Umstieg BASIC auf BASCOM schwierig?

Es gibt 9 Antworten in diesem Thema, welches 1.901 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. April 2014 um 19:57) ist von Hucky.

  • Hallo,

    ich stehe vor der Entscheidung, von meinem geliebten BASIC (C64) auf BASCOM umzusteigen, um mit einem Atmega8 etwas zu steuern (Kontakte überwachen usw.).

    Ist das ein Spaziergang? Oder ist das im Prinzip was völlig Neues? Ich sehe nämlich, dass BASCOM nicht einmal Programmzeilen Nummern hat. Und Schleifen scheinen auch völlig anders zu funktionieren.

    Hat jemand den Schritt getan und nicht bereut? Und wie lange dauerte das, wenn man vorher nur BASIC konnte, also im Prinzip ein Laie war (ist)?

    Danke für Antworten im Voraus.

    jomodore

  • überhaupt nicht schwierig! es ist viel schneller und die befehle sind viel umfangreicher nutzbar! ich habe damit mal ein kleines projekt realisiert und hatte keine probleme! wenn es hakt halt nachlesen wie der befehl funktioniert, genauso wie beim c64 basic. soweit ich verstanden habe kann man trotzdem zeilennummern so wie labels verwenden, es ist aber jetzt auch schon wieder zu lange her das ich mein projekt damit gemacht habe. in meinem fall habe ich einen dreiphasen generator gebaut, der mir für l1, l2, l3 und N ein audio signal generiert (ausgang schnell ein und aus schalten, verschiedene pieps sequenzen), damit ich damit eine schaltung stromlos auf phasenreihenfolge überprüfen kann. messgerät war dann einfach computerlautsprecher mit denen ich die messpunkte "abgehört" habe. also es war möglich den ausgang so schnell zu schalten das ich damit einwandfrei töne erzeugen kann! das geht am commodore nicht im basic.

  • Danke für die Einschätzung. Du hast nicht erwähnt, wie lange die Umstellung gedauert hat. Sind das Tage oder doch Monate?

    jomodore

  • ich habs installiert und einfach losgelegt, das spielt sich bei mir eher im stundenbereich ab. anfangs muss man halt das programm öfters ausprobieren und kleinweise nachbessern, eben auch wie im c64 basic. geholfen hat es auch am anfang gleich das verzeichnis aller befehle durchzulesen, um die bordmittel besser zu kennen.

  • Mahlzeit

    Kommt drauf an WAS du mit Atmel genau machen möchtest.
    Ich habe mal mit Assembler angefangen bevor ich von Bascom gehört habe.
    Bascom wird ständig weiterentwickelt und wird mitlerweile neben C auch von professionellen Programmieren genutzt, weil es immer komplexer wird und es quasi für jeden Kram Befehle gibt. Man muss das Rad nicht imme neu erfinden wie z.B. bei Assembler.
    Die Grundstruktur kannst du in etwas mit C64 Basic vergleichen, allerdings kannst du nicht von Zeilennummer zu Zeilennummer mit Goto springen. Bei BAscom funzt das mit Labels, bzw. Sprungmarken.
    Du kannst auch nicht sofort loslegen - in etwa musst du wissen wie der Mikrocontroller funktioniert.
    Die größe spielt hierbei keine Rolle - die sind alle gleich, unterscheiden sich lediglich in der Anzahl der I/Os und spezielle Eigenschaften.
    Als ich damals angefangen hatte gab es noch nicht viele Bücher - die, die es gab, waren für Einsteiger völlig unverständlich.
    Irgendwann habe ich mir das hier mal gekauft und bin sehr mit zu frieden:

    Wenn du dir selber Schaltungen z.B. auf Lochraster bauen möchtest brauchst du noch was um die Daten auf den Controller zu übertragen.
    Das einfachste ist du bastelst dir ein passendes Kabel für Parallelanschluß wenn du den noch hast, mitlwerweile gibt es auch günstige USB-Flasher.
    Letztere funktionieren aber nur mehr schlecht, als recht, zumindest den Typen, den ich habe.

