Mainboard im Müll gefunden.. Gangbar machen :)

Es gibt 32 Antworten in diesem Thema, welches 4.930 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Januar 2015 um 18:58) ist von x1541.

  • Hab ein C64 Mainboard im Müll gefunden, ASSY No. 250425

    Wie es aussieht ist der VIC hinüber, hab einen funktionierenden probiert, kein Bild. Der VIC aus diesen C64 Board bringt im funktionierenden auch kein Bild. Mit einen dritten VIC (NOS Goldcap) tut sich auch nix in beiden C64ern ist wohl hinnüber.

    Ein Transistor war abgerissen, C945, hab einen C945 eingelötet.
    5V und 12V sind ok, Linearregler laufen beide.
    Was mich stutzig macht, am Eingang vom 12V Regler lese ich 25V ?

    Jemand eine Idee was man noch nachsehen sollte ?

    Grüsse

    Matthias

  • Vorab
    Nie, niemals nie funktionierende Bausteine in einem defekten Board testen!
    Bei 50 Cent teuren TTLs würde ich eine Ausnahme machen. ;)


    Ansonsten arbeite doch mal die Liste ab
    Punkt 6:
    Werden irgendwelche Chips besonders heiss? so das man sich fast die Finger dran verbrennt?

    Punkt 8:
    Hat der Fragesteller irgendwelche Erfahrungen im Löten? wenn nicht gleich sagen.

    Punkt 9:
    Reagieren Laufwerke korrekt auf Ladebefehle, mit LED-Blinken oder gar nicht?

    Bonusbitte:
    Ein Foto von der Platine auf dem man die Chipbezeichnugnen lesen kann, erleichtert die Fehlersuche auch ungemein.

  • Hab im Chip Sockel die Spannung gemessen 5V, solang da alles passt dürfte ein VIC-II beim test nicht kaputt gehen.
    Da sich aber mit einen Funktionierenden VIC nichts tut..
    Netzteil ist funktional da von funktionstüchtigen C64.

    Löten ist kein Problem, Vorhanden sind Osziloskop, Vakkumentlötpumpe, Multimeter

    Wie man sieht hat irgendwann jemand schon mal paar Dioden nachgerüstet.

  • Das Problem ist nicht die anliegende Betriebsspannung, sonden dass evtl. irgendwo Kurzschlüsse sein könnten und dann an Pins Spannung anliegt, wo keine hingehört oder andersrum Pins auf Masse kurzgeschlossen sind. Dadurch können Dir z.B. Ausgangstreiber verrecken und der funktionierende VIC ist ganz schnell Geschichte.

    Deshalb die Regel: Nie funktionierende Bauteile in einem defekten Board testen.

    Edit: Huch, hätte den Post zitieren sollen, auf den ich antworte, weg isser... :O

  • Wie man sieht hat irgendwann jemand schon mal paar Dioden nachgerüstet.

    Das wird Commodore selbst gewesen sein. Ab der ASSY 250425 wurden die irgendwann so huckepack mit draufgelötet. Ab der ASSY 250466 hatten sie dann auch ihren festen Ort auf der Platine.

  • Richtig, die Dioden wurden teilweise ab Werk installiert, die habe ich auch in funktionierenden 64ern.

    Was mir jedoch auffällt ist das es Rost und Schmodder und die Kombination aus beidem.
    Darum würde ich die Platine erst einmal ordentlich reinigen.


    Die Fragen zu der Temperatur und ob das LW reagiert wären auch interessant.


    Da du ein Oszi hast machst du dann am besten mit der Anleitung von Gerrit weiter.
    Etwas aufwendig, aber sehr gut.
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Nie funktionierende Bauteile in einem defekten Board testen.

    Wie sonst willst Du Fehlereinkreisung durch Komponententausch betreiben? Schlimmstenfalls ist der Testkandidat gegrillt. Wenn Du ein fragwürdiges Teil in eine gute Platine steckst, sind im Zweifelsfalle _alle_ Chips hinüber...

    (Kurzschluß gegen Masse ist übrigens weit weniger schädlich als Kurzschluß gegen Versorgungsspannung!)

    Aber BTT:

    Was sagt der Taktgenerator? Bekommt der VIC seine Dotclock und Farbfrequenz? Hat die CPU ihren Takt?

    Wenn ja: 'lebt' AEC? Schalten die Multiplexer (RAS, CAS, MUX)?

    'hängt' eins der Adreß- oder Datenbits?

