Oszilloskop Empfehlung

Es gibt 457 Antworten in diesem Thema, welches 85.153 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (30. Mai 2025 um 14:11) ist von TM16.

  • Das Problem an der Nummer ist, dass man die Spirale "für ein paar Euro mehr bekomme ich aber deutlich mehr" quasi beliebig fortsetzen kann. Hat man sich für das etwas teurere Modell entschieden gibt es gleich wieder eins, das für ein paar Euro mehr wieder deutlich mehr bietet und schwupps ist man beim Tektronix zum Preis eines Mittelklassewagens. 🙈

    Ich denke man kann ruhig ein "billiges" Modell kaufen, so lange man sich der Nachteile bewusst ist. Wenn man dann merkt, dass man es täglich nutzt und an die Grenzen stößt, dann kann man sich immer noch das bessere Modell kaufen und hat bis dahin auch die Erfahrung gesammelt, worauf man achten muss.

    Wenn man gleich das teuere Modell kauft und dann feststellt, dass man es garnicht nutzt, dann ist die Fehlinvestition umso größer und schmerzhafter.

  • Ich habe dieses hier im Angebot für ziemlich genau 100€ erstanden und kann nichts negatives darüber sagen.

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  • Also , jeder der sich ein Messgerät kaufen möchte traue ich zu, das er sich ein Bild über den Markt macht. Was verfügbar ist , welche Leistung/Optionen zur Verfügung stehen und wie die Preise *aktuell* stehen

    Ich kenne diverse gestandene Ingenieure der Elektrotechnik, die Scopes nicht realistisch aufgrund ihrer Datenblätter vergleichen können. Und selbst dazu müßte es erst einmal (verläßliche) Datenblätter geben.

    Inzwischen versuchen selbst Anbieter im höheren Preissegment, Daten zu beschönigen und zu verschleiern. Und Dinge wie Bugs und verworrene Benutzerführung erfährt man in der Regel nur von Leuten, die das Scope echt besitzen und länger benutzt haben.

    Im unteren Chinakrachersegment gibt es natürlich überhaupt keine sinnvollen Datenblätter - da versuchen sich die Anbieter und Händler in der Regel eher mit aufgeblasenen Specs und Features von der Konkurrenz abzuheben.

    Das Problem an der Nummer ist, dass man die Spirale "für ein paar Euro mehr bekomme ich aber deutlich mehr" quasi beliebig fortsetzen kann.

    Das ist zwar richtig, aber man kann auch durch mehrere Fehlkäufe am Ende mehr Geld ausgeben als wenn man sich gleich ein passendes Gerät gekauft hätte. Meine Devise lautet "immer eine Nummer größer als ich eigentlich brauche".

    Dann habe ich zwar eventuell unnötig Geld rausgehauen, aber ich muß mich im Nachhinein nicht mit dem Gedanken quälen, ob ich nicht lieber mehr Geld ausgegeben hätte.

  • Also , jeder der sich ein Messgerät kaufen möchte traue ich zu, das er sich ein Bild über den Markt macht.

    Der Thread hier ist ein Empfehlungs-Thread, kein Oszi-Weltschmerz-Geschichte-Laber-Thread. In #385 wurde gesagt, dass das 2C23 evtl. gut sein soll. Und wie in einem Empfehlungs-Thread angemessen habe ich geschrieben, dass ich das 2C23 aktuell für keine gute Wahl halte (auch nicht im C64-Umfeld) und eine aktuell bessere Alternative (für das C64-Umfeld) in ähnlichem Preisbereich angegeben.

    Warum dann hier mehrere Leute reingrätschen mit "aber das Fnirsi ist doch schon besser als viele Geräte von vor 10 Jahren" und anderen irrelevanten Aussagen weiß ich auch nicht. Ein Anfang wäre eventuell, einfach nichts zu schreiben, wenn man nicht tatsächlich eine aktuell relevante Empfehlung hat...?

    Natas Das DPOX180H kostet im Moment rund 120€, für 100€ sieht das schon nach Schnäppchen aus, ja.

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  • Es ist halt immer etwas bedenklich, wenn in solchen Fällen immer mit der analogen Bandbreite argumentiert wird, ohne auch die (tatsächliche) Abtastfrequenz zu bedenken.

