Neue C64 Hauptplatinen!

Es gibt 3.122 Antworten in diesem Thema, welches 573.903 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (16. Juli 2015 um 01:27) ist von FXXS.

  • Und wenn die Leute sich mit einem Haufen Clamping-Dioden an den Ports wohler fühlen, kommen die auch drauf - nur nützen werden sie in den seltensten Fällen etwas :smile:

    Soo.. hier der große Durchmarsch durch den Schaltplan: Jede einzelne Leitung die nach draußen führt und direkte Verbindung mit einem CIA- oder CPU- IO-Port hat, hat jetzt eine Clamping-Doppeldiode (sowohl gegen GND, als auch gegen Vcc geclampt). Damit ist immerhin der mögliche Port-Defekt "Über- oder Unterspannung" ein gutes Stück gedämpft, aber wie ich schon geschrieben habe, wird das nur in wenigen Fällen wirklich zum Schutz der CIAs und des Prozessors beitragen, ganz einfach weil der häufigste Defekt ist, dass der Port-Pin auf Ausgang+GND programmiert ist, und extern mit mehr als 20mA gegen Vcc gezogen wird. Das macht den Pull-Treiber in der CIA oder im CPU-Port kaputt, ist aber komplett im Rahmen dessen, was die Clamping-Dioden zulassen.

    Im Schaltplan stehen die Clamping-Dioden als BAV99, aber ich überlege, da BAT54S einzusetzen, damit das Spannungsfenster enger an GND/VCC gezogen ist. Beide Typen können 200mA ableiten, also gut das 10-fache dessen, was die Port-Pins der CIAs/CPU schaffen.

    Nicht im Bild: Clamping-Dioden am Datasettenport. Außerdem sind einige Dioden die an Userport-Pins hängen näher an den CIAs untergebracht, weil direkt am Userport kein Platz mehr war.

    Ob diese Dioden bei einer statischen Entladung etwas ausrichten können, kann ich nicht sagen. Ich würde aber auch in dem Fall recht wenig Schutzwirkung voraussagen. Einen "absoluten Schutz" gegen Fehlbeschaltungen und statische Entladungen kann ich mir nicht mit einfachen Mitteln vorstellen. Jemand ne Idee?

    Jens

  • Du könntest ja noch einen Goldrand einbauen, wie beim echten C64 in Zinn. ;)

    Genug Platz am Rand dürfte bei deiner Platine ja vorhanden sein.

  • Ist schon ein paar Jahre her seit ich das letzte mal beruflich Schaltungen und Leiterplatten designte und sie auf ESD und EMV prüfte. Die BAV99 setzten wir trotz Kostendruck ein und leisteten recht guten Schutz.
    Vorsicht. Die BAT54 hat bei tiefen Spannungen eine viel höhere Kapazität.

    Gruss, Martin

  • In der letzten Version bei meinem MIDI-Interface habe ich auch BAV99 an den MIDI-Anschlüssen eingesetzt, und noch 1 nF Kondensator nach Masse, was auch gut für EMV ist (was aber natürlich nicht für den Expansionsport geht). Der Diodentyp wird oft als preiswerter ESD-Schutz empfohlen.

    Habe hier noch was interessantes gefunden, auf Seite 22:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Eine Funkenstrecke auf dem PCB, gebildet durch vom Lötstopplack freigestellte und passend geformte Leiterbahnen. Die leitet dann alles über 2000 V ab, und die Dioden kümmern sich um alles darunter. Zusätzlich ein 100 Ohm Serienwiderstand o.ä. könnte vielleicht noch etwas Schutz gegen Kurzschluss bieten, wenn er nicht zu lange andauert, aber müsste man wohl testen, ob das die schnellen Signale nicht zu sehr beeinflusst, sodaß dann nicht mehr alle Cartridges und Extender gehen, wenn die Lastkapazität zu hoch wird.

    Der original C64 hat außerdem noch EMV-Filter an manchen Anschlüssen, wie den Joystickports. Der Kondensator dort nach Masse filtert auch ein wenig ESD-Impulse.

    Ich denke BAT54S bringt nicht viel gegenüber BAV99. Für den 6502 ist als Maximum Rating 7 V angegeben, die 0,7 V sollten also kurzzeitig kein Problem sein. Wobei ich aber keine Ahnung habe, wie gut die Dioden das ableiten, wenn da wirklich ein paar kV anliegen. Zumindest für die ersten paar Nanosekunden liegt die volle Spannung an, wenn die Kapazitäten zu gering sind und bei zu niedrigen Serienwiderständen, denke ich mal. Kommt dann wahrscheinlich drauf an, wie schnell die Bonding-Drähte der CPU durchbrennen o.ä.