    KI-Verwendung in diesem Posting: Rechtschreibkontrolle des Browsers.
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  • Das Board ist gerade etwas Feucht :) sobalds trocken ist in 1-2 Tagen mach ich noch mal mit Kontakt LR sauber

    Der PLA und der CPU werden etwas warm, aber nicht heiss.
    die CIAs haben leichte Wärme Entwicklung, ich werte das mal als gutes Zeichen.
    Ich schau mal ob ich noch einen Test C64 aufgabeln kann. Damit ich nicht meinen funktionierenden nehmen muss.

  • Wenn Du ein fragwürdiges Teil in eine gute Platine steckst, sind im Zweifelsfalle _alle_ Chips hinüber...

    Das ist eher andersherum. Wenn ein Bauteil kaputt geht, hat das meisst eine Ursache. Deshalb ist es schon richtig ein vermeintlich defektes Bauteil in einer funktionierenden Platine zu probieren.


    Ich vergleiche das mal mit einer Sicherung in einem defekten Gerät die ständig durchbrennt:

    Solange das Gerät einen Kurzschluss hat, wird die Sicherung immer wieder kaputt gehen, wenn ich eine heile Sicherung einsetze.


    Jetzt übertragen wird mal die Sicherung sinngemäß auf ein IC, welches wir auf einer Platine haben:

    Das IC ist kaputt gegangen, weil auf der Platine ein Defekt ist. Setze ich jetzt wieder ein heiles IC ein, wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch kaputt gehen, solange der Defekt auf der Platine vorhanden ist.


    Generell kann man nie wissen, ob nicht evtl. auch mehrere Fehler auf der Platine existieren.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ich sehe, daß da die Sicherung fehlt... Ohne die gibts keine +12V die der VIC an Pin 13 sehen will. Du brauchst eine 1.5A träge, amerikanisches Format. Auch dürften am VIC-Sockel Pin 40 keine +5V anliegen solange keine Sicherung verbaut ist. Oder hast du die eingebaut nachdem du das Foto gemacht hast?

    Die MT4264 RAMs sind zwar der -15 Typ, aber trotzdem verdächtig.

  • VIC und Ersatzram hab ich gefunden, sowie ne PLA und nen CIA.. dürften die nächsten Tage per Post kommen.
    Muss bald eh bei Reichelt bestellen dann werde ich mal einiges Sockeln.

  • Wenn Du ein fragwürdiges Teil in eine gute Platine steckst, sind im Zweifelsfalle _alle_ Chips hinüber...


    Im ganzen Forum ist mir kein einziger C64-Reparatur-Fall bekannt, bei dem das geschildert wurde. Kennst du einen konkreten Fall, bei dem das passiert ist?? Also ein defektes Bauteil, das zum "Killerchip" mutierte?

    sl FXXS

  • Wenn du das Board wieder auf Vordermann bringen willst, gründlichst den Rost entfernen und reinigen und erstmal schauen obs Kurzschlüsse etc gibt...bei dem Rost würd ich präventiv schonmal nen neuen CTI-Regler (der gelbe) und nen neuen 8701 besorgen. Ebay.

    Auch würd ich persönlich mal in den Modulator reinschauen, sieht bei dem Rost innen vermutlich nicht viel besser aus...

  • Selbst wenn nicht und wenn alle Wiederbelebungsversuche scheitern sollten: Schon wenn einer der CIAs noch tut, war es ein lohnender Griff in die Tonne

  • Je nach Aufwand bekommt man den auf jeden Fall wieder hin...nur die Frage was man da reinstecken mag.
    Hab ja auch 2 totale Grotten wieder fertiggemacht...das was man reinsteckt bekommt man auf jeden Fall finanziell nicht wieder raus, aber man hat auf jeden Fall einen so gut wie neuen C64 für sich selbst.

  • Klar, theoretisch sind Totalschäden selten, hängt halt von den eigenen Skills, Nerven und Aufwand, den man betreiben will, ab. Manchen macht sowas ja Spaß, mir vergeht schon immer der Reparaturspaß, wenn ich an Lötkolben oder Messinstrumente auch nur denke...

  • Ich hab sogar Logikanalyzer da, müsste aber erst Levelshifter dran basteln. Der ist nur für 3,3V.

    Der Poti am VIC ist wohl auch hinüber..
    Edit: Ist wohl ein variabler Kondensator :O

    Wieviel pf muss der haben ? Kann da nix erkennen.

    Ok gefunden! :)
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