Amiga 500 Netzteil

Es gibt 54 Antworten in diesem Thema, welches 10.797 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. November 2018 um 10:07) ist von Hofmarc78.

  • Dann warten wir mal ab wie lange die halten. ^^

    105° sollten eigentlich ausreichen. Zumindest bei Reichelt gab es keine Elkos für höhere Temperaturen.

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Dann warten wir mal ab wie lange die halten. ^^

    105° sollten eigentlich ausreichen. Zumindest bei Reichelt gab es keine Elkos für höhere Temperaturen.


    Ich hab die ja von Reichelt und je nach Kapazität haben die halt 1000, 2000 oder 5000h bei 105°. Bei Voelkner gibts da reichlich mehr Auswahl und man bekommt 10000h, wo man bei Reichelt halt nur 2000h bekommt.

  • Wobei man nicht nur auf den µF-Wert, die Spannung & die Temperatur achten muß, sondern auch auf den eingesetzten Kondensatortyp. In Schaltnetzteilen kommen aufgrund der recht hohen Taktfrequenzen i.d.R. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.-Typen zum Einsatz; "normale" Kondensatoren sehen da recht schnell alt aus.

    Sleepy

  • Warum der Aufwand? Rabbit76

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen., 3ter Post von oben.

    Ich persönlich würd das alte NT aus dem Gehäuse werfen, auf PicoPSU umbauen und fertig. Neu.

    Edit: Oder auch Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Rabbit76
    Pack das Netzteil in einen Karton und ich schaue nochmal in Augsburg nach dem Fehler.
    Selber zu suchen wird vermutlich nicht Funktionierten.
    Auch habe ich Angst wenn ein Laie in der nähe von 240V Arbeitet.

    @All
    Vorort haben wir alle Kondensatoren mit einem richtigen ESR Tester gerprüft und nicht einem Multimeter Schätzeisen.
    Einige Kondensatoren waren eine 10er Potenz unter soll Kapperzität, ESR dafür reichlich, und stark Temperatur abhängig.


    Dioden waren noch alle Fit, Wiederstände sahen noch gut aus, die Bauteile in Richtung Schaltnetzteil Schwingkreis wurden extra Kritisch geprüft.


    Leider hatte ich nur einen Teil an Bauteilen und Messtechnik dabei, ich hatte nur A1200 Kondensatoren Tausch und ein paar IC Sockeln geplant.

    LOW ESR:
    Sind nicht immer gut, einige Schaltnetzteile wollen damit nicht richtig arbeiten, z.b. SX64.

    Reichelt:
    Bestellnummern RAD FR xxx/yy xxx=µF yy=Volt
    Sind mit 5000 bis 10000h angegeben, die reichen dicke.
    Lebensdauerangeben über 1000 Stunden sind eh kaum noch zu vergleichen, da kommt es auf die Strombelastung etc. an, auch die 10°C kälter = Doppelte Lebensdauer formel passt da nicht mehr.

    Die Ultra LOW ESR sind zum teil so das sie sich auch ohne Belastung sich Tot Oxidieren, da würde ich für Langzeit Restaurationen die Finger lassen.

    Eine Kondensator Fassung wie für IC´s wäre mal eine Langfrist Entwicklung... :blah! Noch 2-3 Kondensatoren Tausche und schon ist die Leiterplatte fertig, das ist ja schon in 40 bis 60 Jahren... :weg:

  • Eine Kondensator Fassung wie für IC´s wäre mal eine Langfrist Entwicklung... :blah! Noch 2-3 Kondensatoren Tausche und schon ist die Leiterplatte fertig, das ist ja schon in 40 bis 60 Jahren... :weg:


    So einen Sockel kann man sich einfach selber machen. Einfach einzelne Buchsen von einer Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. abschneiden.

  • Dann habe ich mit den Elkos ja fast alles richtig gemacht. Bis auf einen 10microF Kondensator sind alle bestellten low ESR.


    Artikelnummer Bezeichnung Anzahl
    ________________________________________________________________________________
    SBK 8,0 SW Schrumpfschl.-Box,Innenkleber,5m,sw, 1 9,50 Euro
    SBK 4,0 SW Schrumpfschl.-Box,Innenkleber,8m,sw, 1 11,20 Euro
    RAD FR 680/35 Elko radial, 105°C, low ESR, RM 5,0mm 10 4,30 Euro
    RAD FR 470/35 Elko radial, 105°C, low ESR, RM 3,5mm 10 3,10 Euro
    RAD FR 220/50 Elko radial, 105°C, low ESR, RM 5,0mm 10 2,46 Euro
    RAD FR 22/50 Elko radial, 105°C, low ESR, RM 2,0mm 10 0,90 Euro
    RAD 105 10/63 Elektrolytkondensator, 105°C, RM 2,0m 10 0,40 Euro
    MS 500F Kippschalter, 2-polig, 6A-125VAC, Ein 5 10,75 Euro
    MS 500P Kippschalter, 4-polig, 6A-125VAC, Ein 5 19,00 Euro
    PK SW Plastik-Kappe für AS/MS 500-Serie. 20 6,42 Euro

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.