    Es ist zu befürchten, daß viele Leute den Zusammenhang von Bandbreite und Abtastfrequenz nicht wirklich verstanden haben. Und das ist keine gute Voraussetzung für die Wahl eines passendes Scopes.

  • ...gibt es einen aktuellen Zwischenstand?

    Also, low budget - Szenario angenommen, ich brauche etwas Kleines mit großem Display, das mit Akku funktioniert, das keine extra Meßköpfe braucht, mit dem ich gleich gut die Steckdose messen kann wie auch die digitalen Vorgänge an C64/128, und nicht nur das idealisierte Signal, sondern was auch die Form und Unregelmäßigkeiten darstellt.

    Variante 2, zuzüglich Messung von Videosignalen (nicht HF-moduliert) inkl. geeigneter Darstellungen, Waveform total, Waveform minus Chroma, nur Chroma.

    Was kaufe ich für 1 / 2 , dass weder die Ergebnisse noch der Umfang der Geldbörse merklich leiden?

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    '°'°'°'°'°'°'°'°'°Oo.~>| BASIC programmers never die! They just GOSUB without RETURN! |<~.oO°'°'°'°'°'°'°'°'°'

  • Für tragbar mit Akku hab ich ein Tektronix ...

    schau mal, ob Du gebraucht sowas findest ...

    Features & Benefits

    THS730A/THS720A/THS720P
    • 200 and 100 MHz Bandwidth
    • 1 GS/s and 500 MS/s Sampling Rates per Channel
    • Two Channels and Dual Digitizers
    • External Trigger
    • 3-3/4 Digit DMM with Datalogger
    • Roll Mode
    • Extra Bright Backlit Display
    • 8 ns Glitch Capture
    • Independently Floating Isolated Scope and DMM Channels for Safety
    • Full Floating Measurement Capability up to 600 VRMS
    • Advanced Trigger - Delay, Pulse, and Video (Line Count and Field Select)
    • 21 Automatic Measurements
    • RS-232 Programmability/Communications
    • NiCd Battery and AC Adapter
    • Deluxe Soft Carrying Case

    Odin, far og klokeste av alle guder, gi meg veiledning, visdom og seier i mine anstrengelser

  • Also, low budget - Szenario angenommen, ich brauche etwas Kleines mit großem Display, das mit Akku funktioniert, das keine extra Meßköpfe braucht, mit dem ich gleich gut die Steckdose messen kann wie auch die digitalen Vorgänge an C64/128, und nicht nur das idealisierte Signal, sondern was auch die Form und Unregelmäßigkeiten darstellt.

    Variante 2, zuzüglich Messung von Videosignalen (nicht HF-moduliert) inkl. geeigneter Darstellungen, Waveform total, Waveform minus Chroma, nur Chroma.

    Ist hat die Frage, was Du unter "low budget" verstehst. Es gab mal einigermaßen preiswerte (~500-600€) Tablet-Scopes von Micsig, aber die fühlen sich inzwischem auch zu Höherem berufen. Das günstigste Modell bei denen ist derzeit wohl das STO1004, aber bei eBay und Co kann man sicher was um die 500€ bekommen.

    Wenn es noch preiswerter und kleiner sein soll, gibt es die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.-Scopes von DreamSourceLabs. Die gibt es bei Ali teils ganz günstig.

    Man sollte aber halt nicht glauben, daß ein akkubetriebenes Scope isolierte Eingänge hat. Sprich: bei fast allen akkubetriebenen Scopes (Ausnahme: deutlich hochpreisiger oder uralt wie das von Saskia genannte Tek) sind die Massen der beiden Eingänge (und von Schnittstellen wie USB usw.) kurzgeschlossen.

    Wenn man Batteriebetrieb und maximale Portabilität nicht unbedingt braucht, ist man fast immer besser mit einem Tischgerät beraten. Im Zweifelsfall was von Siglent. Am unteren Ende zum Beispiel was aus der Serie "SDS1000X-E" oder "SDS800X".

  • sind die Massen der beiden Eingänge (und von Schnittstellen wie USB usw.) kurzgeschlossen.

    Independently Floating Isolated Scope and DMM Channels for Safety

    Hey, vielen Dank für die Empfehlungen.

