1541 als Ersatzteilspender für 1551

Es gibt 40 Antworten in diesem Thema, welches 4.542 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. Oktober 2014 um 22:07) ist von Ace.

  • Hi.

    Um nicht vom Thread-Thema all zu weit abzuweichen möchte ich bei meinem Plus/4 Abenteuer einen neuen Thread anfangen.

    Ich bin seit kurzem Besitzer einer 1551. Die 1551 lässt sich vom Plus/4 ansprechen, liest aber keine Disketten und kann auch keine formatieren. Nach einem Durchmessen des Schreib-/Lesekopf scheint es so das dieser eine kaputte Spule hat.

    Jetzt gerade versuche ich aus einer defekten 1541 (Hellbeige, Knebelverschluss) die Laufwerksmechanik auszubauen und in die 1551 zu verpflanzen.

    Die 1541 habe ich nun geöffnet und siehe da, es ist die gleiche Laufwerksmechanik. Und zwar ein Mitsumi/New Tronics D500 Laufwerk. Zuerst sehen die beiden bis auf die andersfarbige Blende auch identisch aus. Beim kontrollieren der Stecker ist mir aber aufgefallen, das beim langen weißen Stecker 3 Kontakte mehr belegt sind. Und zwar gehen die Kabel zu einer Gabellichtschranke die offensichtlich ein Track-0-Signal gibt.

    Die 1551 ratterte nur nach hinten bis sie meinte "Ist genug, wird wohl Track 0 sein". Mit der Gabellichtschranke geht das natürlich eleganter.

    Wie sieht es aus? Kann man die Gabellichtschranke in der 1551 nutzen? Oder sollte man die 3 Drähte aus dem Stecker rausnehmen weil etwas stört? Muss man irgendwas sonst umbauen?

    Grüße

    Guido

  • Nein, kann man nicht, die 1551 hat keine Möglichkeit den Track-0-Sensor auszuwerten.

    Vor dem Umbau nachmessen, ob der S/L-Kopf der Ersatzmechanik OK ist...

  • Gerrit

    Gemessen, sieht gut aus. 4 Pins, alle untereinander Wiederstände <100 Ohm.

    Den Track-0-Sensor aus dem Steckergehäuse entfernen, oder drin lassen? Wenn's nur nicht genutzt wird, ist's ja okay. Wenn Commodore bei der 1551 aber der Meinung war "Hach, was machen wir mit dem Sinnlosen Pin da? Geben wir mal 12V drauf!" ... würde ich's lieber ausbauen :wink:

    Grüße

    Guido

  • Die Spur 0 kann man Nachrüsten. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. zur 1541.

    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.

  • Gikauf

    Die Lichtschranke ist in der Laufwerksmechanik ja vorhanden. Es geht eher drum was die 1551-Elektronik mit diesen Pin's macht.

    Grüße

    Guido

  • Gerrit

    Der Pin am STECKER ist physisch vorhanden, den können wir nicht wegdiskutieren :wink: Es gibt nur 3 Möglichkeiten.

    1) Der Pin ist bei der 1551 nicht angeschlossen.
    2) Der Pin ist bei der 1551 angeschlossen, aber an einer Stelle an der's nicht weh tut.
    3) Der Pin ist bei der 1551 angeschlossen, und zwar an einer Stelle an der's so richtig zwickt und man sich über Rauchzeichen freuen darf.

    Ob Du wirklich richtig stehst, siehst Du wenn das Licht angeht :biggrin:

    Grüße

    Guido

  • So,

    ich habe eine funktionierende 1551. Zumindest nach den ersten kleinen Tests. Ich muss das Teil aber noch auf Herz und Nieren prüfen.

    Die Laufwerksmechanik der 1541C hat wunderbar gepasst. Auf der Platine der 1551 scheinen die Pins des Track-0-Sensors nicht verbunden zu sein, Stecker kann also bleiben wie er ist.

