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250469 - schwarzes Bild

  • Punkt 1:
    Die Platinenversion: 250469


    Punkt 2:
    Ist das Gerät modifiziert oder noch Orginal? eventuell andere ROM´s drin?
    Gerät (C64G) war noch original versiegelt. Lötstellen sehen alle original aus.


    Punkt 3:
    Ist das Netzteil Orginal oder schon mal durch ein anderes ersetzt worden?
    Mehrere Netzteile durchprobiert die an anderen Rechnern einwandfrei funktionieren. Originalnetzteil hatte einen Kabelbruch in der 5V-leitung im Stecker. Stecker neu gemacht, funktioniert problemlos an anderem Gerät.


    Punkt 4:
    Tritt der Fehler nur auf wenn Zusatzhardware angeschlossen ist?
    Einzige Zusatzhardware: Netzteil und Fernseher :)


    Punkt 5:
    Tritt das Problem sporadisch auf oder ständig?
    Ständig.


    Punkt 6:
    Werden irgendwelche Chips besonders heiss? so das man sich fast die Finger dran verbrennt?
    CPU wird warm. CharROM wird ziemlich arg warm. Noch nicht so dass man sich verbrennt, aber doch ziemlich.
    VIC funktioniert in anderem Rechner. SID ist ausgebaut und tot. :(


    Punkt 7:
    Hat der Fragesteller ein Multimeter und weiss wie das benutzt wird?
    (Die billigen 5-Euro Multimeter reichen für diesen Job aus)
    Multimeter und Logiktester vorhanden.
    Punkt 8:
    Hat der Fragesteller irgendwelche Erfahrungen im Löten? wenn nicht gleich sagen.
    Ja. Chips zerstörungsfrei auslöten ist zwar nicht meine Stärke, aber einlöten kann ich wie ein junger Gott :P


    Symptome: Schwarzes Bild mit den normalen blassen senkrechten Streifen. Fernseher erkennt es als schwarzes Bild, nicht als kein Bild (schaltet nicht auf blau).
    Sowohl mit Modulatorausgang als auch mit fbas und svideo getestet.


    Logiktester hat ergeben: 7406 ist ok.
    Hab auch die Adress- und Datenleitungen an der CPU mal durchgetestet. Während alle brav fluktuieren, sind A10 und A12 permanent High, D6 permanent low.
    Im ausgeschaltenen Zustand kann man zwischen +5v und A10 2,4 ohm (!) Messen. Am funktionierenden Board sind es 4+ megaohm.


    Gewickelt sind lediglich VIC, SID und der kleine rechts vom VIC.


    Wie geh ich nun geschickterweise vor?

  • Hm, also nach ner Viertelstunde unter Saft wird das ROM, wenn man mit dem Fingerrücken fühlt, schon ziemlich unangenehm warm. Wärmer jedenfalls als CPU und Vic, und um längen wärmer als das Kombirom nebendran.


    Ich hab mal testweise im stromlosen Zustand 5v zwischen 5v und A10 angelegt um zu testen ob dadurch sich irgendwas erwärmt. Hat nicht wirklich funktioniert.


    Naja, werd ich mal mit dem Charrom anfangen.
    Welche Mindestbestückung braucht das Board eigentlich um etwas anderes als ein schwarzes Bild zu produzieren?
    Charrom und CIAs müssten jedenfalls entbehrlich sein, wimre...

  • Könnte es auch an vertrockneten Elkos liegen ? Manche C64c brauchen fast 10 Sek. ehe sie "anspringen" (ein C64 I springt meist sofort an, sofern die gr. Elkos noch frisch sind) und manche C64c bleiben eben ganz schwarz oder springen nur in 10% der Fälle an. Solche blekloppeten C64c habe ich hier :).

  • Das mit dem Widerstand messen hab ich schon getan. Der ist blöderweise überall gleich.
    Das mit den Elkos müsste ja den Reset beeinflussen. Die Resetleitung hab ich schon gemessen, ne knappe halbe Sekunde nach dem Einschalten wechselt die Leitung auf High und es kommt das schwarze Bild.

  • Geht schon mit Heissluft. Idealerweise baust du dir aus Alu-Folie eine Maske so daß nur das ROM die Heissluft direkt abbekommt. Dann vorsichtig heissmachen und nicht zu lange sonst delaminiert sich die Platine und das ist schlecht für Durchkontaktierungen.


    Ich hab so schon einiges ausgelötet. Wenn du keine Übung hast, probier es erstmal mit einer Schrottplatine.

  • Naja, bisher hab ich immer die Pins abgezwickt und dann die Pins einfach einzeln ausgelötet. Allerdings widerstrebt mir irgendwie der Gedanke einen Chip zu zerstören von dem ich nicht 100%ig weiß, dass er wirklich defekt ist. Vor allem da ich den nicht für ein paar Cent um die Ecke bekomme... Bei 74ern würde ich da nicht lange fackeln.

  • Das Char-ROM kann man direkt durch ein passend programmiertes 2532-EPROM ersetzen wenn dieses schnell genug ist. Ich hab hier ein paar 2532-30 die diesen Job bisher problemlos erledigt haben,


    Nachtrag: Knips doch mal den Pin für A10 am Char-ROM an der Platine ab, so ein einzelner Pin ist schnell wieder angelötet und wenn dann die Widerstandsmessung eine Änderung zeigt bist du schlauer. Korrekt gemacht sieht man das nicht und funktioniert wie vorher wenn das nicht der Grund war.

  • Also. Heute ist mein Lötsaugpumpen-Lötkolben-Bastard gekommen.
    Nennt sich offiziell: "Entlötpumpe mit Heizung".
    Ich hätte nicht gedacht, dass das so gut funktioniert. Wenn ich überlege wie ich mir sonst einen abgekrampft hab...


    Naja, jedenfalls hab ich das Charrom raus. A10 immer noch 2,4 Ohm gegen +5V.
    Kernal/Basic-Rom raus. A10 immer noch 2,4 Ohm gegen +5V.
    Wo ich grad dabei war: CIA U2 ist auch raus.
    So langsam lichtet es sich.
    Bleiben noch CPU und die Riesen-PLA. Sonst müsste eigentlich alles von A10 abgeklemmt sein.


    Grmpf... ich glaub ich bestell vorsichtshalber schon mal nen 64poligen Sockel...

  • So. CPU ist draußen.
    Multimeter zeigt am Board zwischen A10 und +5V O.L. an (Open Line, unendlicher Widerstand)
    Multimeter zeigt an der ausgelöteten CPU zwischen A10 und VCC 2,4 Ohm an.


    Ich folgere daraus jetzt einfach mal, dass die CPU hinüber ist.
    Mal sehen ob ich noch nen 8500 auf Halde hab...
    Jetzt werden jedenfalls erst mal Sockel eingelötet.


    Bin am überlegen ob ich die zweite CIA auch noch auslöten und Sockeln soll, wo die Löte grad heiß ist :D