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[C128D] Problem mit interner 1571 / Fragen zu CP/M

  • Hallo,
    meine Neuanschaffung ist eingetroffen, ein C128D Plastik. Soweit, so gut, kurzer Einschalttest war soweit zufriedenstellend.
    (C128 als auch C64 Modus laufen an).


    Vorbemerkung dazu: Ich hatte noch nie einen 128er und bin auch in der Bedienung fremd. So hatte ich einen kurzen Schockmoment (keine Bildschirmausgabe) bis ich merkte dass an der Tastatur die 80-Zeichen-Taste eingerastet war...


    Nun zu meinen Problemen / Fragen:


    1. Die interne Floppy macht Zicken. Der Knebel lässt sich nicht komplett schliessen, kurz vor dem Punkt wo ich erwarten würde dass er rastet kommt ien stärker werdender Widerstand und das war es.
    Das Laden des Directory einer eingelegten Diskette funktioniert, aber es dauert sehr lange ("searching for...") und die Floppy scheint lange zu suchen bis sie das Dir findet. Programme zu laden ist ähnlich, wobei hier auch oft mit einem File-not-found abgebrochen wird.
    Ich habe den C128 noch nicht geöffnet gehabt, kann daher zum Zustand im Inneren noch nichts sagen, werde das aber zeitnah nachholen. Hat schon jemand einen Tipp was da schief laufen könnte?


    2. Mich würde der Betrieb als CP/M - Maschine reizen. Da ich damit noch keinerlei Erfahrungen habe:
    - Es waren keine Systemdisketten dabei. Es gibt sicher Images zum Download- sind das dann normale .d71? Kann ich die mit meinem SD2IEC auf echte Disketten umkopieren? Wenn ja, welches Programm empfehlt ihr mir? Wenn nein (anderes Format?), wie gehe ich dann vor?
    - benötige ich zwingend einen 80-Zeichen-Monitor? Wenn ja, welche Monitore / Anschlüsse gehen? Klappt ein 1084?

  • Nein, du benötigst nicht zwingend einen 80 Zeilen Monitor. Ich habe einen 1084 an meinem C 128 D. Reinige mal den S-L Kopf und biege die Feder ein wenig nach. Es kann sein das diese bei offenem Knebel mit der Zeit etwas an Spannung verliert. Das ist normal bei den Teilen. :)

  • 1. Die interne Floppy macht Zicken. Der Knebel lässt sich nicht komplett schliessen, kurz vor dem Punkt wo ich erwarten würde dass er rastet kommt ien stärker werdender Widerstand und das war es.

    Dazu fällt mir nichts ein. Nimm Dir die Zeit und sieh rein. Aber - wenn der Knebel nicht schließt, wie hast Du dann die Zugriffstests gemacht?

    Das Laden des Directory einer eingelegten Diskette funktioniert, aber es dauert sehr lange ("searching for...") und die Floppy scheint lange zu suchen bis sie das Dir findet.

    Die erste Version des 1571-DOS hat ein paar Macken - eine davon sorgt dafür, dass das Erkennen einer einseitigen Disk ca. 30 Sekunden dauert (weil das Laufwerk wieder und wieder versucht, die Rückseite zu lesen). Formatier mal eine Disk im 128er-Modus, damit sie doppelseitig formatiert wird, nimm sie aus dem Laufwerk und leg sie wieder ein. Geht es dann schneller?
    Falls ja, plane gleich mal ein DOS-EPROM ein - entweder das CBM-DOS v3.0rev5 (mit entsprechenden Fixes) oder gleich Jiffy-DOS.
    Falls dies nicht der Grund ist, gilt das Übliche für Laufwerke allgemein (Kopf saubermachen) und 1571 im Besonderen (testen, ob erhöhter Andruck hilft und in Zukunft immer eine Disk im Laufwerk haben und das Laufwerk immer verriegeln). Wenn Dir das nichts sagt, lies mal ein paar der hiesigen 1571-Reparaturthreads für die Grundlagen.

    Ich habe den C128 noch nicht geöffnet gehabt, kann daher zum Zustand im Inneren noch nichts sagen, werde das aber zeitnah nachholen. Hat schon jemand einen Tipp was da schief laufen könnte?

    Nein, aber nimm Dir Zeit - beim Plastikdiesel dauert das Öffnen/Schließen etwas länger.

    2. Mich würde der Betrieb als CP/M - Maschine reizen. Da ich damit noch keinerlei Erfahrungen habe:
    - Es waren keine Systemdisketten dabei. Es gibt sicher Images zum Download- sind das dann normale .d71? Kann ich die mit meinem SD2IEC auf echte Disketten umkopieren? Wenn ja, welches Programm empfehlt ihr mir? Wenn nein (anderes Format?), wie gehe ich dann vor?

    CP/M benutzt normalerweise Disketten im MFM-Format, aber das C128-CP/M unterstützt auch normale GCR-Disks. Die Systemdisks liegen ebenfalls in diesem Format vor (haben aber natürlich auf Spur 18 kein CBM-DOS-kompatibles Directory), können also tatsächlich mit einem normalen Diskcopy-Programm kopiert werden - z.B. mit dem Hexer, dem Standard-Kopierprogramm für den 128er. Letzteres braucht aber einen 80Z-Monitor.

    benötige ich zwingend einen 80-Zeichen-Monitor? Wenn ja, welche Monitore / Anschlüsse gehen? Klappt ein 1084?

    Man kann einen 128er, auch mit CP/M, auch ohne 80Z-Monitor benutzen - aber dann kann man es auch gleich sein lassen. :D
    Ob der 1084 geht, hängt vom speziellen Modell ab - es soll ein paar Baureihen geben, die keinen Eingang für RGBI (digitales RGB) haben.

  • Dazu fällt mir nichts ein. Nimm Dir die Zeit und sieh rein. Aber - wenn der Knebel nicht schließt, wie hast Du dann die Zugriffstests gemacht?


    Nun ja, ich hab den Knebel soweit geschlossen wie es ohne nennenswerten Widerstand ging, danach erfolgte der genannte Teilerfolg beim Laden.


    Quote

    Nein, aber nimm Dir Zeit - beim Plastikdiesel dauert das Öffnen/Schließen etwas länger.


    Gibt es da besondere Fallstricke die ich beachten müßte?

  • Nun ja, ich hab den Knebel soweit geschlossen wie es ohne nennenswerten Widerstand ging, danach erfolgte der genannte Teilerfolg beim Laden.


    Kein Wunder daß du Lesefehler hast. Am besten du schaust erst mal nach wo der Knebel hängt und beseitigst den Fehler.

  • Ich habe den 128 nun geöffnet, Laufwerk freigelegt und es mir mal angesehen.ich entdecke keinen Fehler, oder kann ihn zumindest nicht identifizieren. Mir ist beim Öffnen ein kleines Stück zerbröseltes Streichholz entgegen gekommen, ich tippe mal da hat schon wer es feststecken wollen.ganz vorne an der Mechanik war auch ein klein wenig tesa. Ich habe Bilder gemacht, glaube aber dass dieinichts sagend sind.gibt es Schwachpunkte von denen Bilder nützlich wären?

  • So,
    anbei die Bilder. Ich hoffe sie helfen euch mir zu helfen :)
    Bild 1 zeigt das Laufwerk ohne Disk, 2 mit Disk drin. Die Schliessmechanik hat eine Art Plastiknase über die sich der Rest schiebt - nach ca. 3/4 der Strecke ist da Schluß.


    Bild 3 zeigt wie weit das Laufwerk zu geht ohne dass größere Gewalt angewendet wird.
    Bild 4 zeigt die neutrale Position bei "offen", die scheint ja zu stimmen.
    Braucht ihr noch mehr Bilder?

  • Die Bilder sehen soweit normal aus (bis auf den nicht ganz geschlossenen Knebel natürlich).

    Die Schliessmechanik hat eine Art Plastiknase über die sich der Rest schiebt - nach ca. 3/4 der Strecke ist da Schluß.

    Okay, aber warum ist da Schluss? Kannst Du sehen, wo da der "Anschlag" ist, welcher den Widerstand erzeugt?
    Zum Aufbau des Schließmechanismus: Der äußere Knebel ist auf eine kurze Welle aufgesteckt (er lässt sich, z.B. um Transportschäden vorzubeugen, nach außen abziehen). Am anderen Ende dieser Welle sitzt ein Kurbelzapfen (das Wort hab ich soeben von Wikipedia gelernt ^^), welcher den quer im Gehäuse liegenden Hebel herunterdrückt, welcher dann wiederum die obere Kopfschiene herunterdrückt.
    Die Reibfläche zwischen Kurbelzapfen und quer liegendem Hebel ist ein kleines weißes Kunststoffteil. Im geöffneten Zustand liegt der Kurbelzapfen ganz rechts, im geschlossenen Zustand ganz links auf diesem Kunststoffteil auf.
    Ich würde ja fast schon empfehlen, einfach mal mehr Kraft anzuwenden. ;)


    EDIT: Kann es sein, dass sich das Laufwerk seitlich im Gehäuse verschoben hat und deshalb das Loch für den Knebel nicht zum Laufwerk passt?

  • Also mehr Kraft fällt schonmal flach- ich hab schon alles aufgebracht was ich mich traue und will da nichts himmeln. Leider habe ich keinen Plan wo es da hakt, ich entdecke einfach keine Stelle wo es blockiert :/
    Das Laufwerk ist ja im Rechner fest verschraubt, es sieht auch zumindest nicht so aus als ob da was verschoben wäre. Der Knebel scheint in Achse zu sein.
    Danke aber schon mal für die Tipps.

  • Seit ihr alle blind? Das Problem ist doch eindeutig zu erkennen. Der kleine Stift, der auf das weiße Plastik drückt, ist etwas zu weit rausgerutscht, und drückt somit auf das Metall, und nicht nur auf das Plastig. Den Stift einfach mit einem Schraubendreher etwas zurückschieben, so daß er wieder nur auf das Platik drückt, und gut ist.


    Bekanntes Problem bei den Laufwerken, der verschiebt sich gerne mal.

  • Hm, hab den Pin jetzt verschoben, danke schon mal. Löst das Problem aber nur begrenzt. Wenn ich nun mit einem Schraubendreher mit sanfter Gewalt gegen den Stift drücke rastet der Knebel ein, aber manuell von aussen - keine Chance.
    Das Plastik hat - wohl durch die länger dauernde Fehlbelastung- eine kleine Delle, da bleibt der Stift immer hängen. Ideen zur Behebung des Problems?


    EDIT: Ob das laden klappt kann ich erst später testen, Wenn die Kleine im Bett ist. Die wuselt hier rum und da betreibe ich das Gerät nicht offen.

  • Die Delle ist normal, es soll ja etwas einrasten, damit es nicht von selber wieder zurückspringt.
    Die Welle ist nicht auch noch ausgehängt? Einfach mal den ganzen Knebel nach Innen drücken, ob da noch was einrastet.
    Ansonsten mach vielleicht nochmal ein Bild, wie es jetzt aussieht.


    EDIT: Evtl. ist das Blech auch leicht verbogen, in dem die Welle hält.

  • Also, ich habe nun nochmal getestet, und jetzt wird es ein wenig kurios:
    - im C128-Modus dauert das laden ewig lange. Dir anzeigen geht, nahezu alle anderen Programme werden mit File-not-found abgebrochen.
    - im C64-Modus hingegen wird die selbe Diskette fehlerfrei eingeladen.
    - Formatiere ich (wie in #3 vorgeschlagen) die Diskette im C128 Modus lädt das Directory rasend schnell. Es scheint also wirklich dieser ROM-Bug vorhanden zu sein. Welcher Chip ist denn das ROM? (Ich vermute mal ich finde es auf der separaten Platine die unter einem Metalkäfig sitzt?)
    Dann könnte ich mal schauen ob es gesockelt ist.


    Glaubt ihr die seltsamen Fehler hören auf wenn das ROM getauscht wurde? Kann ich die Floppy auch im 128er Modus auf Single sided stellen, per dos-Kommando?

  • Am Ende der Achse, wo der Plastikhebel draufsteckt befindet sich eine Metallnocke ( Das das Teil welches die Mechanik schliesst ), und ein kleiner Metallstift. Dieser Stift kann sich lockern und verrutschen. Dann kann sich der Stift verklemmen. Das Problem hatte ich einmal bei einer 1571-Mechanik.


    Leider bin ich gerade auf einem Seminar in Ditzingen. Ich kann leider von meinem Laufwerk zur Zeit keine Beispielfotos machen.




    Edit: Nun habe ich zu langsam getipselt. Wurde schon erwähnt...... ;)

  • Ein DOS 3.0rev3 erklärt keine Lesefehler und kein File-not-found; es erklärt lediglich eine ca. 30-sekündige Wartepause nach dem Einlegen einer einseitig formatierten Disk im 1571-Modus. Ist diese Pause einmal überstanden, tritt sie erst nach dem nächsten Diskettenwechsel wieder auf. Da muss also noch ein anderes Problem vorliegen.


    Was sagt eigentlich der Laufwerksstatus, wenn die Probleme auftauchen? Ebenfalls file not found? Im 128er-Modus kann man den recht einfach mit PRINT DS$ abfragen, allerdings buffert das Basic7 den String und erneuert ihn nur nach einem Basic7-Diskbefehl, weshalb man besser im MONITOR den @-Befehl benutzen sollte.
    Da die frisch formatierte Disk keine Probleme macht, drängt sich auch die Diagnose "dejustiertes Laufwerk" auf, aber dann müsste es im 64er-Modus ja eigentlich ebenfalls Probleme machen. Teste die formatierte Disk mal in anderen Laufwerken - das können auch ruhig 1541er sein, solange keine Dateien geladen werden, die Blöcke auf der zweiten Seite haben.


    Evtl. liegt es auch am schnellen seriellen Bus? Dieser wird nur benutzt, wenn der Rechner im 128er-Modus und das Laufwerk im 1571-Modus ist. Ich kenne zwei Fälle, wo ein angeschlossener Drucker diese Leitung gestört hat. Hängt noch irgendwas am seriellen Port? Falls ja, steck es ab. Falls nicht, liegt vielleicht ein Problem mit einer der CIAs vor, deren serielle Schieberegister für den schnellen seriellen Bus benutzt werden.


    Mach Deine nächsten Tests bitte mehrmals: Probier alle vier Kombinationen von 64er/128er-Modus und 1541/1571-Modus aus. Danach kann man evtl. schon mal ein paar Dinge ausschließen.


    Direkt nach dem Start ist die 1571 übrigens in einer Art Pseudo-1541-Modus: Sie verhält sich zwar wie eine 1541 (läuft mit 1MHz und unterstützt nur eine Diskseite), schaltet aber nach Erhalt eines Diskkommandos vom 128er sofort in den 1571-Modus um (läuft mit 2MHz, unterstützt das doppelseitige Format). Schaltet man das Laufwerk aber mit dem Befehl "u0>m0" in den "echten" 1541-Modus, schaltet das Laufwerk nicht mehr automatisch hoch.
    Genauso kann ein 64er mit "u0>m1" das Laufwerk in den 1571-Modus zwingen, um z.B. die zweite Diskseite zu benutzen.

  • Ein DOS 3.0rev3 erklärt keine Lesefehler und kein File-not-found; es erklärt lediglich eine ca. 30-sekündige Wartepause nach dem Einlegen einer einseitig formatierten Disk im 1571-Modus. Ist diese Pause einmal überstanden, tritt sie erst nach dem nächsten Diskettenwechsel wieder auf. Da muss also noch ein anderes Problem vorliegen.


    kann ich so nun bestätigen, mein C128D verhällt sich da genauso. Schaltet man dann in 1541 Mode, liest das Laufwerk einseitige Disks sofort.



    Direkt nach dem Start ist die 1571 übrigens in einer Art Pseudo-1541-Modus: Sie verhält sich zwar wie eine 1541 (läuft mit 1MHz und unterstützt nur eine Diskseite), schaltet aber nach Erhalt eines Diskkommandos vom 128er sofort in den 1571-Modus um (läuft mit 2MHz, unterstützt das doppelseitige Format). Schaltet man das Laufwerk aber mit dem Befehl "u0>m0" in den "echten" 1541-Modus, schaltet das Laufwerk nicht mehr automatisch hoch.
    Genauso kann ein 64er mit "u0>m1" das Laufwerk in den 1571-Modus zwingen, um z.B. die zweite Diskseite zu benutzen.


    Da wäre noch hinzuzufügen, daß das Laufwerk im 1541 Mode bleibt, wenn man direkt beim Einschalten oder Reset mit gedrückter C= Taste in den C64 Mode wechselt. Startet man dagegen im C128 Mode, und wechselt dann mit GO64 in den C64 Mode, bleibt das Laufwerk im 1571 Mode.

  • Okay, ich werd mal mit diversen Disketten spielen, sobald ich heute abend dazu komme. Was ich gestern abend noch getan habe ist mal die Laufwerksplatine in Augenschein nehmen. U2 und U20 sind gesockelt. Da U2 ja das Rom ist (es ist auch ein -03er) wäre also ein Wechsel problemfrei machbar.
    Kommt jemand mit Eprommer (und *hust* einem passenden Eprom) zum Treffen nach KL am Freitag? Dann könnte man das ja beheben.
    Weiter geöffnet habe ich den Rechner bislang noch nicht.
    Ich habe gestern abend noch mein SD2IEC drangehängt und auf die frisch formatierte Disk die CP/M-Systemdiskette rübergepackt. Auch ien Boot in den CP/M-Modus klappte so. Einmal blieb der Rechner allerdings beim booten hängen, war danach aber nicht mehr reproduzierbar.
    Kann es sein dass die Darstellung im 40-Zeichen-Modus buggy ist? Mir kam es so vor als fehle bei der Ausgabe des Directories unter CP/M ein Teil der Ausgabe, als sei Sie abgeschnitten.


    Danke aber schonmal bislang.


    Wie sieht es eigentlich mit JiffyDos und dem C128D aus? Lohnt sich das? Sind die passenden ROMS meist gesockelt? (Ich gehe recht in der Annahme dass hier drei ROMS getauscht werden müssen- C64, C128, 1571?)
    Da ja U2 schon gesockelt ist wäre es dann nämlich iene Alternative die ich mir überlegen würde.
    Allerdings las ich dass gerade zB der "Hexer II" mit dem Timing unter Jiffy ein Problem hat.