    Tja, du fragst nach der Umstiegszeit ?
    Gibts eigentlich nicht, Einfach loslegen und probieren ;)

    Gerade gesehen, dass es etwas neues gibt:


    Schaut gut aus - werde ich mir wohl kaufen :)

    Hucky

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  • Hallo,
    hab auch mit dem C64 Basic angefangen und bin jetzt mit Bascom voll zufrieden. Besonders interessant sind vor allem solche Dinge, wie die problemlose Einbindung von LCDs/GLCDs/SD-Karten/....
    Ich finde es aber trotzdem Interessant sich mal mit Assembler auseinanderzusetzen. Dabei geht es viel weniger um das Programmieren eines hochkomplexen Systems, sondern viel mehr um das Verständnis, wie der Controller verschiedenste Dinge bearbeitet.
    Mit C stehe ich aus verschiedenen Gründen auf Kriegsfuß und hab mich deshalb für Bascom entschieden. Die Geschwindigkeitsproblem, die die C Programmierer immer wieder als K.O. Argument gegen Bascom bringen, hab ich persönlich noch nichts gemerkt. Vielleicht war das früher mal so, ist jedoch mittlerweile IMO nicht mehr bedeutend langsamer als C.

    Grüße
    SID-Bastler.

  • weiss nicht ob e*ay links erlaubt sind, aber ich habe mir für mein projekt das teil zugelegt:

    dazu noch optional einen programmieradapter. dann fällt schon mal die lästige löterei am anfang weg und man hat potentiell eine fehlerquelle weniger, und um den preis ist das schwer zu toppen.

  • Sowas ist sicher eine gute Wahl. Alternativ wäre da das Entwicklungsboard der Firma Pollin. Damit hab ich angefangen. Der Vorteil ist hier, dass Fassungen für die gängigen AVRs vorhanden sind und man nich an einen bestimmten Gebunden ist. Des weiteren ist ein Schnittstellenwandler (MAX232) vorhanden, der es den AVRs ermöglicht Daten an den PC zu schicken und auch zu Empfangen (Zum Debuggen ganz Nützlich, da Bascom die notwendige Funktion mittels Print-Befehl beherrscht) Leider ist das integrierte Programmiergerät nur in Kombination mit einer echten RS232 Schnittstelle funktionstüchtig. Somit ist auch hier ein Programmiergerät (z.B. USBASP) notwendig.

    Grüße
    SID-Bastler.

  • Ein guter Einstieg in BASCOM und AVR ist sicher auch das 2009 aktualisierte Buch von Roland Walter.


    Was mich immer wieder irritiert, warum immer wieder die ältesten AVRs herangezogen werden. ATmega8 und ATmega32 sind alt, schlecht verfügbar und haben jeweils Nachfolger mit besseren Features, die auch noch günstiger sind. Ich würde also ATMEGA88(P)A und ATMEGA324(P)A den alten Typen vorziehen. Der ATmega88 hat im Gegensatz zum ATmega8 eine richtige Debug-Schnittstelle, der ATmega324 eine zweiten UART.

    Noch schlauer wäre es natürlich, einen ATXmega einzusetzen (ATXMEGA8E5 gegen ATmega8 und ATXMEGA32A4U gegen ATmega32). Ganz verwegene können sich dann natürlich die kleinen Cortex M0+ ansehen, also ATSAMD20, ATSAMD21 oder die ganz neuen ATSAMD10 und ATSAMD11, wobei ich allerdings nicht weiß ob BASCOM die Cortex-Bauteile unterstützt.

    Cheers
    Wolfgang

    The light that burns twice as bright burns half as long - and you have burned so very, very brightly, Roy.

  • Ich weiß nicht was ich so vor habt, aber bis auf 1x kam ich immer mit einem Tiny2313 hin.
    1 x Atmega 8 weil mir I/Os fehlten. Keine Ahnung was an den "alten" Mikrocontrollern schlecht sein soll und bekommen tust du die auch noch überall für kleines Geld.

    Hucky

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