    Die dunklen Blenden haben sich auch prima umbauen lassen.

    Zwar ist das Formatieren einer Disk eben fehlgeschlagen, irgendwo bei Track 25...keine Ahnung warum, wohl doch Disk kaputt, aber ein Programm von der Demo-Disk lässt sich problemlos laden. Ich schau mir grad das Programm "Check Disk" an und lass es mal über die wohl kaputte Diskette kratzen. Mal gucken was bei rum kommt :smile:

    ABER, irgendwas funktioniert schonmal!

    Was sind denn typische Fehler um seine 1551 zu schrotten? Außer das Paddle rausziehen wenn noch irgendwo Saft drauf sein könnte.

    Grüße

    Guido

  • Ansonsten die gleichen wie bei der 1541...

    Du solltest noch, falls du weisst wie es geht oder jemanden kennst der es kann, den Trafo auf 240V umlöten. Spart etwas Strom und die Floppy wird nicht so heiss.

  • Hm, hab ich schon drüber gelesen. Man muss irgendwie die andere Wicklung nutzen. Das zu löten ist für mich kein Thema. Irgendwo habe ich aber auch gelesen es gibt Trafos für 110/220V. Eine Wicklung die für die 110V ausgelegt ist möcht ich ungerne anlöten :wink:

    Kann man zuverlässig erkennen ob es ein 110/220V oder 220/240V Trafo ist?

    Übrigens, andere Diskette formatiert, ging. Lag wohl wirklich an einem defekten Medium. Juhu, ich habe anscheinend eine funktionierende 1551. Und das für weit unter 100€ :wink:

    Beim testen hatte ich kurz einen "Oh-Oh"-Moment. 1551 zum testen an einem funktionierenden C16. Kurz die 5 Zeilen BASIC eingetippt und die Disk zu formatieren...lief los...gab aber Probleme (war das defekte Medium). Dann ruft meine Frau, essen fertig. Als ich wieder zum C16 komme, Bildschirm dunkel. LED am C16 aus. Anscheinend ist mir das Original C16-Netzteil währen ich Kalorien nachgeschoben habe abgeraucht. Bringt jetzt nichtmal mehr 1V raus. Tz. Auch nicht mehr das was es mal war :biggrin:

    Aber jetzt am Plus/4 ... läuft die 1551 wie ne eins.

    Am Amiga noch flott eine Floppy mit ein paar PRG gefüttert, jetzt kann ich die Tage mal Kikstart, Berks, Big Mac und Saboteur andaddeln.

    Grüße

    Guido

  • Kann man zuverlässig erkennen ob es ein 110/220V oder 220/240V Trafo ist?

    Nicht wirklich.

    Den Stecker von der sekundären Seite von der Platine vor dem Test abziehen, um dort dann die Wechselstrom-Leerlaufspannung zu messen. Vor dem Umbau und nachher nachmessen. Dann dürfte nicht viel passieren, wenn es doch mal eine 110V~ Wicklung war

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  • Kann man zuverlässig erkennen ob es ein 110/220V oder 220/240V Trafo ist?


    Ja, mit einem Multimeter und Ohmmesser. Ein Beispiel, die Vorhandene Leitung hat 400 Ohm, mit der anderen sind es 200 Ohm dann ist es für 110V. Die andere hat 40 Ohm bzw 440 Ohm, dann kannst du über die 440 Ohm auf 240V umstellen.

    Wem es beim Bit zählen schwindelig wird, der hat zuviel davon.

    Alt werden ist schön, das Altern nicht.

  • Beim C16 hat man BASIC 3.5, das hat ein eigenes Kommando zum Formatieren eines Floppy, da braucht man nicht den vom C64 bekannten umständlichen Weg zu nehmen:

    HEADER "Diskname", I<xx>, D0

    Wobei <xx> für zwei beliebige Zeichen steht. Der Befehl formatiert die Floppy im Laufwerk mit Adresse 8 und fragt vorher nach ob du das auch wirklich willst.