  • Bei dem Aufbau auf dem Bild ist wieder mal gut zu sehen, dass die Hersteller "absichtlich" die Verschleissteile (Elkos) neben bzw. ÜBER Wärmequellen platzieren, damit die Lebensdauer herabgesetzt ist.

    Vorsicht, so einfach ist das nicht. Wenn man sich die Datenblätter zu Schaltreglern durchliest, dann steht da fast immer was von 'Leiterbahnen zwischen Regler, Diode (n), Spule(n) und Elko(s) möglichst kurz halten!'. Tja, und nun? Du hast 3 Bauteile die heiss werden (Regler. Diode und Spule) und eines welches keine Hitze mag (Elko). Wie löst du das jetzt? Speziell wenn keine Zwangskühlung mit Lüfter gewünscht ist.

  • Hm. Das regt zum Überlegen an.

    Evtl. das Kühlblech größer vorsehen......

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  • Hm. Das regt zum Überlegen an.

    Evtl. das Kühlblech größer vorsehen......

    Das braucht mehr Platz den man nicht immer hat weil die Elkos ja nahe dran sitzen sollen... Auch kostet das mehr. :)

    Eher sollte man auch gute Elkos nehmen. Ich kenne Server die über 10 Jahre alt sind, 24/7 laufen und deren Netzteile immer noch einwandfrei funktionieren. Die dort verbauten Elkos sind allerdings auch teure Markenware.

    Auch wird beim Design gerne gespart, wenn ein Elko nicht langt werden genau so viele verbaut wie nötig ist, damit das Design funktioniert (teilweise sieht man leere Plätze für Elkos auf der Platine) und man spart sich die zu den Elkos parallel geschalteten Keramikkondensatoren.

    Das hat alles mit 'muss billig sein' zu tun und nicht mit 'muss schnell kaputtgehen'.

    Zumindest ich würde durchaus mehr ausgeben wenn ich dadurch bessere Qualität bekomme. Nur leider kann man die Qualität schon seit Jahren nicht mehr am Preis des Gerätes festmachen.

  • Da muss ich wieder an geplante Obsoleszenz denken..... ;)

    Systemshock war eines meiner ersten Computerspiele auf CD-Rom, welches mich sehr gefesselt hat. Wer oder was ist SHODAN: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Wie löst du das jetzt? Speziell wenn keine Zwangskühlung mit Lüfter gewünscht ist.

    Tja, das ist in der Tat schwierig. Bei senkrecht montierten Platinen würde ich die Elkos z.B. möglichst unter den Hitzequellen platzieren.
    Aber auch der "Zwang" die Geräte immer mehr zu miniaturisieren ist da nicht gerade hilfreich. Ein aktueller DVD/BluRay-Player ist heute gerne nur noch so groß daß die Elektronik bzw. Mechanik so gerade eben reinpaßt. Da sind Geräte im 43,5cm-Maß meiner Meinung nach im Vorteil, weil einfach mehr Platz im Gehäuse ist und die Wärme besser abgeleitet werden kann. Aber such mal einen aktuellen Player in der Größe...
    Ein weiterer Punkt dürfte sein daß Schaltungen immer knapper dimensioniert werden um die Materialkosten möglichst klein zu halten. Wenn die Bauteile ständig an ihrer Leistungsgrenze betrieben werden fallen sie schneller aus.
    Sparen kann man auch durch den Einsatz billiger Bauteile.

    Meiner Meinung nach werden moderne Geräte aber oft eher bewusst so gebaut daß sie nur eine begrenzte Lebensdauer haben.

    Sleeπ

  • Vorsicht, so einfach ist das nicht. Wenn man sich die Datenblätter zu Schaltreglern durchliest, dann steht da fast immer was von 'Leiterbahnen zwischen Regler, Diode (n), Spule(n) und Elko(s) möglichst kurz halten!'.

    Stimmt schon und das ist mir auch bewusst.
    Doch warum baut man die Elkos dann meisstens über das Kühlblech. Wie man schon weiss, steigt Wärme nach oben (weil leichter als Kälte) und damit werden die Elkos "gebacken".
    Eine leicht andere Anordnung beim Design würde diesen Effekt schon mal stark verringern, doch das will man anscheinend nicht.

