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jeder kann programmieren

  • bin gestern per zufall darueber gestolpert start coding
    was haltet ihr davon und was kann man da erwarten?


    Ich bin auch nicht der Meinung, dass jederman/frau programmieren sollte:
    Es gehört dazu auch Einiges dazu, wie z.B. logisches, analytisches Denken und Vorstellungsvermögen, die Fähigkeit, Probleme zu analysieren und in Teilprobleme zu teilen, sowie deren Lösungen zu finden bzw. zu erarbeiten.
    Und genau in solchen Disziplinen sieht man schnell, ob jemand ein analytisches Denken hat und es auch einsetzt.


    Gerade im Büroumfeld sehe und höre ich immer wieder, wie die Benutzer z.B. Excel "können", aber in der Praxis schon daran scheitern, einfachere, zusammengesetzte Formeln zu erarbeiten, was über die Summenfunktion hinausgeht. Wenn es noch um konditionale Formeln und Auswertungen geht, sind sie total überfordert. Dass sie "hunderte" von Funktionen im Excel zur Verfügung haben und selbstständig eine passende für ihr Problem suchen können, ist eher die Ausnahme.


    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass solche Leute dann auch noch programmieren könnten bzw. wollen.


    Hier noch ein Coding Horror Artikel zum Thema (ist ja schon länger in der USA ein Thema).

  • ich denke das jeder der nicht komplett lobotomiert wurde auch programmieren lernen kann. ob er das am ende *gut* kann steht dabei auf einem ganz andren blatt. es werden auch die wenigsten schriftsteller oder übersetzer oder mathematiker - trotzdem bringt man den kindern deutsch, englisch und mathe bei. (und nicht wenige können nichts davon wirklich gut am ende =P).


    für sehr viel wichtiger würde ich allerdings halten den kindern ein gewisses grundverständnis der technik, und vor allem der bedienung derselbigen beizubringen. ich krieg da jedes mal die krise wenn jemand "excell kann" - aber wenn er dann im word einen text öffnen soll daran scheitert das ihm keiner gesagt hat wie das icon aussieht das er klicken soll.


    wirklich furchtbar sind allerdings die die von der uni kommen und denken sie könnten programmieren, nur weil sie irgendwelche datenstrukturvorlesungen runterbeten können /o\


  • .... ich krieg da jedes mal die krise wenn jemand "excell kann" - aber wenn er dann im word einen text öffnen soll daran scheitert das ihm keiner gesagt hat wie das icon aussieht das er klicken soll.


    Das kommt mir sehr bekannt vor - nur bei mir konnte der "Excel-Guru" keine Text in Joomla Bearbeiten - da die Grundbegriffe eines Texteditor fehlten ....

  • Auch ich finde das "gewisse Grundverständnis" weitaus wichtiger als das Programmieren selbst, und zwar im Sinne von: Selbst wenn jemand nicht weiß, wie etwas geht, hilft es schon enorm, sich selbst herleiten zu können, dass etwas geht bzw. gehen muss. Als Beispiel diene hier z.B. solch eine stupide Aufgabe wie das Umbenennen mehrerer hundert Dateien nach einem bestimmten Muster:
    Person A hat Ahnung und erledigt die Aufgabe in weniger als einer Minute (ob per mmv oder bash oder Python oder Perl oder Java oder C oder Blitzbasic sei hier Wurst).
    Person B kann das zwar nicht, hat aber das "gewisse Grundverständnis" - und weiß somit, dass es an der Zeit ist, Person A um einen Gefallen zu bitten (und einen auszugeben).
    Person C verschwendet einen ganzen Arbeitstag, um alles manuell selbst zu machen und macht dabei drölfzehn Flüchtigkeitsfehler.


    Das primäre Ziel sollte also nicht sein, Gruppe A zu vergrößern, sondern Gruppe C zu verkleinern.

  • Da muss ich dir mal voll zustimmen.
    Nach dem Motto: Wissen muss man es nicht, aber wissen, wo's steht.
    Ist mit vielem so. Ich finde es genügt bei vielen Dingen, wenn man weiß das es da Zb irgendeine Vorschrift gibt. Den genauen Inhalt kann man dann ja nachlesen. Weiß man nichtmal dass es sowas gibt, ist's blöd.


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  • wobei ich mich gerade frage ob es soviel bedarf an programmierern gibt vor allem wenn brauchts ja auch gute oder zaehlt da jetzt auch masse statt klasse?


    sowohl als auch.... webkram zb muss oftmals einfach nur billig sein, da dürfen dann so leute von der uni ran =P aber versuch mal jemanden zu finden der ordentlich assembler kann und das auf platformen bei denen man nicht megabytes an speicher hat ... da hast du dann diesen fachkräftemangel von dem gerne geredet wird :)


    und ja, die asiaten erschlagen sowas oftmals mit masse - weil da einfach arbeitskraft auch nix kostet..... für das geld für das hier zwei leute den router beharken tut das in shanghai 'ne halbe fabrikhalle voller arbeitsdrohnen.

