Oszilloskop Empfehlung

Es gibt 457 Antworten in diesem Thema, welches 85.149 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. Mai 2025 um 14:11) ist von TM16.

  • Also wenn man bei einem periodischen Signal egal mit welchem Scope keinen stabilen Trigger in ein paar Sekunden hinbekommt, läuft etwas grundsätzlich schief.

    Entweder beim Scope oder beim Benutzer ;)

    Ein Auto-Trigger sollte eigentlich nur automatisch triggern (optimalerweise aber nur, wenn die eingestellte Triggerbedingung für eine gewisse Zeit nicht erfüllt wurde).

    Vermutlich meinst Du ein Auto-Setup, das versucht die Skalierungen und den Trigger automatisch einzustellen. Gibt Leute, die das lieben, aber ich verwende das nie.

    Normalerweise ist es eine gute Idee, mit einem Auto-Trigger zu starten und darüber den Triggerlevel so einzustellen, daß das Signal sauber getriggert wird.

    10 Mhz oder so (kaum noch zu bekommen und entsprechend teuer, will auch keiner reparieren)

    Na ja. Das sind bestenfalls Liebhaberstücke. Nicht alles, was nicht mehr produziert wird, ist automatisch teuer. Analoge Scopes mit 10MHz werden bei eBay für 30€ bis 100€ verramscht.

    Aber angesichts der Preise für vernünftige Digitalscopes und der sehr eingeschränkten Nutzbarkeit von Analogscopes ist selbst das zu teuer.

  • 0xdeadbeef ja genau, Auto Setup. Wie gesagt, ich stell mich da wohl zu blöd an :nixwiss:

    Mit den Analog-Geräten und ebay hast du sicher recht, aber die Firma darf nur wenige offizielle Shops besuchen (ebay fällt da wohl raus) und hat offenbar kein Problem damit, paar Hunder € für Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. auszugeben :rolleyes:

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Abgesehen von der Reparatur von Röhrenradios aus dem frühen 20. Jahrhundert oder so fällt mir gerade kein Anwendungszweck ein, wo man so etwas heutzutage noch benutzen wollte. Geschweige denn professionell.

    Darf ich fragen, was für eine Art von Firma das ist, in der man sowas kauft?

  • Abgesehen von der Reparatur von Röhrenradios aus dem frühen 20. Jahrhundert oder so fällt mir gerade kein Anwendungszweck ein, wo man so etwas heutzutage noch benutzen wollte. Geschweige denn professionell.

    Darf ich fragen, was für eine Art von Firma das ist, in der man sowas kauft?

    Es geht nur um die Darstellung eines reflektierenden Lichtimpulses (Produktfehler) um diesen dann auf max Amplitude zu bringen . Nix kompliziertes und auch nicht schnell. Es ist keine Elektronikfirma, das Oszi dient da nur als Hilfsmittel um Fehler im Produkt darzustellen. Ein vorhandener Produktfehler erzeugt quasi eine Reflexion , die man dann auswerten kann :). Und dafür ist das Gerät mehr als ausreichend.

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Ich komme halt aus einer Welt, wo man selbst dafür einen Prozeß haben muß und eine Dokumentation anfertigen muß, wenn man nur einen Furz gelassen hat.

    Aber OK. Es scheint noch Firmen zu geben, in denen tatsächlich noch hauptsächlich gearbeitet wird ;)

  • Ich komme halt aus einer Welt, wo man selbst dafür einen Prozeß haben muß und eine Dokumentation anfertigen muß, wenn man nur einen Furz gelassen hat.

    Wenn der Prozess wichtiger wird als die Aufgabe - sprich, die Lösung schlimmer als das Problem, oder sogar nur ein weiteres Problem, das gar kein anderes löst.... kann man doch eigentlich nur wegrennen, oder?