  • Den Hardwaregöttern bei einem Zulieferer dürfte ich mal über die Schulter schauen.
    In Thermischen Simulationen kann man sehr genau die wärmeverteilung berechnen und die SW spuckt sogar "Badewannenkurven" über die Ausfallwahrscheinlichkeit aus.

    Es ist durchaus möglich ein Gerät zu Bauen was viele KW Leistung verbräht aber dabei 20000 Stunden sicher durchhält.
    ein passend geformter Kühlkörper, Reduzierung des Rippelstroms = Eignenerwärmung, oder auch Abschottung mit Temperatur isolierenden folien bringt ne menge.

    Man kann aber ganau so gut in Design auf 2.1 Jahre Bauen und dann neues Gerät verkaufen. Aber es ist halt schwer nachzuweisen ob Dummheit oder Gewollt.

    Bei unseren Amiga/Commodore Computern können wir uns nicht beschweren, die haben über 20 Jahre durchgehalten, ich würde gerne mal wissen was Commodore als Mindestziel den Entwicklern mitgegeben hat? 12 Monate, 24 oder gar 36 Monate...

  • Nö, das setzt einiges an Planung voraus. Die Erklärung 'muss billig sein' ist wahrscheinlicher.


    Billig ist richtig, aber mein Kumpel( baut noch deutsche Netzteile) sagt, die Bauteile bestellen die mit MHD.
    Du kannst dir wünschen, wie lange die halten sollen, billige ca. 3 1/2 Jahre.
    Für die medizinischen Netzteile müssen die 10 Jahre Garantieren. Da kommen nur 1a Bauteile rein.
    Für die preiswerteren wird auch gerne mal günstiger eingekauft. Ganz günstig lassen die dann in China fertigen.
    Dafür extra ne Fabrik gekauft.


  • Man kann aber ganau so gut in Design auf 2.1 Jahre Bauen und dann neues Gerät verkaufen. Aber es ist halt schwer nachzuweisen ob Dummheit oder Gewollt.

    Kann man nicht, denn schlechte Haltbarkeit spricht sich rum. Ich kenne einige Leute die keine Fernseher der Marke X mehr kaufen weil die Probleme mit den Elkos in den Netzteilen hatten. ('X' ist eine bekante Marke mehr als 6 Buchstaben).


    Zitat


    Bei unseren Amiga/Commodore Computern können wir uns nicht beschweren, die haben über 20 Jahre durchgehalten, ich würde gerne mal wissen was Commodore als Mindestziel den Entwicklern mitgegeben hat? 12 Monate, 24 oder gar 36 Monate...

    Bei denen war 'billig in der Herstellung' das wichtigste, die Haltbarkeit war sekundär, Bil Herd schrieb mal, wenn er den Chip ein paar Cent billiger machen konnte obwohl der dann heisser wird, dann hat er das gemacht,


  • Billig ist richtig, aber mein Kumpel( baut noch deutsche Netzteile) sagt, die Bauteile bestellen die mit MHD.
    Du kannst dir wünschen, wie lange die halten sollen, billige ca. 3 1/2 Jahre.

    Sicher, daß das nicht das Datum ist, bis zu dem die Bauteile verarbeitet sein müssen damit du keine Probleme mit dem 'Popcorn effect' bekommst? Ist bei DIP wegen der Gehäusegröße nicht so das Problem, bei SMD, insbesondere BGA hingegen schon.


  • Kann man nicht, denn schlechte Haltbarkeit spricht sich rum. Ich kenne einige Leute die keine Fernseher der Marke X mehr kaufen weil die Probleme mit den Elkos in den Netzteilen hatten. ('X' ist eine bekante Marke mehr als 6 Buchstaben).


    Dann kaufen die halt Marke Y mit der selben schlechten Haltbarkeit. Und Enttäuschte Kunden von Marke Y wechseln zu X. Heutzutage ist es eigentlich egal, welche Marke. Die haben alle ein Haltbarkeitsproblem.

  • Mir ist vor kurzem eine teure Maus kaputt gegangen, von einem Markenhersteller. Wird einfach nicht mehr vom Computer gesehen und macht nichts mehr. Kabelbruch konnte ich ausschließen. Das ist die erste Computermaus in meinem gesamten Leben die mir kaputt gegangen ist, nach ca. 3 Jahren.

    Ich habe erst vor ein paar Tagen von diesen Pico-Netzteilen gehört und finde die Dinger absolut erstaunlich. In 80+ W und betrieben von einem 12V Tischnetzteil, also auch für Bastler ungefährlich. War schon am Überlegen ob ich nicht meine am meisten verwendeten Tastaturcomputer einfach intern damit ausstatte. Sind die Dinger empfehlenswert?