    Wenn ich das richtig lese: Ich stecke sowas in die Steckdose und habe 50% Chance, dass auf Ground inkl. USB Phase liegt, wenn diese Isolierung nicht da ist? 8|

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  • Weil Du explizit gefragt hast, das Uralt-Tek ist floating. Eingänge galvanisch getrennt.

    Ist eines der wenigen bezahlbaren, die das so haben. Wäre für ein Standgerät nicht meine erste Wahl, da würd ich nach einem Siglent schauen. Aber, wenn Du Floating willst/brauchst, ist das Uralt-Tek so mit die günstigste Variante.

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  • ich entschuldige mich nochmal für mein reingrätschen und unqualifiziertes weltgelaber. FO

    ich habs direkt bereut. mir isses doch scheissegal wer was kauft und wer sich mit was aufs maul legt.

  • Wäre für ein Standgerät nicht meine erste Wahl

    Nee, da habe ich ein 20MHz Goldstar, das ich auf diese Weise nicht benutzen würde. Habe gerade mal durchgepiepst: Wäre auch keine gute Idee. ;)

    Aber als ich 20 war hatte ich so ein geschenktes russisches Teil, ich könnte schwören, das war dem egal. Muss ich mal suchen. Tausend Dank!

    Ich sehe, Einsetzbarkeit hat wohl seinen Preis. 240 für "defekt ohne weitere Erklärung"... :-/

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  • Wenn ich das richtig lese: Ich stecke sowas in die Steckdose und habe 50% Chance, dass auf Ground inkl. USB Phase liegt, wenn diese Isolierung nicht da ist? 8|

    Nein. Lassen wir mal außen vor, daß die meisten Netzteile heute Schaltnetzteile sind, die fast immer isoliert sind: die Massen eines normalen Scopes sind (bis auf Spezialfälle) mit dem Schutzleiter (PE) verbunden.

    Mit einem batteriebetriebenen Scope kann man im Prinzip potentialfrei messen, aber das ist zum einen nicht ungefährlich (weil dann die Masse des Scopes auf einer höheren Spannung liegen kann) und zum anderen geht das nur mit einem Kanal und solange man kein USB usw. eingesteckt hat. Ansonsten wird es schnell unerfreulich.

    Sprich: wer ein batteriebetriebenes Scope für so einen Anwendungszweck kauft, der macht grundsätzlich was falsch und sollte sich lieber einen isolierten Differentialtastkopf kaufen.

  • Hier wurde mehrfach geschrieben, dass die günstigen Gerätchen viele Bugs haben. Lassen sich die Bugs mit einem Firmware Update beseitigen, oder sind es schon gravierende Konstruktionsfehler?

  • Wenn ich das richtig lese: Ich stecke sowas in die Steckdose und habe 50% Chance, dass auf Ground inkl. USB Phase liegt, wenn diese Isolierung nicht da ist? 8|

    Nein. Lassen wir mal außen vor, daß die meisten Netzteile heute Schaltnetzteile sind, die fast immer isoliert sind: die Massen eines normalen Scopes sind (bis auf Spezialfälle) mit dem Schutzleiter (PE) verbunden.

    Mit einem batteriebetriebenen Scope kann man im Prinzip potentialfrei messen, aber das ist zum einen nicht ungefährlich (weil dann die Masse des Scopes auf einer höheren Spannung liegen kann) und zum anderen geht das nur mit einem Kanal und solange man kein USB usw. eingesteckt hat. Ansonsten wird es schnell unerfreulich.

    Sprich: wer ein batteriebetriebenes Scope für so einen Anwendungszweck kauft, der macht grundsätzlich was falsch und sollte sich lieber einen isolierten Differentialtastkopf kaufen.

    Für solche Messungen IMMER einen Differentialtastkopf.

    Und sich überlegen, wo denn GND überall anliegt, und wie schnell man durch unbedachtes Messen entweder das Oszi, oder das DuT, oder sich selbst hochjagen kann.

    D.h. vorher überlegen, wie, und dann messen.

    Und, ich stimme 0xdeadbeef und TM16 hier absolut zu.

    Das Uralt-Tek ist galvanisch getrennt, als eines der absoluten Sonderfälle. Was nicht heißt, daß man sich bei der Meßanordnung nicht entsprechend Gedanken machen sollte.