  • Jede einzelne Leitung die nach draußen führt und direkte Verbindung mit einem CIA- oder CPU- IO-Port hat, hat jetzt eine Clamping-Doppeldiode (sowohl gegen GND, als auch gegen Vcc geclampt).


    Hehehe.. Irgendwie klingen bei mir noch die Worte nach das das ja Overkill ist...

  • Ich habe den Faden hier eben erst entdeckt. Der ist tatsächlich Mega-Affen-Titten gei .....

    Mal im Ernst: ich will mindestens 2 solcher Platinen haben. Aber es muss gewährleistet sein, dass mein MIDI-Expansion Board wie beim Original-C64 funktioniert (Steinberg Pro 16 Sequencer) und dass die Joystick-Eingänge als Dateninput genutzt werden können für eigene Schaltungen (Überwachung von Signalgebern wie Lichtschranken, Magnetkontakten usw.). Den Userport kann ich dafür nicht vergeuden, weil der schon genügend anderes zu tun hat. Deshalb die Joystick-Eingänge als Meldeleitungen.

    Wenn das funktioniert, ist das neue Board exakt das, was ich seit 5 Jahren suche: ein zuverlässiges Board, das nicht abstürzt nach 5-10 Tagen Dauerbetrieb, wie es zur Zeit passiert. I ch setze den C64 nämlich in der Haussteuerung (Berieselung Garten, Pumpensteuerung usw.). Und da darf das Ding nicht einfach abstürzen, weil die Bauteile eine Langzeitbelastung nicht aushalten. Da kommt man nämlich aus dem Urlaub zurück, und der Garten ist total vertrocknet und hinüber. Das Gleiche passiert bei der Enteisung der Solarzellen auf dem Dach oder bei der Kühlung der Voltaik-Zellen im Sommer durch kühles Regenwasser. Da braucht man einen zuverlässigen Steuerungscomputer.

    Ich habe mir kürzlich erst einen Arduino und einen Raspberry besorgt. Aber die sind beide nicht so mein Fall, weil sie kein BASIC beherrschen - von sich aus. Da ist mir der C64 viel lieber. Den kenne ich. Und ich mag ihn halt.

    Also ich nehme mindestens 2 neue Boards. Aber der Hunger kommt bekanntlich beim Essen.

    Jens, kannst Du mal kurz hier andeuten, ob meine Wünsche in Erfüllung gehen in puncto Zuverlässigkeit?Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    jomodore

  • abstürzt nach 5-10 Tagen Dauerbetrieb, wie es zur Zeit passiert.

    Dann stimmt aber etwas mit Deinem C64 oder eher mit Deinen Basteleien nicht. Womoeglich schiesst Du die CIA oder so ab mit zu langen Leitungen oder Aehnlichem?
    'Von allein' stuerzt der c64 nicht mal eben so ab.

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  • Wenn das funktioniert, ist das neue Board exakt das, was ich seit 5 Jahren suche: ein zuverlässiges Board, das nicht abstürzt nach 5-10 Tagen Dauerbetrieb, wie es zur Zeit passiert.


    Meine Glaskugel meint, dass das Board da keinen Unterschied machen wird.

    10 x=rnd(-1963):fori=1to81:y=rnd(1):next
    20 forj=1to5:printchr$(rnd(1)*16+70);:next
    30 printint(rnd(1)*328)-217

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  • Ich habe mir kürzlich erst einen Arduino und einen Raspberry besorgt. Aber die sind beide nicht so mein Fall, weil sie kein BASIC beherrschen - von sich aus.


    [offtopic]Wenn Du "von sich aus" meinst, dass es nicht im ROM ist, ok. Aber dafür kannst Du ab SD booten was Du willst.
    Es gibt ja ein paar Versuche, z.B. FreeBasic und TinyBasic auf dem RasPi oder Arduino zum Laufen zu bringen. Wie gut diese allerdings mit dem Hardware Zugriff funktionieren (das würdest Du ja für Steuerungsaufgaben zwingend benötigen) habe ich nicht ausprobiert.

    Interessant finde ich das Projekt Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., welches in TinyBasic explizit Befehle für den Zugriff auf die Hardware Pins zur Verfügung stellt:

    Code
    AWRITE <pin>,on or off or value (sets the ANALOG pin)
        DWRITE <pin>,on or off or value (sets the DIGITAL pin)

    Für das Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. gibt es auch einen Port des Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.. Laut Beschreibung enthält es explizit den Zugriff auf die Pi's GPIO Ports. Dieses bootet ja direkt in BASIC.
    Dazu hier Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., wie man LEDs mit unterschiedlichen Helligkeiten ansteuert.[/offtopic]

    ___________________________________________________________
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  • Mal im Ernst: ich will mindestens 2 solcher Platinen haben.

    Da die Auflage limitiert ist, soweit ich mich erinnere, wirst Du wohl lediglich eine! Platine bekommen, wenn überhaupt!

