeweis reversum für mich.
    Naja, das finde ich ein wenig übertrieben und keinen guten Vergleich. Ich will ja keinen Beweis von dir, sondern nur eine etwas konkretere Aussage statt eines "geht nicht". Aber du lieferst ja schon:

    BladeRunner schrieb:

    Schmeiss alles ausser plain html raus und das Gros der Seiten wird schlicht versagen.
    Das dokumentiert deine Sorge schon mehr. Du siehst also das Problem, dass die Seiten "nicht mehr funktionieren" würden. Das könnte man sicherlich noch etwas genauer sagen. Was meinst du, was nicht funktionieren würde. Meinst du, die Inhalte wären nicht mehr lesbar, vielleicht durcheinandergewürfelt? Oder Links würden nicht funktionieren? Oder meinst du, das fehlende Javascript würde grundsätzlich alle Seiteninhalte unsichtbar machen?

    Ich habe ja testweise dieses Forum mit Lynx besucht, mich eingeloggt und ein Posting hinterlassen. Es sah nicht schön aus, war auch nur mittelmäßig komfortabel (Scrolling per Link-Sprung) aber es funktionierte – trotz fehlendem AJAX. Ein C64 Browser könnte es besser als Lynx (wenn von einem Proxy unterstützt)

    BladeRunner schrieb:

    ein C64:// statt eines html://, darüber könnte man reden.
    Kann man machen. Ist aber vom Goodwill einiger weniger Content-Lieferanten abhängig und wäre nach wenigen Monaten tot. Das ist zumindest meine Befürchtung. Daher suchte ich nach einer Lösung, die nicht von den Inhalteanbietern abhängig ist.

    steril schrieb:

    oft genug hieß dann halt mal ein wichtiger Tag auf einmal anders
    Ein Tag hieß anders? Wie denn? Das musst du mir genauer erklären.

    steril schrieb:

    Nimm Spiegel.de, und zeig uns wie du das zusammenlöschen würdest.
    Für mich noch interessant, anhand welcher Marker der Parser bestimmen soll welche Tags/Texte relevant sind oder nicht.
    Das ist ein Wort. Wobei ich bei manueller Bearbeitung ab einer bestimmten Stelle aufhören werde. Technisch wird sich nach unten hin nicht zuviel ändern und was die reine Datenmenge angeht, gehe ich davon aus, dass der Proxy den C64 immer nur mit dem versorgen wird, was er am Stück schlucken kann und dann bei Bedarf (also beim Scrollen/Blättern) nachschiebt.

    Ich werde meine Erfahrungen bzgl. der "Parser-Regeln" hier noch mitteilen aber grundsätzlich sieht es so aus, dass fast alles außer Textinhalt (und eine Hand voll HTML-Tags) weggeworfen wird. Bei Tags, die wahrscheinlich erhalten bleiben, wie z.B. <p>, werden alle Klassenaufrufe und Parameter entfernt. Links werde ich wahrscheinlich auf Zahlen verkürzen, die der Proxy bei Klick in URLs auflösen würde.

    Das Ergebnis kann aber ein wenig auf sich warten lassen, ich war jetzt ohnehin schon etwas zu lange im Forum und muss jetzt erstmal wieder ein wenig arbeiten.
  • steril schrieb:

    Was sagen die anderen Leute hier zu der Idee?
    Interesse? Würde sowas jemand nutzen wollen hier?
    Ich nicht. Aber wenn es jemand programmieren will, dann nur zu. Aber bitte macht dafür einen neuen Thread auf, denn mit einem Webbrowser (meint das ganze Web) für 8-Bit-Rechner (meint mehr als den C64) hätte das ganze nur noch wenig zu tun.
  • Retrofan schrieb:

    steril schrieb:

    Was sagen die anderen Leute hier zu der Idee?
    Interesse? Würde sowas jemand nutzen wollen hier?
    Ich nicht.
    Ja, ich glaube das haben jetzt alle verstanden.. :D

    retrofan schrieb:

    Aber bitte macht dafür einen neuen Thread auf, denn mit einem Webbrowser (meint das ganze Web) für 8-Bit-Rechner (meint mehr als den C64) hätte das ganze nur noch wenig zu tun.
    Gute Idee!
    (werde ich aber erst, wenn was vorzeigbares da ist.)
  • Mit Versagen meine ich alle Arten von Fehlverhalten und verlorengegangener Usability bis hin zur schlichten Unbenutzbarkeit.
    Also:
    -Verlorene, weil nicht mit eingebettete Inhalte.
    -bunt hingewürfeltes und somit sinnentfremdetes Zeug.
    Ganz einfaches Beispiel. Es werden alle Bilder genullt. Ein Text verweist auf das Bild:
    Szenario A: Bild ist einfach komplett weg - dem Text fehlt nicht nur das zugehörige Bild, sondern es steht da auch noch: Siehe Bild. Der User ist *zurecht* verwirrt.
    Szenaio B: Bild wird durch Ersatztext irgendwo gekennzeichnet: Mitten im Text kommt also ein [missing Pic], eventuell noch mit kryptischem Kurznahmen der Vergeben wurde. [a121.jpg], oder [symbolfoto]. Stört den Lesefluss, der User weiss zwar es war ein Bild da, aber immer noch nicht was drauf war.
    Das mag bei dem drölfzillionsten Bild vom Bachelor sch... egal sein, aber wehe wenn ich mal zB in der C64-Wiki einen Artikel lesen möchte zu zB dem Userport und dann das Bild mit der Anschlussbeschreibung weg ist. Schon ist der Sinn des Ansurfens per C64 vollkommen futsch.
    Und erkennen wo eventuell zumindest eine Deskription des Bildinhaltes nötig ist und die auch noch ausführen, das kann eben kein Automat, und das sicher noch auf lange Sicht nicht.
    - Seiten verweigern die Kooperation weil ihnen der Proxy nicht gewünschten Input liefert. Man denke zB an die jetzt schon gängige Praxis dass Seiten mit aktiviertem Adblocker ihren Inhalt nicht mehr zur Verfügung stellen.
    Da mag es verschiedene Ansätze geben, das zu umgehen, aber es wird Ausfälle geben - schon allein weil hier ein steter Wettbewerb herrscht.
    - Input ist je nach Form in der er zur Verfügung gestellt wird nicht möglich, spricht die Interaktion beschränkt sich auf blosen und teils sogar massiv eingeschränkten Konsum.

    Das sind jetzt nur die Dinge die mir in den ersten 5 Minuten in den Sinn kamen, ich bin sicher da lässt sich noch einiges mehr finden.
    Im Endeffekt führen all diese Probleme aber dazu dass (mMn.) bestenfalls eine halbwegs lesbare, kaum interaktive Variante des Netzes für Teile desselben (und zwar zunemhend schwindende Teile, da immer mehr Content in nicht-Text-Form eine Rolle spielt) machbar wäre.
    Spass, das zu benutzen- das wage ich zu bezweifeln, und damit auch den Sinn des Ganzen.
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  • BladeRunner schrieb:

    Spass, das zu benutzen- das wage ich zu bezweifeln, und damit auch den Sinn des Ganzen.
    Ok, wenn deine Ansprüche so hoch sind, dann wäre der C64-Browser, wie ich ihn mir bestenfalls vorstelle, nichts für dich. Bilder wird es nicht geben, Videos auch nicht und auch keine Text-Transkription beider Inhaltefomen. Wenn ich jetzt aber an z.B. an Spiegel.de denke, dann sind die Bilder dort zu 99% verzichtbar, um den Inhalt zu verstehen. Um Gefallen an einem C64-Browser (in welcher Form auch immer) zu finden, sollte man sich vielleicht erst einmal Contiki angucken und sich dann über jede Verbesserung freuen – und nicht gleich Chrome auf einem iPad erwarten. Spaß wird an so einem Browser nur der haben, der ohnehin Spaß am C64 hat und sich darüber freut, was damit maximal machbar ist – und das ist nunmal nicht in Ansätzen das, was man von seinem Smartphone oder PC her kennt. Giana Sisters ist toll, bleibt aber doch (zumindest grafisch) ein wenig hinter Skyrim zurück – das muss man halt akzeptieren.