    Und TM16 hat bezüglich Dave absolut den Punkt getroffen. Es ist schwierig, ihm zuzuhören. Und das Forum ist teilweise toxisch.

    Und prinzipiell gilt. User Requirements aufstellen, und danach aussuchen.

    Odin, far og klokeste av alle guder, gi meg veiledning, visdom og seier i mine anstrengelser

  • Lassen sich die Bugs mit einem Firmware Update beseitigen, oder sind es schon gravierende Konstruktionsfehler?

    Vereinfacht gesagt bestehen Scopes heute aus Frontend, ADCs, einem FPGA und einem Microcontroller (oft integriert). Nur extrem billige Designs sparen sich den FPGA.

    Damit ist prinzipiell sehr vieles an Bugs/Probleme behebbar. Das Problem ist nur, daß viele Hersteller das nicht tun. Eine löbliche Ausnahme bei den Chinesen ist Siglent:

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    Für das SDS1000X-E gab es von 2017 bis 2024 (also über 7 Jahre) 22 Firmware-Updates.

    Wenn man auf Bugfixes Wert legt, sollte man sich also vorher anschauen, ob es Firmware-Updates gibt und wie oft das in der Vergangenheit passiert ist. Daß ein Scope ohne SW-Bugs auf den Markt kommt, ist heutzutage quasi ausgeschlossen.

    Mein erstes Scope (ich war dumm und geizig) war ein Owon. Klang technisch gut, hatte aber eine absolut beschissene Software. Es gab zwar einige wenige Updates, aber nach einem Jahr oder so wurde meine HW-Version nicht mehr unterstützt und keines der grundsätzlichen Probleme wurde behoben. Rigol hat da auch absolut keinen guten Ruf.

  • von Siglent kommen regelmäßig Updates, und der Support des in NZ ansässigen Supports ist absolut erstklassig.

    Abgesehen davon sind siglents auch noch sehr günstig.

    Odin, far og klokeste av alle guder, gi meg veiledning, visdom og seier i mine anstrengelser

  • Abgesehen davon sind siglents auch noch sehr günstig.

    Auch nicht alle :) Inzwischen bietet Siglent auch Scopes für 30k€ an, aber das sind dann auch 4GHz-Boliden mit 20GSa/s.

    Aber ja: bei Siglent bekommt man in so ziemlich jeder Preisklasse ab ca. 400€ einen sehr guten Gegenwert für sein Geld.

    Seit Siglent mit LeCroy zusammenarbeitet, ist aus einem typischen chinesischen Schrottproduzenten ein richtig guter und seriöser Anbieter von Meßtechnik geworden.

    Sie haben aber halt kein wirklich mobiles Scope unter 820€ im Angebot.

    BTW: Micsig bringt die Tage die MHO1-Serie auf den Markt:

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    Ich finde das ein sehr schickes Format, das endlich BNC-Buchsen auf der Vorderseite hat. Ist außerdem ein Multimeter, was ich jetzt nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber mit diesem Formfaktor, dieser Bildschirmauflösung (1280x800) und 12Bit-Wandlern ist das schon irgendwie ganz sexy, wenn man ein mobiles Scope (ohne isolierte Eingänge!!!) sucht. Ist aus meiner Sicht genau die richtige Größe für ein Scope, das man in den Rucksack packen kann, das aber trotzdem sinnvolles Arbeiten ermöglicht.

    Beim 200MHz-Modell MHO14-200 könnte ich als "Zweitscope" fast schon schwach werden., obwohl eigentlich nicht wirklich ein portables Scope brauche :)

  • Mein erstes Scope (ich war dumm und geizig) war ein Owon. Klang technisch gut, hatte aber eine absolut beschissene Software. Es gab zwar einige wenige Updates, aber nach einem Jahr oder so wurde meine HW-Version nicht mehr unterstützt und keines der grundsätzlichen Probleme wurde behoben. Rigol hat da auch absolut keinen guten Ruf.

    Ich hab auch vor Jahren ein Owon gekauft mit den gleichen Prämissen ^^. Leider werde ich bis heute damit nicht warm, weil mir die Bedienung nicht von der Hand geht und ich nie sofort die Einstellungen finde. Keine Ahnung, ob das andere Hersteller besser machen oder ob ich einfach zu blöd bin, aber intuitiv ist das oftmals nicht ;(

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"