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    '°'°'°'°'°'°'°'°'°Oo.~>| BASIC programmers never die! They just GOSUB without RETURN! |<~.oO°'°'°'°'°'°'°'°'°'

  • Kenne tatsächlich auch einige kleine Betriebe, in denen man die (für den Anwendungszweck völlig ausreichenden) analogen Geräte bevorzugt. Einfach zu bedienen, kein Overhead an Funktionen und vor allem nicht kaputt zu bekommen.

    Da sagt der Chef dann schon mal, wenns kaputt geht, kauf ich natürlich ein digitales, aber es geht eben nicht kaputt. Und das sind meist billige Röhrengeräte von Voltcraft und Co.

    Ach und der besagte Kollege wollte „nicht noch ein Gerät, das dauernd Firmwareupdates braucht“ Ein analoges Oszi ohne Firmware hat natürlich auch keine Firmwarebugs und braucht keine Updates.

    Einmal editiert, zuletzt von henchen241085 (29. Mai 2025 um 15:39)

  • Kurzes OT

    In der HF Welt gibts doch noch viele analog Scope Anwendungsfälle. Auch in grossen Firmen mit Rang und Namen.

    (Senderbau)

    Damit geht man natürlich nicht Hausieren, es macht den Eindruck der Steinzeit...

    Arbeitspunkte bei Röhren und Transistoren Sendestufen prüfen und einstellen, Intermodulationsmessungen ,AM, Messungen wird natürlich immer noch gemacht.

    Ich repariere viele Amaturfunksendestufen Röhren und Transistortechnik, Auch Signalgeneratoren mit Vervielfacher und Verzerrerstufen . Ohne Spektrum und Breitbandiges schnelles analog Scope bin ich verloren. Die Digitalen in der unteren Preisklasse um 1000 Euro halten nicht stand. Auch die "Phosphor emulation" noch nicht so wirklich brauchbar gegen eine CRT, auch wenn es bebildert beworben wird. Es gibt noch weitere Anwendungen aber ich denke ein kurzes einfaches Beispiel reicht,bevor der ein oder andere hier wieder Schnappatmung bekommt und Hyperventiliert und mir Traumatabewältigung unterstellt.

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  • Tatsächlich finde ich auch, dass analoge Signale (nicht nur HF) auf einem analogen Oszi unschlagbar gut dargestellt werden. Da kommt m.E. auch kein LeCroy-Bolide zum Preis eines Kleinwagens ran. Ich habe im Praxissemester mal mit so einem HP-Hybridmodell mit echter Röhre gearbeitet, das fand ich eigentlich das Optimum für meine Zwecke. Leider sind die auf eBay & co. auch nicht gerade günstig und ziemliche Trümmer.

  • Dann wäre für dich die 90er Jahre Philips PM33xx Serie sehr interessant, die können beides Analog und Digital, haben aber nicht die schnellste Sample Rate und den Speicher den ein heutiges 500 Euro Siglent bietet. Die Röhre ist Superhell und extrem Scharf. Die Gitterlinien sind 0,2mm breit, der Strahl lässt sich im besten Focus bereich fast genauso dünn drehen...

    Diese PM 3350 65 75 gibt es zuhauf gebraucht. Manchmal macht das Netzteil Thetaer, ist aber gut Dokumentiert und die Schwachstellen bekannt.

    Triggerfunktionen sind Umfangreich und Autoset ist auch zu gebrauchen.

    Combiscope heissen sie eigendlich.

    PM3384 sind dann so langsam die Topmodelle, wenn es benötigt wird.

    Ich bin gerade etwas am machen hatte kurz Zeit ein paar Bilder zu machen

    100 Khz sin Analog und Digital

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    Bei -3dB hat es 100 Mhz Bandbreite, selbst umgeschaltet in Digitalbetrieb kann es noch weit über 100 Mhz als Sinus

    allerdings natürlich dann mit mehr als -3dB

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  • Die Digitalen in der unteren Preisklasse um 1000 Euro halten nicht stand. Auch die "Phosphor emulation" noch nicht so wirklich brauchbar gegen eine CRT, auch wenn es bebildert beworben wird. Es gibt noch weitere Anwendungen aber ich denke ein kurzes einfaches Beispiel reicht,bevor der ein oder andere hier wieder Schnappatmung bekommt und Hyperventiliert und mir Traumatabewältigung unterstellt.