  • Danke für die RasPi Hinweise.

    Das Abstürzen meiner C64 nach einigen Tagen ist mir schon immer ein Rätsel. Ich werde mal die Spannung, die in den Joy-Port was meldet durch Optokuppler galvanisch trennen vom C64. Wenn es dann nicht besser wird, bin ich allerdings ratlos.

    Noch eine Anmerkung zum Reloaded Board: ich fänd's schade, wenn das Antennensignal verschwinden würde. Denn ich betreibe die Kisten teilweise an alten Fernsehgeräten (auch an dreckigen Orten), die kein S-Anschluss haben. Klar, ich könnte mir neue Monitore kaufen. Aber das scheint mir der falsche Weg zu sein. Das Board müsste solche Finessen wie Antennensignal - wie das Original - doch anbieten für den einen oder anderen Nutzer. Denn die Philosophie, die ich hinter dem Reloaded Board sehe, ist doch, ein in der Funktion gleiches Gerät mit stark verbesserten Reparaturmöglichkeiten (Bausteine moderner Art, verfügbar auch in Zukunft) zu schaffen, das zwar hardwaremäßig Unterschiede, aber in der Funktion des Brotkastens keine Einbußen aufweist. Und da gehört irgendwie ein Monitorsignal dazu. Es sei denn, es würde den Preis verdoppeln. Aber wenn das - sagen wir mal - 5 Euro mehr kostet am Ende, dann würde ich das gerne sehen. Funktion ist nun mal Funktion.

    Denk mal drüber nach, Jens.

    EDIT: Eine Auflagen-Limitierung halte ich für einen April-Scherz, um im Bilde der Anfangsposts zu bleiben. Das Teil muss bis Alaska verfügbar sein. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    jomodore


  • Ich habe mir kürzlich erst einen Arduino und einen Raspberry besorgt. Aber die sind beide nicht so mein Fall, weil sie kein BASIC beherrschen - von sich aus. Da ist mir der C64 viel lieber. Den kenne ich. Und ich mag ihn halt.


    Wenn du schon einen Raspberry Pi hast, dann versuche mal Python:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Soviel anders von der Syntax her ist das auch nicht als Basic, und auch viel einfacher, als das C vom Arduino. Zudem ist ein Webserver mit Überwachung des Status der Gartenbewässerung vom Urlaub aus beim Raspberry Pi mit ein paar Zeilen Python und ggf. etwas PHP schnell programmiert. Beim C64 mit RR-Net usw. ist das schon etwas mehr Arbeit.

  • Gartenzwerg, ich habe mich kurz mit Python beschäftigt. Aber die Unterschiede zu BASIC sind dann doch größer, als ich dachte. Ich habe zu wenig Zeit, da noch mal tief einzusteigen. BASIC ist mir als einzige Sprache vertraut. Und jeden Tag aus der Ferne noch was ändern über Web will ich eigentlich nicht. Dann könnte ich ja zuhause bleiben. Der Brotkasten soll mir ja die Arbeit abnehmen - keine schaffen.

    Aber Danke für den Hinweis.

    Und ähnlich ist das mit dem TV-Anschluss. Ich habe 10 Monitore damit hier rumstehen. Die würde ich gerne weiter nutzen. Das macht ja den Reiz "des Alten" aus.

    jomodore

  • Ich habe großes Interesse an der neuen Platine und würde auf alle Fälle eine Kaufen.
    Gibt es schon ein ungefähres Erscheinungsdatum und einen Preis ?
    Ich bin auf ordentliche und Zuverlässige Hardware mit original SID angewiesen da ich
    auch Live SID-Musik Auflege, da währe das natürlich Perfekt.
    Nutze Momentan überholte C64 mit neuem Netzteil, aber ewig halten auch die nicht.
    Stereo-SID klingt natürlich auch sehr gut, vor allem für´s Auflegen ^^
    Bei einem Preis bis 150,- würde ich zwei Stück nehmen.

    Grüße
    SID Spieler

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  • Da die Auflage limitiert ist, soweit ich mich erinnere, wirst Du wohl lediglich eine! Platine bekommen, wenn überhaupt!


    und wie wird das laufen?
    Nummer ziehen oder bekommen nur Privilegierte eine ab, die bei Jens schon mindesten 1000€ gelassen haben?

  • Nein.

    Das mit dem Limit ist nur ein Gag von Jens. Der will für seine harte Arbeit harte Währung sehen. Mit Recht.

    Wir wollen doch das kapitalistische System nicht 45 Jahre nach der Erfindung der Straßenschlachten in Berlin und Frankfurt aufs Spiel setzen. Oder?

    No limits, please!

    jomodore

  • Die Vorbestellung hat ja noch nicht angefangen,also sollte auch noch kein Board vergeben sein!!

    Ich möchte Übrigens auch eins :juhu: