Diagnosemodule???

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 2.100 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. März 2005 um 12:38) ist von conch0.

  • Was ich schon immer mal fragen wollte:


    Welche Diagnosemodule gab oder gibt es eigentlich für den 64er ?

    Wer benutzt so´n Ding von Euch und welches ist das nützlichste / gebräuchlichste ?

    Wie hoch ist der Aufwand so etwas nachzubauen und welche Defekte können angezeigt werden ?


    Die Forums-Suchmaschine und Google haben nicht viel darüber ausgespuckt ...


    Der OGGO

  • Es gibt einige Module, die aber eigentlich nur Trivialdefekte finden koennen. Hierbei werden die Ports mit Adaptern passend gebrueckt und ein Programm prueft den Rechner.
    Damit kann man defekte Speicher-ICs, IO-Lines oder andere Kleinigkeiten finden. Ist manchmal praktisch.
    Wenn der Rechner total kollabiert ist, was man am ueblichen "schwarzen Bildschirm" erkennen kann, hilft so ein Cartridge nicht weiter.
    Verbessern koennte man soetwas sicher noch mit einer "Ultimax"-Beschaltung.
    Das hilft aber auch bei totalen Kurzschluessen durch zerstoerte Bauteile kaum weiter. Ich habe mal etwas von einer Version fuer den Prozessorsockel gehoert. Diese Testmodule gibt es auch fuer die CBM-Reihe.
    Wenn man die CPU simuliert, die Resultate der einzelnen Zyklen mit einem anderen Rechner aufzeichnet, koennte man imo schon eher einen Fehler in der Logik finden. Diese Idee stammt in dieser oder aehnlicher Form vom X1541 (N. Welte). Ist mir eben wieder eingefallen.

    Meistens treten aber immer wieder die selben Defekte auf, daher lohnt der Aufwand kaum. Mit etwas Erfahrung und den passenden Messgeraeten ist man dem Problem oft schnell auf der Spur.

    Gruesse
    Michael

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  • ONKEL OGGO

    Auf unserer Seite findest Du eine Bastelanleitung mit den passenden Prüfsteckern zu einem Diagnosemodul.
    Ich persönlich kenne drei Module, die sich aber so gut wie garnicht von den Fuktionen unterscheiden.

    Ich finde das Modul recht praktisch, da unter anderem auch der SID + VIC getestet wird.

    Bei Bedarf hätte ich noch eine Anleitung, allerdings zu einem anderen Diagnosemodul was aber recht identisch ist. Dort werden Fehlererkennungen beschrieben, das heisst was evtl. kaputt ist wenn ein Fehler auftritt.

    Wenn Du möchtest kann ich Dir so ein Diagnosemodul zusammen bauen.

    mfG Hucky

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  • Die Idee mit dem Ultimax Modus habe ich von Nick Coplin übernommen, und an meine andere Hardware angepasst. Ich habe irgendein beliebiges 8k Modul mit 74LS00 drauf genommen und passend verdrahtet, so dass es sich selbst vom Ultimax in den normalen Modus schalten kann. Der einzige Vorteil ist, dass man den C64 auch bei defektem Kernal ROM starten kann, bzw. bei einigen anderen Effekten, die das Starten des Moduls über Autostart verhindern. Den gleichen Zweck kann man fast mit beliebigen Ultimax Spielmodulen erreichen. Wenn die starten, dann weiss man meistens wo man den Defekt zu suchen hat (Kernal eben, manchmal RAM).

    Aber wie cbmhardware gesagt hat, mit Erfahrung erreicht man oft mehr als mit der ausgefeiltesten Diagnosetechnik. Beides zusammen ist natürlich ideal :)

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Hi,

    gibt es noch jemanden von dem man ein Diagnosemodul kaufen kann ?
    Mein SX64 verhält sich nämlich seltsam, manche Programme laufen nicht
    bzw. bleiben einfach hängen (RAM ?) auf meinem C64 und dem C128 laufen
    diese Programme.

    Gruss Acidburn

  • @Acidburn

    bei mir :P

    mfG Hucky

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  • Erstmal DANKE für die Infos ...

    Habe aber auch schon irgendwo (nur wo jetzt?) ein Diagnosemodul entdeckt, das über eingebaute LEDs verfügt, durch die man auch bei schwarzem Bild eine mögliche Diagnose stellen kann.

    Ist es das von x1541 entwickelte vielleicht ?

    UND: Gibt es etwas vergleichbares auch für die 1541 (und Konsorten) ?

    @ Hucky: Dein Diagnosemodul hatte ich ja schonmal im Auge. Was würde mich das denn kosten, wenn Du mir´s zusammenbauen würdest? Schick mir doch mal ´ne PN.


    Der OGGO

  • Zitat

    Original von ONKEL OGGO
    Erstmal DANKE für die Infos ...

    Habe aber auch schon irgendwo (nur wo jetzt?) ein Diagnosemodul entdeckt, das über eingebaute LEDs verfügt, durch die man auch bei schwarzem Bild eine mögliche Diagnose stellen kann.

    Ist es das von x1541 entwickelte vielleicht ?

    Nö, denke nicht, meins hat keine LEDs. Ein LED Modul habe ich auch, sowas wurde z.B. früher von REX verkauft und erlaubt dem Benutzer zu sehen, in welchem Speicherbereich die CPU gerade arbeitet und was die anderen Leitungen am Expansionport so machen. Da ist aber kein Diagnoseprogramm drauf, sondern wirklich nur die paar LEDs.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Diagnosemodule sind sicherlich keine Wunderdinger mit denen man alle Fehler aufspüren kann aber für die allgemeinen Chips sind so teile schon recht nützlich, bei Ramfehlern hab ich da sehr gute Erfahrungen gemacht (bei den alten boards).

    Es gibt auch einige weiterentwickelte Module die auch ohne Bildschirmausgabe auskommen und bei PLA-defekten auch noch diagnostische Hilfe geben.
    z.B. gabs in der 64er Ausgabe 3/87 ein "MECODIS", von DATEL gabs auch was in der Richtung....