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    Solche Modulation kriegen eigentlich inzwischen auch Einsteigerscopes gut hin (Siglent SDS800X HD, gleich noch mit FFT):
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    Klar, es gibt Sachen, die man auch mit solchen alten Analogscopes hinbekommt, aber spätestens beim Single Shot Trigger, bei komplexen Triggerbedingungen, bei automatischen Messungen mit Statistik usw. ist halt Schicht im Schacht.

    Alleine ein einigermaßen modernes Scope per Weboberfläche zu bedienen, bzw. Screenshots direkt in die Zwischenablage zu kopieren usw. ist halt einfach ein Segen.

  • Das SDS1002x-E bekommts nicht hin. DAs hat mich geärgert das dort extra beworben wurde.

    Ich werd mir mal das SDS 800x kaufen und mal probieren was es in der hinsicht kann.

    Interessant ist natürlich der Nulldurchgang den brauch ich so detailiert wie möglich.

    Die FFT ist je nach Anspruch, für mich nicht zu gebrauchen. Das würde ich mit äuserster Vorsicht behandeln.


    Und wie du schon gesagt hast ... je nach Einsatzzweck und Sinn

  • Ich werd mir mal das SDS 800x kaufen und mal probieren was es in der hinsicht kann.

    Das war jetzt ein beliebiges Beispiel. Obwohl das Teil recht preiswert ist, würde ich da vorher selber noch etwas recherchieren.

  • Wie gesagt: ich habe das mehr oder weniger beliebig rausgepickt, weil es das kleinste, neueste Modell von Siglent mit recht guten Features (12bit, 2GSa/s) ist. Ich persönlich habe es nie benutzt, ich habe ein älteres, "größeres" SDS5000X.

    Hier gibt es einen Thread, in dem jeder Kleinkram diskutiert wird:

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    In dem Forum findet man auch ein Thread zu einem Siglent-Keygen, mit dem man wohl das 70MHz-Modell zum 200MHz-Modell machen kann.

    Auf die Art habe ich damals mein SDS5034X (350MHz) auf ein SDS5104X angehoben, wobei in diesem Fall das kleinste Modell ein anderes Frontend hat und deshalb die volle Bandbreite von 1GHz auf nach der Installation der Lizenz nicht erreicht. Aber 750MHz sind auch OK :)

  • Ja ich will das hier jetzt nicht ausdiskutieren aber Vorsicht vor den schönen Bildern,man muss erstmal damit arbeiten, 5fach belegte unlogisch angeordnete Tasten und Funktionen in Untermenüs mit unlogischen Pfaden... macht alles kein Spass und schnell Frust. Mein Siglent kann AM Messungen auch im Color Mode nicht ( Phospor Emulation) , selbst einfaches AM nicht, schon gar kein Doppelton Modulation mit 2 NF Tönen zb 1200Hz und 2700Hz die für mich notwendig sind. Die FFT ist natürlich ein nices Gimmick aber weder in Amplitude noch Frequenz HF wie NF zum Messen geeignet, eher als Indikator.

    Deshalb ja auch der Aufriss hier und meine und vermutliuch auch anderer Mission,, das sich eben zu beginn keiner "Verkauft" oder verblendet wird.