  • [offtopic]

    Person B kann das zwar nicht, hat aber das "gewisse Grundverständnis" - und weiß somit, dass es an der Zeit ist, Person A um einen Gefallen zu bitten (und einen auszugeben).

    Gehe ich recht in der Annahme daß Du der Personengruppe A angehörst und Du sehr oft Hunger und Dust verspürst ?? ;)[/offtopic]

  • Ich habe in etlichen selbstversuchen festgestellt, das mir das Kreative deutlich mehr liegt, als das Proggen. Zwar verstehe ich die Groben abläufe und bin durchaus in der lage die "Strucktur" eines einfachen Basic Programmes zu erlesen und zu verstehen, aber die ware Kunste des Programierens liegt ja in Grossen komplexen struckturen und deren Präziser und logischer aufbau der am ende ein Bugfreies und elegeant gecodetes Produkt ergibt das bei Minimaler Resourcen nutzung das Maximale ergebnis bietet, ohne "schmutzige" Workarounds.
    Und eben da ist bei mir der Wurm drin, ab einem bestimmten Grad der Komplexität, erfasse ich schlicht nichtmehr so gut, was wo, wann wie hingehört. Ganz anders wenn ich mit Farbe arbeite. Die Komplexen Struckturen von Farbgebung und Schattierungen, kann ich ohne groß drüber nachzudenken.
    Ich stelle also fest, das ich Programmieren lernen KÖNNTE, aber es aus dem wissen heraus das ich es nie wirklich gut könnte, nicht SOLLTE :drunk:

  • Programmieren per se kann maximal kreativ sein.
    Grade Assembler bei dem es fuer komplexe Sachverhalte eben nicht vorgefertigte Loesungen gibt.
    Sich eine Tabellenkalkulation in VisualBasic zusammenzuklicken ist natuerlich intrinsisch weniger kreativ, aber das gilt fuer 'Malen' ja auch :)

  • geht mir fast genauso Ernie nur das ich noch nicht mal kreativ bin :D
    aber ja assembler fuer den C-64 ist sehr einfach zu lernen und ueberschaubar.
    die programme sind meist nicht zu gross und somit ueberschaubar.
    x86 asm is da schon ne andre liega und ich hab vor leuten die das richtig beherschen
    grossen respekt, aber ich selber wuerde mir das nicht antun auch wenn ich es
    lernen koennte und auch verstehen wuerde.


    auch in FreeBasic programmiere ich eher kleinere sachen da ich wie Ernie schnell
    den ueberblick verliehre wo wann was zu zun ist.
    und von Exel hab ich mal gar keinen plan :D


    salute

  • Bugfreies und elegeant gecodetes Produkt


    *Prust*, man merkt dass Du kein Programmierer bist :roll2: . Da lernt man dann leider ganz schnell, dass obiges reine Illusion bleibt...

  • Programmieren ist eines von vielen Talenten. manchem ist es in die Wiege gelegt, mancher kann es sich durch harte Arbeit anlernen, und manche haben es einfach nicht. Das ist nicht abwertend gemeint, ich werde zum Beispiel nie irgendwie vernünftig mit einem Lötkolben umgehen oder an einem Auto schrauben können.

  • Wobei am Auto schrauben deutlich weniger Skill braucht als zu programmieren ;)


    Sagst *Du*. Ich kann Ersteres nicht, Letzteres schon. :bgdev


    Nur weil Programmieren einige geistige Disziplinen benötigt, heisst das nicht, dass ich handwerklich Begabte nicht auch hoch schätze und deren Arbeit auch gross würdige (z.B. wenn mein Auto zur Werkstatt muss). Das sehe ich darum auch nicht als "weniger Skills" an.
    "Andere Skills", ja. Aber ein "weniger" oder "mehr" Skills ist ab einer gewissen Schöfungsgrösse eigentlich Unsinn, wenn man verschiedene Fertigkeiten vergleichen will.


    Ich finde auch die vielen Zaubereien, die in diesem Forum viele Hardware-Cracks zum Besten geben, genauso genial.

  • Der Sauhund bringt mir da Erinnerungen hoch...
    Ich hab in meiner Lehrzeit mal einen Karton bekommen. Darin lag ein mechanisch bis auf das letzte Kleinteil zerlegter Kassettenrecorder (müsste ein RFT R4000 gewesen sein). Und ich habe tatsächlich angefangen, das Ding wieder zusammenzuschrauben - ohne Doku, nur mit einem Vergleichsgerät.
    Fertig geworden bin ich damit nicht, hab mich nach vielleicht 2 Wochen wieder mit anderen Dingen beschäftigt. Dafür hab ich aber sicher heute noch Schrauben davon in der Wühlkiste :)