    Abfrage ob alles geklappt hat: ?DS$

  • Gerrit

    Das es das Kommando gibt war mir irgendwo im Hinterkopf, ich hatte den Syntax aber nicht mehr im Kopf. Der Syntax ist ja auch nicht gerade benutzerfreundlich.

    Ich tipp da grad in 1-2 Minuten kurz ein Listing das eben das ganze "zu Fuß" macht. Das hab ich im Kopf :smile:

    Aber das 3.5'er Basic ist schon ne schöne Sache. Muss man sich aber auch erstmal wieder dran gewöhnen. Den Basic v2 Kram hat man halt irgendwie im Blut. Den letzten Rechner mit Basic v3.5 hatte ich vor...*rechne* *grübel*...rund 30 Jahren vor mir? Da war ich ein kleiner Stöpsel in der Grundschule.

    Grüße

    Guido

  • Ich habe mit BASIC 4.0 auf CBM-Kisten angefangen, deshalb konnte ich mich für das BASIC V2 des C64 nie erwärmen und war froh das 3.5 des C16 zu haben.

    Es lohnt sich auf jeden Fall das Handbuch zu lesen.

  • Ja, mit einem Multimeter und Ohmmesser. Ein Beispiel, die Vorhandene Leitung hat 400 Ohm, mit der anderen sind es 200 Ohm dann ist es für 110V. Die andere hat 40 Ohm bzw 440 Ohm, dann kannst du über die 440 Ohm auf 240V umstellen.

    Das mit den 40 und 44 Ohm passt zumindest für die Schaffer-Trafos. Für 110V~ müsste es sich dann rein rechnerisch auf 20 Ohm halbieren. Dem ist bei diesen Trafos aber nicht so, daher würde ich mit pauschalen Aussagen lieber etwas vorsichtig sein, da es auch mal ganz anders gewickelt sein kann. Einen Trafo kann man nicht nur durch ohmschen Widerstand bestimmen, da kommen einige weitere Kriterien ins Spiel. Beim Messen der tatsächlichen Leerlauf-Sekundärspannung ist man immer auf der sicheren Seite.

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  • Sagen wir mal so, wenn die aktive Wicklung im Moment X Ohm hat und der freie Anschluss hat zum einen Anschluss der aktiven Wicklung X + Y Ohm und zum anderen Y Ohm, dann kann man davon ausgehen, daß dieser freie Anschluss für 240V gedacht ist.

    Beim Umbau trennt man die Versorgung von dem Anschluss zu dem der offene Anschluss den kleineren Widerstand hat und schliesst die Versorgung an den bis jetzt offenen Anschluss an.

    Wäre die Wicklung für 110V, dann wäre der Widerstand in beide Richtungen zwingend kleiner als der gemessene Widerstand zwischen den aktiven Anschlüssen da der offene Anschluss hier in der Mitte wäre.

  • Oder noch einfacher: zwei gleiche Wicklungen: 110/220V, eine Wicklung ca. 1/10 der anderen: 220/240V. Vorausgesetzt natürlich, es wurde derselbe Drahtquerschnitt verwendet- was aber meist zu erkennen wäre wenn nciht, und außerdem die potentiell niedrigere Belastung bei 240V den Aufwand gar nicht lohnt den Trafo beim Wickeln auf eine weitere Maschine umzuspannen.

    KI-Verwendung in diesem Posting: Rechtschreibkontrolle des Browsers.
    Abweichungen aufgrund des technischen Fortschritts oder individueller Vorlieben vorbehalten.

  • Eine sichere Methode die richtige Wicklung herauszufinden ist, den offenen Anschluß gegen die jeweils beiden anderen zu messen. Da muß einmal ca. 20V und einmal ca. 240V rauskommen. Man klemmt das dann so um, daß die beiden Anschlüsse mit den 240V am Netz hängen.