Ich hatte mir eben mal wieder den Schaltplan der 1541-2 angeschaut. Heute braucht man eigentlich das 5.25-Laufwerk nicht mehr, um die großen Labberscheiben zu laden. Im Web und auf dem PC sind zig D64, die man nur irgendwie in den C64 bekommen muss.
Ich fing dann mit dem Streichen einzelner Bauteile an: 6522 fürs Laufwerk, ROM, Gate-Array, R/W-Logik und ein paar Kleinigkeiten. Übrig blieb dann der Rest, im Groben: 6502, 6522 mit IEC-Bus, Adressierung, Taktung und etwas Kleinkram.
Das ROM könnte ein immer wieder beschreibbarer 28C256 E²Prom werden. Zwei Diskseiten passen in ein gebanktes 512kb-SRAM. Die Schnittstelle zum PC könnte ein USB->SPI-Dongle werden. Also möglichst als Dual-ported SRAM, damit man mit Fullspeed schreiben kann. Müsste aber auch über den 6502 etwas langsamer gehen.
Nachteile: das originale ROM der 1541 muss dahingehend komplett umprogrammiert werden; eine Menge zum Entwickeln.
Vorteil: echte 1541-kompatibilität ohne Emulation mit hunderten Mhz-Chip oder programmiertem FPGA, also auch kostenschonend nachbaubar.
6502 und 6522 sind noch gut im Handel verfügbar, wenn man die nicht sowieso in Mengen schon da hat. Und der Rest ist üblicher Standard-Kram.
Ob es mal einen Ansatz wert wäre oder mache ich irgendwo einen Denkfehler ?
Edit: Achja, fast vergessen: Geräusche gehen auch, jedes mal wenn man den Offset so setzt, als würde ein anderer Track angesteuert, wird ein kleiner Elektromotor mit einem Räppelchen eingeschaltet. ;o)