    Entscheiden muss am Ende jeder selber, natürlich nach Einsatzzweck und eigenem können und der bereitschaft dazu zu lernen

    Um von meiner Seite abzuschliessen würde ich für einen Beginner oder umsteiger von Analog zu Digital für kleines Geld

    das Owon SDS1022 empfehlen, damit kann man sich gut ins " neue" einarbeiten. Der Preis ist sehr fair. Reicht die Bandbreite von 20 Mhz nicht aus würde ich Siglent SDS1202X-E empfehlen. Das bietet sehr viel fürs Geld und steht so um 400 Euro

  • 5fach belegte unlogisch angeordnete Tasten und Funktionen in Untermenüs mit unlogischen Pfaden

    Das ist aus meiner Sicht bei heutigen Toucscreen-Scopes, speziell auch von Siglent, Welten besser als bei frühen Digitalscopes.

    Wir hatten/haben noch ganz alte LeCroys mit braunen Röhrenmonitoren aus den 80ern in der Firma, bei denen das Bedienen des Zoom-Modus' eine abgeschlossene Hochschulabbildung benötigt hat.

    Bei den LeCroys aus den Nuller Jahren geht das total einfach über den Touchscreen.

    Color Mode nicht ( Phospor Emulation)

    Also die sogenannte "Digital Phosphor"-Geschichte (den Begriff hat - glaube ich - Tektronix vor zig Jahren erfunden) hat nur bedingt etwas mit Falschfarbendarstellung ("color grading", "temperature grading") zu tun. In letzterem Fall wird halt nur einfach eine andere Palette benutzt.

    Während die allerersten Digitalscopes bis in die frühen 90er halt einfach die gemessenen Daten angezeigt haben, hat man irgendwann angefangen, mit der dem Nachleuchten ("persistence", also der Zeit, die ein mal gezeichneter Pixel auf dem Bildschirm verbleibt) herumzuspielen und die diversen Hersteller haben dann ASICs entwickelt, um das Abklingen eines analogen Scopes für sich wiederholende (!) Signale zu simulieren. Lange Zeit war HP/Agilent/Keysight mit seinen "MegaZoom"-ASICs da das Maß aller Dinge, aber seit es entsprechend leistungsfähige FPGAs gibt, haben alle einigermaßen ernsthaften Hersteller dieses Feature bereits in ihren Einsteigermodellen. Das ist weitestgehend der Hintergrund für die mysteriöse "Waveforms per second (wfms/s)", mit der so ziemlich alle Hersteller geraumer Zeit werben.

    Natürlich kann ein Scope mit 500k wfms/s keine fünfhunderttausend Bilder pro Sekunde ausgeben - alle mir bekannten Scopes benutzen ganz normale 60Hz LCDs. Aber eine solche Angabe bedeutet, daß unter idealen Bedingungen (!) das dargestellte (helligkeitsabgestufte) Signal aus bis fünfhunderttausend Messungen berechnet wurde. Diese Werte sind aber natürlich eher symbolischer Natur und üblicherweise nur unter speziellen Bedingungen und mit der minimalen Speichertiefe erreichbar.

    Insofern hat man es teils auch selber in der Hand, wie gut oder schlecht solch ein helligkeitsabgestuftes Signal aussieht. Und bei einem Single-Trigger kann natürlich auch nichts gemittelt werden. Dann sieht man nur exakt das einmal gemessene Signal.

    schon gar kein Doppelton Modulation mit 2 NF Tönen zb 1200Hz und 2700Hz die für mich notwendig sind

    Sowas ist in der Tat nicht unbedingt die Domäne von normale Digitalscopes oder deren FFT. Für Niederfrequenz ist u.U. eine Soundkarte besser geeignet als ein Scope.

  • Das ist korrekt, für NF eignen sich Soundkarten recht gut wenn man keine Arbeiten auf Labor Niveau machen muss/ möchte.

    Ground Lift Schaltbar, und ein hoher SNR sind natürlich Pflicht.

    Ich verwende für Audio FFT am PC eine ASUS Xonar DX.

    Ein passendes Frontend ist aber trotzdem Vorraussetzung sonst ist man extrem Eingeschränkt. Da kommt auch wieder das kleine schnelle Handheld zum Einsatz.


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